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Solarwärme, Solarkollektoren, Schwimmbaderwärmung, Montagesystemen
kostjan
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Beitragvon kostjan » 24.06.2015 15:09 Uhr

Ich möchte langsam Richtung Zukunft umstellen, denn unsere Ölheizung wird nicht ewig halten. Dazu wollte ich zunächst eine Solarthemie-Anlage auf das Dachbringen, die meine Ölheizung unterstützt.
Ich habe jetzt einige Solarthermie-Sets online gefunden, aber bin mir noch nicht sicher, was unter den unten genannten Voraussetzungen für uns das beste ist.

Voraussetzungen:
Mit 30cm ytong Mauerwerk + Klinker erstelltes Zweinfamilienhaus (200qm Wohnfläche ohne Keller und Dachboden, aktuell von 5 Personen bewohnt)
Viessmann Ölheizung 20kW von 1990 (2000 Liter Verbrauch pro Jahr, Vorlauftemperaturen laut Anzeige 65°C)
Dachdämmung 24cm, Fenster alle mit Dreifachverglasung, Eingangsbereiche ebenfalls modernisiert

Meine Fragen:
1. Sind für unser Haus 21qm Röhrenkollektoren sinnvoll oder bringen die keinen großen Unterschied zu einer 12qm Anlage?
2. Wie groß sollte der Speicher angelegt werden? 825 Liter mit Brauchwasser, 1000 Liter oder doch 1500 Liter? Aktuell hat die Ölheizung nur 65L für die Heizung und 160L Brauchwasser.
2. Reicht ein Pufferspeicher 825L mit Brauchwasser + 2 Solarwärmetauscher? Der Schichtladespeicher nimmt sich vom Preis nichts, jedoch ist der Hygienespeicher mit gleichen Werten deutlich teurer. Sind die Unterschiede zwischen diesen drei Arten groß?
4. Solarwellrohr DN20 V14? oder V20? Macht das einen relevanten Unterschied?

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Beitragvon energieprojekt » 24.06.2015 16:45 Uhr

Hallo Kostjan, willkommen bei EP24.
Schön hier mal jemanden zu treffen der auch JA zur Solarthermie sagt !!!
Aber zu deinen Fragen.....
Vielleicht mal vorab etwas zu deinem Heizsystem.
Als erstes solltest du schauen das du die Vorlauftemperatur niedriger bekommst das ist eine wichtige Voraussetzung um Solarerträge auch sinnvoll nutzen zu können. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der richtige Speicher. Hier solltest du auf jedenfall einen sehr guten Schichtspeicher nehmen mit Frischwasserstation und nicht mit integriertem Boiler ! Welches Volumen der Speicher hat hängt wie du schon erkannt hast von der Kollektorfläche ab.
Hier kommen verschiedene Faktoren zusammen zum einen die reine Kollektorfläche, dann die Ausrichtung und ganz wichtig die Neigung. Hast du zb eine Dachneigung von <30° wird dir das im Winter nicht viel bringen, egal wieviel Kollektorfläche du hast.
Sollte die Dachausrichtung gut sein brauchst du auch nicht unbedingt Röhrenkollektoren denn die haben auch Nachteile.
(zb im Winter wenn Schnee drauf liegt bist du mit einem steil stehenden Flachkollektor besser dran.
Wieviel Kollektorfläche du letzten Endes brauchst hängt von der Heizlast ab.
Wie schon gesagt bei den Speichern gibt es riesen Unterschiede
so habe ich zb meine nach 3 Jahren wieder raus gerissen um dann einen vernünftigen einzubauen.
Beachte bitte das du einen 1500 ltr nicht mehr durch eine "normale" Kellertüre bekommst.
Um mal eine Vorstellung zu bekommen was machbar ist, meine Anlage:
42m² Flachkollektor und insgesamt >6500 ltr Speichervolumen.
Damit vermeide ich dann auch das die Kollektoren "überkochen".
Wenn Fragen dann fragen
Udo von energieprojekt.biz

P.S. schau mal in den Marktteil ;-)
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Beitragvon kostjan » 24.06.2015 18:47 Uhr

Das Dach hat eine Südausrichtung und genügend Platz für weit über 20qm. Die Gaube würde ich mit einem Winkel von ca. 35° schätzen und das restliche Dach mit ca. 45°C.

Ich tendiere aktuell zu folgender Kombination:

- Röhrenkollektoren 21qm
- 1000L Hygienespeicher mit 2 Solarwärmetauschern
- Afriso Hocheffizienzpumpe
- Solarwellrohr DN20 V20 mit Anschlusszubehoer (die dickste erhätliche Isolierung)
- 60L Solarausdehnungsgefaess
- Kollektorverbinder, Anschluss-Set und Dachhaken-Set
- Temperaturdifferenzregelung mit 4 Messfühlern

Dieses Set würde ca. 6000€ Kosten, wovon 2940€ von der BAFA gefördert werden.

Alternativ wäre dieses Set mit 11qm Kollektorfläche und 600L Hygienespeicher (2x Solarwärmetauscher) für knapp über 4000€ möglich (davon 2000€ BAFA gefördert).

Fehlt irgendwas? Macht die Kombination Sinn?
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Beitragvon energieprojekt » 24.06.2015 19:03 Uhr

Hallo Kostjan,
die erste Kombination ist nicht förderfähig !
21m² x 50 ltr = 1050 ltr Mindestvolumen Ausdehnungsgefäß gilt nicht als Puffer !!!!!!!
Wenn dir das ein Heizungsbauer so unterschreiben würde (ich weiß das es gemacht wird) ist dies Subventionsbetrug !
Variante 2 wäre förderfähig, allerdings sind in beiden Fällen die Puffer für eine sinnvolle Nutzung zu klein.

Ich plane solche Anlagen seit über 20 Jahren würde die von die angedachten niemandem hinstellen.

Bei deiner Idee mit der Wärmepumpe kommt noch der Kombibonus dazu.
Udo von energieprojekt.biz
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Beitragvon kostjan » 24.06.2015 19:16 Uhr

Der Shop hat dort wohl aufgerundet, es sind 20,22 m². Passt das mit 1000L wieder? Laut BAFA sind es 50l/qm. 20x 50 = 1000.

Wie groß müsste ein optimaler Speicher denn sein?

Ein Hygienespeicher benötigt doch bestimmt weniger Volumen als ein Pufferspeicher mit separaten Brauchwassertank drinnen, oder? Der Hygienespeicher hat für das Brauchwasser doch nur dieses Edelstahlwellrohr mit einem Fassungsvermögen von 38L, während die die Brauchwassertanks oftmals 220L fassen (und laut folgenden Artikel verkalken: http://solardiscounter.de/Vorteile-der-Hygienespeicher/ ).

Welche Dachausrichtung können Sie mir aufgrund der Erfahrung empfehlen, 35° Gaube oder 45° Dach?
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Beitragvon energieprojekt » 24.06.2015 19:24 Uhr

Hallo Kostjan,
auch 20,22 sind über 20.
Laut Bafastatuten wird immer auf volle m² aufgerundet.
Es stimmt das im Hygienespeicher nur die Rohrschlangen sind in dem Fall halt 38 ltr Brauchwasser sowie die beiden Solartauscher
( ca 15 ltr).
Aber egal ob der oder ein "Mutter-Kind-Speicher" mit integriertem Boiler (der wird auch erwärmt) gilt immer das gesamte Volumen.
Meiner Erfahrung nach solltest du 70-100 ltr Puffervolumen pro m² Kollektorfläche haben.
Bei einer Heizungsunterstützenden Anlage mindestens 45° besser 50-55° also zb auf der Gaube 20° aufgeständert !
Udo von energieprojekt.biz

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Beitragvon kostjan » 24.06.2015 19:37 Uhr

Na wenn doch ein größerer Speicher erforderlich ist, dann werde ich das Problem mit der Subventionierung nicht bekommen. Danke für den Hinweis.

Laut folgenden Artikel wird die nachfolgende Auslegung empfohlen:
200qm Wohnfläche sowie 5 Personen also 20 + 5 qm Kollektorfläche. Beim Speicher werden pro Quadratmeter Kollektorfläche sowie pro Person jeweils 50 Liter empfohlen: (25+5)x50 = 1500 Liter.
http://www.solarthermie.net/wissen/auslegung
Wie soll ich bloß einen 1500 Liter Speicher (Durchmesser OHNE Isolierung 100cm) in den Heizungsraum kriegen, wo die Tür nur 72cm durchlässt?

Sind die Vorteile vom Hygienespeicher denn nun wirklich so viel größer, oder kann ich bedenkenlos einen Mutter-Kind-Pufferspeicher nehmen? Ich zitiere: "Edelstahl-Wärmetauscher sind hygienisch unbedenklich - Kupfer-Wärmetauscher sind im Trinkwasserbereich zwar zugelassen, für Kleinkinder und ältere Personen bedenklich. Verkalkung wird durch die Edelstahleigenschaften vorgebeugt. Durch Temperaturunterschiede und Druckunterschiede bewegt sich der Edelstahltauscher im Zehntelmillimeterbereich. Kalk ist spröde und bewegt sich nicht mit, deshalb blebt er nicht haften und wird ausgespült. Bei Kupfer-Wärmetauschern ist dies nicht der Fall - sie verkalken (wie z. B. beim Wasserkocher)."
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Beitragvon energieprojekt » 24.06.2015 20:14 Uhr

Also zum einen gibt es Speicher die vor Ort geschweißt werden können. ansonsten kann man auch zwei 1000er nehmen. Es gibt auch Sonderlösungen zb ovale Puffer die dann durch eine normale Türe passen. Bei einer 72er wird aber fast alles zur Herausvorderung. Der gravierende Nachteil bei der "Mutter-Kind-Speichern" ist der Boiler für das Trinkwasser. bei Temperaturen über 60°C nimmt der Kalkausfall sehr stark zu deswegen wird beim Einsatz solcher Speicher (oder aber reiner Brauchwassersolaranlagen) die Maximaltemperatur auf 60°C gesperrt. Bei einem Schichtspeicher kannst du hingegen problemlos 90°C fahren.
Gruß Udo von energieprojekt.biz
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Beitragvon moderne.heizung » 03.01.2016 12:43 Uhr

Hallo,

das Objekt ist insgesamt energetisch gut aufgestellt. Die geplante Kollektoranlage eine sinnvolle Investition, da nachhaltig die Energiekosten senkt und auch für die mittelfristig Neuinvestition in die Heizungstechnik (aktuelle Anlage von 1990) alles offen hält. Die Kollektoranlage sollte bei dem dargestellten Objekt nicht unter 20 Quadratmetern sein, um gerade im Winter, wenn der Bedarf vorhanden ist, eine spürbaren Beitrag durch die Anlage zu erzielen. Abgesehen davon, das, wenn man eine Förderung nutzen möchte, die entsprechenden Bedingungen erfüllt werden müssen, darf der Speicher gerne groß sein. Klar, der Platz muss vorhanden sein, wie Udo beschrieben hat, es können auch zwei oder mehr Speicher sein, die auch vor Ort zusammengebaut werden können. Wichtig, wenn die Aufstellung nicht im Keller erfolgt, muss auf jedenfall die Statik überprüft werden, ob die Deckenlast für die geplanten Speicher ausgelegt ist.
Bei einer Umrüstung der Heizungsanlage auf Gas, könnten die Flächen für die Öl-Tanks wegfallen und für Speicher genutzt werden. Will man das nicht, könnte man auch über eine Zwischenlösung nachdenken und den derzeit vorhandenen Platz mit Speichern belegen, weiß aber, das man bei einer Umrüstung auf Gas, weitere Speicherfläche frei hätte. Nachteile: Man nutzt nicht die vollen Effizienzvorteile und bekommt evtl. keine Förderung, weil die Bedingungen nicht eingehalten werden können!

Beste Grüße, Erik von moderne heizung
Andiss25
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Beitragvon Andiss25 » 27.03.2016 17:20 Uhr

Hallo,
Ich möchte meine heizanlage erweitern mit einer Solaranlage oder röhrenkollektoranlage.
Momentan heize ich mit einem kolzkessel mit 29 kW Leistung desweiteren habe ich 2x1000 Liter Pufferspeicher von Cosmo mit je 1 Wärmetauscher verbaut mit einer frischwasserstation.Die vorlauftemperatur beträgt 48 grad.Zu dem Haus es hat 210 Quadratmeter Wohnfläche und 4 Personen leben im Haushalt.kann mir jemand Tipps geben zu verschiedenen röhrenkollektor und Solar Herstellern geben welche Anlagen gut sind in welche Größe sie haben sollte.die Anlage sollte zur frischwasseraufbereitung und heizungsunterstützung fähig sein.
Gruß andi

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