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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Marco&Mara
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Beitragvon Marco&Mara » 10.03.2015 20:31 Uhr

Soooo, inzwischen sind einige Angebote eingtroffen:

Wärmepumpen:

- Tecalor THZ SOLO WP mit WRL und 6,4 kw
- ROTEX HPSU Compact 508 mit 8kw und "BackUp-Heater" 9 kw
- Viesmann Vitocal 222-S mit 9,06 kw

Lüftungsgeräte:

- Zehnder COMFOAIR 350 L Luxe
- Vallox ValloPlus 090 SE
- OPTIMA dezentrale Lüftungsanlage

Hat irgendwer mit einem dieser Geräte schon Erfahrungen gemacht, kann man etwas empfehlen oder gar von einem Hersteller / Gerät abraten ???

Wir sind nach wie vor noch sehr angetan von dem Tecalor Kombigerät, nur fragen uns, ob die etwas niedrige kw-Zahl (gegenüber den anderen WP) für unser 1-FMH ausreichen wird ?

Wir freuen uns über eure Statements :D
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Beitragvon WP Fan » 10.03.2015 21:19 Uhr

Wie groß war nochmal die Heizlast von Eurem Gebäude?
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Beitragvon Marco&Mara » 12.03.2015 13:55 Uhr

Korrektur zur WP von Tecalor: nach ausgiebiger Rücksprache mit dem uns empfohlenen Heizungsbauer hat das Kombigerät 13,4 kw und beheitzt auch ein Wohnhaus mit 300m² Wohnfläche welches wir uns die kommende Woche mal anschauen werden :wink:

Bei Außentemperaturen bis 7 Grad wird keiner der 3 (!!!) Heizstäbe genutzt - diese werden in Reihe aktiviert sollten die Temperaturen dauerhaft unter 7 Grad liegen.

Werden uns mal die Verbrauchskosten anschauen, dann sehen wir weiter. An dieser Stelle schon mal vielen Dank für die vielen Informationen und Ratschläge :P

Für welches Gerät wir uns letzten Endes entscheiden werden, teile ich noch mit wenn es soweit ist.
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Beitragvon Marco&Mara » 26.03.2015 11:42 Uhr

Soooo, der Bau hat begonnen und das Wenige an Freizeit, was man noch hatte, ist dahin - Termin, Besprechungen, Termine...

Zur Heizungsgeschichte hat sich jetzt auch Einiges getan: Wir sind nach vielen weiteren Gesprächen jetzt doch weg von der Lösung mit WP da Tecalor angeblich eher Baumarkt-Niveau hat und die Geräte nach einigen Jahren schon Probleme machen. Das Non-Plus-Ultra von Dimplex ist wohl etwas zu laut und aufgrund der Nähe zu mehreren Nachbarn somit auch nicht tragbar.

Daher wird es wohl doch eine Gas-Heizung mit Solar für die WW-Aufbereitung werden, sowie eine zentrale oder dezentrale WRL. Hier sagen die einen "zentral ist besser", die anderen "Keime und Bakterien werden von einer zentralen Lösung in alle Räume verteilt, Verrohrung unterm Estrich kann nie richtig gereinigt werden - dezentral ist besser".

Gibt es hierzu Erfahrungen :?:

Als Gas-Brenner wurde uns jetzt Weishaupt empfohlen. Also von allen Heizungsbauern nochmal ein weiteres Angebot anfragen :?

Die einzige, wohl auch kostengünstigste und gleichzeitig effizienteste Lösung mit einer WP wäre eine Wasser/Wasser-WP zu der aber Wasser vorhanden sein müsste. Gekoppelt mit einer PV-Anlage könnte man dann auch noch den erzeugten Strom zu deren Unterstützung nutzen und es gäbe kein Außengerät.

Sooooo viele Möglichkeiten - unterm Strich denken wir jetzt:

- Gas-Therme oder WW-Wärmepumpe
- Solar-Unterstützung für WW (4 Kollektoren)
- evt. PV für Dauerverbraucher wie Kühlschrank und Standby-Geräte

Für Meinungen und Empfehlungen haben wir immer ein offenes Ohr und freuen uns auf Ihre Antworten und Statements :mrgreen:
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Beitragvon machtnix » 26.03.2015 19:37 Uhr

Nun ja,da lag ich doch wohl richtig mit meiner ersten Antwort.

Keime und Bakterien werden von einer zentralen Lösung in alle Räume verteilt,
So ein Blödsinn.Meine Anlagen erfreuen seit Jahren Ihre Besitzer ohne Probleme mit frischer guter Zuluft.Manche Besitzer haben sogar Kinder bekommen und sogar die sind gesund geblieben.

Verrohrung unterm Estrich kann nie richtig gereinigt werden
Wieso nicht?Dafür gibt soagr extra Firmen die ihre Dienste anbieten.
Warum überhaupt reinigen?Hierfür sind im Wärmetauscher extra Filter angebracht.

Typisch Angstmacherei von Leuten die keine Ahnung haben und davon ziemlich viel.

Wieso keine Wärmepumpe mit Erdkollektor?Sole oder Direktverdampfer?
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Beitragvon WP Fan » 26.03.2015 21:38 Uhr

Was soll denn dann der Vorteil einer dezentralen Wohnraumlüftung sein?
Überall Löcher in den Außenwänden und der Wärmetauscheffekt ist mäßig.
Wie macht machtnix schon sagt, es gibt Filter im zentralen Lüftungsgerät und die Zuluftrohre dürften eigentlich garnicht dreckig werden, wenn man die Lüftungsanlage laufen läßt.
Wenn man dann noch Filter in die Abluftventile setzt und diese regelmäßig tauscht, dürften auch die Abluftrohre sauber bleiben. Und ob ein Lüftungsrohr in der Wand, der Decke oder unterm Estrich verlegt ist, ist doch reinigungstechnisch egal, innen im Rohr sieht es trotzdem gleich aus.
Man muß halt gescheit verlegen.

Bei Weisshaupt geb ich dem Willy recht, altbacken iwie.
Wolfs CGBgerät hat einen ausschwenkbaren Heizwasser-Wärmetauscher, ohne das an der Heizungsanlage etwas gemach werden muß. Ist also schnell gewartet.

Und wie machtnix schon fragte, Warum nicht Erdsonden??

PV kann man immer machen, egal welche Heizung.

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Beitragvon Laradac » 28.03.2015 22:55 Uhr

Hallo M&M,
wie ihr berichtet habt, wird´s langsam ernst und deshalb möchte ich euch nochmal ein bißchen den Kopf verdrehen. Ihr habt viele Gespräche geführt und noch mehr Meinungen gehört und auch im Forum hat so mancher Experte sein Bestes gegeben.

Was ich vermisse, ist ein Zeichen eures Selbstvertrauens, ihr könnt doch logisch denken und allein das hilft gewaltig. Ihr wollt umweltbewusst und preiswert bauen, fühlt euch aber zur eigenständigen Entscheidung zu unsicher, m.E. völlig zu unrecht.

Gemäß Pareto-Prinzip braucht man zum Erreichen der 80%-Marke etwa 20% des Aufwandes zum Erreichen der 100%-Marke, um genügend Entscheidungswissen zu haben, reichen 20%, das habt ihr mittlerweile sicher –Ihr wisst es bloß noch nicht!

Zum Thema: Euer Haus soll 150qm WF bei EneV 2014-Standard haben. Das macht bei ca. 500qm Oberfläche und 0,4W/K/qm 200W Heizlast/K und damit rund 5kWh/Heizgradtag, bei 3.200 Heizgradtagen (z.B. Bad Hersfeld) rund 16.000 kWh p.a., dazu WW, Lüftungs- und sonstige Verluste Summa summarum also ca. 25.000 kWh p.a. Diese Wärmemenge muss also betriebsjährlich ins Haus, damit´s rundum mollig bleibt.

Jetzt die erste Überlegung: Wie ist die Fassade aufgebaut? Porenbeton + Putz? Oder vorgemauerte Klinkerfassade? Oder Holzfassade?
Wieviel Wärmedämmung sitzt zwischen Fassade und Porenbetonwand bzw. im Dach? Wenn Du jetzt sagst: 10cm EPS, dann wäre die wirtschaftlichste Möglichkeit die Dämmung zu verstärken, weil der Mehraufwand nur beim Material liegt, die Verarbeitungskosten bleiben etwa gleich. Bis maximal 20cm EPS ist das wirtschaftlich, damit rutscht das Haus in Richtung KfW 70, der Wärmebedarf und die Anlagengröße der Heizung werden damit deutlich reduziert.

Nächste Überlegung: Wie ist das Haus ausgerichtet? Gibt es eine Südfassade und/oder eine Süddachfläche (max. 30 Grad Abweichung nach Ost/West)? Wenn ja, kommen wir dem „Sonnenhaus“ zügig näher. Zunächst wäre zu überlegen, ob bei der Südfassade Putz oder Klinker durch mit Standard-Isolierglas (Ug 1,1; 2-Scheiben) auf 12cm Pfosten-Riegel-Konstruktion verglaste dunkle Trapezbleche ersetzt werden können. Dadurch entsteht mit nur geringem Mehraufwand eine fotodynamische Fassade, die als Luftkollektor zur direkten Wohnraumheizung genutzt werden kann.

Die Luft aus dem Wohnraum wird am Boden in den Kollektor geleitet, steigt bei korrekter Dimensionierung (evt. mit Ventilator-Unterstützung) durch den thermischen Auftrieb nach oben auf und wird bis in den Spitzboden geführt. Hier kann mittels einer einfachen Luft-Wasser-WP (Schwimmbadheizung) die solare Überschusswärme auf die Wasserseite gepumpt werden und steht jetzt (via Pufferspeicher auch zeitverzögert) für die FB-Heizung und WW-Bereitung zur Verfügung, während die auf Raumtemperatur rückgekühlte Luft dem Wohnraum wieder zugeführt wird, wobei beliebige Anteile durch Frischluft ersetzt werden können. Damit wäre gleichzeitig die Wohnraumlüftung realisiert. Im Sommer wird der Spitzboden geöffnet und der vom Fassadenkollektor eingesammelte Wärmeüberschuss wandert direkt ins Freie.

Zusammen mit den passiven Solargewinnen der Südfenster ergeben sich so schnell solare Deckungsraten deutlich über 50%, den nach Abzug der internen Wärmequellen verbleibenden Rest muss jetzt eine sekundäre Wärmequelle bereitstellen. Hier bietet sich neben der klassischen Brennwerttechnik ein direkt im Spitzboden installiertes, gasbetriebenes, luftgeführtes BHKW an, das neben der Wärme den Strombedarf für die WP gleich mitliefert.

Fragt ihr euren Installateur nach einem „luftgeführten BHKW“, wird er u.U. leicht ins Schleudern kommen, schlagt ihm deshalb vor, ein passendes Notstromaggregat zu installieren, damit wird er sich eher anfreunden können.

Setzt ihr jetzt noch eine vernünftig dimensionierte PV-Anlage statt der üblichen Eindeckung auf das Süddach, habt ihr schon fast die perfekte Lösung. Es fehlt dann nur noch der passende Stromspeicher. Pfiffig, wie ihr nun mal seid, werdet ihr nicht nach sündhaft teuren Li-Batterien schielen, sondern euch nach Bleibatterien umschauen, wobei sich insbesondere Traktionsbatterien für Gabelstapler anbieten. Die gibt´s recht preiswert, so dass sich Stromspeicherkosten von ca. 5-7ct/kWh realisieren lassen.

Wenn alle Komponenten gut aufeinander abgestimmt sind, könnt ihr u.U. sogar auf einen Stromanschluss verzichten. Im Sommer reicht die PV-Anlage völlig aus, im Winter springt das Notstromaggregat der lahmenden PV zur Seite. Gleichzeitig kann die WP im Sommer zur aktiven Kühlung eingesetzt werden, womit das Haus nicht nur eine Heizung, sondern eine echte Klimatisierung hätte. :D

....denkt mal drüber nach....
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Beitragvon WP Fan » 29.03.2015 17:09 Uhr

wird da dann der Spitzbodenhausstaub im Wohnbereich gleichmäßig verteilt? ;)
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Beitragvon Laradac » 29.03.2015 18:34 Uhr

Die Sache mit dem Staub ist beherrschbar, hier sollte man sich einfach an die Vorgaben versierter Handwerker wie WP Fan halten (s.o. 26.03.) :D

Zunächst geht es hier um das Verstehen eines "roten Fadens", die Kleinigkeiten klären wir später..... :wink:

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Beitragvon Laradac » 31.03.2015 15:08 Uhr

Hallo M&M,
Ihr habt vom Baubeginn berichtet und von verwirrenden Gesprächen mit wohlmeinenden Zeitgenossen. Das Ergebnis ist paradoxerweise zunehmende Unsicherheit, ausgelöst durch erste Einblicke in die wahre Komplexität der „Heizungsgeschichte“.

Genau genommen ist die Geschichte noch komplizierter, weil es nicht nur um Heizung, sondern um Klima geht. Neben dem jedermann bekannten Kriterium Raumtemperatur existiert auch noch das weit weniger bekannte und damit in seiner Bedeutung vielfach unterschätzte Kriterium Luftfeuchtigkeit. In meinem Haus werde ich mich aber nur wohlfühlen, wenn beide Faktoren gleichzeitig im grünen Bereich liegen.

Damit sollte ich mir auch VORHER Gedanken machen, wie beides reguliert werden soll. Der unschätzbare Vorteil des Neubauens liegt - zumindest theoretisch - darin, alle „Freiheitsgrade“ nutzen zu können, man muss allerdings bereit sein, ein wenig Zeit zu investieren, um zu verstehen, wie der Hase LAUFEN KANN.

Das haben eure Wegbegleiter leider, wahrscheinlich ohne jede böse Absicht, versäumt, weil sie mehr systematisch als systemisch denken. Damit seid ihr ungewollt auf den typischen „Erfahrungs-Bias“ (Erfahrung = Summe gesammelten Unwissens) hereingefallen. Diese Aussage bitte nicht als Vorwurf verstehen, schließlich befindet ihr euch in bester Gesellschaft, nämlich mitten im „Mainstream“. Damit habt ihr aber einige Freiheitsgrade ungewollt verspielt und befindet euch jetzt eher in der Situation eines Haussanierers, der sich an den gegebenen Realitäten orientieren muss. Trotzdem ist noch lange nicht aller Tage Abend.

Der Unterschied zwischen SYSTEMATISCH und SYSTEMISCH sei kurz erklärt:

SYSTEMATISCHE VORGEHEN: Ihr plant euer neues Traumhaus im Wesentlichen nach ästhetischen, praktischen und budgetären Gesichtspunkten. Wenn es als Rohbau steht, kommt der Installateur und baut eine Heizung passend zu den im Energieausweis genannten Daten ein. Dieses Vorgehen ist vertraut, weil man es schon immer so gemacht hat. Wollt ihr eine Lüftung, installiert er auch diese und da ihr ökologisch denkt, setzt er euch noch ein paar Solarmodule zur Warmwasserbereitung auf das bereits fertige Dach. Letztlich erwerbt Ihr vier voneinander weitgehend unabhängig arbeitende Komponenten, die im Prinzip unverändert in jeder beliebigen Zusammenstellung in jedes beliebige andere Haus passen. :cry:

SYSTEMISCHES VORGEHEN: Zunächst plant ihr euer Traumhaus wie beschrieben, habt aber von Anfang an die bestmögliche Nutzung kostenloser Umweltenergie im Blick. Deshalb macht ihr euch jetzt erstmal schlau, welche Energiequellen zur Verfügung stehen. Danach wendet ihr euch der Frage zu, wie diese Energie mit möglichst geringem Aufwand nach innen transferiert werden kann. Dabei stoßt ihr unweigerlich auf die Frage, wie die Fassade und das Dach beschaffen sein müssen, um gleichermaßen die Funktion der Aussenhaut und des Energiekollektors erfüllen zu können. Weiterhin werdet ihr sehr schnell auf die Frage stoßen, welche Rolle einer Energiespeicherung für die optimale Nutzung des saisonal stark wechselnden Energieangebots zufällt. Vor diesem Hintergrund werdet ihr sehr schnell feststellen, dass eure initiale Frage „Gas & Solar VERSUS WP und WRL“ eher auf ein „Gas & Solar MIT WP und WRL“ hinausläuft. :D

Das von mir dem entsprechend oben skizzierten Szenario läuft dabei keinesfalls auf eine wilde Bastelei hinaus, sondern ist mit qualitativ hochwertigen Komponenten äußerst budgetschonend realisierbar.

Demnächst mehr :D ….

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