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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
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Beitragvon industriemensch » 02.11.2014 10:11 Uhr

Hallo liebe Heizungsprofis,

da mir das Forum immer gut geholfen hat, habe ich nun wieder einmal eine Frage, diesesmal zu meiner eigenen Heizung.

Leider werden die Heizkörper nicht mehr warm. Die Standardlösung, nämlich nach genug Wasser zu schauen hat nichts gebracht. Entlüfen tut die Heizung wohl selbst (von 1999, Gas).

Und wenn entlüfen, dann in welcher Etage, eher oben oder eher im Keller oder ist das egal?

Die Heizung läuft völlig normal.

Was kann ich da tun?

Bin für jedenTipp dankbar.

Grüßle,
industriemensch

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Beitragvon energieprojekt » 02.11.2014 11:11 Uhr

Grüße dich Industriemensch versuchen wir es einmal deiner Heizung auf die Sprünge zu helfen.......

Nun ob deine Heizung selbsttätig entlüftet wage ich zu bezweifeln (abgesehen davon das ich deine kenne). Oft haben die Gasheizungen (zb wandhängenden Thermen) einen Automatik oder Schnellentlütfer, dieser sollte allerdings nur bei der Inbetriebsphase geöffnet sein und wird später verschlossen, zum einen um austretendes Wasser, zum anderen das einsaugen von Luft zu verhindern. Gleiches gilt für alle dieser Lüfter im gesamten Heizungssystem (zb an Heizkörpern (die aus der Werbung mit 20% Energieeinsparung :? :evil: :idea: ) oder an Rohrleitungen in denen sich ein Luftsack bilden kann).
Wenn sich Luft in solchen Mengen im System befindet das diese die Funktion einer Anlage stilllegt hat dies eine Ursache !
>Sind bei dir alle Heizkörper gleich kalt oder nur bestimmte ?
>läuft die Heizungspumpe?
>Was zeigt die Vorlauf- und Rücklauftemperatur an ?

Wenn du entlüften musst oder willst ist die Vorgehensweise wie folgt:
-Anlage abschalten und System zur Ruhe kommen lassen
-Anlagendruck kontrollieren( Stat Höhe+0,3-0,5 Bar)Passt der Vordruck des Ausdehnungsgefäßes dazu ???
-Füllschlauch anbringen( Achtung Rohrtrenner verwenden !!!)
-Heizkörper von unten nach oben entlüften, heißt Keller, EG, OG dabei Anlage vorsichtig nachfüllen
-Füllschlauch wieder demontieren, Anlage in Betrieb setzen.

Ein paar Anmerkungen zu den oben genannten Punkten:
Du solltest die Anlage am besten mit enthärtetem bzw teilenthärtetem Wasser füllen, denn Kalk im Wasser heißt Kesselstein=Mehrverbrauch!
Ausnahme wenn deine Anlage mit VE-Wasser (vollentsalztem) befüllt wurde dann darf auch nur solches nachgefüllt werden sonst kannst du dich von deiner Anlage schon mal langsam verabschieden
Oft stimmen Anlagendruck und Vordruck im Ausdehnungsgefäß, oder sogar das Volumen des Ausdehnungsgefäßes nicht zur Anlage, dann kann es zu Betriebsstörungen und Sauerstoffeintragungen im System kommen
Du darfst nie einen Heizungsfüllschlauch einfach zwischen Zapfventil und Kesselfüllanschluß schrauben, es ist zur Betriebssicherheit im Trinkwassernetz immer ein Rohrtrenner vor zuschalten (dies gilt übrigens auch für Heizungsbauer die nachfüllen :wink: )
Erst wenn das Wasser im System zur Ruhe kommt setzt sich die Luft oben ab aus diesem Grund ist entlüften mit laufender Pumpe schlecht und immer im untersten Geschoss anfangen zu entlüften.
Den Füllschlauch nie am System angeschlossen lassen so nach dem Motto ich muss ja eh wieder nachfüllen.
In einer funktionierenden Anlage wirst du pro Jahr max 5-10 % nachfüllen müssen, also 5-20 ltr im EFH.
Sollte die Wärmeübertragung immer schlechter werden und/oder Pumpen und Ventile klemmen und verschmutzen solltest du das Heizungswasser reinigen lassen.
Jetzt viel Spaß beim lesen und umsetzen, berichte uns von deinem Erfolg.
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Beitragvon machtnix » 02.11.2014 11:35 Uhr

Nimm einfach den Thermostatkopf ab und mache den Sift darunter wieder gangbar.
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Beitragvon energieprojekt » 02.11.2014 12:43 Uhr

machtnix hat geschrieben:Nimm einfach den Thermostatkopf ab und mache den Sift darunter wieder gangbar.

guten Tag Machtnix zum einen spricht Industriemensch nicht von einem Heizkörper und zum anderen haben festhängende Teile im Thermostatventil eine Ursache. Immer nur die Symptome bekämpfen bringt keine Lösung, irgendwann sollte man der Ursache auf den Grund gehen falls man langfristig Ruhe haben möchte !
(ja ich weiß ich sollte mal wieder arbeiten und nicht nur reden und ohne Ahnung,die du mir ja absprichst, noch nicht einmal das. Außerdem sind die ganzen Planer ja eh alles Unwissende auch das hast du mir ja schon gesagt).
Ich versuche hier ein wenig Hilfestellung zu leisten und auch einmal dem Nutzer dieser Anlagen etwas Hintergrundinformationen zu vermitteln damit sie verstehen warum was passiert und sie evtl mal einem Heizungsbauer der zu ihnen kommt Paroli bieten können oder zumindest mal ein Gedankenaustausch stattfindet.
Allen einen schönen Sonntag, Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon industriemensch » 02.11.2014 12:45 Uhr

Hallo,

danke für eure super Tipps, aber ehrlich gesagt hab ich keinen Schimmer was oder wo ein Thermostatkopf ist.

Ich merke schon, ich steig da echt kein bisschen durch, vielleicht sollte ich doch lieber nen Heizungsbauer holen...
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Beitragvon energieprojekt » 02.11.2014 13:00 Uhr

Thermosttatkopf ist das Teil welches an deinem Heizkörperventil vorne dran sitzt. Es sind meist Zahlen von 1-5 drauf. Dieser Kopf ist entweder mir einer Rändelmutter am Ventil-unterteil befestigt, einer Inbusschraube gesichert oder mit einem Bajonettverschluß gesichert. Dahinter verbirgt sich dann der von Machtnix geschilderte "Stift". Dieser kann sich an der Stopfbuchse festsetzen und so nicht mehr beweglich sein.
Keinesfalls solltest du daran mit einer Zange ziehen oder aber mit irgendeinem Werkzeug drauf hauen um diesen zu lösen!
Ansonsten kann es dir passieren das du ihn verbiegst, die Dichtfläche beschädigst oder den "Stift" sogar heraus ziehst.
Was du versuchen kannst ist mit einem Hammer leicht auf den Ventikörper zu klopfen, in vielen Fällen löst sich dann die Dichtung am Ende des "Stiftes" und das Ventil hat wieder Durchgang.

Dies war eine Kurzbeschreibung für:
Re: Heizkörper werden nicht warm
Beitrag von machtnix » 02.11.2014 11:35

Nimm einfach den Thermostatkopf ab und mache den Sift darunter wieder gangbar.


Falls du dir wirklich unsicher sein solltest ist die Idee einen Fachmann hin zu zuziehen nicht die schlechteste, denn wenn du bei deiner Selbsthilfe etwas kaputt machst brauchst du ihn eh....

Gruß Udo vom Energieprojekt


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