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SF Thermi II Dresden
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Beitragvon SF Thermi II Dresden » 23.11.2014 17:07 Uhr

Hallo Forengemeinde,

hier mal wieder eines/eine meiner Probleme/Sorgen mit der Solarfocus-Anlage.

Zunächst meine Fragen:

Ist der 110L-Solarfocus-Behälter als Tagesbehälter geeignet und ausreichend? Oder ist der nur als reiner Zwischenbehälter konzipiert, sodass die Füllmenge zumindest im echten Heizbetrieb überhaupt nicht ausreicht, um zumindest einen Tag vollständig zu überbrücken?

Nutzt einer von Euch so wie ich den 110L-Solarfocus-Behälter als einzigen Pelletsspeicher? Wenn ja, kommt Ihr damit über den Tag bzw. welche Pelletsbetriebsdauer erreicht Ihr damit?

Gibt es irgendein Einlegeblech o.ä., damit zumindest die überwiegenden Teile der Pellets auch an der Förderschnecke ankommen?

Gibt es irgendeinen Aufsatz für das Wartungsloch o.ä., um den Pelletsvorrat zu erhöhen?

Hätte man uns den 110L-Behälter überhaupt als einzigen Behälter ohne zusätzlichen Bunker einbauen dürfen?

Kennt jemand einen geeigneten Heizungsbauer im Raum Dresden, der mir bei meinen vielen Problemen mit der Anlage helfen kann?

So, hier zu Erklärung:

Ich betreibe ja den Solarfocus Therminator II als Kombikessel Stückholz/Pellets und habe dazu den grünen Solarfocus-Beistellbehälter (Behälter für Saugaustragung 110L). Einen anderen Pelletsbunker haben wir nicht, da Pellets bei uns nur als Notsystem, wenn mal keiner über den Tag da ist bzw. wir im Urlaub sind, oder halt im Sommer zur TW-Erwärmung, wenn die Solaranlage länger nichts gebracht hat, genutzt werden. Ein Pelletsbunker war auch nie vorgesehen bei uns, wir nutzen ausschließlich Sackware.

Zu dem 110L-Behälter wurde uns 2013 im Zuge der Angebotserstellung vom Heizungsbauer Herrn Ralf Ledwig von der Fa. Gebäudetechnik Ledwig, Großharthau und dem Solarfocus-Regionalbetreuer Herrn Holger Dünnebier erklärt, dass das Füllvolumen für unsere Zwecke ausreichend sei, sodass das als einzige Pelletsspeicherung von den Herren konzipiert wurde.

Nun habe ich vor paar Tagen das Pelletssystem mal wieder genutzt und damit meine relativ kalten Speicher (insgesamt 2000L) hochgeheizt (Pelletsbetrieb ca. 3h, Pelletsbehälter vorher vollgemacht). Dann nach dem nächsten Pelletsstart habe ich dann mal in den Behälter geschaut, um zu erkennen, wieviel eigentlich verbraucht wurde.

Dabei habe ich plötzlich Augen bekommen, da die Schnecke schon nahezu vollständig freilag und die die verbleibenden Pellets schon gar nicht mehr so richtig gegriffen hat. Allerdings waren noch richtig viele Pellets im Speicher, die rutschten halt nur einfach nicht nach, da der Speicher hinter der "Schneckenöffnung" nicht wie im vorderen Bereich angeschrägt ist. In diesem Bereich ist der Behälter waagerecht angeordnet, der dortige Boden ist so geformt und zu tief angeordnet, dass definitiv große Mengen der Pellets nie in den Bereich der Schneckenöffnung rutschen können. Hätte ich die verbliebenen Pellets nicht von Hand nachgezogen, wäre der Brenner wegen Pelletsmangel wohl kurz drauf auf Störung gegangen.

Ich hab das mal versucht zu filmen und später vom fast leeren Behälter noch Fotos gefertigt.

Hier geht es

zum Film (Ich hoffe, Ihr erkennt alles wichtige)

und hier zu den Bildern

Wenn ich bedenke, dass ich um bei den derzeit bestehenden Außentemp. von um die 7/8°C die Bude warmzuhalten, mit dem vorher randvoll gemachten Pelletsspeicher nichtmal einen Tag hingekommen bin, ohne dass jemand zwischenrein Pellets nachfüllen muss oder die "nicht greifbaren" Pellets selbst nachziehen musste über die Schneckenöffnung, bekomme ich Bauchschmerzen.

Und wenn dann noch Minusgrade kommen, wird dann wohl der Pelletsbetrieb schon im ersten Brennerlauf wegen Pelletsmangel auf Störung gehen.

Also nix sorglose Variante ohne häufige aktive Arbeit. Da kann ich ja auch gleich Stückholz nehmen, wenn ich die Anlage nichtmal 24h ohne Eigenleistung auf Pellets arbeiten lassen kann...

In meinen Augen hätte der Boden hinter der Schnecke ebenfalls angeschrägt und am niedrigsten Punkt auch höher als die Schneckenöffnung sein müssen, damit wirklich alle Pellets überhaupt die Chance haben, in die Schneckenöffnung zu purzeln. Und der Behälter müsste deutlich größer (höher) sein, damit man wenigstens eine ausreichende Tagesmenge bevorraten kann.

Die Ursache dafür, dass das erst jetzt aufgefallen ist, ist, dass wir eine so lange Betriebsdauer vorher noch nie hatten, da uns knapp ein Jahr lang keiner erklären konnte oder wollte, warum bei Pelletsbetrieb der Pelletsbrenner nur so kurz läuft. Im August bin ich dann drauf gekommen (max.Temp. Speicher unten war zu niedrig eingestellt - hat uns immer nur den Hyko gefüllt und zu schnell abgeschalten - Viele Zündphasen, wenig Pelletsbetrieb)und vor paar Tagen hab ich es halt dann wirklich mal gebraucht.

Was meint Ihr zu dem Pelletsspeicherthema?

Vielen Dank für Eure Antworten

Viele Grüße

Gerald

P.S.: Wenn Euch meine Probleme mit Hersteller, Handwerker und Solarfocus-Anlage interessieren, ich stelle so Stück für Stück ein Problem nach dem anderen ins Forum ein und hoffe, dass ich Antworten / Hilfe erhalte...

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Beitragvon machtnix » 23.11.2014 17:24 Uhr

Der 110 Liter Behälter reicht für eine normale Pelletsanlage normaler weise für ca.3-4Tage aus.
Normal heißt für mich 10-14,9kW,an kalten Tagen nicht unter 0°C.

Filme alles was an Fehlern auftritt und dokumentiere es sehr genau,
Datum/Uhrzeit.
Nur so kannst du vor Gericht beweisen das die Anlage fehlerhaft ist.
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Beitragvon SF Thermi II Dresden » 31.12.2014 11:52 Uhr

Hallo Forengemeinde,

So, jetzt habe ich den Langzeittest durchgeführt, hier kurzer Bericht.

Ausgangspunkt war ja, dass ich nach völliger Entleerung des Pelletsbehälters mit etwas Mühe genau 4 Sack reinbekommen habe.

Jetzt ist der Therminator im Pelletsbetrieb insgesamt etwa 6 Stunden (3x2h) gelaufen, es trat dann wieder das Problem auf, dass im Behälter noch viele Pellets in der Schräge lagen, aber von der Schnecke nicht mehr gegriffen wurden.

Nun habe ich wieder aufgefüllt auf das "4-Sack-Maß" vom letzten Mal und habe dafür trotz wieder Pellets-kräftig-Hinterschieben etwas weniger als 3 Sack benötigt.

Wir hatten bzw. haben derzeit irgendwas unter 0°C, mit ca. 6h Brenndauer sind wir gerademal etwa 24 Stunden hingekommen.

Heißt:

1. Etwas mehr als 1 Sack Pellets im Behälter wird aus baulichen Gründen nie der Verbrennung zugeführt (Restmenge).

2. Eine maximale (mit dtl.Verschiebearbeit beim Befüllen) Menge von knapp drei Sack Pellets steht ohne Zusatzarbeit(Nachkratzen) zur Verbrennung zur Verfügung. Damit brennt der Therminator bei uns insgesamt etwa 6 Stunden, hält derzeit etwa einen Tag. Wirds noch kälter, befülle ich in deutlich weniger als 24 h erneut.

3. Befüllt man mit normalem Aufwand, gehen nur insgesamt 3 Sack (also zwei Sack auf Restmenge nachgeschüttet) rein, es verbleibt damit etwa die Menge von 2 Sack zur Verbrennung, macht theoretisch 4h Brenndauer. Das reicht nichtmal für einen Tag bei den jetzigen Temperaturen, ich müsste jetzt schon nach etwas mehr als einem halben Tag nachfüllen.

Wenn ich aber mehrmals am Tag Pellets nachfüllen muss, dann kann ich auch gleich Stückholz heizen, da muss ich auch bei den derzeitigen Temperaturen zweimal am Tag anlegen. Zu Hause sein muss ich so oder so...

Endkonsequenz:
I.Der Pelletsbehälter ist meiner Meinung nach unsinnig konstruiert, weil viel zuviel Pellets nie in den Genuß der Verbrennung kommen. Vielleicht wird ja irgendwann mal meine Idee mit dem schrägen Einlegeblech angenommen? Oder auch nicht, dann würde ja das im Prospekt so toll klingende 110L-Volumen noch viel kleiner?Vielleicht misst ja aber auch nie einer nach oder die 110L sind auf was anderes bezogen?
II.Das durch normales Nachschütten mit einfacher Verschiebearbeit zur Verfügung stehende Pelletsvolumen reicht bei Temperaturen um 0°C schon nicht aus, um unser Haus einen Tag zu heizen. Das Vorratsvolumen ist also deutlich zu klein für den von uns mit Pellets erdachten und vor der Beauftragung angepriesenen Zweck der Überbrückung von mehr als 24stündigen Abwesenheitszeiten (Wir sprachen damals von mehreren Tagen). Ohne Zusatz-Bunker wird das wohl nie eine nutzbare Sache. Warum wurde uns das nicht damals mitgeteilt, auf eine große Kiste und die Saugsonde wäre es doch bei den bisherigen Gesamtkosten von etwa 34.000 € auch nicht mehr angekommen oder?

Bleibt mir nur noch dies zu sagen: Vielen Dank an unseren HZB und an den Solarfocus-Regionalvertreter für die gute Beratung bei der Komponentenwahl.

Ich getraue mich gar nicht zu fragen, was sich die Herren dabei gedacht haben.

Viele Grüße

Gerald

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Beitragvon energieprojekt » 31.12.2014 12:04 Uhr

Hallo Gerald, zu deiner (vorerst) nicht endenden Odyssee nur soviel
Planung ist gut aber Planung von einem unabhängigen und fachlich kompetenten Berater erst wirklich hilfreich.....
Die meisten HZB planen leider selbst und deren Planungsgrundlagen sind die Peislisten der Hersteller......
Mittlerweile solltest du und dein Anwalt eigentlich voran gekommen sein da ein wohnen bei dir ja fast unzumutbar erscheint.
Schreibe doch mal wie du auf diesem Schlachtfeld voran kommst.
Trotzdem einen guten Rutsch ins neue Jahr, vielleicht hast du ja Glück und deine Solarfocus entpuppt sich als Feuerwerk zum Jahreswechsel........
Gruß Udo

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