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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Kachelofen
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Beitragvon Kachelofen » 09.03.2015 13:35 Uhr

Ein hallo ins Forum,

ich bin neu hier und ich erhoffe mir eine Entscheidungshilfe zum Thema neue Heizung:

Es betrifft unser Dreifamilienhaus Baujahr 1954, das bisher im EG und OG mit je einem Kachelofen mit Öleinsatz (Baujahr 2003) für jeweils zwei Zimmer pro Stockwerk beheizt wird. Die zentralen Öltanks stehen im Keller. Die anderen Räume werden bei Bedarf mit Stromheizungen ergänzt. Das DG wird ausschließlich mit Stromheizungen versorgt.
Das Haus ist nicht gedämmt!
Alle drei Stockwerke haben elektrische Wasserboiler.
Die Gesamtwohnfläche beträgt 227 qm.

Wir wollen jetzt neue Fenster inkl. Rollladenkästendämmung und Keller- und Dachbodendämmung durchführen. Das Dach und eine Aussendämmung wollen wir aus kostengründen nicht durchführen.

In diesem Zusammenhang überlegen wir jetzt, ob es sinnvoll ist auch in ein neues Heizsystem zu investieren.
Ich denke ein Umstieg auf Gas wäre sinnvoll.
Und jetzt die Fragen:
Ist es eine Gaszentralheizung oder doch eher Gasetagenheizungen sinnvoll?
Mit oder ohne Warmwasseranbindung?
Sollte man die Kachelöfen als Holzöfen erhalten oder gibt es eine Alternative zum Erhalten?
Oder alles beim Alten lassen und modernere Stromheizungen (z.B. Infrarot) erneuern?

Ich bin handwerklich nicht begabt und bin für jeden seriösen Tipp dankbar.

Wir leben in Baden-Württemberg und müssen leider auch das EWärmeG berücksichtigen.

Für eure Hilfe im Voraus besten Dank

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Beitragvon Laradac » 09.03.2015 15:55 Uhr

Hallo,
Ich bin auch ziemlich neu hier und habe kurz vor dir einen Blog zum Thema Heizung im Schwedenhaus eingestellt. Lies dir den mal durch und lass uns dann das Thema im Blog gemeinsam bearbeiten. Das kann richtig spannend und erkenntnisreich werden. Ich bin übrigens kein Verkäufer oder Lobbyist, auch kein sog. Experte, aber ein sagen wir mal kundiger Bürger, der sich seit 25 Jahren mit der Thematik beschäftigt und momentan ein verrücktes Projekt in Ostfriesland plant. Unser Blog könnte so etwas wie das Sparring beim Boxen werden, davon haben wir am Ende beide was.

Viele Grüße aus ac
Laradac
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Beitragvon energieprojekt » 09.03.2015 21:23 Uhr

guten Abend Kachelofen, willkommen bei EP24.
Ich bin hier einer der "sogenannten Experten" wie Laradac es ausdrückt und befasse mich seit über 35 Jahren mit diesem Thema.
Lobbyist und Verkäufer bin ich allerdings nicht sondern Planer und als kundiger Bürger würde ich mich auch bezeichnen. Ich möchte hier keine Boxkämpfe veranstalten oder Sparrings sondern dir Antworten auf die gestellten Fragen geben und vielleicht den ein oder anderen Denkansatz...............
Bei dem von dir im groben geschildertem Bauvorhaben würde ich wie folgt vorgehen:
-Demontage der Öleinzelöfen (schlechter Wirkungsgrad Technik von vorvorgestern)
-Demontage der Warmwasserbereiter (sehr hohe Energiekosten)
-Einbau einer Gaszentralheizung mit getrennten Heizkreisen und Verbrauchsabrechnung
Gründe: nur ein Gaszähler, genaue Abrechnung möglich, bessere Auslastung der Anlage.
Ich würde hier einen Pufferspeicher einbauen um die Warmwasserversorgung über Friwa zu gewährleisten und eine Therm. Solaranlage installieren.
Damit hast du dann auch das EWärmeG im griff.
Das mal im groben, gerne stelle ich mich hier der Diskussion
Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon Laradac » 10.03.2015 23:50 Uhr

Ups,
Hab ich hier was übersehen? ... Oder gibt's hier ne besondere "Hackordnung"?...... Oder fehlt mir ne besondere Zertifizierung? Oder ist das hier der ganz normale Umgang mit Einlassungen, die man offensichtlich nicht so ganz verstanden hat?

Damit zurück zur Sache:
Mein Elternhaus ist auch ein Dreifamilienhau Bj 55, 2x60qm 3ZKDB im EG +OG, 2ZDB 40qm im DG, nicht wesentlich gedämmt nördlich Ffm im Taunus. Frage: Abreißen oder Sanieren, Problematik im Prinzip dieselbe wie bei Kachelofen - darum "Sparring" (vor Kommentierung bitte erst Schlau machen, was das bedeutet, oder! Wie mein alter Direx zu sagen pflegte: Mundwerk erst in Betrieb nehmen, wenn Gehirn eingeschaltet...)

Weiter: Vor die Therapie haben die Götter die Diagnose gesetzt, will heißen, erst Infos sammeln, sortieren graduieren und validieren, erst dann kommt die Therapie...Die Logik des Misslingens besteht nämlich vorwiegend darin, Probleme zu vergessen, die man nicht hat.
Bezogen auf die Empfehlung, die "öleinzelöfen" mangels Effektivität zu entfernen: 2 Handwerker gehen mind. 2 Tage mit Hammer und Meißel zu Werke, um aus 2 WE den 1954 massiv gemauerten (?) Kachelofen zu entfernen, der die geniale Eigenschaft besitzt, sowohl Holz als auch Öl per Schalenbrenner (?)zu verheizen. "(?)" soll heißen, dass ich dies aus dem Blog von Kachelofen schliesse, es aber nicht sicher weiß. Wenn dem so wäre, hätten wir dann in 2 WE ein großes Loch in 2 Zimmern und der Diele, mindestens einen, schlimmstenfalls sogar 2 wahrscheinlich ramponierte Kaminzüge und reichlich erneuerungspflichtigen Fußboden und - für ca 10.000€ Kosten- auch noch das Teil entfernt, dass alle Anforderungen des EWärmG schon seit 60 Jahren erfüllt. Was dann erstmal bliebe, wäre die archaische stromheiztechnik, die dann durch irgendeine Gasheizanlage zu ersetzen wäre. Anschließend wir Kachelofen verdutzt ins Portemonnaie schauen und verdutzt sehen, dass es aus Zwiebelleder besteht ( reingucken und heulen) und sich bei mir reichlich Medizin für seine Magenschmerzen besorgen, wenn er Kapiert hat, das der alte Schalenbrenner bis zum Ableben seiner Enkel inkl. Aller Ölpreissteigerungen wohl billiger gelaufen wäre.
...vielleicht habe ich für die Ökonomie auch nur einen unorthodoxen Blickwinkel, weil ich selbst Unternehmer bin und zu den wenigen Exoten gehöre, die sich Dienstleitern aller Art, wie Steuerberater etc. enthalten und die Kohle grundsätzlich erst dann vermarkten, wenn sie endgültig verdient ist.

Viele Grüße
Laradac
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Beitragvon energieprojekt » 11.03.2015 07:12 Uhr

Laradac hat geschrieben:Ups,
Hab ich hier was übersehen? ... Oder gibt's hier ne besondere "Hackordnung"?...... Oder fehlt mir ne besondere Zertifizierung? Oder ist das hier der ganz normale Umgang mit Einlassungen, die man offensichtlich nicht so ganz verstanden hat?
Laradac


guten Morgen Laradac, meine Einlassungen habe ich nur in soweit kommentiert als das ich mich in der Tat für einen Und nicht sogenannten) Experten bezeichne. Dies hat weniger mit der Einstufung hier bei EP24 zu tun sondern mit der Tatsache das ich diesen Beruf über 35 Jahren ausübe davon mehr als 25 Jahre sowohl praktisch als auch planerisch und mich nun ganz auf Planung und Beratung konzentriere.
Aus diesem Grund finde ich die Bezeichnung "sogenannte Experten" nicht unbedingt angebracht wenn man den oder die die diese Bezeichnung hier führen nicht kennt.

Zu den Schilderungen der im weiteren beschriebenen Anlage werde ich später ausführlich etwas schreiben
Mit sonnigem Gruß Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon Laradac » 11.03.2015 23:09 Uhr

Moin Udo,
Ich habe aufgrund deiner Rückmeldung noch mal mein gestriges Machwerk betrachtet und muss wohl sagen: Trifft zu, was mein alter Direx gesagt hat....auch für mich!!! Schnellschüsse sind nur selten erste Sahne. Und die Absicht, einen - mir persönlich (noch?) völlig unbekannten Menschen - in irgendeiner Form zu attackieren hatte ich schon gar nicht. Sorry, dass war dumm von mir, wird auch nicht wieder vorkommen.
Das mit dem "sogenannten Experten" scheint dich ja ziemlich getroffen zu haben. Ich hab mir deshalb erlaubt, mal ein bisschen in deinen Blogs zu "schnüffeln" (500 in 10 Monaten!) und kann dir nur raten, lass dich von so schnodderig provokanten Greenhorns wie mir nicht hochnehmen. Das, was du da - EHRENAMTLICH - von dir gegeben hast, verdient nur eins: 5 mal Daumen hoch, und die klare, gradlinige Art, wie du Zeitgenossen einnordest , die dich für irgendwas instrumentalisieren wollen auch.
Ich glaube, du bist der richtige Mann für mich, ich bin nämlich eigentlich ein visionärer kreativer Spinner, weiß Unmengen über Sachen, die's noch gar nicht gibt und brauche zur Realisierung eines leicht abstrusen Bauprojekts in Ostfriesland einen ausgebufften Pragmatiker, der mir entweder bei der praktischen Umsetzung beisteht oder mich notfalls wieder auf den Boden der Realität holt, wenn's beim besten Willen keinen Weg gibt.
Vielleicht nehmen wir die Anfrage von Kachelofen als unser "sparring" mit dem Ziel, dass er am Ende zufrieden auf sein gelungenes Werk blicken kann.
Leider habe ich nicht immer so viel Zeit wie du, denn ich bin noch voll berufstätiger sog. Experte auf einem deiner Welt diametral gegenüberliegen Gebiet: Bildgebende Diagnostik und Schmerztherapie.
Liebe Grüße aus AC
Laradac
...ach ja, und noch eins: Hallo Kachelofen, bitte aktiv werden, damit es richtig losgehen kann und wir nicht dauernd um den heißen Brei herumeiern müssen. Ich freu mich drauf!

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Beitragvon energieprojekt » 12.03.2015 20:53 Uhr

Nun Laradac, alles gut war nur so ein krummer Gedanke von mir.
Sei versichert mehr Zeit wie du habe ich auch nicht der Tag hat leider nur 24 Stunden selbst wenn ich die Nacht dazu nehme werden es nicht mehr und davon arbeite ich ungefähr 18-20.
Aber es macht eben Spaß.
Jetzt aber mal genug davon und zurück zum Thema. Als erstes möchte ich kurz etwas zum Thema Anteil erneuerbarer Energien bei einem Umbau (EWärmeG) schreiben. Es wird einige freuen das die Bafa die Förderung hierfür angehoben hat, zum ersten für heizungsunterstützende Anlagen auf 2200€ und zum anderen (was ich für verkehrt halte) 500€ für Brauchwasser-(Alibi)anlagen.
Nochmal zum Thema Öleinzelöfen ( in diesem Falle im Kachelofen).
Zum einen sind diese Geräte vom Wirkungsgrad her sehr schlecht, von der Verbrennungstechnik her im letzten Jahrhundert angesiedelt (Ich kenne diese Art der Heizung aus NewYork, da stehen Öltonnen auf der Strasse)also ohne Luftregelung ohne gesteuerte Verbrennung usw.
Zum anderen bin ich der Meinung das wir Öl für andere Zwecke sinnvoller einsetzen können als einfach so ab zufackeln!
Sollen die Kachelöfen erhalten bleiben (und damit 2 Handwerker 2 Tage lang keinen Hammer schwingen dürfen) Kannst du hier Holzeinsätze (sogar mit Wasserregister) einbauen und damit die Heizung unterstützen.
Diese würden dann einen Großteil der Heizlast bringen und die Gasheizung zur "Notheizung" degradieren.
In einigen Fällen wo ich so etwas um gesetzt habe sind die Kunden soweit gegangen das Sie auf einen Erdgasanschluss verzichtet haben das die Grundgebühr und Hausanschluss in keiner Relation zum höheren Gaspreis einer 33-KG Flüssiggasflaschen-Anlage standen, dies muss allerdings im Einzelfall errechnet werden.
Zum Thema thermische Solaranlage habe ich ja schon etwas gesagt.
So jetzt gehts wieder ans lesen, überlegen und wenn nötig Widerworte geben,
Udo vom Energieprojekt (der morgen wieder im FFM-Messegelände rumläuft)
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Beitragvon Laradac » 13.03.2015 23:28 Uhr

Moin,
alle Achtung Udo, wie professionell du meinen „Angriff“ abgewettert hast (nochmal Daumen hoch).

Hier meine Widerworte:
1. Bafa: Das mit der Förderung ist grundsätzlich gut, leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Vorgaben für förderungswürdige Anlagen von den Anbietern fast regelhaft als Einladung zur Bereicherung interpretiert werden, will sagen, das pfiffige Verkäufer den Förderbetrag auf ihre Angebote aufschlagen und der Käufer letztlich in die Röhre guckt. Deshalb: die wirtschaftliche Seite des Projekts primär nur in dem Rahmen planen, den man notfalls auch ohne Förderung stemmen kann. Sonst hängen am Ende nicht nur die Mundwinkel runter, sondern auch der Haussegen schief…
2. Die Sache mit dem Kachelofen habe ich schon einmal mit allen Nebenwirkungen durchexerziert, das war am Ende so was ähnliches wie Flughafen Berlin im Kleinformat. Dein Hinweis ist richtig: Ofen erst mal stehenlassen und über alternative Verwendungen nachdenken. Abreißen kann man die Dinger notfalls jederzeit, sind sie aber weg und man stellt hinterher fest, dass die Idee Schiet war, ist guter Rat teuer.
3. Die Überlegung mit der Gasheizung als Lastspitzenabdeckung und „Urlaubsvertretung“ (Holzbetrieb fordert immer die Anwesenheit des Heizers und Notheizung klingt irgendwie so gefährlich und nach Katastrophenszenario) zielt genau in die richtige Ecke. Nur: das Haus von Kachelofen ist schlecht isoliert, man wird mit Gasflaschen nur dann gut heizen, wenn man noch mal scharf über das Isolationskonzept nachdenkt. Hat man andererseits eine gute Lösung gefunden, ist das Konzept geradezu genial, weil man sich notfalls von diversen Abhängigkeiten abkoppelt, das alte Haus wandert damit ein gutes Stück in Richtung Autarkie. Nehmen wir also die Gasflasche mal als Zielpeilung, auch wenn ein Restbedarf von 33kg LPG (430 kWh) momentan (noch?) sehr sportlich erscheinen mag. Der Gedanke führt wieder zu meinem Spruch mit der "Logik des Misslingens..." (hab ich geklaut von Dietrich Dörner, ehem. Leiter des Max-Planck-Instituts für Kognitive Psychologie in Berlin)
4. Der Begriff „Gasheizung“ wird primär mit „Brennwert-Gerät“ assoziiert. Es gibt aber noch Alternativen: z.B. KWK (Kraft-Wärme-Kopplung). Insidern kommt dabei fast reflexartig ein hundeartiger Verwandter des Marders in den Sinn, aus dessen Haaren man wunderbare Rasierpinsel zaubern kann... Das Gerät nutzt Gas intelligenter, es produziert gleichzeitig Wärme und Strom. Wenn es primär als Heizung eingesetzt und die gelieferte Wärme 100% genutzt wird, liefert es den Strom quasi nebenher zu dem traumhaften Wirkungsgrad von 100%, d.h., für jede kWh Strom wird nur 1 kWh Gas (zusätzlich) verbraucht- das schafft das beste Kraftwerk nicht. Zugegeben, aus wirtschaftlicher Sicht ist die Lastspitzenabdeckung mit KWK auf den ersten Blick nicht darstellbar, aber wie sagte ein gewisser Albert Einstein: „Jedes Problem ist einfach lösbar, solange man es oberflächlich genug betrachtet“. Im Umkehrschluss könnte es also durchaus möglich sein, dass ein bei oberflächlicher Betrachtung unlösbares Problem sich bei genauerer Analyse doch als lösbar erweisen kann. Gibt es also für die Lastspitzenabdeckung mit KWK eine wirtschaftlich darstellbare Lösung?? Ich bin gespannt auf deine Antwort.
Viel Spass auf der ISH…und grüß´ mir die Heimat
Uli (Laradac)
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Beitragvon energieprojekt » 14.03.2015 10:18 Uhr

Guten Morgen Uli, wenn ich von Gasheizung rede ist immer Brennwert gemeint etwas anderes plane ich nicht mehr.
Zum Thema Kraft-Wärme-Kopplung, hier ist die wirtschaftliche Betrachtung und Planung noch viel wichtiger als bei einem herkömmlichen Heizsystem und man muss beachten das ein BHKW nur die Spitzenlast abdecken kann/ soll falls das System unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eingesetzt werden soll.
Ich habe jede Woche 3-4 Anfragen hierfür auf dem Tisch und kann in 90% der Fällen schon auf dem berühmten Bierdeckel eine Prognose (meist negativ) erstellen. Andererseits da wo es passt ist es hervorragend. Eine Alternative ist sicherlich die Brennstoffzelle deren Vorteil das umgekehrte Verhältnis von Wärme- zur Stromproduktion ist.
Leider kann/ darf ich hier keine Empfehlung zu Herstellern abgeben
Zum Thema Gasflasche, es ist richtig das eine Pulle ~430 KWh Energie in sich hat allerdings kann man dies mit Mehrflaschensystemen kompensieren.
Die Förderung ist ein leidiges Thema ich sage auch immer das die Förderung nicht in die wirtschaftliche Entscheidung einbezogen werden soll sondern als Bonbon betrachtet werden muss.
Gerade in Frankfurt habe ich es wider gesehen, wenn die Förderung höher ausfällt als das zu fördernde Produkt wertet es dessen Qualität ab, das ist einen Verunglimpfung und nicht verkaufsfördernd.
Aber grundsätzlich kann ich dich beruhigen dir wenigsten Heizungsbauer werden die Förderung verdeckt aufschlagen da sie im Wettbewerb stehen und sich selten einig sind, entgegen anderer Sparten........
Zum Thema Kachelofen ich heize mein gesamtes Haus (Bj spätes 19tes Jahrhundert nur mit Solar und Kachelofen das einige was da passiert das ich vielleicht mal abends nach Hause komme und nur 18,5°C statt 21°C habe.....(aber damit kann ich prima leben). Ich habe keine "Urlaubsvertretung" der gasförmigen Art.
Gruß Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon Redena » 06.04.2015 21:44 Uhr

unsere Hauseigentümer haben die alten Kachelöfen gegen die Zentralheizung getauscht, und wie sie selbst sagen, haben sie es kein einziges Mal bereut. Es gab viel zu viel Aufwand mit der Wartung und jährlicher Abnahme durch den Schornsteinfeger der alten Kachelöfen.
Aber hier muss jeder für sich selbst entscheiden

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