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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
JohannesMch
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Beitragvon JohannesMch » 29.06.2015 16:35 Uhr

Hallo liebe Gemeinde,

erst einmal ein großes Lob für diese tolle Platform und die zahlreichen informativen Beiträge, wo ich schon viel gelesen und gelernt habe!

Wir planen eine DHH mit einem Bauträger/Generalunternehmer zu bauen und sind uns noch nicht so ganz im Klaren über ein sinnvolles Heizkonzept, welches natürlich auch in unserem Budget liegen sollte.

Beginnen möchte ich gern mit den Daten und Fakten, welche wir schon haben bzw. schon feststehen:

- DHH mit 140qm Wohnfläche (Geschosshöhe: 245-250cm)
- WU-Keller mit ausgebautem Hobbyraum (28qm - nicht in obiger WFL)
- KFW70 Standard
- Fußbodenheizung mit Vorlauftemperatur von 35 °C
- Kontrollierte Wohnraumlüftung mit WRG (Vaillant RecoVair) mit Sommer-Bypass
- Gas-Brennwert-Therme (Vaillant)
- Solarunterstützung für Brauchwasser
- monolithische Bauweise mit einer Dicke von 36,5cm (Ytong oder Ziegel - siehe unten)
- Dachdämmung: mineralische Wärmedämmung 24cm (WLG 0,35)
- Kellerwanddämmung: Perimeterdämung 120mm (WLG 0,35)
- Kellerbodendämmung: PS-Hartschaum 60mm (WLG 0,35) unter schwimmenden Estrich
- Fenster 3-fach Glas (Schüco-Profil), Uw < 0,9 (haben wir noch keine konkreten Infos)

Nun sind würde ich gern folgende Punkte zur Diskussion stellen, weil wir hier als Laien einfach nicht so richtig weiter wissen:

1. Das Mauerwerk können wir mit 36,5cm Ytong λ=0,09 W/mK oder mit 36,5cm Ziegel λ=0,08 W/mK (wahrscheinlich Poroton - Aufschlag) herstellen. Da wir etwas auf den Schallschutz achtgeben müssen, tendieren wir zum Ziegel und würden den Aufschlag in Kauf nehmen. Hat Ytong Vorteile, welche wir mit einem Ziegel nicht haben?

2. Als Alternative zu dem oben genannten "System" wurde uns eine Wärme-Abluft-Pumpe NIBE F750 + SAM40 mit Aufpreis angeboten. In dem Fall würden die Solaranlage und die KWL von Vaillant entfallen. Allerdings haben wir nicht so sehr viel gutes über das Konzept von Abluft-Pumpen gelesen (Stichwort: "Irgendwo muss die Wärme ja herkommen").

3. Eigentlich hatten wir überlegt zu dem o.g. System einen Kamin oder Pelletofen zwecks schnell verfügbarer Wärme und Gemütlichkeit in das Wohnzimmer zu stellen. Man liest aber oft, dass es schnell zur "Überhitzung" kommen kann und ein Ofen hier nur der Gemütlichkeit dient und nicht um Kosten zu optimieren. Wäre hier eine "wasserführende" Variante hier sinnvoller? Solarunterstützung im Sommer und Ofenunterstützung im Winter. Oder ist das auch nur etwas um sein Gewissen zu beruhigen?

Wir würden uns sehr über Eure Kommentare freuen!

Viele Grüße,
Johannes

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Beitragvon JohannesMch » 30.06.2015 07:53 Uhr

Leider habe ich die Editierfunktion nicht gefunden.
Anbei noch ein paar weitere Informationen die eventuell wichtig sind:
- Satteldach 42°
- KG, EG, OG, DG (wobei die Dachschräge schon im OG mit einem Kniestock von 1,45m beginnt)
- geplant für 2 Erwachsene + 2 Kinder
- Grundstück 350qm
- Haus hat Südausrichtung
- Gefahr von drückendem Grundwasser -> Weiße Wanne
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Beitragvon JohannesMch » 02.07.2015 13:18 Uhr

Hat keiner Tipps oder Erfahrungen, die er mit uns teilen möchte? :roll:
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Beitragvon energieprojekt » 02.07.2015 14:15 Uhr

Hallo Johannes, willkommen bei EP 24, anscheinend ist deine Frage ins Sommerloch gefallen und du mutierst hier zum Alleinunterhalter. So soll es natürlich nicht sein deswegen melde ich mich einfach mal als erster.
Bevor du dich für ein System entscheidest las dir auf jedenfall Referenzen geben denn hier kommen 2 Dinge zusammen einmal ein Produkt das anständig ausgewählt und geplant werden muss und zum anderen ein Heizungsbauer der dieses System dann verstehen und vernünftig einbauen soll. In beiden Fällen kann so einiges schief gehen und dann ist es egal woran es liegt denn du hast in die braune Masse gegriffen. Der Hersteller wird immer sagen es war der Heizungsbauer und dieser wird sagen das Produkt ist schuld (wobei ich dann nicht verstehe wieso jemand etwas verbaut von dem er nicht restlos überzeugt ist).
Die thermischen Solaranlagen zur reinen Brauchwassererwärmung sind aus energetischer und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten Nonsens (das habe ich hier schon etliche Male vor gerechnet) aber unsere Regierung möchte es halt so.....
Bei einer Wärmerückgewinnung und KRL stelle mal bitte vorab die Kosten und Ersparnisse gegenüber.
Also Anlagenkosten, Wartung, Filter, Strom (ggf Reparatur) und dann überleg was du dadurch an energetischem Gewinn hast....
Ob ein Pelletkessel oder Kaminofen den Raum überhitzt liegt an der Auslegung der Komponenten und der Raumbeschaffenheit. Auch hier gilt wenn vernünftig geplant und ausgeführt gehts gut ansonsten halt in die Hose......
Da macht es dann keinen Unterschied ob wassergeführt oder reines Raumluftgerät. Was du allerdings beachten musst ist die Verbindung zur Lüftungsanlage !!!!!
Solltest du dich für eine wassergeführte Variante entscheiden und einer (großen) Solaranlage kannst du deine Gastherme als Notheizung betrachten.
Vielleicht noch ein Satz zum Kaminofen hier ist das heizen mit Pellets oder Gas nur dann teurer als mit Holz wenn du diese nicht selbst machst. Sobald du Holz fertig kaufst ist der Preisvorteil weg........
Sicher gibt es noch mehrere Varianten zu heizen doch dazu vielleicht bei Interesse mehr
Gruß Udo von energieprojekt.biz
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Beitragvon gergendv » 02.07.2015 16:11 Uhr

hi johannes.
Zunächst sollte geklärt werrden, welche Heizlast Dein Haus hat (sagt Dir Dein Bauträger) Dann solltest Du klären ob Du die bislang vorgesehene Heiztechnik (Brennwerttherme + Solar) aus dem Bauvertrag rausnehmen kannst.
In deinem Fall wäre die Option DIREKTVERDAMPFUNG ideal. Du würdest 3 Gräben à 40 Meter (60 cm breit und 80 cm tief) benötigen um OHNE HEIZSTAB ganzjährig äusserst günstig zu heizen und das WW zu machen.
Darüberhinaus bekämst du von der bafa eine Förderung von € 4500 !! (bei Gas gibts nix)
Gerne erstelle ich Dir mal eine Verbrauchskosten-Vergleichsrechnung - Du wirst staunen!

Kurt GERGEN
nextherm-wärmepumpen
www.gergen-geothermie.de
info@gergen-geothermie.de

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