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Häusle-Bauer
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Beitragvon Häusle-Bauer » 16.01.2015 05:39 Uhr

Was bedeutet "takten" und was ist schlecht daran?

Danke für die Zahlen, ist sehr aufschlussreich das so zu rechnen.

Gruß Daniel

Häusle-Bauer
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Beitragvon Häusle-Bauer » 17.01.2015 07:15 Uhr

OK ich weiß inzwischen was takten bedeutet.
Na dann hoffe ich jetzt, das der Heizungsbauer Ahnung hat.
Grüße Daniel
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Beitragvon machtnix » 17.01.2015 20:01 Uhr

So wie ich das sehe geht das Ding ganz schön nach hinten los.
Es wird ein Haus geplant von irgendeiner Bautrügerbude die erst noch einen unmotivierten Heizi suchen muß der kurz vor der Pleite steht,in der Hoffnung das er bei diesem Projekt vielleicht doch nochmal auf die Beine kommt.
Die Planerin ist mit Heizung nicht so vertraut,wohl eher wieder mit Designsachen beschäftigt.
Dann soll der Heizi auch noch dafür gerade stehen das der Endkunde mit offenem Fenster heizt und somit die Mehrkosten übernehmen.Na ganz großes Kino bis jetzt.

Wenn ich mir die Daten vom Haus und der WP anschaue läuft mir jetzt schon kalter Schauer über den Rücken.

Wie sieht's denn mit einer Wärmebedarfsberechnung aus?
Die 303 hat bei einer Außentemperatur von +2°C/VL 35° eine Leistung von 4,30kW.
Wie sieht's denn bei -7°C aus?
Die Anlage kannste vollkommen knicken.
Die 404 mit 6,19kW macht auch keinen sehr vertrauenswürdigen Eindruck.

Die Hütte hat 174m² und ich nehme jetzt einfach mal 40Watt/m² an so ergibt sich ein ungefährer Wärmebedarf von 6960Watt.
Wenn man das mal mit 35Watt rechnet ergibt sich immer noch 6090Watt.

Wie soll man also mit dieser Krücke die Bude warm bekommen?
Da ist Warmwasser noch nicht mal mitgerechnet.

Das ganze ist für mich erstmal eine komplette Fehlplanung.

Bei abnehmender Temperatur nimmt die Leistung der Luftwärmepumpe auch ab.
Im Klartext der Heizstab schaltet zu.Dann hat die WP bei A-7/35 nämlich nur noch eine Leistung von 2,0kW,oder noch weniger.
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Beitragvon Häusle-Bauer » 18.01.2015 22:05 Uhr

Hey machtnix, jetzt machst Du mir aber Angst bzw. stärkst meine Befüchtungen.
Was braucht man den für ne Wärmebedarfsrechnung und wer macht sowas? Hab im Netz nur die "schnellberechnungen" gefunden.
Bei diesen "schnellrechnern" kamen Werte zwischen 7-11KW bei -10°C aussen und 20°C innen.

Was für ne LWWP und Lüftungsanlage wäre denn geeigneter?
Oder könnte ein Kamin oder Wassergeführter Kamin als Unterstützung reichen? Kamin wollen wir eigentlich eh rein machen, auss Gemütlichkeitsgründen.

Gruß Daniel
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Beitragvon machtnix » 18.01.2015 22:31 Uhr

Schau mal hier: http://www.heizlast.de/heizlastberechnung

Kamin?Da kein Keller wo sollen denn die Rohre für eine Pufferspeicheranbidung verlaufen?Im Wohnzimmer?

Habt ihr einen Garten?Wie sieht's denn aus mit Erdkollektoren?
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Beitragvon Häusle-Bauer » 18.01.2015 22:40 Uhr

Haus ist ja noch nicht gebaut, also können die Rohre noch im Boden oder in den Wänden laufen, wie alle anderen auch :wink: .

Garten haben wir ja, wie tief müssen den Flächenkollektoren unter die Erde und wieviel € muss man denn dafür rechnen ?
Tiefbohrungen werden sicherlich schwierig, da schnell Fels kommt in unserem Baugebiet (auch deswegen kein Keller).

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Beitragvon machtnix » 19.01.2015 20:22 Uhr

Wenn es eine Sole WP ist dann sollte der Erdkollektor ca.1,0m Tiefe haben.Ist es eine Direktverdampfer WP so kann man den Kollektor auch nur 70-80cm eingraben.
Bei einer DV Anlage sollte der Kollektor ungefähr 1,2mal die Hausgröße haben also 1,2 x 174~209m²
Bei einer Sole WP ca. 2,0 x 174=348m²

Wenn der Baugrund sowieso schon mit einem Bagger bearbeitet wird,dann kann man eigentlich sehr schön den Erdkollektor einbringen.

Zum Kaminofen:Die Rohre in den Boden bringen geht nicht so ohne weiteres.
Für einen Kaminofen würde ich einen Rohrdurchmesser von 28mm wählen,dann kommt noch die Isolierung drauf,das fehlt dann an Aufbauhöhe.

Der Kamin?Wird der gemauert oder soll das ein Edelstahlschornstein werden?

Wenn gemauert,dann kann man das gleich ausführen das man noch Leitungen für eine Solaranlage mit unterbringen kann.

Zur KWL schau dich mal auf diesen Seiten um:
http://www.visionair.eu/-erdwaermetausc ... ng/48.html

Der Erdwärmetauscher hat im Winter die Funktion das die Luft nicht kalt reinkommt und im Sommer kann er zur Kühlung beitragen.

Auch solltest du eine Staubsaugeranlage im Auge behalten.
Zumindest die Vorbereitungen dafür treffen,ist wenig Aufwand und kostet nicht viel.Den Staubsauger kann man ja später noch dranhängen.
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Beitragvon Häusle-Bauer » 21.01.2015 15:29 Uhr

Ok, das mit den Wasserrohren hatte ich wohl unterschätzt.
Macht ein "normaler" Ofen ohne Wasserführung auch genug Sinn?
Er würde im Wohnbereich mit offener Küche stehen. Würde die Wärme nicht durch die Lüftungsanlage dann auch im Haus verteilt werden?
Die Lüftungsanlage hat 80-300 m³ /h.

Im Datenblatt der LWWP stehen zum Beispiel:
"Vorlauftemperatur 35 °C mit Wärmerückgewinnung bei 170 m³/h" --> 3KW bei -10°C.
Wenn ich nun eine Heizlast von 8KW für mein Haus hätte würde sich das mit einem 5/6KW Ofen ausgehen?

Danke.
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Beitragvon Häusle-Bauer » 28.01.2015 20:44 Uhr

Hi, nochmal.
Kann mir einer sagen ob das ein Denkfehler ist? Also das ich die fehlende Leistung der LWWP mit einem Kamin unter Zuhilfenahme der Lüftungsanlage kompensieren will? Mir ist klar, dass das nur Funktioniert wenn man daheim ist und so. Aber geht das oder kann man das so nicht sehen ?

Gruß Daniel
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Beitragvon WP Fan » 02.03.2015 01:35 Uhr

Hallo Daniel,
was meinst Du genau mit kompensieren der fehlenden Heizleistung der LWWP durch den Kamin unter Zuhilfenahme der Lüftungsanlage?
Was mit kompensieren gemeint ist weiß ich :wink: aber wie soll bei -15°C Außentemperatur die Lüftungsanlage einen Heizbeitrag leisten? Soll dort ein Heizregister in die Zuluft?

Das "Heizkonzept" finde ich auch, sagen wir mal, merkwürdig.
Ich würde machtnix Ausführung sogar noch dahingehend erweitern und behaupten, das es ohne Heizstab dann nicht nur nicht warm wird, sondern auch die Warmwasserbereitung problematisch wird.
KfW70 und so ist alles schön und gut, aber letzlich soll die Heizung Deine Raumwunschtemperatur erbringen können, und ich kenne keinen Häuslebauer, der imWohnzimmer bei 20°C sitzen will...22-23°C sind niemanden zu warm.. :wink:
Bei einer LWWP noch eine Solarthermieanlage mit einzuplanen macht keinen Sinn. Die LWWP hat eh hohe cop-Werte, wenn es draußen warm ist und benötigt deshalb weniger Strom, weil der Warmwasserspeicher schneller aufgeheizt ist.
Die Kosten für die Solarthermieanlage und die Kosten für einen Kaminofen(inkl.Schornstein) kann man auch in eine Erdsonde stecken und statt der LWWP+Elektroheizstab eine monovalente Erdwärmeheizung einbauen. Bräuchte auch nicht viel Platz in der größeren Besenkammer (wenn ich den Heizraum mit 7,5qm so nennen darf).
Aber wie Du schon sagst, das Dilemma ist, das die Fertighausfirmen nie große Gutschriften tätigen, wenn man etwas aus deren Lieferumfang streicht.

Grüße
Jürgen

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