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Marco5580
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Beitragvon Marco5580 » 25.11.2014 13:31 Uhr

Hallo,
wir haben eine Brötje BSW 10d Wasser Wasser Wärmepumpe. Keller und Dachgeschoss werden aktuell nicht beheizt, so dass die Verbrauchsfläche rd. 110 m² beträgt. Die Warmwasserzirkulation ist auf 3 x eine halbe Stunde pro Tag begrenzt. Das Legionellenprogramm läuft Montag Nacht zur Aufbereitungszeit Warmwasser. Warmwasser wird zwischen 1:30 und 4 Uhr aufbereitet. Die Heizung schaltet vom Reduzierwert (19 Grad) in den Komfortwert (21,5 Grad) von 4:30 Uhr bis 18:30 Uhr. Ein Pufferspeicher ist zwischengeschaltet. Wir haben zuviele Starts 4,6 (Ab 4 Starts kommt Meldung Wartung / Service). Heizungsbauer kriegt das Problem nicht in den Griff. Der Verbrauch von z. Zt. 18 kWh (2014 Verbrauch 31 kWh / m², Energieausweis 18 kWh / m², Bekannte 20 kWh/ m²) ist im Gegensatz zum berechneten Energieausweis und Verbräuchen von Bekannten mit identischen Verbrauchsverhalten zu hoch. Welche Lösungsmöglichkeiten um die Starts und den Verbrauch zu reduzieren könnt Ihr mir mit auf dem Weg geben. Die Kennlinie ist bereits auf 0 5 abgesenkt (Weiter geht es nicht, das wird zu kalt). Wir haben einen Heizkreis.

Da mir empfohlen wurde die Temperaturfühler auch nachts anzulassen läuft dieser auch im Schlafzimmer (Fenster auf Kipp geöffnet .... Etwas Luft muss auf jeden Fall sein). Hier Sinnvoll den Temperaturfühler nachts auszuschalten?

Für jeden Tipp was ich noch machen kann bin ich dankbar

machtnix
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Beitragvon machtnix » 25.11.2014 22:26 Uhr

Ich nehme mal an es ist überall FBH verbaut.
Die WP braucht eine gewisse Mindestumlaufwassermenge.
Das heißt im Klartext die alle Thermostate auf,hydraulisch abgleichen,jeder Heizkreis bekommt seine bestimmte Wassermenge.
Sind alle Thermsoatte zu,kann die WP nicht arbeiten und kommt ins takten.
Wenn FBH verbaut ist,warum dann noch einen Pufferspeicher?
Der Estrich ist euer Puffer oder habt ihr noch einen Kaminofen mit Wassertasche?
Marco5580
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Beitragvon Marco5580 » 26.11.2014 09:17 Uhr

korrekt, es ist überall Fußbodenheizung verbaut. Wir haben keinen wassergeführten Kamin. Also ist ein hydraulischer Abgleich durch zu führen , ok. Gibt es eine Methode mit der ich ohne große Berechnungen von Heizungsbauern den Abgleich selber durchführen kann (Ohne die letzte Genauigkeit :-). Bsp: Wie Du beschrieben hast die Thermostate voll aufdrehen mit einem IR Therometer die Bodentemperatur messen und über einen gewissen Zeitraum die Durchflussventile am Heizkreisverteiler solange verstellen bis ein Optimum erreicht ist?

Wir haben einen Heizkreis. Gefühlsmäßig ist es im 1. OG immer etwas kälter als im EG. Das DG ist bisher noch nicht ausgebaut, so dass die FBH dort nicht angeschaltet ist. Als Indikator müsste ich als erstes den Durchfluss im 1. OG erhöhen. Dann müsste sich die Taktung verringern. Im 2. Schritt würde ich austesten wie weit ich EG reduzieren kann. Wäre das eine mögliche Vorgehensweise oder gibt es andere (Außer einen teuren Auftrag an einen Heizungsbauer?)
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Beitragvon machtnix » 26.11.2014 18:38 Uhr

Da der Abgleich immer mit Zeit verbunden,sollte es der Kunde meiner Meinung nach immer selbst machen.
So lernt man die Anlage ein wenig kennen und man sich im Bedarfsfall auch mal selbst helfen.

Zum Anfnag empfehle ich dir mal diese Seite:
http://www.shk-mayer.de/Page/Waermeerze ... kurve.html
Mal ein wenig mit dem Thema Heizkurve auseinander setzen,dann klappts auch mit dem Abgleich.
Bei Räumen die weniger benutzt werden kann man ruhig die Durchflussmenge etwas drosseln,z.B.Schlafzimmer,hier würde ich mal so aus dem Bauch heraus 0,5 Liter ansetzen.Wohnzimmer dann eher auf 1,5-2,0 Liter.Kind vielleicht 1,3-1,5Liter.
Das sind mal so ungefähre Erfahrungswerte von meinen Kunden.
Natürlich kommt es immer auf die Bausubstanz an und auf das Nutzervehalten.
Ist es zu kalt dann mehr Durchfluss geben,zu warm dann eben einen Tick drosseln.
IR Thermometer,bin ich irgendwie kein Freund davon,weil diese irgendwie nicht Oberfläche berücksichtigen,aber als Anhaltspunkt wenn nichts anderes zur Verfügung steht,geht das auch.
Ich selbst hae ein Testo Differenzmeßgerät,was aber für den Laien viel zu teuer ist.Geht also auch so.
Dann halt schritt weise vorgehen.Zuerst würde ich die Heizkurve bei FBH auf 0,5 setzen.Ist es zu kalt,dann anheben,ansonsten erstmal so lassen.Dann die Durchflussmengen tageweise anpassen.
Bei FBH sollte die Spreizung zwischen Vor und Rücklauf bei ca.5°C liegen,d.h.35°C VL und 30°C RL wären gute Sache.
Diese Temperatur sollte aber am Verteilerbalken der FBH anliegen.Dann werden auch alle Heizkreise mit der entsprechenden Temperatur versorgt.

Beinahe vergessen:Ganz wichtig beim Hydraulischen Abgleich ist das die Thermostate voll geöffnet sind,oder aber man schraubt die Stellmotoren ab.

Wenn noch Fragen sind,gerne wieder.

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