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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
MatGr
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Beitragvon MatGr » 06.04.2015 10:13 Uhr

Hallo Zusammen,

ich hab mich schon ein wenig eingelesen, finde mich aber nicht wirklich zurecht bzw. hab noch ein paar Fragen..

Ich werde dieses Jahr ein EFH bauen und bin mit Heizung + Brauchwassererwärmung unschlüssig.
Mein jetziger Plan sieht vor eine Gasheizung für die Fußbodenheizung und als Unterstützung einen Holzofen im Wohn/Essbereich (35m²) vor.
Für das Warmwasser hab ich noch nicht wirklich einen Plan.

Im Standardangebot vom schlüsselfertigen Haus ist enthalten:
Gas-Brennwertheizung und entweder

->Solaranlage mit 2 Kollektoren (4,6m² Bruttofläche) und 300L Solarspeicher

oder alternativ

-> Warmwasserwärmepumpe mit Luft/Wasser-Wärmepumpen-Aggregat mit Elektro-Zusatzheizung

Ich hab schon gelesen das die WP ab -5° nicht mehr effizient arbeitet und dann die Stromkosten stark ansteigen.
Hier im nördlichen Bayern haben wir von Nov - April doch sehr häufig Minusgrade, daher macht mir das ein wenig Sorgen..
Außerdem würde ich die WP im Keller innen einbauen, dadurch entziehe ich mir doch dann aus der Luft die Wärme und muss dadurch den Keller wieder mehr heizen bzw. mir kühlt der EG-Boden aus was wieder die Fußbodenheizung belastet? (Oder Denkfehler?)

Bei der Solaranlage bekomme ich im Winter ja auch eher weniger Sonne -> weniger warmes Wasser.
Kombiniert man das dann mit der Gasheizung?

Daten zum Haus:
Wohnfläche: 119m² / EG + OG

Außenwände:
Hochlochziegel
U-Wert 0,30W/m²K
WärmeLZ 0,12W/(mK)

Danke für eure Hilfe

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Beitragvon energieprojekt » 06.04.2015 10:23 Uhr

grüße dich MatGr und willkommen bei EP24.
Zu deinen Fragen,
wenn du dich für Gasheizung entscheidest ist die Warmwasserbereitung doch auch geklärt, das macht die Gastherme mit !
Da du eh mit Solar zur Brauchwasserunterstützung rechnest solltest du hier einen Schritt weiter gehen und eine Heizungsunterstützende Anlage nehmen(dies macht gerade bei Fußbodenheizung Sinn).
Wenn ich schon Elektrozusatzheizung lese sträuben sich mir die Nackenhaare, vor allem in kalten Gegenden(wie bei dir).
Wenn eine Wärmepumpe dann mit Erdbohrung und OHNE Elektrozusatzheizung!
Auch wenn du deine Wärmepumpe in den Keller baust würdest du die Luft von außen ansaugen !
Die thermische Solaranlage wird bis auf wenige Ausnahmen deine Heizungs-und Warmwasserversorgung immer nur unterstützen. Aber die dadurch gewonnene Energie ist zumindest kostenfrei denn die Sonne schickt keine Rechnung also solltest du davon soviel wie möglich nehmen !
Solltest du mit deinen Planungen weiter kommen sprich mich ruhig an dann kann ich dir dabei helfen, es ist mein täglich Brot und ich bin jeden Monat in Bayern
Gruß Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon WP Fan » 06.04.2015 14:19 Uhr

siehe Udo...:)
will nur noch anmerken, das die Brauchwarmwasser-Wärmepumpe in der Regel im Umluftbetrieb läuft. Das bedeutet, das im Aufstellraum dieser Luft-Wasser-Wärmepumpe ein kühles Temperaturniveau herrscht. Dieser Aufstellraum sollte dann auch mindestens 30m^3 Raumvolumen, besser mehr, haben.
Es ist aber auch so, das diese Brauchwarmwasser-Wärmepumpe einen integrierten Wärmetauscher hat, über dem dann mit einer anderen Heizung, z.B. Gastherme, das Warmwasser bereitet werden kann, wenn die Effizienz der Wrmepumpe im Keller ist.

Einfach mal die Kosten für eine Gasbrennwert+Solare Heizungsunterstützung anbieten lassen und parallel ein Angebot für Erdwärme ohne Solar.

Grüße
Jürgen
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Beitragvon Laradac » 08.04.2015 23:11 Uhr

Moin MatGr,
wie du berichtest, möchtest du dieses Jahr ein EFH mit 120qm WF nach EnEV-Standard schlüsselfertig bauen (lassen). :D

Hier wäre meine erste Frage, welchen Einfluss du jetzt noch nehmen kannst, denn die beschriebenen Eckpunkte legen ein Bauen auf dem niedrigsten zulässigen Niveau nahe, was in Kombination mit „schlüsselfertig“ eher nach Bauträger –Renditeobjekt klingt.

Solltest du noch Einfluss auf die Gestaltung nehmen können, stellt sich jetzt die Frage, wie viel Sonne du ins Haus holen möchtest und was du dafür investieren kannst bzw. willst. Es ist durchaus möglich, bis zu 50% des Heizenergiebedarfs weitgehend budgetneutral solar zu decken, dies setzt jedoch ein höheres Maß an Planung voraus, wofür du einen versierten Praktiker engagieren solltest. :?

Schauen wir uns zunächst einmal deine Angebote an:

1. Gas-Brennwert + 4,6qm Solarkollektoren + 300l Solarspeicher = Standardangebot im Rendite-EFH-Bauträger-Gewerbe (überschaubare Investitionskosten, hohe Betriebskosten)mit „Öko-Lendenschurz“. Bei den genannten Wanddämmwerten am Minimum 0,3(W/K/qm) Wand und 1,3 eff. Fenster = 0,4 eff. gesamt bei Blowerdoor-Test <= 1 sind die Kollektoren +Zubehör neben einem Holzofen faktisch für die Tonne. :(

2. Gas-Brennwert+Luft-WP für WW mit E-Zusatzheizung: Dieses Angebot ist grandioser Blödsinn, weil erst Gas (8C/kWh)bei ca. 900oC verbrannt wird, um damit Heizungswasser auf 30oC zu erwärmen, womit letztlich die Raumluft auf 20oC temperiert wird, die nun mit Hilfe einer elektrischen WP (28C/kWh) in 50oC warmes Brauchwasser verwandelt wird, das in einem schlecht bis mäßig gedämmten Speicher 24 Std tgl. verfügbar gehalten wird, um es ca. 1 Std/Tag nutzen zu können, wobei bis zu 50% der eingespeicherten Wärme wieder an die Raumluft verloren gehen. :( :(

Nehmen wir jetzt die o.g. „Angebote“ unter die Lupe, dann werden wir feststellen, dass…

Besser: Dämmqualität des Hauses verbessern, insbesondere, wenn es zur dauerhaften Eigennutzung dienen soll (Wände <0,2; Fenster <1,1), Holzofen in das Heizsystem einbinden und die sinnlosen Solarkollektoren durch größere Südfenster, transparente Südfassade und/oder transparente Dacheindeckung zur passiven Solarnutzung ersetzen.

Die erzeugte Warmluft in den Spitzboden leiten und dort mit einer einfachen Schwimmbad-WP (COP unter diesen Bedingungen bis 6,5) ins Heizungsnetz pumpen.

Ersetzt man dann noch die Brennwerttherme durch ein direkt im Spitzboden betriebenes Gas-Notstromaggregat, wird der WP-Strom direkt mitgeliefert. :idea:

Dieses Hybridsystem ist zudem weitgehend budgetneutral. :D

Noch Fragen? – nur zu… :wink:
Laradac
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Beitragvon machtnix » 09.04.2015 20:07 Uhr

Den Wärmebedarf würde ich mal zwischen 4,2kW und 4,8kW schätzen.Mit WW würde sich das bei knapp 5,0kW oder etwas darüber einpendeln.
Das erstmal als Daumenwert.
Ambesten wäre natürlich eine WP mit Erdkollektor.Falls das Grundstück zu klein ist sollte man eine Wasser-Wasser WP mal in Betracht ziehen.
So wird zumindest kein Nachbar verärgert.
Bei einer Wärmepumpe kannst dir die Solaranlage sparen,völlig sinnlos.
MatGr
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Beitragvon MatGr » 10.04.2015 09:23 Uhr

Hallo Zusammen,

vielen Dank für die Antworten!

Also ich war gestern bei der ersten Besprechung mit dem Bauträger.
Das Haus ist grundsätzlich schon fertig geplant aber ich kann natürlich so viel ändern wie ich möchte (ist halt eine Kostenfrage..).

Um mal auf ein paar Sachen direkt einzugehen:

zu dem Post von Laradac
-Das Haus wird vom Bauträger schlüsselfertig gebaut, ist aber für mich selbst, ich kann überall Änderungen vornehmen wie ich möchte, das ist dann nur eine Kostenfrage.

-Große Fenster zum Wohnbereich sind zum Osten und Süden hin vorhanden und werden auch nicht verdeckt

-Das Angebot mit der WP + Gasheizung ist nur für Häuser gedacht die keine Sonne abbekommen aber eine WP für die Norm brauchen - so wurde mir das erklärt (?)

Die erzeugte Warmluft in den Spitzboden leiten und dort mit einer einfachen Schwimmbad-WP (COP unter diesen Bedingungen bis 6,5) ins Heizungsnetz pumpen.

Ersetzt man dann noch die Brennwerttherme durch ein direkt im Spitzboden betriebenes Gas-Notstromaggregat, wird der WP-Strom direkt mitgeliefert. :idea:

den Teil versteh ich nicht ganz.
Woher kommt die Warmluft und wie leite ich die in den Spitzboden?
Wo kommt das Gas für das Aggregat her?
Und mit was heize ich dann eigentlich? :o


zu dem Post von machtnix:
-WP mit Erdkollektoren kosten leider ziemlich viel Geld, das kann ich mir nicht wirklich leisten. (Grundstück wäre groß genug mit 560m²).
Ich denke mit dem Nachbarn verärgern meinst du die Luft WP?

zu dem Post von energieprojekt:
aber bringt mir ein heizungsunterstützendes Solarsystem denn wirklich was? Ich muss ja eigentlich nur dann Heizen wenns kalt ist - der Wirkungsgrad also recht niedrig ist, oder das ganze Dach sowieso unter Schnee begraben ist?


Mir wurde im Gespräch gestern folgendes empfohlen.
Luft WP (im Haus) + Holzofen und optional das Solarsystem für Wassererwärmung, ist aber dann nicht zwingend nötig.
(Das wäre auch Kostenneutral zur Gasheizung + Holzofen + Solarsystem da doch kein Gasanschluss und ich noch einen Tank bräuchte..)

Von WP über Erdkollektoren wurde abgeraten da im Verhältnis zur Luft WP zu teuer.
Man kann von der EnEV 2014 auf KFW70 gehen, sind ca 3 - 4 T€ Aufpreis für Dämmung bzw. bessere Ziegel.

sehr kompliziert das ganze... :|

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Beitragvon energieprojekt » 10.04.2015 15:47 Uhr

zu dem Post von energieprojekt:
aber bringt mir ein heizungsunterstützendes Solarsystem denn wirklich was? Ich muss ja eigentlich nur dann Heizen wenns kalt ist - der Wirkungsgrad also recht niedrig ist, oder das ganze Dach sowieso unter Schnee begraben ist?


Nun ich weiß nicht warum deine Kollektoren im Winter unter Schnee begraben sein sollten ? Bei einer Neigung von >45Grad bleibt der Schnee nicht lange liegen....
Ich heize sein 15 Jahren fast nur mit Solar.......
Gruß Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon Laradac » 10.04.2015 17:54 Uhr

Moin MatGr,
Du hast recht, das ist scheinbar alles ziemlich kompliziert, aber es lohnt sich, wenn du dich jetzt damit befasst. Dabei kann ich dich gerne - ohne jegliche kommerzielle Interessen – unterstützen.


Allein durch die großen Süd- und Ost-Fenster hast du schon einen ordentlichen passiven Wärmegewinn. Wenn du jetzt noch für „schlappe“ 4.000€ auf KfW-70-Standard gehen kannst, solltest du das unbedingt als erstes tun, weil du damit ca. 4.000 kWh Heizlast p.a. einsparst, und dafür ist eine leistungsgleiche solare Anlagentechnik nicht zu bekommen. :)

Meine Überlegung bezieht sich auf das Angebot Gas-Brennwert + 4,6qm Solarkollektoren + 300l Solarspeicher. So wie angeboten ist die Konstruktion wenig zielführend, insbesondere wenn noch ein wassergeführter Holzofen im Spiel ist. Sinnvoll wird eine zusätzliche Solarnutzung m.E. nur bei Verwendung von Kollektoren, die auf das reduzierte Solarangebot im Winterbetrieb optimiert sind. Genau das sind die angebotenen wasserführenden Kollektortypen nicht, weil sie bei einer Montage vor der Dämmebene des Daches (u.U. sogar über der Dacheindeckung) bei dem geringen Solarangebot im Winter und der erheblichen Systemträgheit kaum etwas zur Heizlastminderung beitragen können. Das wird auch nicht viel besser (Sorry, Udo von energieprojekt), wenn man die Zahl derartiger Kollektoren erhöht. :(

Hier sind vor Ort gefertigte, luftführende Kollektoren deutlich besser, weil sie konstruktionsbedingt eine wesentlich geringere Trägheit aufweisen und jedes Lichtquant, das die Glasabdeckung durchdrungen hat, zur Minderung der Heizlast beiträgt. Paradoxerweise liefern hoch wärmegedämmte Doppelverglasungen trotz ihrer relativ geringen Transmission von ca. 65% die besten Winter-Erträge, weil sie die Wärmeverluste von den üblichen 4-8 W/K/qm auf ca. 1,2W/K/qm reduzieren.

Während die angebotenen wasserführenden Systeme ca. 600€/qm kosten, sind dachintegrierte luftgeführte Kollektoren für ca. 200€/qm zu haben. Du bekommst also die dreifache Solarapertur zum selben Preis und die funktioniert dann auch noch wie die fünffache Apertur der angebotenen Kollektoren. Dies erfordert aber eine Anpassung der Dachkonstruktion im Vorfeld- daher meine Frage nach deinen Eingriffsmöglichkeiten.

Hierbei wird dann die übliche, diffusionsoffene Dachbahn incl. Konterlattung, Lattung und Dacheindeckung z.B. durch ein verglastes, dunkles Trapezblech ERSETZT. Die Luft wird durch den Kollektor überwiegend durch thermischen Auftrieb, also passiv, geführt und landet erwärmt im Spitzboden. Bis hierher funktioniert das System weitgehend ungeregelt, was den Anlagenaufwand deutlich reduziert. Vom Spitzboden muss die Wärme dann weitergeführt werden, wobei sich jetzt in der Tat eine Luft-Wasser-WP als Sammler und Verteiler anbietet, da sie unter diesen Bedingungen mit einem COP > 6 arbeitet.

Bei mangelndem Solarangebot sollte nun primär der Holzofen als Wärmequelle einspringen oder alternativ die Brennwerttherme, wobei beide Systeme den Spitzboden nicht brauchen, weil sie direkt in das FB-Heizsystem einspeisen. Die Brennwerttherme befindet sich heute oft im Spitzboden unter dem Dach, insbesondere, wenn ohne Keller gebaut wird. Das Konzept stammt aus den Niederlanden und verbreitet sich auch bei uns zunehmend.

Hier greift jetzt meine Alternative mit der luftgeführten Kraft-Wärme-Kopplung als kostenneutraler Ersatz für die Brennwerttherme: ein simples Notstromaggregat, das im Spitzboden betrieben wird, wobei die Motorkühlung die Luft im Spitzboden genauso heizt, wie die Solarkollektoren. An dieser Stelle werden also Gas- und Solarheizung funktionell zusammengeführt. Die heißen Abgase können durch den WT eines WW-Speichers geleitet und danach gut gekühlt direkt durch das Dach ins Freie geleitet werden. Der erzeugte Strom dient direkt dem Antrieb der Luft-Wasser-WP. Das Spiel lässt sich übrigens mit PV etc. noch weiter treiben...

Den Vorschlag einer außenluftgeführten WP kannst du knicken, weil die genau dann aus physikalischen Gründen nicht funktionieren kann, wenn sie besonders gebraucht wird. Du wärst dann allein auf deinen Holzofen angewiesen (was gut praktikabel ist, da hat Udo vom energieprojekt 100% recht). Solltest du also Luft-Wasser-WP gegen Brennwert abwägen, würde ich Brennwerttechnik klar vorziehen, weil du sonst nur eine technisch besonders aufwändige Stromheizung betreibst. Vor der Umsetzung aber auf alle Fälle nochmal von einem versierten Planer durchkalkulieren lassen.

Viele Grüße
Laradac

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