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radixdelta

Beitragvon radixdelta » 02.02.2006 23:18 Uhr

Genau da liegt das Problem. Das Prinzip könnte funktionieren, das sagte auch mein Prof. in Thermodynamik. Das zu rechnen ist etwas schwierig.

Kurzum war mein Gedanke, der mich in der Vorlesung befiel, einen Sechstakter durchzurechnen. Nach dem Arbeitstakt wird ein extra Auslassventil kurz geöffnet, um einen Teil der Abgase in den Ansaugtrakt zurückzuführen. Der größte Teil der Abgase wird jedoch nochmals verdichtet, und hat dabei mehr als doppelt so lange Zeit, vollständig zu verbrennen. In dieses Heiße Gas wird unter hohem Druck Wasser eingespritzt, das zuvor möglichst Düsennah durch z.B. Öl oder das zurückgeführte Abgas auf über 100C° erhitzt wurde. Dieses Wasser entzieht nun den Abgasen die Wärme und dehnt sich aus. Nach dem Arbeitstakt II haben die Abgase um die 100C°, darunter würde Kondensation zum Problem. Die Abgase werden nun noch für die Innenraumheizung verwendet und dann abgeführt. Abgassysteme würden aus Kunststoff bestehen, Katalysatoren wären unnötig, weil die Verbrennung viel mehr Zeit hat und vollständiger abläuft. Der Wasserdampf bindet Ruß und wohl auch Feinstäube und die können mit dem Kondenswasser abgelassen werden, wenn man das denn Sammeln will. Oder werden aus dem Wasser gefiltert, damit es wiederverwendet werden kann.

So, das war mein Gedanke, würde aber gerne wissen, wie die das früher gelöst haben. Durchrechnen war nicht, viel zu kompliziert für eine Übungsstunde.

Grüße
BM

Gast

Beitragvon Gast » 03.02.2006 00:00 Uhr

Den hier http://de.wikipedia.org/wiki/Elsbett-Motor hats ja schon gegeben und der hat einwandfrei funktioniert. Wäre eigentlich das Ding heute....

Die Produktion ist eingestellt weil den keine Firma in Großserie in ihr Auto ein bauen wollte.
Zum Schluß haben sie ihn in BHKW´s eingebaut.
Der höhere Preis ist wohl hauptsächlich durch die praktisch Einzel-Handanfertigung bedingt gewesen.

http://www.elsbett.com/de/ueber-uns.html

MfG
Heinrich Dreier
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Beitragvon Heinrich Dreier » 03.02.2006 10:52 Uhr

radixdelta hat geschrieben:Genau da liegt das Problem. Das Prinzip könnte funktionieren, das sagte auch mein Prof. in Thermodynamik. Das zu rechnen ist etwas schwierig.



Hallo radixdelta

Sie sind als davon überzeugt, das es funktionieren kann? Ich auch und somit möchte ich Sie einladen mal auf meine Seite zu schauen, und mein Bord zu besuchen, denn Unterstützung wird immer gebraucht. Menschen, die es für Blödsinn halten, mögen bitte nicht vorbeikommen, aber alle Mitmenschen, die eine Möglichkeit sehen, oder auch wissen, das man noch einiges entwickeln und verbessern kann, um die Energieproblematik zu verbessern, sind herzlich eingeladen, mitzuwirken.
Grüße
Heinrich
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Beitragvon xtw » 03.02.2006 11:13 Uhr

Schönen Gruß nach Hellas !
Wie ist denn Ihre Internetadresse ?
Mit freundlichem Gruß,
Thorsten
Heinrich Dreier
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Beitragvon Heinrich Dreier » 03.02.2006 12:35 Uhr

xtw hat geschrieben:Schönen Gruß nach Hellas !
Wie ist denn Ihre Internetadresse ?



Hallo, bin zur Zeit noch in Schweinfurt, und darf auch das kalte Wetter genießen.
www.rhew.de und nach dem Lesen des Steckbriefes, aufs Bord gehen.

Grüße
Heinrich
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radixdelta

Beitragvon radixdelta » 08.02.2006 03:24 Uhr

Hallo!

@Dreier: Ich glaube nicht, daß Ihr Board die richtige Umgebung für solche Überlegungen ist. Denn das Prinzip baut zu 100% auf bekannter und herkömmlicher Physik, die dortigen Beiträge aber eher auf freier Energie (oder habe ich da etwas übersehen?)... Davon halte ich nicht viel, soll heißen ich glaube nicht daran.

Ob ich glaube das das funktioniert? Also ich habe weiter oben den Hinweis gelesen, daß so ähnliche Motoren schon vor mehreren Dekaden gelaufen sind. Also: Im Prinzip bin ich mir sicher.

Probleme dürften sein, daß bei wenig Last Abgastemperaturen von nicht weit über 250°C zu erwarten sind, bei Dieselmotoren redet man gemeinhin von Temperaturen zwischen 150°C und über 750°C, bei Sportlicher Abstimmung wohl mehr. Also ließe sich das Prinzip nur bei viel Last effektiv einsetzen. Zu beachten ist dabei, daß das Wasser zum Einspritzen stark komprimiert werden muß. Eine zeite Einspritzanlage kostet gewicht und erheblich Leistung. Das liegt IMHO im Bereich von einigen PS. Hinzu kommt das Zusatzgewicht des Wassers, die erheblich kompliziertere Nockenwelle wegen den vielen Takten und kurzen Öffnungsdauern. In die Brennkammer ragt eine weitere Einspritzdüse, der Zylinderkopf wird dadurch erheblich Komplizierter, damit teuerer und unzuverlässiger. Zumindest solange der Motor nicht größer werden soll.
Noch mehr Probleme gefällig? Die Probleme der Schmierung wären durch Graphitkolben zu lösen, aber Wassereintrag ins Motorenöl ist problematisch. Desweiteren fehlen mir ein Drittel der Arbeitstakte. Der zwischentakt mit dem Wasser ist bei weitem nicht mit einem richtigen Arbeitstakt gleichzusetzen. Also fällt das Leistungsgewicht des Motors. Das alles könnte den Wirkungsgradgewinn zu großen Teilen wettmachen und sogar in das Gegenteil kehren.
Daran rumzurechnen wäre wohl eine gute Übung, aber die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg ist so gering, daß ich so frei bin das ganze zu veröffentlichen, zumal ehrlich gesagt das meiste eh nicht auf meinem Mist gewchsen ist, sondern nur weitergesponnen. Studenten haben halt manchmal viel Zeit...
Habe dabei übrigens vergessen, Daß durch den Wegfall der Wasserkühlung einiges an Gewicht wieder eingespart werden kann, nur mal als Hoffnungsschimmer...
Es gibt meiner Meinung nach nur eine Sparte, die dabei gewinnen kann: LKW. Da ist das Gewicht nicht so entscheident, Platz ist vorhanden und ein paar Prozent Wirkunksgradgewinn rechnet sich auf eine Million Kilometer halt besser als auf 200tkm...

Übrigens hatte der Elbett-Motor angeblich Probleme mit den Abgaswerten und den damals neuen Normen, die nötige Entwicklungsarbeit hat dem Projekt dann wohl den Garaus gemacht.

Grüße
BM

Heinrich Dreier
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Beitragvon Heinrich Dreier » 08.02.2006 10:43 Uhr

radixdelta hat geschrieben:Hallo!

@Dreier: Ich glaube nicht, daß Ihr Board die richtige Umgebung für solche Überlegungen ist. Denn das Prinzip baut zu 100% auf bekannter und herkömmlicher Physik, die dortigen Beiträge aber eher auf freier Energie (oder habe ich da etwas übersehen?)... Davon halte ich nicht viel, soll heißen ich glaube nicht daran.



Hallo

Die herkömmliche Physik ist die Grundlage, auf der alles aufgebaut ist. FE bedeutet ja nicht, das Energie aus dem Nichts kommt. Aber die Physik hat doch sicher noch lange nicht alles gefunden und erfunden. Kann doch gut sein, das es Energieformen oder Möglichkeiten gibt, die bis zur Stunde nicht beachtet , oder übersehen wurden.
Wir sind ja alles freie Menschen, und somit steht es uns frei, zu denken und zu glauben, was wir wollen.
Grüße
Heinrich
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radixdelta

Beitragvon radixdelta » 08.02.2006 17:37 Uhr

Hallo!

Ja, das möchte ich durchaus unterstreichen. Jeder sollte seine Interessen verfolgen und darf auch an alles gauben. Ich könnte mir durchaus vorstellen, das einmal neue Energieformen gefunden werden. Aber ich halte es für recht unwahrscheinlich, daß diese Formen in meinem Leben noch genutzt werden können. Außerdem denke ich daß ich diese Dinge sicher nicht finden kann, dafür gibt es durchaus kompetentere Menschen. Fusionsenergie war vor einigen Jahrzehnten ganz neu, dann hat sie eine Stadt verwüstet und jeder konnte sehen, daß es sie gibt. 60 Jahre Später ist es selbst nach eingien Milliarden Forschungsgeldern und sicherlich auch großen Interessen seitens der größten und energiehungrigsten Nationen nicht gelungen, diese Fusion in den Griff zu bekommen. Auch die Restradioaktivität des Atommülls kann man noch nicht nutzen, obwohl dort doch Ladungen frei werden... Ich denke solche Dinge, die direkt Greifbar sind, sind auch deshalb im Interesse der Forschung und auch nur diese können uns kurzfristig helfen.
Leider ist es aber auch so, daß im Bereich der Freien Energie vielzuviele Leute betrügen oder eher esotherisch daherreden, davon halte ich nichts und deshalb befasse ich mich höchstens aus humoristischen gründen mit solchen Themen.

Grüße
BM
hans

Beitragvon hans » 07.03.2006 22:10 Uhr

Sehr gud
Lovtek

Beitragvon Lovtek » 15.03.2006 15:06 Uhr

Hallo zusammen!
Wassereinspritzung bringt ein anderes viel grösseres Problem mit sich.
Ich kenne dass vom Motorsport.
Hochverdichtete Turbomotoren wurden früher mit Wassereinspritzung in den Ansaugtrakt "gekühlt", wass aber auch gleichzeitig eine Drehmomentsteigerung bedeutete. (bei deutschen WK2 Motoren dasselbe Prinzip;Einspritzung in den Ansaugtrakt, NICHT in den Zylinder). Soweit so gut.
Bei modernen Motoren verschleissen die Auslassventile übermässig schnell(Rennsport = nach JEDEM Rennen müssen die Auslassventile ersetzt werden)
Ich habe dies selbst erlebt als ich einem befreundeten Rennfahrer Ultraschallzerstäuber für Wasser in seine Yamaha YZF R1 eingebaut hatte.
Dieser Kaltdampf wurde der Airbox zugeführt.
Nach dem zweiten Rennwochenende hatte er immer weniger Leistung.
Als der Motor zerlegt wurde sahen man den Grund. Auslassventile und Ventilsitze waren angefresse.
In den neuen Zylinderkopf liess er hochvergütete,geschmiedete Ventile einbauen. Diese hielten 4 Rennwochenenden stand.
Nach erneuter Revision des Motors durfte ich die Zerstäuber wieder ausbauen. Obwohl er alle 6 Rennen Gewonnen hatte war Ihm das ganze zu kostspielig.

m.f.G. Lovtek

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