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Zunki75
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Beitragvon Zunki75 » 11.12.2014 10:18 Uhr

Guten Tag zusammen,

ich bin neu hier und habe direkt eine Frage in die Runde...

Seit 2 Monaten wohnen wir in unserem neuen Haus (ca. 130m²).
Da wir den KfW 70 Standard erreichen wollten, haben wir uns für eine Luft-/ Wärmepumpe für einen Aufpreis von € 10.000 entschieden.
Es wurde o.g. Modell auf einem, sich neben dem Haus befindlichen Abstellraum, installiert (s. Anhang)
Es war uns natürlich bewusst, das es zu einer unvermeidlichen Geräuschentwicklung kommen wird - allerdings nur durch die Ausseneinheit (Ventilatorgeräusche).
Aber bereits in der ersten Nacht im neuen Haus mussten wir leider feststellen, dass die Anlage ein "Terrorist" ist!
Zu dem Aussengeräusch gesellten sich extreme Fliess- und Ventielgeräusche des Kühlmittels. Diese sind in der oberen Etage überall deutlich zu hören.
Zusätzlich neigt die Ausseneinheit immer mehr zur komischen Geräuschen, wie Quietschen, Pfeifen, unrunden Laufverhalten,...
Junkers war bereits vor Ort und meinte, das wäre "Stand der Technik" und man könne nichts dagegen unternehmen.
Außerdem wäre der Aufstellort, auf einem Nebengebäude, ungewöhnlich.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass jede LWP so laut ist.
Unsere Installateur wird versuchen, die Verbindung Ausseneinheit -> Inneneinheit zu verändern, macht sich aber wenig Hoffnung. Bisher gehen die Anschlüsse direkt ins Haus und verlaufen unter dem Estrich zum Heizungsraum... Geplant ist, die Leitungen erst in den Abstellraum zu legen und dann durch die Hauswandwand zur Heizung. An der Schall- und Vibrationsdämmung der Aussenheit ist wohl nix mehr zu optimieren...

Aber nun zu meiner Frage:

- gibt es hier Mitglieder, die ebenfalls eine LWP von Junkers im Einsatz haben? Wie ist eure Zufriedenheit?
- Kommt es bei andern LWP auch zu Fliessgeräuschen und sehr unangenehmen Geräuschen der Ausseneinheit?
- hat jemand vielleicht Ideen, was bei uns nicht stimmen könnte?

Ich würde mich über jede Antwort sehr freuen!!
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machtnix
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Beitragvon machtnix » 12.12.2014 22:05 Uhr

Da wir den KfW 70 Standard erreichen wollten, haben wir uns für eine Luft-/ Wärmepumpe für einen Aufpreis von € 10.000 entschieden.
Es wurde o.g. Modell auf einem, sich neben dem Haus befindlichen Abstellraum, installiert (s. Anhang)

Wenn ich sowas lese dann wird mir schlecht.
Vom Hausbauer abgezockt und eine Schrottanlage auf'm Dach.
Na Klasse.Viel Spaß bei den Gerichtsterminen.Die Nachbarn erfreuen sich jetzt schon schon.

Den ganzen Mist rausreißen,den Heizi in Haft nehmen und eine Erdkollektor Wärmepumpe installieren.
Zunki75
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Beitragvon Zunki75 » 21.03.2015 23:43 Uhr

Hallo... Warum ist die o.g. Anlage "Schrott"??!
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Beitragvon Laradac » 22.03.2015 00:16 Uhr

Hallo Zunki, herzlich willkommen im Forum
Lass dich nicht von "man nehme" Typen hochnehmen. geräuschprobleme kann es immer geben, meist stecken kleine Unachtsamkeiten bei der Montage dahinter. Die Aussage vom "Stand der Technik" scheint etwas merkwürdig, wenn du aber nicht gerade blind und taub bist und drei Linke Hände hast, kannst du mal folgendes machen:
Anlage einschalten und Geräuschentwicklung der Ausseneinheit beobachten. Vibriert das Gehäuse? Ist der Vibrationsverursacher erkennbar? Vibriert der Lüfter oder der Kompressor? Schleifgeräusche? unwuchtgeräusche? Geräusch sofort oder verzögert, dauernd oder intermittierend? Klappern oder Anschlagen von Bauteilen? Wirkt der Unterbau als Resonator? Wie ist das Gerät auf dem Nebengebäude befestigt? Schrauben locker oder fehlend?
Wenn klar ist, wo der Hund begraben ist, sehen wir weiter.
Viele Grüsse aus AC
Laradac
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Beitragvon Laradac » 22.03.2015 10:54 Uhr

Moin,
Aus dem Bild ist erkennbar, das die Ausseneinheit voll in der Turbolenzzone der Hausecke steht, was rel schnell zu Gehäusetorsionen führen kann. Weiter ist nicht erkennbar, wie das Gerät auf dem Dach fixiert ist. Möglicherweise führen Turbulenzen zu erheblicher Körperschallübertragung. Erste Maßnahme: Gerät akustisch abkoppen, am besten auf zwei schwere Betongehwegplatten 50x50x5cm montieren und diese mit 4 cm Isomatte auf das Dach kleben (Bitumen etc.)' Gehäuse innen mit Antidröhnplatte belegen (Autozubehör).

Viele Grüße
Laradac
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Beitragvon Zunki75 » 22.03.2015 16:43 Uhr

Hallo um vielen Dank für die bisherigen Kommentare und Info's.
Aktueller Status quo: die Kühlmittelleitung wurde neu verlegt. Vorher ging diese direkt ins Haus und wurde dann unter dem Estrich zur Innenanlage geführt. Nun gehen die Leitungen erst in den Abstellraum und dann durch die Wand direkt zur Anlage. Somit sind die Fliessgeräusche zum Glück verschwunden.
Der Ventilator wurde in diesem Zuge auch getauscht, da er extrem unrund lief. Danach war erstmal Ruhe... Zumindest für 3-4 Wochen.
Inzwischen rattert ( unrunder Lauf) die Anlage wieder so extrem, dass ich diese von 22 - 07 Uhr deaktiviert habe. Ansonsten ist es im Haus zu laut :(
Erwarte einen zeitnahen Besuch von Junkers und unserem Heizi - so langsam bereue ich die Entscheidung, eine LWP installiert zu haben...

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So ist die Anlage fixiert
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image.jpg
... Untergrund: Betondecke
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Beitragvon WP Fan » 22.03.2015 19:25 Uhr

vielleicht ist die Ausseneinheit nicht mit Wasserwaage ausgerichtet.
Bautenschutzmatte statt Teerpappestreifen (wenn ich das richtig sehe) unter den Betonelementen wären auch sinnvoller.
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Beitragvon Laradac » 22.03.2015 20:24 Uhr

Hallo Zunki, tapfer bleiben!
Da ist noch nichts verloren:

Wenn die Anlage nach dem Lüftertausch gut gelaufen ist und jetzt nach 2 Wochen wieder dieselben Zicken hat, kann eigentlich nur der Lüfter die Ursache sein. Eine Möglichkeit ist die Befestigung des Lüfterrads, wenn die mittels Zentrierhülse o.ä. gelagert ist, wird sie bei Lockerungen unrund. Das Lüfterrads fängt dann an, axial in Richtung der Antriebsachse zu schwingen. Maßnahme: Befestigung nachziehen, selbstsichernde Muttern austauschen.

Nächste Möglichkeit: Unwucht im Lüfterrad: Nimm das Rad mal runter und Spanne es in eine regelbare Bohrmaschine, dann Drehzahl langsam steigern, Maschine in der Hand halten, dann spürst du sehr schnell auch geringe Unwucht. Liegt der Bereich maximaler Unwucht etwa im Bereich der Arbeitsdrehzahl, Lüfterrad austauschen, vor Einbau des neuen Rads "Härtetest" wiederholen. Bevor du am "(Lüfter)-Rad" drehst, schau dir erstmal die Lüfteraufhängung an. Alles fest? Schau mal bei eierndem Lauf, wie stark der Lüfter vibriert, wird das besser, wenn du einen Dämpfer aufsetzt (passendes Holz frei in der Hand gehalten auf Motor aufsetzen und Anpressdruck langsam steigern (Vorsicht mit Fingern und Augen, Lass das am besten deinen Heizi machen). Wenns hilft, muss die Resonoanzfrequenz der Halterung verändert werden.

Die Bilder der Befestigung zeigen deutlich, dass die Konstruktion den Körperschall gut leitet. Maßnahme: Maschine. Anheben und unter beide Konsolen ein Isomatte (Outdoor-Liegematte, gibt's manchmal sogar beim Dicounter) legen, dann müsste im Haus auch dann Ruhe herrschen, wenn das Ding dröhnt. 4cm Mattenstärke sind optimal, bei 2cm werden die tiefen Frequenzen oft noch zu schlecht gedämpft - und die werden vom Bauwerk Ohnehin besser weitergeleitet.

Noch was: die eine Kälteleitung ist fast geknickt. Geh nochmal die ganze Leitung ab und achte auf genügend große Biegeradien, sonst ist der nächste Ärger schon vorprogrammiert. Zeig's deinem Heizi und zieh ihm die Ohren lang, das verschafft dir den nötigen Respekt.
Übrigens: für Garantie und Gewährleistung ist nach EU-Recht allein der Anlagenaufsteller zuständig, weil es sich um eine vor Ort endmontierte Split -Anlage handelt. Damit haftet der auch für den Lüfter. Lass dich also nicht zwischen Heizi und Junckers "weichkochen". Was der Heizi dann mit dem Hersteller auskaspert, kann dir egal sein.

Kurze Rückmeldung würde mich freuen.

Viele Grüße
Laradac
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Beitragvon Placebob » 24.03.2015 09:04 Uhr

Moin,

mir kommt diese "Art" von Problem irgendwie bekannt vor..... Hast du mit einer Baufirma aus Neumünster gebaut? :?


MFG
Placebob

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