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jariberger
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Beitragvon jariberger » 15.12.2014 19:49 Uhr

Hallo,

wir haben 2005 beim großen Umbau auch ein Buderus Solarpaket
Logaplus S4 Diamant Classic SL300-2 einbauen lassen.
Seit einem Jahr fällt der Druck in der Anlage regelmäßig ab.
Jetzt, mit einem neuen Überdruckventil an den Kollektoren und neuen Befüllanschlüssen und Abläufen, sowie Absperrhähnen zum Spülen, also rd € 1300,- später ist klar: Mindestens einer der beiden Kollektoren ist undicht.
Die Kollektoren sind abgeklemmt und die Anlage an den Kollektoranschlüssen geschlossen. Jetzt hält sie endlich den Druck.

Meine Frage ist jetzt: macht es Sinn, die beiden Kollektoren wieder gegen Buderus Flach-Kollektoren wechseln zu lassen? Mir (als Laien erscheinen die im Vergleich zu anderen sehr teuer)

Sollten wir die Kollektoren einzeln prüfen lassen und ggfs nur einen austauschen, oder vielleicht neue (Röhren-) Kollektoren einbauen lassen?

Wir nutzen die Solarthermie ausschliesslich zur WW-Unterstützung,
Mehr Platz haben wir auch nicht auf dem Dach, Fläche rund um die Flachkollektoren besiedeln mittlerweile PV-Module.
Die Dachneigung ist rd 50 Grad nach Süden.

1000-Dank
Jari

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Beitragvon jariberger » 16.12.2014 11:36 Uhr

Buderus hat die Kollektoren modifiziert, so dass ich nur beide auswechseln lassen kann.
Ob Halterungen und Anschlüsse passen, ist noch fraglich.

Dann stehen nur noch zur Debatte:
- zwei neue Flachollektoren von Buderus
- zwei neue Flachkollektoren
- zwei neue Röhrenkollektoren

:cry:
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Beitragvon energieprojekt » 16.12.2014 20:01 Uhr

guten Abend jariberger, willkommen im Forum EP24.de

um es kurz zu machen ich würde die Kollektoren gegen günstiger austauschen, aber keine Röhren nehmen.
Bei deinen 50 ° Dachneigung wäre unter Umständen allerdings eine Heizungsunterstützende Anlage denkbar. Vorraussetzung ist neben der (guten) Dachneigung allerdings ein passendes restliches Heizsystem, im Idealfall große Heizflächen, FB-Heizung
Dies bedeutet dann aber auf jeden Fall ein Pufferspeicher muss her.
Hintergrund ist folgender, eine Brauchwasseranlage macht ca 70% der Warmwasserbereitung also gut 5 % der Gesamtenergie, ein Heizungsunterstützendes System 25-35% der gesamten Energie
Ist auf jeden Fall eine Überlegung wert.
Dazu kommt das diese Anlage dann gefördert würde und dadurch die Mehrkosten nicht mehr so hoch sind
Gruß Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon jariberger » 17.12.2014 10:53 Uhr

Vielen Dank,
wir haben Fb-Heizung. Das würde schon mal passen.
Ich werde mal in die Richtung weiter denken und mich informieren.

Eine Alternative kann auch sein, dass wir die Anlage still legen und die Kollektoren durch ein paar weitere PV-Module ersetzen.
Nach allem, was ich bis jetzt gelesen habe, sind die überwiegenden Aussagen so, dass sich Solarthermie nicht oder nur auf einen langen Zeitraum zu rechnen scheint. In unserem Fall hat sich der Zeitraum durch die defekten Kollektoren und die damit verbundenen Kosten weiter vergrößert.

Gruß
Jari
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Beitragvon energieprojekt » 17.12.2014 23:04 Uhr

Hallo Jari, eine offene Frage was möchtest du damit erreichen ?
Mit einer PV-Anlage könntest du deinen eigenen Strom produzieren wenn du mit Speicher arbeitest. Allerdings ist eine gute bis sehr gute Eigenstromausbeute mit Aufwand(Kosten) verbunden.
Ob du hier mehr einsparst als 30% deiner Heizkosten wage ich zu bezweifeln. Falls du mir mehr Input über dein Heizsystems und Kosten gibst könnte man es mit Zahlen unterlegen......
Wenn ich deine Aussage richtig interpretiere hast du bereits eine PV Anlage, diese ist dann auch angemelted und darf nicht einfach erweitert werden ! rechtlich gesehen könntest du eine weitere eigenständigeAnlage aufbauen allerdings nur mit den zr. Zt. aktuellen Einspeisevergütungen. Alles andere wäre Betrug!
Ich helfe hier gerne also mehr Input=mehr Info
Gruß Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon jariberger » 27.12.2014 23:51 Uhr

Hallo Udo,

gute Eingangsfrage. Danke dafür!
Wir haben uns bei der Installation damals 2005 keine tieferen Gedanken gemacht und als uns der Installateur für die neue Heizung eine Brauchwasser-Solar-Unterstützung mit angeboten hat, fanden wir das (gefühlt) ökologisch sinnvoll und haben das gemacht.
Wir haben später eine kleine, natürlich angemeldete PV-Anlage installieren lassen und speisen auch ein.
Einen PV-Akku halte ich heute nach meinem Kenntnisstand für noch nicht wirtschaftlich sinnvoll. Ich denke, das wird in ein paar Jahren anders sein.
Ich bin schon daran interessiert, fossile Brennstoffe einzusparen, wenn es wirtschaftlich einigermaßen sinnvoll und bezahlbar ist.
Eine reine Brauchwasser-Unterstützung kommt deswegen für mich nicht mehr in Frage.

Wir haben jetzt also einen Buderus Brenner mit Brennwert-Technik (Logamax GB112, 29kW, Erdgas) und eine zur Zeit funktionslose Logaplus S4 Diamant Classic SL300-2. Wir haben in 2014 32.000kWh Gas verbraucht, in 2013 fast 40.000.
Neben der Heizung nutzen wir Gas zum Kochen und für den Wäschetrockner.
Was kann ich Dir noch schreiben?
Achso, Betrug kommt für mich eh nicht in Frage. :)

Danke & Gruß
Jari

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Beitragvon energieprojekt » 28.12.2014 10:27 Uhr

Hallo Jari, schön das du so denkst, aber im Detail:
Es ist leider so das viele Installateure eben nur das verkaufen was für sie leicht händelbar, einigermaßen verständlich ist und vorallen schnell viel Profit bedeutet. Das aus Kosten-Nutzen Sicht eine reine Brauchwassersolaranlage die schlechtere Wahl ist steht außer Zweifel wird aber immer wieder verbaut. Die Zahlen hierzu habe ich dir ja schon geliefert.
Das mit der PV Anlage habe ich auch nur geschrieben weil eben jeden Tag Interessenten anrufen um mit ein paar Modulen zusätzlich eine Ertragsoptimierung zu erreichen. Ausrede ist in 95% immer die gleiche: "wir wollen ja nur die Degression ausgleichen, das ist doch bestimmt rechtens"
NEIN IST ES NICHT !
Ich möchte mal wissen in welchen Foren solche Empfehlungen verbreitet werden.
Mit den Akkus hast du momentan in soweit recht wenn du Systeme von der Stange nimmst, bei "selbstgestrickten" kann es anders aussehen. Hier rate ich aber auch dazu noch etwas zu warten.
Zum Thema Brennwert, hier hast du durch den Einsatz eines guten Schichtenspeichers gleich mehrere Vorteile:
-vernünftige Schichtung sorgt dafür das bei solarer Einstrahlung das Brennwertgerät nicht anspringt.
-wenn das Brennwertgerät anspringt bekommt es lange, definierte Laufzeiten, also weniger Start-Stop-Betrieb mit entsprechender Schonung der Zündkomponenten und weniger Schadstoffbelastung.
-Das Brennwertgerät bekommt immer kaltes Rücklaufwasser und dadurch einen höheren Brennwertnutzen
Die beiden letzen Punkte können schnell mal zwischen 5-10 % Energieeinsparung ausmachen.
Wichtig ist das du dir ein ausgeklügeltes System kaufst und einbauen lässt und nicht irgendwas von der Stange.
40000 KWh Energieverbrauch klingen nach einem großen Haus (oder einer schlechten Anlage)
Nur mal zum Vergleich ich habe eine Anlage saniert 3 Fam mit gut 300m² aus 1930, da lag der Verbrauch bei 50000 KWh und nun bei 27000. Der Invest belief sich hier auf gute 5000€.
Wie schonmal gesagt sollte der solare Nutzen bei 25-35% liegen.
Solltest du Bedarf haben kann ich dir gerne die für dich passende Anlagenoptimierung ausarbeiten.
Nun noch ein schönes WE und einen guten Rutsch
Udo vom Energieprojekt

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