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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Sabba81
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Beitragvon Sabba81 » 30.04.2015 23:10 Uhr

Guten Abend verehrte Experten,

ich selbst bin derzeit auf der Suche, mein Haus energetisch sinnvoll zu sanieren.

Sicherlich wurde die Frage hier bestimmt schon einmal diskutiert, daher entschuldigen Sie, wenn mein Thema nun störend sein könnte.

Mein Gebäude ist ein hochwertig gebautes EFH aus dem Jahr 1983.
Doppel-Isolierglas etc., Dach- und Fassadendämmung auf einem, zumindest zu dieser Zeit, sehr hohen Level.

Wohnfläche sind inkl. Verkehrsfläche ca. 225 m².

Mein Interesse einer energetischen Sanierung geht hierbei Richtung Brennwertkessel.
Der jetzige Kessel ist ein Körting Kessel aus dem Jahr 1996.
Verlustleistung, Bescheid Schornsteinfeger, 6 %.

Mein jährlicher Gasverbrauch lag bei 30.000 kWh.
Den diesjährlichen schätze ich vorsichtig auf 35.000 kWh.

Das gesamte EG wird durch eine Fußbodenheizung beheizt.
Im Obergeschoss wird das Bad ebenfalls durch die FBH angesteuert, lediglich die Schlafräume sind durch Heizkörper zu wärmen. Wobei diese aber eher aus sind bzw. im Winter nur niedrig laufen, es sind eben Schlafräume.


Ich frage mich derzeit nach dem Sinn einer Sanierung des Kessels.

Rechne ich hierbei eine Ersparnis von 20 % auf 35.000 kWh aus, ergibt dies also ca. 7.000 kWh. Dies entspricht ca. 600 m³ Gas, je m³ Gas bezahle ich ca. 60 cent.

Dies ergäbe also eine Ersparnis von 360 Euro im Jahr.

Ich rechne mit einer Investitionsssume von ca. 10.000 Euro.
Niedrig finanziert durch die KFW, läge meine Rate, so der Ratenplan, bei 97 Euro im Monat über 10 Jahre.


Meine Fragen an alle:

1.) Wo rechnet sich zum jetzigen Zeitpunkt eine neue Heizung für mich? Ich habe keine Veräußerung des Gebäudes vor, sprich Wertsteigerung durch neue Heizung ist nebensächlich.
2.) Man sagte mir, ein normaler guter Gaskessel kann 25-30 Jahre arbeiten, ein Brennwertkessel hingegen eher nurnoch um die 15 Jahre. Bei besagtem Herstellungsjahr 1996 und angenommenen 25 Jahren Nutzungszeitraum, müsste ich mir wohl eher ab 2021 Gedanken um Ersatz machen müssen, immerhin noch gute 6 Jahre.

3.) Was spricht wirtschaftlich, nicht ökologisch, nun dennich für eine sofortige Sanierung?
Wie ich bereits sagte, 80 % der Heizungsversorgung erfolgt Niedertemperatur durch die FBH.


Ich danke vielmals für die Hilfe zur Entscheidungsfindung.

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Beitragvon machtnix » 01.05.2015 08:11 Uhr

Eine Heizung rechnet sich nicht.
Ich frage mich auch immer wieder warum die Leute alle paar Jahre ein neues Auto kaufen?
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Beitragvon Trebbien » 17.05.2015 18:40 Uhr

Die Erneuerung eines Heizkessels kann sich natürlich rechnen. Einem fast 20 Jahre alten Kessel begegnet heute moderne Technologie. Angesichts steigender Energiekosten sollte dies bei einem Kostenvergleich mit einbezogen werden. Etwaige künftige Instandhaltungskosten (Reparaturen) sind leider nicht exakt kalkulierbar. Nirgends! Warum benötigen Sie künftig mehr KWH?
Falsch ist es nicht, unbedingt den alten Kessel (Weil vermutlich nicht so Reparaturanfällig) noch 6 Jahre zu behalten. Für manche Reparaturen bekommt man viel Gas, Öl, Stom!

freundliche Grüße: Trebbien
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Beitragvon energieprojekt » 17.05.2015 19:21 Uhr

guten Abend Sabba, willkommen hier bei EP24.
Ich versuche dir mal ein paar Gedanken mit auf den Weg zu geben , entscheiden musst du es natürlich am ende selbst.
Zu deinen Angaben :
... Dämmung zu dieser ein sehr hohes Level ? das sagt zum einen nicht viel aus und zum anderen liegen in den gut 30 Jahren Welten in dem was machbar ist.
...... was meinst du mit Verkehrsfläche? beheizen wirst du doch nur das Haus
...... der Kessel wurde ja demnach schon mal getauscht und der Eigentümer hat keine 25-30 Jahr gewartet. Die Aussage des Schornsteinfegermeisters bezieht sich lediglich auf den feuerungstechnischen Wirkungsgrad vergleichbar mit der ASU beim Auto die absolut nichts über den Zustand des Fahrzeuges aussagt.
Nicht berücksichtigt wird der viel interessanter Anlagenwirkungsgrad der unter anderem Wärmeverluste durch Abstrahlung und Schornstein, Schalthäufigkeit, Verluste durch Überdimensionierung und Strombedarf berücksichtigt.
.....wenn du deinen Gasverbrauch schon mal um über 10% nach oben korrigierst sollte dir aufgefallen sein das da irgendwas im argen liegt.
.....Das Fußbodenheizungssystem würde ich mal reinigen lassen und über eine Einzelraumregelung nachdenken das würde sich dann auch später beim Stromverbrau der Heizkreispumpe bemerkbar machen
.... wie kommst du auf 20% Energieeinsparung ?
die meisten Anlagen die ich damals saniert habe lagen im Bereich 30-50%
hinzu kommen Einsparungen bei den Heizkreispumpen (ca 100-120 €/a) und die Preiskostensteigerung von 5-10% pro Jahr beim Gas.
.......Investition von 10.000€ für einen Kesseltausch ?, also die letzte Anlage die mir da einfällt (4 Jahre her) lag bei gut 5000€ in einem 3 Familienhaus (incl hydrl Abgleich, Heizungswassersanierung)
Und um es vorweg zu greifen es war ein Markengerät (Weishaupt), die Einsparung liegt hier nachweisbar bei 47%.

.... Nicht berücksichtigt in deinen Gedanken sind die Vorteile die sich außer dem geringeren Gasverbrauch durch Einsparungen wegen besserer Rohrdämmung, besseren Wärmeverteilung, geringerem Strombedarf, besser Regelmöglichkeiten und so weiter ergeben.

Über die Warmwasserbereitung in deinem Haus haben wir noch gar nicht geredet, auch hier besteht großes Einsparpotenzial.

Ob und wann sich eine Heizung rechnet ??? Sie hat in erster Linie die Aufgabe dir dein Haus zu erwärmen und nicht Geld ein zuspielen, den Vergleich zum neuen Auto hat man ja schon heran gezogen.
Aber abgesehen davon macht die Investition bei der heutigen Zinslage Sinn billiger kommst du nicht an sparsame Technik..

Ein Gedanke den du ins Auge fassen kannst wäre zum Beispiel der Einsatz von einer Brennstoffzelle, hier könntest du einen Großteil deines Strombedarfs selber produzieren und hättest eine wirklich moderne Heizung !!!
Gern berate ich dich auch darüber,
so nun einen schönen Abend,
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Beitragvon Trebbien » 17.05.2015 21:14 Uhr

Von den Brennstoffzellen abgesehen, blitzsaubere Argumente! Bravo!
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Beitragvon energieprojekt » 18.05.2015 06:11 Uhr

Trebbien hat geschrieben:Von den Brennstoffzellen abgesehen, blitzsaubere Argumente! Bravo!
Trebbien


Danke für die Zustimmung, aber es sind nur Fakten die so oder so ähnlich jeder Handwerker ins Feld führen sollte und dann auch aus dem Angebot einen Auftrag generieren wird.
Warum ist für dich die Brennstoffzelle kein Thema ?
Hier erreichst du die Grundlastabdeckung bei Strom und Wärme ganzjährig und die Mehrkosten gegenüber einer Solo-Gasbrennwertlösung bekommst du wieder rein.
Wie schon gesagt gerne eröffne ich dazu einen neuen Tread wenn der Moderator möchte als Frage und Antwortrunde.
So jetzt alle wieder an die Werkzeuge (egal ob Zange, Messer oder Kuli) bis später,
Udo von Energieprojekt.biz

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Beitragvon Sabba81 » 05.07.2015 21:33 Uhr

Erstmal danke Trebbien und euch anderen,

na einigen Wochen schaue ich auch wieder vorbei, denn das Thema ist sicherlich noch akut bei mir. Es verzögerte sich nun eben einfach durch den Sommer. :)

Ich muss meine Werte etwas korrigieren, hierbei im Positiven.
Hochgerechnet wird mein Gesamt-Gasverbrauch für die aktuelle Periode wohl um die 30.000 kW liegen. Dies inkl. Warmwasser. Das war allerdings in erst genannten Wert auch enthalten.

Die Fussbodenheizung ist separat ansteuerbar. Ich kann quasi jeden Raum einzeln ansteuern im EG, was ich auch versuche und umsetze.
Das Bad im OG hat direkt am OG befindlich eine eigene Ansteuerung ( Klappe in Wand ).

Sicherlich, wenn ich nun also von 5000 Euro Investition bzgl. Kessel ausgehen kann und weiterhin vorsichtig 20 % Einsparpotenzial einrechne, sollte ich mich mit der Thematik wohl wirklich zeitnah beschäftigen. Bzgl. Marke bin ich auf eine festgefahren und hierbei gibts für mich keine Alternative. :) Welche ist ja nun egal.

Wenn ich natürlich nun mit 6000 kW Ersparnis rechne, welche ca. 700 m³ Gas entsprechen, wären das p.a. 420 Euro.
Das Ding würde sich also tatsächlich in weniger als 10 Jahren bezahlt machen. Das wäre sinnig.

Ich habe meinerseits 2 Projekte für dieses Jahr auserkoren.

Das bekannte Thema Heizung, wobei ich aber hierbei auf eine Warmwasser-Solarunterstützung verzichten würde.

Das andere Thema ist mein Dach. Aber hierzu habe ich Fragen, wozu ich in zuständigen Bereich nochmal ein Thema eröffne.

Ich bin für Eure Tipps sehr dankbar, klasse, Kompliment meinerseits hierbei an alle! Man fühlt sich hierbei positiv motivierter in der Umsetzung. :)

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