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Wasserenergie, Meeresenergie, Klein-Wasserkraftanlagen
Tombi
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Beitragvon Tombi » 03.11.2014 06:21 Uhr

Hallo,
ich bin "Wasserkraft"-Noob aber ich muss aus verschiedenen Gründen öfters im Jahr in ein kleines Dörfchen in Madagaskar, dem ich gerne ein bisschen zu Strom verhelfen möchte.

Das sollte möglichst NICHTS KOSTEN, und aus lokalen oder lokal verfürgbaren Altmaterial selbst zusammen geschustert werden.

Ich habe bei mir zuhause noch einen (chinesischen) Klein-Stromerzeuger (2-Takter, ca. 700W) rumstehen - als auch einen Kreissägenmotor, 1.8kw rumliegen.

Ich glaube, damit könnte man doch schon was basteln.

Bergbäche, etc. sind etliche in der näheren Umgebung. Ich dachte daher zunächst an ein unterschächtiges Wasserrad, dass man an den Klein-Stromerzeuger koppelt.

Was soll damit betrieben werden?
Eigentlich egal, das was es hergibt ! Falls man einen Kühlschrank für die vorhandene Krankenstation zum laufen bekommen könnte, wÄre es schon nicht schlecht (Medikamente, Impfstoffe).
Ein paar "Dorflampen" für abends, oder für die Schule wären sicherlich auch ein Plus. Auch wenn die Leute eine Steckdose bekommen würden, um Batterien aufzuladen.
Ein paar Stunden am Tag würden es wohl auch tun.

Ich selbst hätte gerne abends auch mal gerne Licht, und eine Auflademöglichkeit für meine Akkus (Notebook, Fotoapparat, etc.)

Mein kleines Notstromaggregat (das chinesische 700W Stück) ist allerdings nicht gerade "erste Sahne". Mal im Baumarkt für 65 Euros geschossen. Ich hab's 3x laufen gelassen, dann sprang der Motor nicht so richtig an (2Takter) und ich rüttelte drum herum, bis das Starterkabel riss. So habe ich den dann auch stehen gelassen. Aber der Generator-Teil müsste ok sein.
Sicherlich ist dieser aber wohl kaum für Dauerbetrieb konzipiert.

Der "Kreissägenmotor" hat nun ja schon mehr dampf, eigentlich müsste man den doch auch umpolen können, vom Stromfresser zum Stromerzeuger (??)
Leistung hat er:
1.8 kw, 50Hz, 230W, 8.9A und ist für 2850 U/min konzipiert.
Wäre sicherlich einer dauerhaftere Lösung, wenn man den zum Generator umbauen kann.

Hat jemand von Euch Tipps ? Bin für alle Anregungen dankbar.
Notfalls liessen sich sicherlich auch noch andere "Notmaterialien" auftreiben, z.B. PKW-Lichtmaschine, etc. Die o.g. waren nur meine Anregung, weil ich sie schon bei mir rumliegen habe.

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Beitragvon axel_jeromin » 14.11.2014 22:11 Uhr

wie ist denn der Bach oder Fluss beschaffen, der da ausgebeutet werden soll?
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Beitragvon energieprojekt » 15.11.2014 12:07 Uhr

Tombi hat geschrieben:Hallo,
ich bin "Wasserkraft"-Noob aber ich muss aus verschiedenen Gründen öfters im Jahr in ein kleines Dörfchen in Madagaskar, dem ich gerne ein bisschen zu Strom verhelfen möchte.
Das sollte möglichst NICHTS KOSTEN, und aus lokalen oder lokal verfürgbaren Altmaterial selbst zusammen geschustert werden.Hallo Tombi dein Gedanke ist löblich, allerdings zeigt die Realität das das was nichts kostet meist auch nur einen geringen Nutzen/ Effekt hat. Das räumst du ja schon mit deinem Chinesenmotor ein wobei 65€ für Afrika sicherlich schonviel Geld wäre......


Ich habe bei mir zuhause noch einen (chinesischen) Klein-Stromerzeuger (2-Takter, ca. 700W) rumstehen - als auch einen Kreissägenmotor, 1.8kw rumliegen. Die beiden werden Effizient nicht zusammen passen

Ich glaube, damit könnte man doch schon was basteln.

Bergbäche, etc. sind etliche in der näheren Umgebung. Ich dachte daher zunächst an ein unterschächtiges Wasserrad, dass man an den Klein-Stromerzeuger koppelt.
Wenn du deinen defekten Chinamotor nach Afrika bringen willst bin ich mir fast sicher das die den ans laufen bringen, allerdings nicht in Zusammenhang mit deinem geplanten Wasserrad.

Was soll damit betrieben werden?
Eigentlich egal, das was es hergibt ! Falls man einen Kühlschrank für die vorhandene Krankenstation zum laufen bekommen könnte, wÄre es schon nicht schlecht (Medikamente, Impfstoffe).
Ein paar "Dorflampen" für abends, oder für die Schule wären sicherlich auch ein Plus. Auch wenn die Leute eine Steckdose bekommen würden, um Batterien aufzuladen.
Ein paar Stunden am Tag würden es wohl auch tun.

Ich selbst hätte gerne abends auch mal gerne Licht, und eine Auflademöglichkeit für meine Akkus (Notebook, Fotoapparat, etc.)
Um diese Wünsche alle umzusetzten wird dein Chinamotor nicht reichen außerdem bräuchtest du einiges an Batterien. Den letzten den ich gesehen hab der aus Sperrmüll und Abfall Energie erzeugt hat was der Doc in Zurück in die Zukunft aber auch das halte ich für wenig realisierbar, wenn doch hole dir viele Batterien und lade diese mit einem Blitz auf

Mein kleines Notstromaggregat (das chinesische 700W Stück) ist allerdings nicht gerade "erste Sahne". Mal im Baumarkt für 65 Euros geschossen. Ich hab's 3x laufen gelassen, dann sprang der Motor nicht so richtig an (2Takter) und ich rüttelte drum herum, bis das Starterkabel riss. So habe ich den dann auch stehen gelassen. Aber der Generator-Teil müsste ok sein.
Sicherlich ist dieser aber wohl kaum für Dauerbetrieb konzipiert.

Der "Kreissägenmotor" hat nun ja schon mehr dampf, eigentlich müsste man den doch auch umpolen können, vom Stromfresser zum Stromerzeuger (??)
Leistung hat er:
1.8 kw, 50Hz, 230W, 8.9A und ist für 2850 U/min konzipiert.
Wäre sicherlich einer dauerhaftere Lösung, wenn man den zum Generator umbauen kann.

Hat jemand von Euch Tipps ? Bin für alle Anregungen dankbar.
Notfalls liessen sich sicherlich auch noch andere "Notmaterialien" auftreiben, z.B. PKW-Lichtmaschine, etc. Die o.g. waren nur meine Anregung, weil ich sie schon bei mir rumliegen habe.

Mit PKW-Lichtmaschinen könnte ich auch aushelfen

Gruß Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon KTT » 16.11.2014 00:23 Uhr

Hallo Tombi,

eine kleine Rechnung sagt mehr als 1000 Worte.
Nehmen wir an das Bächlein hat einen Durchfluss von 40 l/s.
Die Fallhöhe bei einem unterschlächtigem Wasserrad sei 50 cm.
Dann ist die maximal erzielbare Leistung 200 W (die kinetische Energie kann vernachlässigt werden).
Da es Reibung u. andere Verluste gibt landen davon nur ca. 50% am Generator.
Wenn dort auch noch 50% verloren gehen kommen gerade noch 50 W an elektrischer Energie heraus.
Dein Kreissägenmotor, bei dem es sich um einen Asynchronmotor/-generator handelt, wäre also mit 1.8 kW extrem überdimensioniert.
Außerdem läuft so ein Wasserrad mit ca. 10 Upm, der Asynchrongenerator benötigt über 3000 Upm. Es muss also noch ein Getriebe zwischengeschaltet werden, das zusätzliche Verluste verursacht.
Der Asynchronmotor benötigt im Generatorbetrieb starke, richtig dimensionierte Kondensator sowie eine Regelung, damit die Drehzahl einigermaßen konstant im übersynchronen Bereich bleibt.
Der ganze Aufwand lohnt sich nur bei höheren Leistungen. Daher entweder Fallhöhe bzw. Wasserdurchfluss stark erhöhen oder doch lieber gleich ein Solarpanel nehmen.

Grüße Josef
Tombi
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Beitragvon Tombi » 19.11.2014 13:33 Uhr

Hallo,
danke erst einmal für Eure Antworten:

Gefälle:: ja, 10-15- oder auch 20 Meter "kann ich " bekommen. Liegt in den Bergen, und dort rauschen auch leicht mal 150l/s (bei starkem Regenfall)
Dauerstromung habe ich aber auch nie gemessen, es wird sich wohl auch kaum lohnen für so einen "Abfall"-Generator dort noch ein Stauwerk zu bauen.

Das mit dem Getriebe ist ein Problem: würde dann wohl mindestens genauso teuer kommen => nicht mehr wirtschaftlich.

Beim Generator (dem 700W Chinesen-Teil) wäre der Vorteil gewesen, dass ähnliche Modell dort in jedem Eisenwarenladen verkauft werden. Also Ersatzteile sind immer wieder vorhanden, notfalls werden defekte Geräte ausgeschlachtet.

Meinen "mitschleppen", um ihn dann mit Benzin wieder laufen zu lassen: neee, das wäre mir zu schwer ! Klar, die kriegen den im Handumdrehen wieder repariert & zum laufen. Kaufe mir dann lieber dort einen neuen für 65 Euro, oder besser gleich einen 4-Takter, an dem man nicht so rumruckeln muss.

Die Idee war ja, das "alte Teil" wieder mit regenerierbarer Kraft ein neues Leben einzuhauchen.
So als eine Art "pilotprojekt": schaut(s Euch an, so könnt Ihr Eure "Karren" auch laufen lassen, ohne Sprit zu tanken.

Für die Jungs dort unten ist eine Tankfüllung doch ein Heidengeld.
Machen nur mal die Hotels, oder die Dorfdisko (am Samstag). Ansonsten ist nach Dämmerung: halt Nacht.

Grüsse an Euch
Tombi
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Beitragvon Tombi » 19.11.2014 13:44 Uhr

upps, jetzt finde ich gerade ein Foto von dem "einen Bach" neben dem Dorf: der halt wohl doch mehr so seine 500 liter die Sekunde :mrgreen:
Habe ich mich wohl mal wieder grob verschätzt...

ich kann das Foto hier leider nicht einbinden (ist zu gross, erlaubt das Forum nicht:
http://3.bp.blogspot.com/_HBimp0vX4jI/T ... na15b2.JPG

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Beitragvon KTT » 19.11.2014 16:06 Uhr

Hallo Tombi,
aus diesem Bach lässt sich schon Strom gewinnen, allerdings mit Hilfe von Teilen vom Sperrmüll wird das äußerst schwierig.
Im Prinzip brauchst du so einen Maschinensatz bestehend aus Turbine, Generator u. Regler. Der kostet allerdings etwas.
Dieser Maschinensatz kommt zum Schutz in ein kleines Häuschen, damit er nicht so sehr der Witterung ausgesetzt ist u. beim nächsten Gewitter gleich wieder davon schwimmt.
Zudem wird noch eine starkwassersichere Wasserfassung mit Geröllabscheider samt Druckleitung zur Turbine benötigt.
Ich schätze mal, dass das Errichten der gesamten Anlage (samt den Genehmigungen?) vor Ort weniger kostet als im Westen ein neuer Kleinwagen.
Vielleicht findest du dafür einen Entwicklungshilfe-Sponsor, sofern das Dorf auch davon profitiert.
Viel Erfolg!

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