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Paul25
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Beitragvon Paul25 » 09.04.2015 21:04 Uhr

Hallo ich bin recht neu hier da ich eigentlich die ganze Zeit im Stillen mitlese , aber jetzt muss ich einfach mal um Rat fragen.


Wir sind gerade dabei beim Bau unsres Hauses. Vom Beruf her bin ich Elektriker und mach sehr viel selber.

Unser Problem ist es jetzt wir wissen einfach nicht welche Heizung wir einbauen sollen.

Entweder eine Sole/Wasser wärmepumpe mit erdkollektoren ( Platz wäre genugn da und sehr Lehm haltiger boden )

Oder eine
Luft / Wasser wärmepumpe

Die erdarbeiten würden wir selber machen können.

Was uns beschäftigt was wäre sinnvoller oder mit was würden wir unsren Geldbeutel besser schonen.

Jeder heizungsbauer sagt was anderes der eine meint mit Luft/Wasser wärmepumpe von Mitsubishi mit zubadan haben wir ein cop Wert von 4,91

Der andere meint bei bei Sole /Wasser habt ihr eventuell nur ein cop wert von 4,3

So was ist jetzt besser ?? Was meint ihr ? Hat einer Erfahrung mit der neuen technicus zubadan ??

Wir hätten auch Platz für pv oder Wasser auf dem Dach aber rechnet sich das überhaupt ??

Ich danke euch Schonmal für eure Hilfe so langsam Blicke ich nicht mehr durch

Laradac
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Beitragvon Laradac » 09.04.2015 21:45 Uhr

Hallo Paul25, herzlich willkommen im Forum,
wie du berichtest, seid ihr bereits beim Hausbau und sucht jetzt nach dem passenden Heiz-bzw. Klimasystem. Vielleicht kannst du erstmal ein paar Daten deines Hauses preisgeben:
1. Hausform (freistehend, Doppelhaus, Reihenhaus etc.) Hausgröße, Geschosszahl, geplanter Dämmstandard
2. Wie ist das Haus auf dem Grundstück ausgerichtet, steht es einigermaßen verschattungsfrei; welche Dach- und Südfassadenfläche steht für Solar, PV etc. zur Verfügung?
3. Was könnt bzw. wollt ihr für Solartechnik investieren?
Wenn das grob bekannt ist, kann ich dir ein paar konkrete Vorschläge machen :D

Viele Grüße
Laradac
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Beitragvon Paul25 » 10.04.2015 05:52 Uhr

Ja klar,
Freistehendes Haus kfw70
3 Fach verglasung
200qudratmeter beheizende Fläche
Geplant für 4 Personen aktuell sind wir zu zweit
Keller / 1stock/ 2 Stock
Verscahhtungfrei eine Dachflächen zeigt zu 98% nach Süden ( also optimal für Wasser oder und photovoltaik )
Im Wohnzimmer kommt ein Kachelofen damit wir immunster ein wenig Feuer machen können.
Bodenheizung ( möchte ich ziemlich eng verlegen )

Für erdkollektoren hätte ich ca 900 Quadratmeter lehmhaltiger boden.( vom haus ca 15 Meter entfernt )

Fehlt noch was ??

Danke Schonmal
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Beitragvon Laradac » 10.04.2015 06:02 Uhr

Hallo Paul25, das ging ja flott :D

dann kann´s ja losgehen und damit zunächst vielleicht etwas grundsätzliches zu deinen Fragen:

1. Ihr liebäugelt grundsätzlich mit einem Wärmepumpensystem. Wenn ihr das realisieren wollt, ist eine Fußbodenheizung unabdingbar, weil sie mit der geringsten Vorlauftemperatur auskommt. Falls der Dämmstandard des Hauses sehr hoch gewählt wird (z.B. Passivhaus), kann evt. auf ein wasserführendes Heizsystem verzichtet werden und die Heizwärme über ein Lüftungssystem zugeführt werden.

2. Die WP ist, wie der Name schon sagt, eine Pumpe, die für haustechnische Anwendungen i.d.R. als elektrisch angetriebene Kompressions-WP betrieben wird. Sie braucht irgendeine Wärmequelle, deren niedriges Temperaturniveau auf das im Haus erforderliche Nutzniveau angehoben wird. Der dazu nötige Bedarf an elektrischer Pumpenergie hängt direkt von der Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Nutztemperatur ab und wird mit zunehmender Temperaturdifferenz immer größer.

3. Wird die Außenluft als Wärmequelle genutzt und die daraus erzeugte Nutzwärme in die wasserführende FB-Heizung eingespeist, was der Variante Luft/Wasser-WP entspricht, stehst du immer und unausweichlich vor der paradoxen Situation, dass die Betriebsbedingungen für die WP genau dann immer schlechter werden, wenn sie am meisten gebraucht wird. Im Klartext: Die Pumpe liefert gut, solange sie nicht gebraucht wird und liefert genau dann nicht, wenn sie liefern soll, was dazu führt, dass gerade die in jeder Heizsaison unweigerlich auftretenden Lastspitzen mit einer alternativen Wärmequelle gedeckt werden müssen. Da die meisten WPs bei Temperaturdifferenzen >30Grad den COP von 4 unterschreiten, ist oft schon bei Außentemperaturen unter 5oC das Ende der Fahnenstange erreicht, weil dann eine simple Gas-Brennwerttherme mit 7-8C/kWh geringere Wärmegestehungskosten verursacht, als die meist teurere WP mit Strom (28C/kWh). Fazit: die außenluftbetriebene Luft/Wasser-WP kommt ziemlich Öko daher, ist aber schlicht und ergreifend Nonsense, insbesondere wenn die Lastspitzen mit einem elektrischen Heizstab abgedeckt werden.
Um diesen Unsinn marktfähig zu halten, wird mit über das ganze Jahr schöngerechneten COP´s gedealt, der wahre COP während der Heizperiode ist ziemlich katastrophal. Der COP der von dir genannten Mitsubishi WP mit „Zubadan“ (was für ein tolles Zauberwort…) liegt bei 2 Grad Außentemperatur und 35 Grad Heiztemperatur (A2/W35) bei 3,76, der von deinem Heizi genannte Wert 4,91 gilt für A7/W35, oder anders, das Absinken der Außentemperatur um 5 Grad bewirkt eine COP-Minderung um fast 25%, wie mag der COP dann für A-5/W45 aussehen, wenn du bei leichtem Frost ohne zu frösteln unter die Dusche steigen willst? :oops:

...demnächst mehr...

Laradac
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Beitragvon Paul25 » 10.04.2015 06:14 Uhr

Was ich noch vergessen habe
Poroton 36,5 Außenwand und eventuell eine Wohnraumlüftung

Du warst aber schneller mim antworten.
Danke dann werd ich jetzt mal lesen
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Beitragvon Laradac » 10.04.2015 06:20 Uhr

Hallo Paul, ich geh jetzt erstmal meinem Tagwerk nach, du kannst ja schon mal darüber sinnieren, ob ihr einen Spitzboden als "Kraftwerkzentrale" umfunktionieren könnt :D

Laradac

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Beitragvon Sparflamme » 10.04.2015 13:57 Uhr

Hallo Paul25,

eine Luft-Wasser-Wärmepumpe liefert sehrwohl tolle Ergebnisse bei geschickter Planung.

Grade die Zubadan von Mitsubishi zeichnet sich eben dadurch aus, das sie konstante Heizleistung bis -15°C liefert, und bis -25°C o h n e Elektroheizstab arbeitet! Diese in Direktkondensation mit einem Direktkondensationsspeicher betrieben (WW-Bereitung ist ebenso integriert) nutzt das Heissgas perfekt aus, geht mit 80°C in den Speicher. Auch braucht es dazu keine zusätzliche Ladepumpe etc., da kein Wärmetauscher zwischen WP und Speicher installiert wird. Durch geschickte Steuerung arbeitet die WP tagsüber (vorteilhaft wegen Geräusch-Minimierung), wenn die Aussentemperatur höher ist und die Heizungsanlage auch mit Heizkörpern bedient sich entsprechend vom Speicher wenn der Bedarf da ist. Die WP ist eine Inverter-WP, was zuätzlich für einen günstigeren Stromverbrauch steht, die Leistung passt sich dem Bedarf, der in diesem Fall über den Speicher gesteuert wird, an. So betrieben, schaltet die WP auch nicht in den Warmwasser-Modus, der sonst eine hohe Leistung abverlangt.
Störanfälligkeit ist äusserst gering und das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut.

Erhältlich z.B. bei:
http://www.panarotto.de, http://www.kammerer-technologieservice.de, http://www.med-energie.eu

Grüsse von der Sparflamme
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Beitragvon gergendv » 10.04.2015 14:57 Uhr

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Beitragvon energieprojekt » 10.04.2015 15:38 Uhr

Hallo Paul, Sparflamme hat schon die genannt die ich auch empfehlen würde wenn ich hier einen Hersteller nennen könnte......
Ich kenne alle drei persönlich recht gut. Da bist du sicher gut aufgehoben
Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon Paul25 » 10.04.2015 16:43 Uhr

danke für eure antworten

also
das wenn ich die luft wasser wp brauche im winter dann ist ihr wirkungsgrad sehr schlecht das versteh ich ja.

aber was ist mit erdkollektoren ?? reicht die energie im boden für wasser und heizung ??

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