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Yagyu
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Beitragvon Yagyu » 20.01.2015 12:40 Uhr

Hallo Zusammen,

ich hoffe ich bin im richtigen Teilbereich des Forums gelandet :)

Meine Lebensgefährtin und ich stehen aktuell kurz davor ein Haus zu kaufen. Es handelt sich um einen Altbau (BJ1999).

Aktuell ist im keller eine Gastherme mit Warmwasser verbaut.

Das Gebäude umfasst 160m² Wohnfläche auf zwei Etagen. Dazu ist das Haus noch komplett unterkellert. (Als Wohnkeller nutzbar).

Aktuell befindet sich im EG (Flur, Bad, Küche) sowie im DG (Flur, Bad) Fußbodenheizung, hier aber pro Etage scheinbar nut ein Kreislauf.(Es gibt pro Etage nur ein Thermostat zum regeln).

Die restlichen Räume, auch Keller, haben normale Heizkörper.

ich hoffe das reicht erstmal als grobe Richtlinie, wenn es hilft, kann ich Gerne Grundriss & Querschnitt mal hochladen.

Wenn wir das Haus kaufen, müssten wir alle Bodenbeläge erneuern sowie Decken / Wände neu tapezieren/streichen. Da wir demnach sowieso den Estrich frei legen, ist die Idee gekommen sich auch einmal über Alternative Energien zu informieren. Da die meisten Seiten hier zwingend von Fußbodenheizung sprechen. Würde diese Nachrüstung wohl direkt mitgemacht werden können.
(Hier habe ich gelesen, dass man einfach in den vorhandenen Estrich reinfräsen könnte und diesen gar nicht komplett erneuern müsste? Würde dies 1. Sinn machen und 2. mit welchen Kosten müssten wir in etwa bei so einer Nachrüstung planen?)

Das System der Eisheizung klingt für mich sehr verlockend, da wir hier nur mit Betrieb (Stromkosten) der Pumpe die gesamte Heizung bedienen können. Ist das so wirklich umsetzbar oder gibt es weitere laufende Kosten mit denen wir planen müssten? Dazu ist der Nebeneffekt direkt im Sommer eine Kühlung zu haben, nicht wirklich schlecht :)

Zusätzlich wäre die Idee eine Photovoltaikanlage zu installieren (mit Akku im keller) um damit für das heizungssystem keine laufenden Kosten mehr zu haben und natürlich auch etwas die Stromkosten zu senken.
Hier wäre einmal interessant ob 1. diese Kombination funktioniert / Sinn macht und 2. überhaupt genug Platz wäre? Wir bräuchten für die Eisheizung ja ebenfalls kollektoren auf de Dach. Leider konnte ich bisher nicht finden, wieviel qm man hier einplanen müssten.
Ich würde jetzt mal schätzen (genaue Maße habe ich leider nicht) dass wir eine Dachfläche von ca. 60qm mit Südöstlicher Richtung haben. (Satteldach). Dazu noch einmal 29qm Dachfläche von der Garage.

Im Wohnzimmer steht aktuell auch ein gemauerter Kamin. (dieser soll lt. Makler eine Leistung von 11kw haben und wurde vom Gutachter mit einem Wert von 5.000€ beziffert.) Macht es Sinn diesen auch in eine evtl. Planung zu integrieren?

Wir haben in unseren bisherigen Mietswhg einen Stromverbrauch von ca. 5.000kwh gehabt.

Mich würde zusammengefasst einmal interessieren:
- Mit welchen Kosten müssten wir in etwa planen wenn wir:
1. die Heizung umstellen - Eisheizung? - Fußbodenheizung? -Alternativideen?
2. Eine Photovoltaikanlage mit integrieren wollen.
- Mit welchen Auswirkungen wir hier wirklich rechnen können?
Haben wir effektiv keine Heizkosten mehr? Wie sieht es mit dem Stromkosten aus, ist es realistisch den gesamten Eigenbedarf selber zu decken?
- Gibt es Weitere ideen/Alternativen mit denen wir uns einmal beschäftigen sollten? Im internet findet man leider sehr viele unterschiedliche Informationen und als laie ist es doch schwer zu Filtern was für uns Sinn macht und was eher nicht.

Ich bin für Jeden Ratschlag dankbar und wenn weitere Fragen offen sind, bemühe ich mich diese sogut wie möglich zu klären :)

Vielen Dank & Viele Grüße

energieprojekt
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Beitragvon energieprojekt » 20.01.2015 16:36 Uhr

Hallo yagyu, willkommen bei EP24.
Schön das du den Weg hierhin gefunden hast und ja du bist im richtigen Forum.
Ich versuche dir mal ein wenig zu helfen. Aber anscheinend hast du dich je schon informiert.
Grundsätzlich ist es immer sinnvoll mit einer Fußboden- oder Wandheizung zu arbeiten da diese Systeme mit deutlich geringeren Vorlauftemperaturen arbeiten und diese Temperaturen sind kostengünstiger "herzustellen" bzw durch zb Solarthermie zu erreichen.
Das du pro Etage nur einen Heizkreis hast wäre ungewöhnlich da die Rohrleitungslänge begrenzt ist. Evtl arbeitet der Thermostat auf die Regelung im Keller.
Ob man den Estrich ausfräsen kann sollte ein Fachunternehmen vor Ort entscheiden dies aus der Ferne zu beurteilen ist schwer. Grundsätzlich möglich ist es aber. Von den Kosten denke ich wirst du ähnlich viel ausgeben wir für Fußbodenheizungsrenovierungssysteme, die eine Aufbauhöhe von 2-2,5 cm haben. (so um die 100€/ m²)
Alternativ könnte man über eine Wandheizung nachdenken, die gibt es auch als Trockenbausystem.
Nun mal zur Eisheizung:
Grundsätzlich funktionieren diese Systeme, ich habe da auch schon welche von geplant.
Es gibt im Prinzip 2 verschiedene Versionen, einmal mit großem Eisspeicher (zb Viessmann, Isocal, Jura) und zum anderen mit kleinen "Tagesspeicher" von Consolar : https://www.youtube.com/watch?v=mGzwZtgE0io
Vom der Funktion sind beide vergleichbar es wird die Energie die bei der Änderung des Aggregatzustandes von Wasser entsteht für eine Wärmepumpe genutzt, zur Rückführung wird dann Solarenergie eingesetzt. Gerne erkläre ich dies in einem gesonderten Vortrag ausführlich.
Zu den Energiekosten kann man ohne den Wärmebedarf des Hauses zu kennen kaum etwas sagen, nur soviel das die Leistungsfähigkeit einer solchen Anlage um ca 50% höher ist als die einer Luftwärmepumpe.
Sicherlich kannst du sofern die Gelder vorhanden sind auf eine PV-Anlage mit Puffer zurück greifen, funktionieren tut es.
Die nötige Kollektorfläche richtet sich nach dem Wärmebedarf deines Hauses, südöstlich ist Ok und 60m² dürften reiche allerdings ist die Neigung zu beachten (für die Hybridkollektoren ca 60°)
Deinen gemauerten Kamin kannst du in dieses System integrieren (habe ich auch häufig gemacht) sofern er mit einem Wasserfach ausgestattet ist oder dieses sich nachrüsten lässt zb hier: http://www.wasserregister.de/
Zur Leistung und dem Wert des vorhandenen Kamins kann ich nichts sagen aber sicherlich wird ihn der Makler loben um den Wert der Immobilie zu heben.
Nun der Strombedarf deiner jetzigen Wohnung sagt nichts über dein neues Zuhause aus.
Zu den Kosten, dies ist fast Kaffeesatzleserei, weil zuviele Unbekannte.
Consolar-Solaera wird bei ca 30000€ liegen, abhängig von der Anlagengröße, einsetzbar mit Kachelofen bis ca 25000 KWh/a (hier gibt es allerdings hohe Förderung, abhängig vom Wohnort)
Fußbodenheizung ca 100€/ m²
Doch du wirst effektiv Heizkosten haben und sei es nur für das Holz für den Kachelofen !
Ohne Heizkosten wäre vielleicht in der Wüste möglich :wink:
Ansätze und Möglichkeiten einen Altbau zu beheizen gibt es wahrscheinlich soviele wie es Altbauten gibt. Eine praktikable Lösung wäre sicherlich die Kombination Solarthermie mit Scheitholz oder Pellets. So habe ich es bei mir auch gemacht und bin damit extremst zufrieden.
Du solltest dir aber auf jedenfall einen Planer, der sich auf so etwas spezialisiert hat, mit ins Boot holen.
Gruß Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon WP Fan » 21.01.2015 21:16 Uhr

Hallo Yagyu,
ich muß mich erstmal daran gewöhnen, bei einem Haus Bj1999 von einem Altbau zu sprechen. Ist ja eigentlich noch zu jung, um dort zu sanieren.
Wie du ja schon überwiegend gehört hast, ist eine 100%-Flächenheizung (bis auf die Handtuchheizkörper im Bad :wink: ) bei einer Wärmepumpe wichtig, wenn man kostengünstig heizen möchte. Will man die Heizkörper belassen, muß man mit der WP höhere Temperaturen erzeugen, was den Stromverbrauch (und somit die Heizkosten) erhöht.
Sobald Heizkörper "im Spiel" sind würde ich dem Rat von Udo folgen und ev. eine Pelletheizung+Solarthermie einbauen.
Theoretisch kann man auch die Heizkörper gegen Konvektoren tauschen. http://www.waterkotte.de/uploads/media/ ... tor_02.pdf Durch das Gebläse im Konvektor wird erreicht, das bei gleicher VL-Temp. ca. das 3fache an Heizleistung bei gleichen Abmaßen von HEizkörper und Konvektor erzielt wird. Im Umkehrschluß kann man also mit niedriger VL-Temperatur im Heizsystem fahren, wenn man die gleiche Heizleistung erreichen will. Die VL-Temp. des Konvektors liegt dann in der Nähe der VL-Temp. der Fussbodenheizung und wäre gut für einen Betrieb einer Wärmepumpe. Die Kosten für den Heizkörpertausch inkl. elektr. Anschluß liegen aber in der Nähe der von Udo genannten (realistischen) 100@/qm für FBH.
Wenn du eh die Bodenbeläge erneuern willst/mußt wäre für die Auswahl des FBH-Systems (neben den Kosten :wink: ) dessen Systemhöhe wichtig um nicht Türblätter kürzen zu müssen und an Treppen eine Stolperschwelle zu vermeiden. Hier ein FBH-System, welches inkl. neuem Estrich ca. 50mm Höhe aufweist, also kaum höher als der vorhanden alte Estrich inkl. drunter liegender Trittschall. http://www.schuetz.net/schuetz/SCH%C3%9 ... em/System/
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Beitragvon WP Fan » 21.01.2015 22:26 Uhr

Eisspeicher ist ne tolle Sache, kostet aber soviel wie eine Erdsondenanlage und ist nicht ganz wartungsfrei (Solarthermieanlage). Dein Garagendach müßte eigentlich für die Solarkollektoren des Eisspeichers ausreichen, wenn es ein Schrägdach ist und kein Flachdach.

Preise hier zu nennen ist eher müßig.
Wir haben an der schweizer Grenze Ende 2014 bei einem ähnlichen Gebäude wie das von Dir anvisierte die Ölheizung durch eine Sole-WP mit Erdsonden ersetzt.
Inkl. Mwst. lagen die Kosten >40T€, wobei die Erdsonde allein weit über die Hälfte der Kosten verursachte. Ein Mitbewerder war sogar bei 50T€. Will sagen, daß die Preise hier in Süddeutschland anders sind als etwa in Mitteldeutschland oder Norddeutschland.

Ich würde so vorgehen:
1.Mit der Bank besprechen, welcher Betrag (Kredit+Eigenkapital) für einen Hauskauf zur Verfügung steht.
2.Kaufpreis+Nebenkosten davon abziehen
3.Kostenaufstellung für die unabdingbaren Maßnahmen aufstellen
4.schauen wieviel Kapital danach noch übrig ist
5.Kostenvoranschläge für die einzelnen Heizungsvarianten und schauen, was ins Budget noch passt
6. überlegen, was sofort gemacht werden müßte, weil späteres einbauen/nachrüsten nicht oder nur mit hohem Aufwand möglich ist

Letztlich ist es so, das du eine bestehende Heizung bei Hauskauf hast. Sollte es beim Budget eng werden, kann man ja auch erstmal noch mit der Gastherme weiter heizen.
Dann würde ich erst doch die FBH einbauen, weil man diese sicher nicht mehr einbauen wird, wenn erst einmal neue Bodenbeläge vorhanden und die Wohnung möbliert ist.
Dann kann man auch noch paar Jahre später z.B. eine WP einbauen.
Egal was im Heizraum für ne Heizung steht, aber eine FBH mit kleinem Verlegeabstand ist einfach eine tolle Sache.
Ich würde auch die gesamte Wohnfläche mit einer neuen FBH ausstatten, weil man dann zum einen weiß, was im Estrich verlegt wurde und wie. :wink:

Auch die Photovoltaikanlage kann man noch hinten an stellen, wenn die Kreditlinie arg strapaziert sein sollte und die Bank murrt.

Die 60qm auf dem Hauptdach reichen für ca.8kWp. Der JAhresertrag liegt bei ca. 8000kWh. Davon kann man ohne Speicher ca. 30% direkt beim HAushaltsstrom selbst verbrauchen. Entscheidet man sich für eine Wärmepumpenheizung und verzichtet auf den WP-Tarif (legt Haushaltstrom und WP auf einen gemeinsamen Zähler) kann man vielleicht nochmal 10% vom Solarstrom selbst verbrauchen. Mit einem Akku dann, kann man vielleicht 70% des Solarstromes selbst verbrauchen.
Das man nicht den gesamten Solarstrom dieser Anlage selbst verbrauchen kann liegt daran, das 2/3tel des JAhresertrages der PV-Anlage im Sommerhalbjahr erzeugt wird und man lediglich 1/3tel in der Heizperiode nutzen kann.

8kWp kosten ca. 12T€ zzgl. Mwst.
Ohne Speicher und ohne WP kann man davon ca. 2300kWh selbst verbrauchen und spart (bei einem Bezugsstrompreis von ca. 22cent/kWh+Mwst) ca. 500€ und erzielt einen Erlös beim Verkauf des restlichen Stromes (5700kWh*0,12€/kWh) ca.700€, also zusammen pro JAhr dann ca. 1100€ und dies 20JAhre lang.
Vom Erlös wird die Anlage bezahlt, die Zinsen, Etwas VErsicherung und Reparaturen des Wechselrichters, weil dieser bestimmt nicht 20Jahre hält. Steigende Strompreise erhöhen den Erlös durch die dann höhere Einsparung durch den Eigenverbrauch.

So, soll mal reichen.... :wink:
Grüße
Jürgen
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Beitragvon machtnix » 21.01.2015 22:29 Uhr

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Beitragvon Yagyu » 17.03.2015 08:47 Uhr

Hallo Zusammen,

erstmal vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen :)
Wir sind mittlerweile auch ein gutes Stück weiter - aus der "Planung" ein Haus zu kaufen, wird nun bitterer Ernst :mrgreen:

Ein Energieausweis ist für das Haus noch nicht fertiggestellt - aber beauftragt und nach ersten Aussagen liegt der Bedarf wohl bei 80-90kwh/m²

Die Garage hat ein Flachdach.

Ich stelle mal ein paar Bilder rein:
Vor der Garage wäre (in meinen Augen) genug Platz um einen Eisspeicher zu versenken - denke der Zugang hier wäre deutlich einfacher als es im Garten zu machen.
Bild

Hier mal der Schnitt der Garage:
Bild

Lageplan des Objektes - Es handelt sich um 2 Grundstücke - auf einem steht das Haus, auf dem 2. die Garage - ich habe mit dem schwarzen Strich noch einen Privatweg eingezeichnet - hier hat das hintere Haus ein Wege und Leitungsrecht.
Bild

Mal ein Grundriss einer Etage - der Keller und Dach sind vom Grundriss nun sehr ähnlich :)
Bild

Und noch der Querschnitt des Objektes:
Bild
Das Dach hat eine Neigung von 38° (sehr schlecht lesbar)

Ich bin nun gerade dabei für die kommenden Wochen Termine mit Firmen zu vereinbaren um uns wegen der Modernisierung zu beraten. (Hat jmd eine Empfehlung im Raum Wolfsburg?)

Prinzipiell habe ich mir nun vorgestellt Angebote/machbarkeit für folgende Punkte anzufragen:
- Nachrüsten von Fußbodenheizung in allen Wohnräumen. (was sollte im Keller gemacht werden? Hier eine FBH nachzurüsten halte ich für unnötig - was wäre hier empfehlenswert?)
- Integration des Kamins in den Heizkreis.
- Solarthermie & Wärmepumpe (inkl. Eisspeicher)
- Photovoltaik (inkl. Speicher)

Von der Bank habe ich die Aussage, dass wir noch ohne größere Probleme knapp 250k aufnehmen können - daher sollte es am verfügbaren Budget erstmal nicht scheitern. Viel Interessanter ist halt für uns die Frage, was lohnt sich vom Aufwand und was wäre eher unnötig?

Auf dem ersten Foto sieht man die Einfahrt zur Garage - ich denke, der Platz würde sich für einen Eisspeicher anbieten.
Wie sieht es mit der Flachdach Garage aus, macht es Sinn hier etwas auch zu installieren oder wäre dies eher Verschwendung?
Wie sieht es mit der Neigung des Daches von 38° aus? Kann damit gearbeitet werden oder auch eher ungünstig?

Würde gerne einfach schon mal ein paar Punkte/Meinungen haben, bevor mir ein Fachmann Vor Ort etwas erzählt - da weiß man ja leider auch nie so richtig, ob es nun wirklich Sinn macht oder eher rausgeschmissenes Geld :)

Was wir letzen endlich umsetzen lassen wollen, ist ja noch mal ein anderes Thema - aktuell würde ich nun erstmal nur für alle Umfänge Angebote einholen und dann entscheiden was direkt mitgemacht werden soll und auf was wir verzichten können 8)

Schon mal vielen Dank für die zahlreichen Tipps hier :)

Viele Grüße
Yag

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Beitragvon energieprojekt » 17.03.2015 18:00 Uhr

grüße dich Yag, schön das du nun einen Schritt weiter bist.
Wie schon in der ersten Antwort geschrieben gibt es bei der Eisspeicherung zwei große Unterschiede.
1.) Großspeicher (der dann vor deiner Garage eingegraben wird)
2.) Kleinspeicher (der in den Keller kommt und den Tagesbedarf deckt)
Wenn du auf die Eisvariante verzichten möchtest hätte ich eine deutlich günstigere Variante mit Direktkondensation. Darüber kann ich dir auch gerne Infos zukommen lassen. Wg des HZB in Wolfsburg melde dich bitte da ich hier keine Werbung machen kann bzw einen empfehlen/ bevorzugen.
Gruß Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon Yagyu » 18.03.2015 16:31 Uhr

Hallo Zusammen,

Hab mich heute mit einer Heizungsfirma am Objekt getroffen.
Kernaussagen:
• fusbodenheizung macht keinen Sinn nachzurüsten
• Kamin zu integrieren ebenfalls unsinnig
• die einzige umsetzbare Lösung die er empfehlen kann, wäre Gasheizung die mit Solar unterstützt wird.

Die Verbrauchswerte in den letzten drei Jahren lagen beim Objekt wohl bei 1.800-2.200 kWh.

Daher auch seine Aussage, dass eine Modernisierung sich in vielen Fällen einfach nicht rechnet.

Also insgesamt so das komplette Gegenteil von dem, was ich gedacht hatte ;) naja werden wir wohl primär erstmal über photovoltaik nachdenken.
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Beitragvon energieprojekt » 18.03.2015 17:47 Uhr

Hallo Yag,
also nichts machen ist die Lösung deines Heizungsbauers ?
Das ist der erste von dem ich höre der nichts verkaufen möchte.
1800-2200 KWh per anno bei 160 m² Wohnfläche ist wirklich sehr gut aber realistisch ? Bei einem Haus aus '99, das würde ich nochmals überprüfen, das wären knapp 150 € im Jahr.

Nun wie es auch ist halte uns auf dem laufenden,
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Beitragvon Sparflamme » 18.03.2015 21:11 Uhr

energieprojekt hat geschrieben:Das ist der erste von dem ich höre der nichts verkaufen möchte.


Haha, der ist gut. Auf Öl und Gas gelernt und kann nichts anderes :twisted:
Das ist kein Einzelfall, bei mir im Ort der kommt immer mit Öl-Brennwert angelaufen, der Trick ist vermutlich das er so zweimal verkaufen kann und in wenigen Jahren dann doch auf Erneuerbare umschwenkt.

Grüsse von der Sparflamme

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