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Abenteuerland
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Beitragvon Abenteuerland » 08.07.2015 13:24 Uhr

Hallo Fachleute,
in meinem freistehenden Einfamilienhaus (Bj. 1984) betreibe ich seit 1984 eine Grundwasserwärmepumpe (Fabr. Al-Ko) mit separaten Standspeicher (400l) von Stiebel Eltron.

Wenn man vom ersten Betriebsjahr 84/85 (war wirklich schlimm, mit permanenten Störungen) absieht, lief die Wärmepumpe nunmehr 31 Jahre fast ohne Wartung und ohne Störung. (Vor ca. 5 Jahren musste einmal Kältemittel nachgefüllt bzw. getauscht werden).
Im Januar 2015 war dann auf der Grundwasserseite der Wärmetauscher defekt(undicht!) und wurde von meinem Kältetechniker gelötet. Dieser war der Auffassung, dass dieser Defekt in Kürze wieder auftreten würde. Aktueller Betriebsstundenstand: 66.300 Stunden auf dem 1. Kompressor. Der Stiebel funktioniert seit 31 Jahren ohne eine einzige Störung bis zum heutigen Tage.

Ich habe mich nun entschieden eine neue Grundwasser-Wärmepumpe und ein Frischwassersystem einzubauen. Mein Kältefachbetrieb hat mir ein Heliotherm HP 10 S12 W mit einem Heliotherm Frischwassersystem 500l empfohlen.

Der Komplettpreis soll sich hierfür auf Euro 18.800.- inkl. der MwSt. belaufen. Dabei ist der Komplettumbau aller Umwälzpumpen neu, neues Ausdehnungsgefäss, Einbaukosten, Entsorgung der Altgeräte, usw. Nicht dabei ist die Brunnenförderpumpe. Diese soll laut dem Kältetechniker nicht getauscht werden.

Meine Fragen:

1) Sind die Kosten vertretbar oder zu hoch? Sind andere Fabrikate deutlich billiger?
2) Sollte die Brunnenpumpe ebenfalls getauscht werden?
3) Mit welchen Einsparungen ist zu rechnen? (aktuelle Kosten 2014 = Heizstrom HT und NT 1.610,- Euro, Warmwasser Standspeicher Nachtstrom = 620,- Euro)

Über Anregungen und Tipps würde ich mich freuen und bedanke mich bereits im voraus.

Viele Grüße

Abenteuerland

Aktuelle Faktoren:
Freistehendes Einfamilienhaus Baujahr 1984 (Keller, EG, 1.OG)
Außenwände: 36,5 cm Poroton Ziegel ohne zusätzliche Dämmung
Fenster: Kunststofffenster mit 2fach Isolierverglassung
Wohnfläche beheizt: 240m²
Aktuelle Heizung: ALKO Wärmepumpe 17kW Baujahr 1984 mit 66.300 Betriebsstunden und 500l Pufferspeicher und kompletter Fußbodenheizung ohne Raumregelung
Umwälzpumpen Grundfos Bj. 1984
Brunnenpumme: Grundfos Tauchpumpe Bj. 1985, Wattzahl nicht bekannt
Grundwasser: auf 4 Meter Tiefe
Brunnen: 1984 gebaggert , Saugbrunnen Tiefe ca. 7 Meter mit Betonringen Durchmesser 200cm
Warmwasser: Standspeicher 400 Liter von Stibel Eltron
Separate Zähler für Allgemeinstrom, Wärmepumpenstrom (HT und NT) und Standspeicher (NT)

energieprojekt
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Beitragvon energieprojekt » 08.07.2015 13:52 Uhr

Einen Gruß dem Abenteuerland,
schau dir mal dieses System an: http://www.panarotto.de/
Ich denke da bist du auf jedenfall günstiger dabei.
Gruß Udo von energieprojekt.biz
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Beitragvon Abenteuerland » 10.07.2015 09:09 Uhr

energieprojekt hat geschrieben:Einen Gruß dem Abenteuerland,
schau dir mal dieses System an: http://www.panarotto.de/
Ich denke da bist du auf jedenfall günstiger dabei.
Gruß Udo von energieprojekt.biz


Vielen Dank für die rasche Antwort.
Aber ich verstehe nicht ganz? Die von Dir angesprochene Firma stellt ja gar keine Grundwasserwärmepumpen her! Oder? Ist es denn sinnvoll beim Frischwassersystem einen andern Hersteller als bei der Wärmepumpe zu wählen? Das Frischwassersystem von Heliotherm soll übrigens so um die Euro 3.600,- inkl. MwSt. zzgl Einbau kosten.
Wie hoch wäre ca. der Preisvorteil bei Panarotto? Gibt es noch andere Vorteile bei Panarotto bzw. Nachteile bei dem Heliotherm 500l Frischwassersystem?

Viele Grüße

Abenteuerland
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Beitragvon Abenteuerland » 03.08.2015 07:49 Uhr

Scheinbar habe ich die "falschen" Fragen gestellt! In fast 4 Wochen keine Antwort. Schade, ich hatte mir mehr erhofft.
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Beitragvon energieprojekt » 03.08.2015 08:25 Uhr

Hallo Abenteurland, schade das du meine Antwort als keine wertest aber damit komme ich klar........
Die Vorteil eines Frischwassersystems gegenüber eines Boilers liegen schon im Namen erklärt. Hier wird das Wasser bei Bedarf erwärmt. Im Falle Panarotto ist im Schichtenspeicher eine Edelstahlschlange mit ca 30-40 Ltr Inhalt verbaut in der in Durchlaufverfahren das Trinkwasser erwärmt wird. Bei einem Boiler( Standspeicher) wird eine gewisse Menge ( in deinem Fall ca 300 ltr, abzüglich Schlammablagerungen) bevorratet. Dies fürt dann dazu das hier eine abgestandene Brühe vorhanden ist die unter Umständen nur noch wenig Ähnlichkeit mit einem Lebensmittel hat! Ein weiteres Problem hierbei ist durch die Verkalkung wird die Wärmeübertragung schlechter das heißt der Wirkungsgrad lasst nach. Abhilfe schafft hier regelmäßige Wartung (Abstände von 30 Jahren halte ich persönlich für etwas lang gewählt.........., aber meine Antwort zählt ja eh nicht)
Wenn du schon an eine Erneuerung denkst solltest du alle Pumpen tauschen, denn die modernen "Hocheffizienzpumpen" brauchen bis zu 90% weniger Strom.
Heliotherm vs Panatotto.
Zum einen denke ich ist der Preisvorteil und die größere Kapazität bei letzerem.
Was mich bei dem Angebot deines Fachbetriebes wundert ist das er die eine 14 KW Pumpe anbietet wo vorher 17 waren, ich nehme an er hat eine Heizlastberechnung vorgenommen.
Gruß Udo von energieprojekt.biz
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Beitragvon Abenteuerland » 03.08.2015 13:15 Uhr

Hallo Udo,

Deine Antwort zählt wohl. Und dafür habe ich mich bereits bedankt!! Ich bin sogar dabei, mir über Deinen Vorschlag nicht nur Gedanken zu machen sondern auch Angebote einzuholen.

Trotzdem wundert mich, dass sonst niemand zu den von mir gestellten Fragen eine Antwort hat. So kompliziert erscheinen sie ja nicht...

Nach wie vor stelle ich mir folgende Fragen:

1) Welches Einsparpotential hat eine neue 14KW Wärmepumpe gegenüber einer 30 Jahre alten 17KW Pumpe? Ob der Fachbetrieb eine Heizwertberechnung durchgeführt hat kann ich nicht sagen. Er hat die aktuelle Anlage besichtigt, Baupläne mitgenommen und dann sein Angebot erstellt.

2) Natürlich sollen die Umwälzpumpen gegen moderne Hocheffizienzpumpen getauscht werden. Meine Frage zielte nur nach der Tauchpumpe im Brunnenschacht!

3) Mir leuchtet ein, dass ein Frischwassersystem Vorteile bietet. Allerdings hat der Stiebel Standspeicher (400Liter) bereits über 30 Jahre störungs- und wartungsfrei funktioniert (tut er immer noch!). Eine Veränderung an meiner Wasserqualität konnte ich nicht feststellen. Vermutlich wurde durch die "Verkalkung" der Wirkungsgrad schlechter. Aber wie viel macht dies aus? Und die Wartung kostet auch Geld!

Grundsätzlich bin ich ein Freund von: " Never change a runing System"!

Ich frage mich halt immer, steht der Investitionsaufwand in einer vernünftigen Größenordnung zum Einsparpotential! Deshalb auch meine Frage in wie weit die Investitionskosten realistisch erscheinen?

Aber jetzt mal unter uns: Wie hoch schätzt Du das Einsparpotential ein (Die Verbrauchswerte stehen in meinem Eingangspost)??

Und bitte nicht "eingeschnappt" sein. Du warst nicht gemeint.

Gruß

Paul

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Beitragvon energieprojekt » 03.08.2015 15:24 Uhr

Hallo Paul, ich bin nicht ein geschnappt, aber zu deinen Fragen.
Ich denke bedingt durch die Urlaubszeit sind hier momentan etwas weniger Experten unterwegs.
Zum Thema Pumpentausch, hier ist eine Berechnung unumgänglich denn sonst könnten zwei Dinge passieren zum einen die neue Pumpe wäre zu klein dann würde es nicht mehr warm das zweite die Pumpe würde ständig am Limit laufen, das ginge dann zu lasten der Haltbarkeit und des Wirkungsgrades.
Sicherlich ist die Technik in den letzten 3 Jahrzehnten voran geschritten man hat unter anderem andere Flüssigkeiten und die elektrischen Bauteile arbeiten etwas sparsamer. Hinzu kommt das der Zahn der Zeit an deiner Anlage nagen durfte und dadurch auch die Leistung nach gelassen hat.
Diese Hocheffizienzpumpen gibt es auch in Brunnenbereich und da haben wir eben deutlich höhere Stromaufnahmen als die 60-90 Watt bei einer Heizungspumpe, deswegen der Hinweis.
An deinem Stiebelspeicher war auch wenig was kaputt gehen konnte (mal abgesehen von der Emailbeschichtung aber dafür ist ja eine Magnesium- oder Opferanode verbaut).
Viel schlimmer sind meines Erachtens nach die Ablagerungen, da im Regelfalle niemand den Speicher öffnet sammelt sich der Dreck am Boden. Tue es dir einfach an den Speicher beim Tausch zu öffnen und du weist wovon ich spreche......
Der Kalk setzt sich an dem Rohrwärmetauscher ab und hier sind die Verluste dann schon schnelle im 2 stelligen Prozentbereich.
Egal wie man es dreht und wendet die 18.800 € wirst du in absehbarer Zeit nicht nicht einsparen...............
Selbst wenn du im Bereich Pumpenstrom (Heizung-, Lade- und Brunnenpumpe 80-90% sparst mach das vielleicht 150-250€ aus.
( Das könnte man ,wenn die Pumpendaten vorliegen genauer sagen)
Dazu kannst du mit einem hydraulischen Abgleich und Verbesserung der Heizungswasserqualität 10-15% einsparen.
Die Umrüstung auf ein Frischwassersystem bringt vielleicht 10%
Wenn du nun im Idealfalle 30% sparst, macht das bei deinen Kosten und dem Invest noch ein paar Monate bis zum Break Even.
Du musst aber anders an die Sache gehen wenn die ersten Ausfälle kommen stellt sich die Frage nach der Rentabilität nicht denn dann heißt es nehmen was der Markt gerade hergibt !
Also jetzt in Ruhe informieren, modernisieren und wieder Jahrzehnte Glücklich heizen
Gruß Udo von energieprojekt.biz
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Beitragvon Abenteuerland » 11.08.2015 23:11 Uhr

Hallo Udo, vielen Dank.

Tolle umfassende Antwort. Eine Frage hätte ich noch: Macht den in der Sanierung ein Frischwassersystem überhaupt Sinn, wenn die bestehende Verrohrung aus verzinkten Rohren mit großen Durchmessern besteht oder ist ein von der Wärmepumpe beheizter Standspeicher da sinnvoller?

Gruß

Paul
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Beitragvon admin » 12.08.2015 08:06 Uhr

Hallo Abenteuerland,

aktuell sind leider überall Ferien, das bedeutet Besuchertiefststand. Das ist jeden Sommer so.

Wird wieder besser, aber Udo Christ ist sicherlich einer wenn nicht DER Beste unserer Berater im Forum.

Bis dann...
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Beitragvon Abenteuerland » 01.10.2015 10:10 Uhr

Wie oft sollte den der Wärmetauscher einer Frischwasserstation entkalkt werden? Und mit welchen Kosten ist hierfür zu rechnen?

Unser Waser hat 14° Deutscher Härte.

LG Paul

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