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Kotelett
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Beitragvon Kotelett » 15.03.2015 13:55 Uhr

Hallo an alle,
Ich bin neu in diesem Forum.. :) also etwas nachsichtig mit mir bitte...

Wir wollen im Mai anfangen zu bauen,haben uns schon ein paar Angebote eingeholt für Gasbrennwert + Solaranlage für Warmwasser..
Brauchen die Solaranlage auch um auf KFW 70 zu kommen..
Bei den jetzigen Zinspreisen sind wir uns nicht sicher ,ob es Sinn macht unbedingt auf Kfw 70 zu kommen..
Hab jetzt auch schon mehrfach gehört das Solar für Warmwasserbereitung rausgeschmissenes Geld wäre..
Bin ein ziemlicher Noob in diesen Sachen.. :D

Einen schönen Sonntag..
Gruß kotelett

energieprojekt
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Beitragvon energieprojekt » 15.03.2015 15:00 Uhr

grüße dich Kotelett, willkommen bei EP24.de.
Jeder war mal neu hier in dem Forum und die meisten haben dies nicht vergessen und werden aus diesem Grunde auch Nachsicht haben.
Schön das du bauen möchtest um dir ein wenig mehr Input geben zu können wären vielleicht ein etwas mehr ein Informationen sinnvoll.
Ich persönlich (für andere spreche ich nicht) halte Solarthermie für absolut sinnvoll und als Teil der angestrebten Energiewende für unabdingbar.
Allerdings solltest du dann eine heizungsunterstützende Solaranlage (also für Heizung und Warmwasser) montieren und keine Brauchwasseranlage. Hintergrund ist kurz gesagt folgender:
eine Brauchwasseranlage kann ungefähr 60% des Warmwasserbedarfes abdecken dieser macht aber nur 5-10% des gesamten Verbrauchs in deinem Haus aus, von daher gebe ich dir recht das diese Anlagen eher eine Alibifunktion haben !
Bei einem heizungsunterstützendem System kannst du 35-50% deines Verbrauches abdecken.
Ich habe meine Solaranlage vor 15 Jahren montiert und bereue dies keinen Tag.
Egal was für ein Heizungssystem dir angeboten wird das spar- samste ist immer das welches keine Primärenergie benötigt !
Gruß Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon Kotelett » 15.03.2015 15:26 Uhr

Vielen Dank für die schnelle Antwort...

Ok also Informationen...
Wird ein toskanahaus mit 180 qm + Garage.
Im Haus komplett Fußbodenheizung.
Oben ein großes Badezimmer und unten nur Gäste wc..in der Garage eine kleines Toilette für Partys in der Garage.. :D
Hatten zwei Angebote über Junkers cerapur brennwertanlagen und eine von brötje die aber erheblich teurer war..

Viel mehr fällt mir so nicht ein..
Ist aber auch wahrscheinlich viel teurer eine heizungsunterstützende Solaranlage oder? Das Budget ist recht eng.. :mrgreen:

Gruß K.
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Beitragvon energieprojekt » 15.03.2015 15:48 Uhr

Hallo K,
wie heißt es so schön einen Tod muss man sterben entweder du hast höhere Anschaffungskosten oder eben unkalkulierbare hohe Folgekosten. Ich denke die erste Pille schmeckt besser.........
Da du aber eh schon eine Solaranlage bauen musst sind die Mehrkosten für 2-4 weitere Kollektoren und einem Schichtenspeicher statt eines Warmwasserboilers überschaubar.
Die Vorteile sprechen für einen Schichtenspeicher unter anderem aus folgenden Gründen:
-hygienische Warmwasserbereitung (statt abgestandene Boilerbrühe)
-höhere Warmwasserschüttleistung
-Reduzierung der Starts an der Gastherme, dadurch höhere Effizienz und weniger Verschleiß
-bessere Brennwertnutzung (durch niedrigere Rücklauftemperatur)
-Wärmeversorgung in der Übergangszeit durch Solar.
An Gäste-WC kann man durchaus auf Warmwasser verzichten und im Bad musst du schauen ob du unbedingt eine riesen Rainshower-Brause brauchst (was aber bei Frischwasserstation oder Durchlaufschlange möglich ist)
Gruß Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon WP Fan » 15.03.2015 16:31 Uhr

Hi,
wie Udo schon sagt, einen Tod muß man sterben.
Billige Anschaffungskosten bei Heizungen gehen allermeist einher mit höheren Betriebskosten/Verbrauch an Primärenergie.
Die Primärenergiekosten über die nächsten 15Jahre (solange soll die neue Heizung ja mindestens halten) hat man nicht in Griff, man kann zwar darauf spekulieren, das diese Energiekosten sinken oder stagnieren, aber dies wär schon arg optimistisch.
Die Mehrkosten der verbrauchsärmeren Heizung dagegen kann man dank Zinsfestschreibung über 15Jahre sehrwohl fixieren.

Banken geben schonmal mehr Kredit, wenn man der Bank aufzeigt, das die Mehrinvestiotion auf der anderen Seite eine Entlastung auf der Betriebskostenebene nachsich zieht.

Ob dann eine Gasbrennwert+solare Heizungsunterstützung billiger als eine monovalente Erdwärmeheizung ist sieht man dann im Einzelfall.

Übrigens hat die Bundesregierung aktuell auch für den Neubaubereich Zuschüsse z.B. für Erdwärme und Solarwärme aufgelegt, was die Investitionskosten minimiert.

Grüße
Jürgen
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Beitragvon Kotelett » 15.03.2015 19:53 Uhr

Danke für eure Tipps..
Die bBezuschussung fängt aber erst ab 20 qm solarfläche an oder WP? Oder hab ich das falsch verstanden?
Wir hätten noch mehr bekommen können an Kredit,möchten aber einfach nicht mehr aufnehmen..muss man nochmal genau rechnen..

MUSS man denn auf jeden Fall eine Solaranlage aufs Dach packen?oder nur wenn man KFW 70 erreichen möchte?

schönen Abend noch. Gruß

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Beitragvon WP Fan » 15.03.2015 20:44 Uhr

öhm?...sorry, ich konnte eben nicht auf die Schnelle finden, wo es steht, das auch Neubau in den Genuß von Zuschüssen kommt.
War aber auf der ISH in Frankfurt letzte Woche ein Thema. :|
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Beitragvon Placebob » 15.03.2015 22:28 Uhr

Moin,

KFW ist auch ohne Solar möglich. Eine Solarthermieanlage ist meiner Meinung nach der einfachste Weg die EnEV zu erfüllen (Betreff den regenerativen Anteil...)
Allerdings kannst du auch das EEWärmeG erfüllen, indem du eine 15% Verschärfung deines Primärenergieanteils (bezogen auf das Referenzgebäude) erfüllst. Da ein KFW 70 Gebäude schon 30% besser als das Referenzgebäude ist, brauchst du keine Solaranlage.

Soviel zur Theorie..... die Solaranlage wird aber natürlich mit einem bestimmten Deckungsanteil (Erzeuger 2) in der Anlagenbewertung nach DIN 4701 (EnEV Berechnung) mit eingehen und diese positiv beeinflussen. Somit ist es eine kostengünstige Möglichkeit sich in eine KFW Klasse zu "ziehen".
(Vorausgesetzt sämtliche anderen Faktoren sind gegeben)

Letztlich lohnt sich ein KFW Haus (bis zu einem bestimmten Grad) immer.... Du darfst aber auch nicht vergessen, das eine KFW Klasse nicht unbedingt etwas über die Sparsamkeit aussagt. (Eher etwas über die CO2-Billanz)

Mein Meinung nach ist die beste Möglichkeit Energie zu sparen, keine zu verbrauchen.... :lol:
Somit würde mein Augenmerk hauptsächlich auf Substanz liegen.....zumindest bei einer klammen Kriegskasse :mrgreen:

LG
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Beitragvon Placebob » 15.03.2015 22:33 Uhr

Nachtrag:

124
Kredit
KfW-Wohneigentumsprogramm

Das Wichtigste in Kürze
ab 0,95 % effektiver Jahreszins
bis 50.000 Euro Kreditbetrag pro Vorhaben
für den Kauf oder Bau von selbstgenutztem Wohneigentum
idealer Baustein in der Finanzierung Ihres Wohneigentums
flexibel kombinierbar mit anderen KfW-Förderprodukten
Laradac
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Beitragvon Laradac » 16.03.2015 02:31 Uhr

Moin, K.
Placebob liegt mit seiner Aussage grundsätzlich richtig: die beste Wahl ist einzusparen, was man nicht unbedingt braucht, insbesondere, wenn die Kriegskasse klamm ist. Damit kann man weit vorne anfangen:

1. Das Haus soll 180qm WF bieten. Für wen? Ich habe für eine 6-köpfige Familie nie mehr als 160qm gebraucht. 180qm sind schnell bewohnt aber wenn die Kasse klamm ist, gibt´s wahrscheinlich auch keine Putzfrau. 1qm WF kostet mindestens 1.200€, 1 Kubikmeter umbauter Raum ca. 180€.

2. Das Haus soll ein Toskanahaus sein mit flachem Walmdach- für Energieprojekte eine weniger günstige Form. Satteldach ist vielleicht nicht ganz so schnuckelig, für Solarprojekte jedweder Art aber besser geeignet. Wenn du hinterher siehst, wie das Dach für dich ackert, wird dir richtig warm ums Herz und du wirst dich verwundert fragen, was dich zum T-Haus getrieben hat (wahrscheinlich der Mainstream). Dazu ein Zitat von Marc Twain: Wenn du dich mitten im Mainstream findest, denk nach, was du falsch gemacht hast.

3. Baugeld ist derzeit billig wie nie (1980 waren 9,5% bei 5 Jahren Zinsbindung (mehr hätte sich niemand gewagt) angesagt, alternativ floatender Zins, gern mit Absicherung durch Lebensversicherung). Willst du jetzt einen KfW-Kredit, ist die Ersparnis marginal. Du bekommst ihn nur über deine Hausbank und die wiederum gibt den nur nach Begutachtung heraus. Im Klartext: Tonne auf, 1000€ für die Hausbank rein, Tonne zu….. (sorry, mit dieser Schnäppchenjägerei am falschen Ort zur falschen Zeit wirst du dich höchstens ruinieren)

4. Für Leute mit klammer Kasse gilt ein türkisches Sprichwort ganz besonders: wer wenig hat, ist zu arm, um sich billige Klamotten zu leisten – weniger ist oft mehr. Das Ergebnis ist am Ende oft dasselbe wenn man kapiert hat, dass Kreativität auch echtes Kapital ist, das viele nicht einsetzen, weil sie unbemerkt Opfer diverser Denkverbote werden.

Damit wäre erst mal einiges zum Thema „Vermeiden“ gesagt. Wenden wir uns damit der Frage zu, wie man´s machen könnte:
Wenn man Solare Energie kreativ einsetzen will, hat man grundsätzlich drei Möglichkeiten, wobei der solare Deckungsgrad von Punkt zu Punkt steigt:

1. Passive Nutzung bedeutet bei hinreichender Kreativität solare Gewinne bei moderater, oft sogar kostenneutraler Investition. Return of Invest: kurzfristig.

2. Aktive Nutzung bedeutet bei hinreichender Kreativität solare Gewinne bei zusätzlicher Investition. Return of Invest: mittelfristig.

3. Zertifizierte Nutzung bedeutet bei maximaler Kreativität solare Gewinne bei abschreckend hoher, durch Zuschüsse geschönter Investition. Return of Invest: bestenfalls langfristig.

Zur Verdeutlichung beschreibe ich mal mein „Schwedenhaus“ Bj. 2010, Standort nördlich von Emden:
KfW 70 EnEV2009, spez. Transmissionswärmeverlust 0,281W/(m2K), WF EG 85qm+30qm Terrasse; Empore 20qm, Firsthöhe 6m, Satteldach 30Grad, Ausrichtung Nord-Süd.
Grundriss fast quadratisch, Nordhälfte: Eingangsdiele mit Garderobe, WC, 1 Zimmer 16qm, Bad mit Dusche und Sauna (dient gleichzeitig als Technik-Betriebsraum-ehrlich!), keine Wanne (weil nie genutzt, Whirlpool nachrüstbar, Anschlüsse vorhanden).
Südhälfte: Wohn-Ess-Raum mit Küche (Abluft-Abzugshaube), Luftraum bis zum Dach. Exakt im Hauszentrum 160mm Rundstahlstütze, die gleichzeitig die Firstpfette mittig abstützt und als Wendeltreppe für die Empore über der Nordhälfte des Hauses dient. Hier Ersparnis bei der Firstpfette (ohne Stütze ca. doppeltes Volumen) und der Wendeltreppe (=Synergismus).

Zentral im Wohnraum raumluftabhängiger, wasserführender Kaminofen made in Germany (aber kein Billigheimer) mit Verbrennungsluftzufuhr von der Südterasse, isolierter Doppelwand-Edelstahlschornstein im Hausinneren. Nennwirkungsgrad des Ofens 84,5% + Abwärmegewinn aus dem Schornstein = Anlagengesamtwirkungsgrad 93,5-94%.

Keine Rücklaufanhebung (Ersparnis 800€), dafür „Crashbetrieb“ mit 12-14kW-Betriebsleistung bei 8kW Nennleistung (6kW Wasser+2kW Luft) zur Vermeidung einer WT-Korrosion bei variabler Betriebstemperatur des Heizkreislaufs FB-Heizung im EG, 750l Puffer unter der Saunabank, 300l WW-Speicher mit Luft-WP und Heizkreisanbindung über integrierten Solarwärmetauscher im Bad neben der Dusche, Isolation auf 20cm verstärkt. Einbindung in die Heizanlage (FB-Heizung, Puffer oder WW) manuell (wenn man´s vergißt pfeift erbarmungslos die TAS und bläst das heiße Wasser in das Zuluftrohr direkt unter die Terasse, womit der Abwasseranschluss gespart wäre).

Low-Tech-Heizanlagenregelung über motorische Mehrwegeventile und thermomechanische Regelschalter (16€ bei Conrad), keine Microprozessoren, stromloser Standbybetrieb, Leistungsaufnahme Steuerung im Arbeitsbetrieb <3W+10 Stunden Zeit für´s Austüfteln. Laing Umwälzpumpen, 1x Heizkreis, 1xSolekreis 1xFB-Heizung für passiven Bodenkühlbetrieb.

WW im Sommer per Umluft-WP aus dem Hausinneren, Kaltluft zur Speisekammerkühlung im Nebenraum (Nenn-COP 3,37, Betriebs-COP 5,2; Interner Lüfter (100W, 65dB) durch externen Lüfter (50W, 22 dB) ersetzt), im Winter Kaminofen (da freuen sich die Legionellen).

Zapfstellenentferung zum Speicheranschluss: Dusche und Spüle Küche 1m, Waschbecken Bad 2m, WaschbeckenWC nur Kaltwasser ; Betrieb Geschirrspüler und Waschmaschine über WW direkt, Entfernung zum Speicher 1,2m , WW-Zirkulation damit überflüssig.

Reversierbare Sole-Wasser WP unter Saunabank als autonomes Sekundärsystem mit horizontalem Erd-WT unter der Bodenplatte (ursprünglich geplant als Hauptheizung, bisher nur als „Frostschutz“ bei Abwesenheit genutzt (hierfür Strombedarf Heizsaison 18.11.2014-02.03.2015 142 kWh = 70 Betriebsstunden für Inneraumtemperatur 14 Grad).

Verglasung 40qm, davon 25qm als festverglaste, firsthohe Südwand, rahmenlose Pfosten-Riegel-Verglasung, Ug 0,5W/(m2K), Uf 0,8 G-Wert 0,52 (Verglasungskosten geringer als Wandkosten). Keine externen Verschattungseinrichtungen (bei den herrschenden Windgeschwindigkeiten sinnlos).

Keine Solarkollektoren, keine Lüftungsanlage, bei Bedarf gedrosselte, intermittierende Umsteuerung der WW-WP-Kaltluft nach Außen mit Frischluftnachströmung über Kamin-Luftzufuhr als Lüftungsanlagenersatz eff. WRG incl. Latentwärmeanteil ca. 50%, Differenzdruck zwischen Innen- und Außenraum bei Isothermie und Windstille max. 5Pa (Kaminofenbetrieb bei Vollbetrieb der Ablufthaube der Küche bei geschlossenen Fenstern und bei Sturm mit Windgeschwindigkeiten bis 30m/s fehlerfrei).

Gem. Energieausweis Endenergiebedarf 19,1 kWh/(m2a); Primärenergiebedarf 49,6 kWh/(m2a) im WP-Betrieb. Im Kaminofenbetrieb Passivhauswerte.
Solarnutzungsgrad 57% . Keine Anlagenzertifizierung, damit keine KfW-Bezuschussung möglich.

Gesamtkosten der Anlage: Kaminofen (Wodtke) 2.900 €, Edelstahlkamin inkl.Montage durch Ortsschornsteinfeger 2.100€, Brauchwasser-WP 1.300€, Sole-Wasser-WP 2.400€ (echter China Billigheimer, den ich zur Befriedigung meiner Spielsucht blind gekauft habe, weil meine Kriegskasse nicht ganz so klamm ist und der Preis genau der Differenz zwischen billigstem und teuerstem Angebot ensprochen hat. Und was sehen dann meine entzündeten Augen beim ersten Aufschrauben: Bingo! - mit Copeland-Kompressor made in Aachen), Mikroprozessorregelung mit Fernbedienung durch thermomechan. Regler ersetzt (Leistungsbedarf im Standby vorher 55W, nachher 0W), Platzierung unter Saunabank ohne Gehäuse;

Pufferspeicher 550€; FB-Heizung Erdgeschoss 2.200€, Anlageninstallation und Inbetriebnahme etc. 4.200€. Keine Ausfälle in 5 Betriebsjahren.

Herstellungskosten Haus inkl. 30qm Terrasse, Carport und 14qm Schuppen 155.000€ schlüsselfertig inkl. 10.000 € für gerammtes Fundament (20 Fichtenstämme mit 1,5m Betonaufsetzer 10-12m in den Boden gerammt, sonst versinkt die Hütte trotz Leichtbau).
Wie du siehst, ist das Haus irgendwo zwischen 1+2 angesiedelt und funktioniert weder zertifiziert noch gefördert.

… alles klar?... weitere Erläuterungen gerne auf Anfrage.
Laradac.

P.S.: Hier hat sich auch Udo vom Energieprojekt zu Wort gemeldet. Im Gegensatz zu mir ist der kein visionärer Spinner (aber das Schwedenhaus gibt´s wirklich), sondern ein ausgebuffter Praktiker. Als Mann für die praktische Umsetzung ist der m.E. kaum zu toppen, weiss genau wovon er spricht und gehört nicht zur "Man-nehme-Fraktion, sondern eher, wie ich auch, in die aussterbende Kategorie "gutmütiges Schaf" (diese Kategorie hat mal meine Herzallerliebste kreiert).

Wenn du ihm ordentlich Löcher in den Bauch fragst, bekommst du eine mindestens 100%ige Planung zurück. Er sitzt im Westerwald (wahrscheinlich irgendwo im Westzipfel von "Hessisch Kongo" zwischen Limburg und Montabaur), aber, egal wo du selbst sitzt, krall` ihn dir-besser wird´s nimmer.

Tschö...wa

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