Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik
energieportal24 Startseite Aktuelle News Förderkonditionen 2013 energieffiziente Gebäudesanierung Grundlagenwissen nach Thema Veranstaltungen: Messen, Seminare, Kongresstermine Tools, Onlinerechner und Newsletter Marktplatz Diskussionsforum B2B Branchenmarktplatz forum
Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
Lucky15
Aktivität: neu
Beiträge: 5
Registriert: 25.02.2015 10:11
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal
Kontotyp: Verbraucher
Erfahrung: 1-3 Jahre
Interessensgebiet: Wärmepumpen
Land: Deutschland

Beitragvon Lucky15 » 25.02.2015 10:39 Uhr

Hallo,
ich hoffe, Ihr könnt mir weiterhelfen:

Wir haben seit 3 Jahren eine Erdwärmepumpe Junkers STE 75.
Diese haben wir bewusst gewählt, weil sie sehr leise arbeitet und das für uns sehr wichtig war. Auch sonst stimmte es.

Vor ein paar Wochen hatten wir folgenden Fehlermeldung: E21 RLP ausgelöst.

Nach mehrmaligen Mails und Anrufen kam der Kundendienstmonteur dann ein paar Tage später. Muss dabei sagen, dass mein Mann selber Heizungsmonteur ist, und die Zeit überbrücken konnte, sodass wir nicht frieren mussten.

Der Monteur stellte dann fest, das der Kondensator Kältekreis undicht ist und schon Wasser im Kältekreis ist. Totalschaden Kältekreis! Er sagte, auch wenn der Wärmetauscher getauscht wird, der Fehler tritt über kurz oder lang immer wieder auf.
Er sprach von einem Materialfehler und er wolle einen Antrag auf Kulanz stellen.
Die Rechnung, die dann kam, belief sich auch auf 0, sodass wir davon ausgingen, der Antrag würde genehmigt. Er sagte aber auch gleich, das die Sache dauern kann.
4 Wochen sind seitdem vergangen und bis dato hat sich zweimal ein Außendienstmitarbeiter bei uns blicken lassen und wollte uns eine neue Anlage verkaufen!! Frechtheit!!
Wir heizen seitdem über die elektrische Heizpatrone. Ich möchte mal wissen wer diese Kosten übernimmt!

Hat gemand Erfahrung damit und kann uns einen Rat geben?
Nach 3 Jahren kann so etwas doch nicht in Ordnung sein, obwohl die Garantie abgelaufen ist. Oder fällt so ein Schaden noch unter die Gewährleistung?

Vorsichtshalber haben wir schon Kontakt mit unserem Anwalt aufgenommen.

WP Fan
EXPERTE
Aktivität: hoch
Beiträge: 192
Registriert: 09.01.2015 21:52
Lob gegeben: 12 Mal
Lob erhalten: 20 Mal
Kontotyp: Handwerk
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Umwelttechnik
Land: Deutschland

Beitragvon WP Fan » 25.02.2015 21:09 Uhr

Hi Lucky15,
hat Dein Mann die WP selbst eingebaut?
Wurde die WP dann vom Werkskundendienst in Betrieb genommen?
Gibt/gab Junkers seinerzeit eine Garantieverlängerung auf die WP, wenn die WP vom Werkskundendienst in Betrieb genommen wird?

Ansich dürfte es schwierig werden auf Kulanz zu pochen.
Gesetzliche Gewährleistung sind 2Jahre bei Kauf.
Wenn die WP von einem Handwerksbetrieb eingebaut wurde sieht es u.U. besser aus:
http://www.handwerksblatt.de/component/ ... stung-342/

Aber Euer RA wird wohl genau Bescheid wissen.

Grüße
Jürgen
Lucky15
Aktivität: neu
Beiträge: 5
Registriert: 25.02.2015 10:11
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal
Kontotyp: Verbraucher
Erfahrung: 1-3 Jahre
Interessensgebiet: Wärmepumpen
Land: Deutschland

Beitragvon Lucky15 » 25.02.2015 21:52 Uhr

Die Wärmepumpe hat mein Mann selber eingebaut. In Betrieb genommen wurde sie von dem Heizungsbetrieb. Der Werkskundendienst ( der gleiche Monteur) war damals auch da und hat noch die Feineinstellung gemacht.
WP Fan
EXPERTE
Aktivität: hoch
Beiträge: 192
Registriert: 09.01.2015 21:52
Lob gegeben: 12 Mal
Lob erhalten: 20 Mal
Kontotyp: Handwerk
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Umwelttechnik
Land: Deutschland

Beitragvon WP Fan » 25.02.2015 21:55 Uhr

und gab es von Junkers eine Garantieerweiterung bei Inbetriebnahme durch den Werkskundendienst?
Lucky15
Aktivität: neu
Beiträge: 5
Registriert: 25.02.2015 10:11
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal
Kontotyp: Verbraucher
Erfahrung: 1-3 Jahre
Interessensgebiet: Wärmepumpen
Land: Deutschland

Beitragvon Lucky15 » 25.02.2015 22:04 Uhr

Nein, die haben wir nicht bekommen. Kann sein, das sämtlicher Schriftverkehr über die Heizungsfirma lief. Leider nicht mehr dran zu kommen.
Aber so ein Unternehmen wie Junkers oder Bosch hat doch einen Ruf zu verlieren, oder?
energieprojekt
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 1214
Registriert: 23.04.2014 10:17
Wohnort: Westerwald
Lob gegeben: 5 Mal
Lob erhalten: 165 Mal
Kontotyp: Dienstleister
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon energieprojekt » 25.02.2015 23:19 Uhr

Grüße dich Lucky, hierzu fallen mir unterschiedliche Dinge ein.
Zum ersten hat Bosch/ Junkers einen Ruf zu verlieren ?
Jein am Ende des Tages können die sich auf den Standpunkt stellen alles nach geltendem Recht gemacht "wenn der Kunde keine Garantieverlängerung beantragt braucht er nach Ablauf der gesetzlichen Garantie auch nicht mehr ankommen". Alles andere wäre Goodwill.
Der nächste Punkt ist Selbsteinbau und Annahme durch, das ist dann wenn es schiefgeht eben ein Streitfall........
Nächster Punkt Werkskundendienst VS Heizungsbauerbetrieb.
In den meisten Fällen ist der Werkskundendienst eben ein Angestellter des Herstellers ein Heizungsbaubetrieb müßte hier eine besondere Befähigung haben, ich weiß nicht wie sich das in deinem Falle darstellt.
Wenn du auf Gewährleistung ansprichst stellt sich die Frage sind alle dafür erforderlichen Rahmenbedingungen wie zb Wartung, Wasserqualität erfüllt und dokumentiertworden ?
Zugegeben die Sache ist ärgerlich aber eben rechtlich anders zu bewerten.
Wie Jürgen schon sagt bei Einbau durch einen Fachbetrieb hättest du bessere Aussichten.
Unter Umständen war es jetzt sparen am falschen Ende
Gruß Udo vom Energieprojekt

Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !
Lucky15
Aktivität: neu
Beiträge: 5
Registriert: 25.02.2015 10:11
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal
Kontotyp: Verbraucher
Erfahrung: 1-3 Jahre
Interessensgebiet: Wärmepumpen
Land: Deutschland

Beitragvon Lucky15 » 25.02.2015 23:39 Uhr

Der Einbau erfolgte ja quasi von einem Fachbertrieb. Mein Mann hat eingebaut und der Fachberrieb hat die Anlage abgenommen. Für uns jetzt nur blöd, das die Firma nicht mehr existiert.
Was ich persönlich schade finde, man investiert in sog. erneuerbare Energien und man hat nur Negatives. Nach 3 Jahren darf so eine Anlage einfach noch nicht kaputt gehen!
WP Fan
EXPERTE
Aktivität: hoch
Beiträge: 192
Registriert: 09.01.2015 21:52
Lob gegeben: 12 Mal
Lob erhalten: 20 Mal
Kontotyp: Handwerk
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Umwelttechnik
Land: Deutschland

Beitragvon WP Fan » 26.02.2015 00:18 Uhr

Hersteller unterliegen eben dem Preisdruck am Markt.
5Jahre Garantieerweiterung erhöhen das Kostenrisiko für den Garantiegeber und senken das Kostenrisiko für den Grantienehmer.
Der Garantiegeber kalkuliert das Risiko und läßt sich das Risiko entsprechend derWahrscheinlichkeit vom Garantienehmer bezahlen. Das Bezahlen ist nicht zwingend ein Aufpreis, es kann auch sein, das ein Hersteller die Garantieerweiterung auf seine (etwas teureren, i.d.R. besser ausgestatteten) Premiumprodukte gewährt und auf seine Basic-line nicht.

Sicherlich ist es sehr ärgerlich, wenn man nach 3Jahren einen Totalschaden wegen Materialfehler hat, aber es gibt leider keine 100%ig fehlerfreie Produktion.
Selbst BMW, Mercedes und Audi haben Montagsfahrzeuge. Und auch hier wird wohl nicht immer kulant agiert.
Dem Glanz dieser Marken schadet das nicht.

Wie Udo schon sagte kann auch der Heizungsbauer als Inbetriebnahme-Kundendienstler von der Herstellerfirma autorisiert worden sein. Es muß nicht zwingend ein Angestellter der Herstellerfirma sein, außer es steht in den Garantiebedingungen.
Aber so wie es sich liest, ist wohl die Heizungsbaufirma nicht mehr am Markt, oder? Und der Name des Heizungsbauers, der die Inbetriebnahme machte, ist auch nicht bekannt, oder? Wenn noch Kontakt bestehen würde, könnte man ihn ja fragen.
Über etwaige Garantieerweiterungen bei Inbetriebnahme durch Werkskundendienst steht auch meist was im Verkaufsprospekt.
Vielleicht findet ihr ja noch ein entsprechendes im Internet.

Die Stromkosten für den E-Stab wird wohl niemand übernehmen.
Wenn es sich also mit dem Streit hinzieht, werden auch die Heizkosten nicht unerheblich.

Vielleicht macht der Hersteller auch ein Aangebot für eine neue WP zum Selbstkostenpreis und Dein Mann baut diese wieder selbst ein und holt sich dann den Werkskundendienst dazu.
Ist zwar ein bitterer Apfel, aber wohl die kostengünstigste Option, weil der Rest der Wärmepumpenanlage, wie z.B. der Regler, ja weiterhin genutzt werden könnte.
Je schneller man die WP repariert je niedriger sind die Heizkosten durch den Heizstab, dann spart man zumindest noch diese Kosten.
WP Fan
EXPERTE
Aktivität: hoch
Beiträge: 192
Registriert: 09.01.2015 21:52
Lob gegeben: 12 Mal
Lob erhalten: 20 Mal
Kontotyp: Handwerk
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Umwelttechnik
Land: Deutschland

Beitragvon WP Fan » 26.02.2015 00:40 Uhr

bei der Inbetriebnahme durch den Werkskundendienst wird immer ein Protokoll erstellt. Auf diesem Formular wird u.a. der Inbetriebnahmetag, die Seriennummer der WP und der Name des Inbetriebnehmers vermerkt. Diesen Zettel hat dann der Betreiber, der Installateur und der Hersteller. Dieser Zettel ist Beleg und Basis für die Herstellergarantie.
Dieser Akt kostet meist so 500-600€ und mehr.
Vielleicht wurde die Inbetriebnahme damals aus Kostengründen unter der Rubrik Freundschaftsdienst abgewickelt, oder habt ihr eine Rechnung von der Heizungsfirma, auf der die Inbetriebnahme aufgeführt ist?
energieprojekt
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 1214
Registriert: 23.04.2014 10:17
Wohnort: Westerwald
Lob gegeben: 5 Mal
Lob erhalten: 165 Mal
Kontotyp: Dienstleister
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon energieprojekt » 26.02.2015 21:25 Uhr

guten Abend nochmal Lucky15, die Aussage "quasi Fachbetrieb- einbau" durch Ehemann ( auch wenn der Heizungsbauer ist) lässt auf die Preiswert-sparvariante schliessen was ja grundsätzlich nicht verwerflich ist. Wenn dann aber bei der Abnahme eben noch gespart wird trägt man halt auch das Risiko !
Also ich habe damals als Heizungsbaubetrieb keine Abnahme mit Garantieübernahme bei selbstgebauten Anlagen gemacht. Hier hätte man sich dann an den Werkskundendienst wenden müssen.
Interessant wäre auch zu erfahren wer damals das Gerät geliefert hat, die Fachunternehmerbescheinigung und so weiter ausgestellt hat. Sparen ist halt nicht immer preiswert.
Wie schon gesagt bei dem heutigen Preisdruck am Markt gehen die Hersteller eben diesen Weg über die Garantieerweiterung und meistens steht in den Garantiebedingungen etwas von "Einbau durch Fachhandwerker" und nicht "bei Quasi Facheinbau" oder Abnahme von Heizungsbauer nach Selbstmontage".......
Versuch den von WP-Fan und sei froh wenn sich Junkers darauf einlässt.
Udo vom Energieprojekt

Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !
Nächste

Zurück zu Geothermie & Wärmepumpen



Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
a n z e i g e n
 

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag



Sie lesen gerade die Forendiskussion: Totalschaden Junkers Erdwärmepumpe STE 75 nach 3 Jahren