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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
björnar_hus
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Beitragvon björnar_hus » 10.02.2015 14:13 Uhr

Hallo,

wir planen gerade den Bau eines Schwedenhauses (Holzständerwerk, Bungalow, 160qm)

Nur stellt sich die Frage nach dem Heizkonzept.

Hier mal drei Möglichkeiten die uns Angeboten wurden.

1. Kamin im Wohnzimmer, Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Elektrischem Heizregister, Wärmepumpe für Warmwasser.

2. Kamin im Wohnzimmer, Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Gasbrennwerttherme für Warmwasser und zur Erwärmung der Luft.

3. Kamin im Wohnzimmer, Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Erdwärmepumpe für Warmwasser und zur Erwärmung der Luft.

alles Optional mit Photovoltaik und/oder Solarthermie

Kosten steigen natürlich von Variante 1 zu 3 deutlich an.
Für 3. habe ich noch keinen Preis 2 ist ca. 7000€ teurer als 1.

Da ich gerade erst anfange mich mit dem Thema zu beschäftigen würde ich mich über etwas Feedback sehr freuen.

Danke und Gruß aus OWL
Björnar

itswarminside
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Beitragvon itswarminside » 02.03.2015 09:20 Uhr

hi,
sie sache mit der richtigen heizung kann schon mal zu einer doktorarbeit hinauslaufen :wink:
möglicher weise hilft dir einfach mal eine kleine info über wärmepumpen und welche möglichkeiten da bestehen.
http://www.reindlkaelte.at/waermepumpen.html
http://www.reindlkaelte.at/waermepumpen_produkte_marken.html
gerade mit wärmepumpen kann man sehr umweltbewußt heizen.
lg
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Beitragvon Sparflamme » 02.03.2015 12:54 Uhr

Hei Björnar,

ein Schwedenhaus, wie schön, das ist auch mein Traum :D

Was ich grundsätzlich nicht verstehe, wenn verschiedene Heizsysteme angeboten werden: da muss doch jemand der Anbieter genau rechnen können, wie die Betriebskosten sein werden. Sicher muss man sich auf die aktuellen Energiepreise und den geplanten Wärmebedarf dabei beziehen um vergleichen zu können, welcher Preis sich zukünftig wie entwickelt, dass kann niemand voraussagen. Jedenfalls kann es niemals richtig sein, ausschliesslich nach Anschaffungskosten zu entscheiden. Einen Kontakt der sowas rechnen kann, könnte ich bei Interesse anbieten.

Grüsse von der Sparflamme
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Beitragvon Laradac » 07.03.2015 09:23 Uhr

Hallo,

die Frage nach der Heiztechnik zeigt, dass ihr grundlegende Aspekte wahrscheinlich noch nicht verstanden habt, weil sie die Anbieter selbst nicht kennen oder aus verkaufstaktischen Erwägungen ignorieren.
1. Die Frage der Hausform scheing geklärt ==> Bungalow, eingeschossig, freistehend.

2. Egal was gebaut wird, das Gebot der Stunde heißt bestmögliche Nutzung der lokal verfügbaren Energiequellen (Sonne, Erdwärme, Wind etc.) Daraus folgt die Frage, wie das Gebäude auf dem Grundstück auszurichten ist und welche Flächen designbedingt zur Energiegewinnung genutzt werden können. Die Grundsatzentscheidung lautet damit: Form folgt Funktion versus Form Funktion folgt Form. Zur Abschätzung der verfügbaren Solarenergie gibt PVGIS4 brauchbare Eckdaten.

3. Ein Schwedenaus ist i.d.R. ein Holzständer-Leichtbau mit gehobenem Dämmstandard (KfW 70 oder besser) und wird i.d.R. auf einer Beton-Fundamentplatte mit Frostschürze errichtet. Liegt die innerhalb der thermischen Hülle (Perimeterdämmung), wird das Betriebsverhalten wesentlich verbessert (100qm Platte x 25 cm Dicke incl. Estrich=25m3x0,6kWh/Grad=15kWh/Grad). Damit legt man sich auf eine Fussbodenheizung fest. Es wird damit schwieriger Temperaturunterschiede zwischen einzelnen Räumen aufrecht zu erhalten (ist m.E. auch unnötig, wenn das Raumklima im "Behaglichkeitsbereich" bleibt).

Wenn diese Punkte geklärt sind, kann´s weitergehen

Viele Grüße aus AC
laradac
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Beitragvon Laradac » 09.03.2015 11:19 Uhr

Hallo björnar,
treiben wir also unsere Gedanken zum Thema Schwedenhausheizung etwas weiter:
Gehen wir mal davon aus, dass das Grundstück eine Südausrichtung des Bungalows erlaubt. Da unser Haus ein Holzrahmenbau ist, können wir die Südfassade komplett als (Raster-) Pfosten-Riegel-Konstruktion ausführen und die übliche Dämmung durch eine hochwertige, rahmenlose 3-fach-Verglasung KOSTENNEUTRAL ersetzen. Es dürfte ausreichen, 1-2 Elemente als Dreh-Kipp-Türen für Lüftung und Terrassenzugang auszuführen. Damit wird aus unserem Bungalow eine Art bewohnbarer Sonnenkollektor –ohne Mehraufwand und teuren technischen Schnickschnack, weil selbst im Dezember rein rechnerisch ca. 600W/m2/Tag ins Haus kommen, was bei 30m2 Fassade 18-20kWh Heizwärme und damit rund 35% des Heizwärmebedarfs ausmachen kann.
Daneben steht uns auch noch die Süddachfläche zur Verfügung. Nehmen wir mal die Standardkonstruktion an (von innen nach außen: Holz-oder Gipskartonverkleidung, Dachsparren, Zwischensparrendämmung, diffusionsoffene Dachbahn, Lattung/Konterlattung, Pfanneneindeckung) und ändern die außenseitige Konstruktion in: EPDM-Folie statt Dachbahn, Sparren-Aufdopplung 12cm statt Lattung/Konterlattung und Standard-Wärmeschutzverglasung ( Ug= 1,1)v statt Pfanneneindeckung, dann gibt das locker 50m2 (Luft-)Wärmekollektor (für nen Appel und ´n Ei) und unser bewohnbarer Sonnenkollektor mutiert zum Solarkraftwerk. Die Solare Deckungsrate steigt damit im Dezember auf mindestens 50% (abhängig von der Dachneigung auch bis zu 80%, wobei wir wieder bei der Frage vom letzten Blog wären (Form folgt Funktion oder vice versa). An einem einzigen sonnigen Tag kann das Ding den Wärmebedarf für ca. 3-4 Tage einfahren.
Wenn du jetzt denkst,“ das kenn ich doch irgendwoher“, liegst du nicht ganz falsch, das Konzept wird von Prof. Timo Leukerfeld als „Sonnenhaus-Konzept“ propagiert, ist vom Ansatz her genial, in seiner Umsetzung aber noch verbesserungsfähig, wie wir hoffentlich im weiteren Verlauf sehen werden.
Wie alles im Leben hat aber auch unser Solarkraftwerk zwei Seiten: wenn es munter arbeitet, wird die Hütte schnell mollig-bisweilen seeeehr mollig. Die Wärme muss also erstmal weg, am besten in einen Speicher zur späteren Verwendung, sonst ist sie nämlich wirklich weg.
Folgen wir hier der Idee des Prof.L., dann bestellen wir beim Schweizer Solarpionier Jenni einen 30-40m2-Speicher. Den stellen wir dann gut isoliert im Zentrum unseres Bungalows auf und fertig ist der Lack. Das Ganze kostet für Speicher, Zubehör und den notwendigen umbauten Raum locker 40.000++€ - nicht gerade budgetschonend, wenn auch von kaum zu toppender Qualität.
Solltest du jetzt mit Blick auf dein Budget betrübt den Kopf hängen lassen (zweifellos nähert sich unser Projekt gefährlich der von itswarmside genannten „Doktorarbeit“), sollte dir beim Anblick deiner Fundamentplatte eigentlich ein Licht aufgehen: warum ein extra Speicher, wenn auch das Fundament die Wärme schlucken könnte??
Das Fundament besteht aus einer (angenommen) 100m2-Bodenplatte von ca. 25cm Dicke und wird von 40m einer 0,8m tiefen Frostschürze umrahmt. Daraus ergibt sich eine Speicherkapazität von ca. 20kWh/Grad. Da der „Behaglichkeitsbereich“ bei 20-25 Grad liegt, passen rein rechnerisch 100kWh hinein- nicht schlecht, aber ein bisschen wenig für unser Vorhaben. Wir müssen das Ding also leicht aufpeppen und zwar möglichst budgetschonend. Und das geht relativ simpel: wir baggern die Fundamentstreifen für die Frostschürze direkt in den Boden, bringen die Perimeterdämmung außen und unten direkt ein und füllen dann mit nach Statik armiertem Stahlbeton auf. Damit wäre die Frostschürze fertig. Anschließend koffert unser Bagger den Raum innerhalb der Frostschürze ca. 1m aus, wir bringen die Sauberkeitsschicht und die Perimeterdämmung bündig zur Frostschürze ein und füllen das Ganze mit einem in eine EPDM-Teichfolie eingepackten Kies-Wassergemisch auf. Darauf bauen wir dann ganz normal unsere Bodenplatte auf. Die ca. 70m3 Kies-Wasser-Gemisch unter der Fundamentplatte speichern rund 50kWh/Grad, was die Kapazität der Gesamtkonstruktion auf beachtliche 350kWh steigert – für ca. 5.000€ Mehrkosten, die sich u.U. noch reduzieren lassen, weil man jetzt zu Recht die Frage stellen darf, wozu die Fußbodenheizung bei einer derartigen Konstruktion eigentlich noch dienen soll. Mit seinem Monster-Fundament stellt unser Holzständer-Leichtbau jetzt jeden konventionellen Bau wärmetechnisch locker in den Schatten, womit eines der beliebtesten Argumente der Leichtbaugegner nachhaltig ausgehebelt wäre.
Wenden wir uns nun aus taktischen Gründen der Warmwasserfrage zu: Wenn unser Gebäude konstant auf Behaglichkeitstemperatur getrimmt ist, wäre die Raumluft eigentlich der ideale Wärmelieferant für´s WW. Also stellen wir im Bad direkt neben der Dusche/Wanne einen 300l-Speicher mit Luft-WP auf (gibt’s ab ca. 1.300€). Die WP saugt die Luft aus dem Bad durch den Verdampfer und bläst sie gekühlt und getrocknet in einen Nebenraum. Selbst wenn unser Nachwuchs heftigst in der Wanne plantscht, wird das Bad nicht zur Dampfküche. Mit dem für das Bad geradezu gigantischen Luftdurchsatz von 400m3/Std. toppt die WP jede Nassraum-Norm - Komfortklima für „ümmesöns“, wie der Öcher (Aachener) zu sagen pflegt. Im Nachbarraum kommt allenfalls ein angenehmer zarter Hauch von Badeduft an, vorausgesetzt der Schallschutz funktioniert. Sorgt man jetzt noch dafür, dass das abfließende Warmwasser die thermische Hülle unseres Bungalows nicht sofort verläßt, wird ein Großteil der Restwärme wieder für die Hausheizung zurückgewonnen. Damit funktioniert unsere auf den ersten Blick leicht fragwürdige WP-WW-Konstruktion wie eine zweite WP-Stufe, die lediglich die mit dem Abwasser verlorene Restwärme ersetzten muss. Das gibt eine dicke Gutschrift für die Gesamt-Wärmebilanz.
Doch das unscheinbare Gerät kann noch mehr: Stellen wir uns vor, wir blasen die Abluft nicht in den Nachbarraum, sondern teilweise ins Freie, wobei wir den Luftstrom so weit drosseln, bis die Ablufttemperatur auf die Außenlufttemperatur sinkt. Im Haus entsteht dadurch ein Unterdruck und den gleichen wir durch ein Druckausgleichsrohr aus, über das die kalte Frischluft von außen in unser Haus strömt. Damit hätten wir so ganz nebenbei eine Lüftung mit WRG (Wärmerückgewinnung). Bilanzmäßig ist diese Konstruktion nicht schlechter als jede gute Lüfterbox mit Kreuzwärmetauscher, zwei Lüftern und Bypass für 2.500€, zusätzlich brauchen wir nur eine motorische Luftumschaltklappe die für 250€ zu haben sein kann. Der Unterschied zur Profilüftung besteht dann lediglich darin, dass unsere WW-WP-WRG-Lüftung nicht kontinuierlich, sondern getaktet arbeitet. Das ganze braucht keine aufwändige Regelung, ein Zeitschalter für 5€ aus dem Baumarkt tut´s.
Kommen wir jetzt nochmal auf die Ausgangsfrage des Blogs zurück und fassen zusammen:
1. Ein erheblicher Teil des Wärmebedarfs lässt sich mit überschaubarem Aufwand solar erzeugen – nachdenken statt zahlen.
2. Unsere Konstruktion dürfte bei deutlich weniger als 10kWh/m2/Jahr Wärmebedarf herauskommen, was ca. 1.500 kWh (=1RM Holz oder 150m3 Erdgas oder 150l Heizöl) bedeutet. Dagegen sieht die zwangsbeatmetete Feist,sche Plastikwohntüte namens Passivhaus ziemlich alt aus – Prof. T.L. sei´s getrommelt und gepfiffen.

3. Für die 1.500 kWh kann man jetzt locker einen Kaminofen ins Wohnzimmer montieren (ich hab auch einen und freu mich ständig daran, weil die Wohnatmosphäre damit urgemütlich wird, insbesondere dann, wenn meine Frau noch ein paar Kerzen anzündet, die auch noch die Wärmebilanz verschönern). Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass das Ding in unserer Hütte nur sauber funktioniert, wenn es wasserführend ist und damit einen Großteil seiner Wärmeproduktion direkt in den Wärmespeicher bringt oder alternativ über einen extra „Solarwärmetauscher“ unseres WP-WW-WRG-Geräts die Brauchwassertemperatur auf 70 Grad hievt, um möglichen Legionellen den Garaus zu machen. Investieren muss man in diesen Spaß um die 7.000 €. Mit maximal 2 RM Holz/Jahr kostet das ganze <200€ incl. Schornsteinfeger.
Führt man den Kamin als Doppelwand-V2A-Kamin direkt durch den Wohnraum, werden damit nochmals erhebliche Wärmemengen im Haus gehalten und der Wirkungsgrad unseres Kamins steigt von 85% lt. Typenschild auf >90% (kostet auch nix extra). Übrigens Vorsicht mit den Angaben auf dem Typenschild: Die Nennleistung bezieht sich auf einen normierten Betriebstypus, der im Alltag fast nie realisiert wird. Die abgegebene Leistung kann je nach Beladungsart schon mal Faktur 2-3 höher liegen - ich frage mich deshalb immer wieder, warum T.L. für seine ausgetüftelten Sonnenhäuser eine richtig kostspielige, überdimensionierte 30kW-„Heizkanone“ propagiert .
Noch ein Tipp für Sparfüchse: Wasserführende Kaminöfen werden normalerweise mit 80 Grad Kesseltemperatur betrieben, während die Ableitung deutlich kühler bleibt (für unser Fundament reichen 25 Grad Vorlauftemperatur). Deshalb wird eine sog. Rücklaufanhebung eingebaut. Begründet wird das seitens der Hersteller mit einer höheren Korrosionsgefahr des Wärmetauschers im Kaltbetrieb durch Kondensation von Wasserdampf aus den Rauchgasen auf dem kalten WT (Taupunktunterschreitung). Wenn man seine Kamin ordentlich stocht, spielt das aber keine Rolle mehr, weil der höhere Abgasstrom eine Kondensation verhindert. Man hat dann eine kürzere Brenndauer, aber gut Abgaswerte und kann ggf. ca. 1.000€ sparen (funktioniert bei mir seit 5 Jahren problemlos). Falls was schiefläuft, wird sich der Hersteller aber mit eventuellen Garantien zieren.
Nicht ganz ohne ist im Alltag auch die Tatsache, dass ein Kaminofen die ständige Anwesenheit des Heizers fordert. Was also, wenn man im Winter 14 Tage zum Skilaufen in die Alpen düst, während daheim Väterchen Frost die Hütte einfriert? Nun, einfrieren wird sie nicht, wenn sich aber das Haus auf sagen wir mal 15 Grad abgekühlt hat, dann muss unser Kaminofen erst mal 400kWh in die Hütte pumpen und das bedeutet erst mal 30 Stunden Volllastbetrieb, bis wieder Gemütlichkeit einkehrt.
Hier kommt jetzt die Gas-Brennwerttherme ins Spiel, die kann nämlich während unseres Skiurlaubs die Hütte bei Laune halten und wir werden bei unserer Rückkehr ein kuscheliges Heim vorfinden. Teurer als die Kaminlösung ist diese Equipment auch nicht. Aber wozu dann noch der Kamin?
Als weitere Alternative könnte auch ein kleines Teil in Erwägung gezogen werden, dass sich unter dem Namen Standheizung allgemeiner Beliebtheit bei Automobilisten erfreut. Das Ding ist vergleichsweise preiswert, problemlos zu installieren und kann –Bio-Fans aufgepasst – in der Diesel-Version mit Pflanzenöl vom Discounter betrieben werden (ca. 1€/l = 10C/kWh). Die 150l können im Laufe der Heizperiode locker mit dem Familieneinkauf gestemmt werden (Billigheimer können´s auch mit filtriertem Altfett von der Frittenbude um die Ecke versuchen, mein alter Benz 190D ist damit während meines Studiums auch problemlos gelaufen).
Fazit: Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Bevor wir weitermachen, sollten wir uns aber ernsthaft Gedanken machen, wie wir mit unseren Zeitgenossen umspringen wollen, die uns angesichts unserer verrückten Ideen einen monströsen Vogel werden.

Tschö wa
Laradac

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