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Infrarotheizungen, Bildheizungen, Nachtspeicheröfen, Heizkonvektoren
Matthias227
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Beitragvon Matthias227 » 03.05.2015 16:29 Uhr

Ich habe mal eine Frage.
Ich habe an unser Haus einen Wintergarten angebaut, und diesen bisher ohne Heizung genutzt. Nun habe ich im Netz so allerlei Informationen zusammengetragen und denke eine Infrarotheizung könnte für mich interessant sein. Wir reden über 24 m² bei einer Deckenhöhe, die abfallend von 2,45 auf 2,35 m liegt. Wie wirken sich die ganzen Glasflächen aus, denn die gefundenen Informationen sind doch recht widersprüchlicher Natur. Während an einigen Stellen nachzulesen ist, das die Fensterflächen mit erwärmt werden, lese ich an anderer Stelle das ich einen Aufschlag berechnen soll, wegen großen Fensterflächen. Was ist nun wirklich dran? Ich habe auch schon 3 Angebote eingeholt, allerdings liegt zwischen den Angeboten auch eine eigene Welt. Um das mal zu verdeutlichen:
Das günstigste Angebot ist nur etwa 50% vom mittleren, während das teuerste etwa das 3fache des mittleren ist. Also da ist echt von 820 bis 4500 Euro alles offen.
Was ist zu beachten mit dem Glas, und was darf sowas normal kosten?

WP Fan
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Beitragvon WP Fan » 04.05.2015 21:57 Uhr

vorweg schonmal, ich verkaufe keine Infrarotheizungen :wink:

Eine Infrarotheizung hat die gleiche Aufgabe, wie eine andere Heizung, sie soll die gewünschte Raumtemperatur bewerkstelligen.
Deshalb ist es vorab wichtig, das Du die Heizlast Deines Wintergartens berechnen läßt.

Heizkörper (Radiatoren) erwärmen die Luft im Raum, Infrarotheizungen erwärmen die Körper im Raum (Decke, Boden, Wände, Möbel und selbst den Menschen)...wie Sonnenstrahlen

Das Problem an Deinem Wintergarten mit dem ganzen Glas ist, das Glas einen schlechten U-Wert hat, also relativ schlecht isoliert.
Ein Raum mit einer Aussenhülle aus Glas verliert also schneller die Wärme (höhere Transmissionswärmeverluste), als z.B. ein Mauerwerk. Es wird also im Wintergarten länger die Heizung laufen um die Raum-Wunsch-Temperatur aufrecht erhalten zu können.
Da die Infrarotheizung die Raumhülle (also die Glasflächen des Wintergartens) erwärmt, und diese Glasflächen dann schnell ihre Wärme nach außen verlieren, muß die Infrarotheizung schneller wieder "anspringen", damit im Raum die Raumwunschtemperatur (Solltemperatur) aufrecht erhalten bleibt.
Und das kostet halt Stromgeld dann.

Und wenn man sich dann für eine Infrarotheizung entscheidet, die von ihrer Konstruktion her erstmal sich selbst längere Zeit erwärmen muß, bis sie überhaupt Wärme in den Raum abstrahlen kann (also nicht flink ist), verbraucht diese (i.d.R. in der Anschaffung billigere) Infrarotheizung nochmehr Strom.

Ob eine Infrarotheizung (oder generell eine Heizung) billig war sieht man nicht am Anschaffungspreis allein, sondern eben auch daran, wie lange sie funktionierte und welche Betriebskosten verursacht wurden.

Soll der Wintergarten auch bei -15°C Außentemperatur genutzt werden?
Warum nicht eine Luft/Luft-Wärmepumpe mit der man heizen und kühlen kann? Wäre das nicht für die Wintergartennutzung komfortabler?

Grüße
Jürgen
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Beitragvon 2LinkeHände » 06.05.2015 15:27 Uhr

Ich überlege im Moment auch Infrarotheizungen anzuschaffen und hab mich in den letzten Monaten intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt. Insofern kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen: Da der Wintergarten mit dem ganzen Glas sehr schlecht isoliert ist, wird dein Stromverbrauch wahrscheinlich sehr hoch sein. Ich bezweifle wirklich, dass eine Infrarotheizung für deine Zwecke das richtige ist, besonders wenn's im Winter richtig kalt ist.
Solltest du dich doch dafür entscheiden: Kauf nicht einfach nur das billigste Gerät, denn bei diesen wird am Material gespart, sie werden billig produziert und das merkst du dann auch. Lieber am Anfang etwas mehr investieren, sich genau anschauen, wo und aus was die Dinger gefertigt werden, und auf lange Sicht sparen, weil sie länger halten und weniger Strom verbrauchen.
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Beitragvon Sparflamme » 06.05.2015 18:22 Uhr

Wie wäre es mit einem Pellet-Kaminofen? Eigentlich passender für einen Wintergarten.

Grüsse von der Sparflamme
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Beitragvon Dan21 » 09.03.2017 20:19 Uhr

Ich habe eine ähnliche Frage wie der Thread Ersteller. Klar, kann man darüber diskutieren was überhaupt sinnvoll ist und so weiter. Aber ich habe mich nach langem Abwägen für eine Infrarotheizung entschieden. Ich habe auch so eine Art Wintergarten, der im Winter aber tatsächlich nur sehr sporadisch genutzt wird. Daher ist der hohe Stromverbrauch nicht so schlimm. Hier wird einiges zum Thema beschrieben. Was ich jedoch nicht richtig verstehe, wie ich berechnen kann wie groß die Heizung sein muss. Also wie groß bzw wie viel Watt muss die Heizung haben um den Raum (bzw. der Rauminhalt) in einer überschaubaren Zeit zu erwärmen?
Grüße

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