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Biogas, Biogasanlagen, Fermenter
tobis72
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Beitragvon tobis72 » 04.11.2014 17:25 Uhr

energieprojekt hat geschrieben:Hier kannst du von ausgehen das allein durch den Tausch auf moderne Technik(Brennraumgeometrie, Abgasführung usw 5-10% Energieeinsparung möglich sind.
Gruß Udo vom Energieprojekt
.
Da wirbelt die Werbetrommel aber gewaltiger. Da ist ja von Energieeinsparungen von 50% die Rede! :roll:

energieprojekt
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Beitragvon energieprojekt » 04.11.2014 18:53 Uhr

Hallo Tobis, da gebe ich dir recht in der Werbung liest sich das immer anders...... nur geben es dir die wenigsten schriftlich.....
die 5-10%(wahrscheinlich mehr) die ich nannte sind das was allein durch den modereren Kessel kommt.
Dazu kommen hydraulischer Abgleich, niedrigere Vorlauftemperaturen, Bei Pellets eben noch Vorteile durch den geringeren Brennstoffpreis.
Im realen Leben habe ich meist folgende Einsparen realisieren können:
Austausch einer Gasheizung auf Brennwert 35-50%
Umrüstung Gas/Öl-Pellets >50%
Umrüstung Gas/Öl-Pellets mit solar Heizungsunterstützung>60%
Letzte aktuelle Beispiele:
3 FMH vorher 5000m³ Gas jetzt 2600m³ (Invest ~5000€)
2 FMH vorher 3600ltr Öl jetzt 1,5to Pellets (Invest~22000€)
Was aber immer gemacht wurde ist der hydraulische Abgleich und eine Sanierung des Heizungswassers.
Und immer wichtig richtige Produkte und Planung im Vorfeld.
Gruß Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon tobis72 » 06.11.2014 11:37 Uhr

Hydraulischer Abgleich hab ich schon so oft gelesen (hat so was magisches) aber so richtig drunter vorstellen kann ich mir nichts. Sanierung Heizungswasser auch nicht so ganz. Aber ich bin eigentlich schon in Richtung Pelletheizung unterwegs. Es gibt ja verschiedene Ansätze bezüglich Umweltverträglichkeit (Feinstaub etc.) jedoch halte ich das Heizen mit Holz wesentlich Umweltfreundlicher als Gas oder Öl. Preislich finde ich, kommt man nun, mit der doch wachsenden Anzahl der Kesselhersteller für Pellets, und der leichten Tendenz zu "günstiger" zzgl. der Förderung, in einen Bereich der auch diese Art des Heizens attraktiver macht. Am "sorglosesten" schnurrt sicherlich ein Ölkessel vor sich hin. Jedoch ist so eine Entscheidung ja doch längerfristig und Richtungsweisend.
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Beitragvon energieprojekt » 06.11.2014 18:15 Uhr

Hallo Tobis, dann versuche ich mal Licht ins Dunkel zu bringen....
Zum ersten der hydraulische Abgleich, kein Buch mit 7 Siegeln:
Bei einem nicht abgeglichen Heizungssystem hast du folgende Probleme
>die nah am Kessel liegenden Heizkörper werden schnell warm die entfernt liegenden (zb Dachgeschoß) dauern länger
>dadurch musst du relativ hohe Vorlauftemperaturen und hohe Pumpenleistungen fahren
>die Rücklauftemperatur ist relativ hoch bedingt dadurch das die unteren Heizkörper schon mit zu hohen Temperaturen durchgewärmt sind bevor die entfernt liegenden warm werden.
>hohe Rücklauftemperaturen sind jedoch schlecht für Brennwerttechnik und solare Nutzung.
Beim hydraulischen Abgleich wird einfach ausgedrückt folgendes gemacht (ich weiß fachlich nicht ganz richtig aber verständlich ausgedrückt)
<die nah am Kessel liegenden Heizkörper werden im Durchfluss gedrosselt und werden dadurch "langsamer"warm(das heißt genauso schnell wie die entfernten)
<dies hat zur Folge das die Vorlauftemperatur gesenkt werden kann, und dadurch auch dir Rücklauftemperatur niedriger wird
sowie die Pumpenleistung gedrosselt werden kann.
<Auswirkungen:
-niedriger Vorlauf=weniger Energieeinsatz
-niedriger Rücklauf= höherer Brennwertnutzen(Differenz zw Kühltemperatur und Abgastemperatur größer)
-Solaranlage kann eher anspringen(da Puffertemperatur unten kälter)
-geringere Pumpenleistung= weniger Stromverbrauch
Alles in allem macht dies Einsparungen im Bereich 6-15% aus in Ausnahmefällen auch deutlich mehr.
Zweiter Punkt Heizungswasser reinigen:
Wie jedem einleuchtet ist sauberes Wasser besser für die Heizung kein Dreck im Wasser bedeutet kein Dreck an Ventilen, Pumpen, Kessel- und Rohrwandungen. An Ventilen und Pumpen führt der Dreck zu Funktionsstörungen an Kessel- und Rohrwandungen zu Mehrverbrauch durch die isolierende Wirkung der Ablagerungen.
Bei der Reinigung wird das Heizungswasser auf eine Reinheit bis zu 0,5 my gefiltert(zum Vergleich der Trinkwasserfilter macht ca 25-80 my) anschließend mit einem Mittel versehen der die Bildung von neuem Schlamm reduziert und das ablagern von Dreck an den Wandungen verhindert.
Dies bedeuten Energieeinsparungen von 10%(auch 20% sind nicht selten).
Zum Thema Feinstaub, hier wird sich 2017 einiges verschärfen, die Grenzwerte werden deutlich herunter gesetzt.
Es gibt heute schon Kessel deren Werte dermaßen tief unter den von 2017 geforderten liegen das die Kessel eigentlich lachen müssten.
Staub von 3-5 mg/m³ und NOX von <50mg/m³ sind locker erreichbar, Allerdings nicht bei den Kesseln im Sonderangebot.
Gerne stehe ich dir (und auch den anderen Usern) mit Rat und Tat zur Seite
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Beitragvon tobis72 » 06.11.2014 21:55 Uhr

Tja das mit dem Feinstaub ist so ne Sache, wo liegen denn die Grenzwerte und werden dann die Werte angenommen die der Kesselhersteller vorgibt, oder wird das durch den Kaminkehrer überprüft (gemessen). Frage ist, wo die Kessel aus dem Sonderangebot anfangen? :?:
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Beitragvon machtnix » 06.11.2014 22:20 Uhr

Wir schreiben das Jahr 2014 und die heutigen sogenannten Sonderangebote sind oft besser als die vermeintlichen Tophersteller.
Alle kochen nur mit Wasser.
Wenn ich mir Ökofen ansehe,dann kriege ich jedesmal die Krise.
Null Weiterentwicklcung,bis heute keine Lambdasonde,angeblich der einzigste Hersteller mit Brennwerttechnik.
Ja und,dieser völlig überteuerte Schrottkesel mit seiner völlig veralteten Unterschubfeuerung bei der der Brennteller regelmäßig zugebacken ist, kostet ja auch 10000€.
Da lobe ich mir doch die preiswerteren Hersteller,Touchbedienung,Brennerüberwachung.Fernwartung,Fallschacht,Gebläse zur Brennerreinigung,für kleines Geld.
Das reicht sogar um einen Carbonizer dahinter zu klemmen.
http://www.carbonizer.de/content.php?id=69
Dann habe ich immer noch Geld über.

Immer dieser Blödsinn,teuer ist gut.
Feinstaub,ja ne is klar.Die Bioäpfel am Bodensee wachsen ja nicht direkt an der Straße an der die LKW's vorbeifahren.Diese Bioäpfel werden ja nicht mit den Schadtstoffen belastet,ist ja Bio.

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Beitragvon tobis72 » 07.11.2014 10:00 Uhr

energieprojekt hat geschrieben:Zum Thema Feinstaub, hier wird sich 2017 einiges verschärfen, die Grenzwerte werden deutlich herunter gesetzt.
Es gibt heute schon Kessel deren Werte dermaßen tief unter den von 2017 geforderten liegen das die Kessel eigentlich lachen müssten.
Staub von 3-5 mg/m³ und NOX von <50mg/m³ sind locker erreichbar, Allerdings nicht bei den Kesseln im Sonderangebot.
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...wo liegen denn die Grenzwerte? Ich habe vor, 2015 den Kessel zu erneuern, habe aber nirgends eine klare Angabe zu den Grenzwerten nachlesen können. Wo wird das denn 2017 liegen?
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Beitragvon energieprojekt » 07.11.2014 12:14 Uhr

Grüße dich Tobis, momentan bin ich unterwegs. ich werde heute Abend eine Liste einstellen.
Gruß Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon energieprojekt » 07.11.2014 17:40 Uhr

Guten Abend hier wie versprochen die Grenzwerte der
BimSchV 1+2
Kurzfassung:


BImSchV- Was schreibt der Gesetzgeber vor?

Brennstoffe Nennwärmeleistung CO (g/m³) Staubbelastung (g/m³) für Errichtungen ab dem: Kesseltypen
1. Stufe BImSchV
Kohle 4-500 kW 1,00 0,90 22.03.2010
Scheitholz 4-500 kW 1,00 0,10 22.03.2010
Pellet /Presslinge 4-500 kW 0,80 0,06 22.03.2010

2. Stufe BImSchV
Kohle >4 kW 0,40 0,02 31.12.2014
Pellet/Presslinge >4 kW 0,40 0,02 31.12.2014
Scheitholz >4 kW 0,40 0,02 31.12.2016




Hier mal ausführlich zum lesen für Interessierte:
http://www.umweltbundesamt.de/sites/def ... g/3776.pdf

Ich hoffe das hilft einigen weiter.
Wer beim Bundesamt liest wird sehen das auch die Grenzwerte für Öl und Gas verschärft werden

Schönes Wochenende Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon tobis72 » 08.11.2014 10:20 Uhr

Ok, das hätt ich auch schon gefunden, bzw. das steht ja auch in der Kopfzeile der BAFA-Liste. Jedoch ist hier die Spalte Pelletöfen mit Wassertasche wohl die gültige. (200mg CO und 20mg Staub). Da lägen ja deine Grenzwerte mit 400mg CO noch deutlich drüber. Was mich ein wenig beunruhigt hat, ist die Tatsache, daß Du immer von einer Verschärfung in 2017 gesprochen hast. Es gibt ja aber wohl nur ne Stufe1 und Stufe2 mit Inkrafttreten 01.01.2015 (oder hab ich da noch was nicht mitbekommen) :?:

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