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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
robrob
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Beitragvon robrob » 30.09.2014 13:29 Uhr

Hallo Zusammen,

Erst mal Hallo, bin neu hier.

Wir planen gerade einen Neubau (ca.185 qm). Wir wollen bei den Fenstern und der Wärmedämmung den KFW-40 Standard erreichen. Wir sind noch in den ersten Gesprächen(Optik, Grundriss etc.)
Sobald es aber zur Heizung und Technik kommt, möchte ich nicht völlig unvorbereitet sein. Daher mein erster Beitrag.

Es werden große Fenster Fronten Richtung Süden werden. Ein offenes Treppenhaus mit Galerie zum Wohn/Essbereich.

Jetzt zum Grundsätzlichen Heizungs-/Technik plan, wozu ich gerne ein Paar Meinungen oder Änderungsvorschläge hören würde:

- Luftwärmepumpe
Junkers Supraeco SAO-2 – ACM (SAO 80-2 ACM) – 8 KW Heizleistung
Mit 190L Warmwasserspeicher.
Auf einen Pufferspeicher wollte ich verzichten.

- Lüftungsanalage mit Wärme Rückgewinnung und Sommer-by-Pass
Sollte man hier noch einen Erdwärmetauscher mit einplanen?

- Fußbodenheizung

- Solaranlage, soviel das Dach hergibt. (hier evtl. warten bis durch bessere Batteriespeicher die Eigennutzung optimiert werden kann? Batteriespeicher machen heute noch keinen Sinn, soweit ich das verstanden habe.)

- Raumluftunabhängigen Kamin, nicht ans Heizsystem angeschlossen.
Durch Lüftung(by-Pass) und offenen Wohnbereich besteht da trotzdem die Gefahr durch Überhitzung? Hab das hier und da bei Passivhaus/KFW40 Beiträgen gelesen.

- Den von der Solaranlage erzeugten Strom möchte ich für die Wärmepumpe/Kühlung und den Hausstrom nutzen. Also nur einen Stromzähler. Dazu würde ich zwar den „teuren“ Strom für die Wärmepumpe zukaufen müssen, aber ich finde es widerspricht sich eh für dieses Konzept „dreckigen“ Strom einzukaufen.

Soviel zu meiner Idee als Leihe, also verzeiht mir falls da noch totaler Bullshit bei steht ;)
Gespräche mit den Heizungsexperten meiner Baufirma kommen noch. Dieser Plan ist das vorläufige Ergebnis meiner Internet Recherche.

Schon mal vielen Dank,
Rob

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Beitragvon energieprojekt » 30.09.2014 20:06 Uhr

Hallo Rob willkommen im Forum,
dann wollen wir mal schauen ob wir zusammen etwas planen können :wink:
Große Fenster zur Südseite finde ich gut das verspricht solare Gewinne und Helligkeit.
Zum Thema PV (soviel wie das Dach hergibt) habe ich meine eigene Meinung. Ich bin von dieser Variante nicht unbedingt ein großer Freund und möchte dir auch erklären warum.
-Falls du mit deiner Anlage über 10 KWp Leistung kommst zahlst du die Eigenstromnutzung.
-Du wirst den Strom in den Hoch-Zeiten nicht nutzen können und ihn zu vergleichsweise schlechte Preisen verkaufen müssen
-Bei Vollbedarf im Winter wird die Anlage den gesamten Bedarf nicht decken so das du Strom zu kaufst.
-Die einzige Lösung wären in der Tat Batterien oder exotische Lösungen wie ausgelasteter Stromtankstelle.

Hier würde ich lieber einen Teil des Daches für eine thermische Solaranlage bereitstellen und damit direkt der Wärmeversorgung zuarbeiten.
Eine weitere Variante wäre dann so etwas:
http://www.consolar.de/produkte/solare_ ... laera.html
Das würde auch optisch zu deinem Haus mit großen Fenstern passen.
Dann hättest du auch direkt einen Puffer und könntest dir überlegen den Kaminofen auch wassergeführt zu nehmen.

Um die Lüftungsanlage / Kühlung kommst du wahrscheinlich nicht rum.
Fußbodenheizung sollte Standard sein, aber eng verlegt dies bedeutet niedrigere Vorlauftemperaturen.

Nun werden bestimmt etliche mit diskutieren, ich bin gespannt und für weitere Vorschläge offen.
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Beitragvon robrob » 01.10.2014 10:57 Uhr

Hi,

Danke für die Antwort.

Ich ändere das mal auf soviel das Dach hergibt, solange es unter 10KWp bleibt. :)

Warum ich PV statt thermische Solaranlage vorgesehen habe, liegt daran, dass ich denke das wenn ich zu Spitzenzeiten zuviel Strom produziere, ich diesen, wenn auch zu schlechten Preisen, verkaufen kann.
Wenn ich genug Warmwasser habe, würde eine thermische Solaranlage ja eigentlich nichts mehr tun auf dem Dach.

Sobald es keine Einspeisungsvergütung mehr gibt, würde ein Batteriespeicher ja auch rentable werden.

Im Winter hoffe ich das durch gute Dämmung, Energie optimiere Haushaltsgeräte, optimierten Alltag und der Vorliebe etwas kühlerer Wohnräume der zuzukaufende Strom sich in bezahlbaren grenzen hält.

Daher auch diese Wärmepumpe. Da sie gerade erst auf den Markt gekommen ist, verspreche ich mir etwas mehr Effizienz als bei älteren Geräten. Neu ist immer Besser und so.

Kaminofen wollte ich keinen Wassergeführten nehmen, um das Heizungssystem nicht unnötig komplex zu machen. Allerdings auch nicht auf den Luxus Kamin verzichten. Zudem hab ich mal gehört, das ein Wassergeführter Kamin ohne Strom nicht funktioniert.

Kamin ist daher auch so eine Art Notfall Heizung bei Stromausfall ;)

Die Consolar Lösung klingt für mich ehrlich gesagt zu exotisch, die Heizungsbauer meines Vertrauens haben mit solchen Systemen auch keine Erfahrung. Ich will ungern die Baustelle sein, wo sie das erste mal versuchen so etwas zu installieren ;)

Gruß,
Rob
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Beitragvon energieprojekt » 01.10.2014 11:18 Uhr

robrob hat geschrieben:Hi,

Danke für die Antwort.
Da nicht für!

Ich ändere das mal auf soviel das Dach hergibt, solange es unter 10KWp bleibt. :)
guter Ansatz denn der Staat schröpft dich an dieser Stelle

Warum ich PV statt thermische Solaranlage vorgesehen habe, liegt daran, dass ich denke das wenn ich zu Spitzenzeiten zuviel Strom produziere, ich diesen, wenn auch zu schlechten Preisen, verkaufen kann.
Wenn ich genug Warmwasser habe, würde eine thermische Solaranlage ja eigentlich nichts mehr tun auf dem Dach.
Wenn eine Anlage vernünftig geplant wird kommt es dort zu nur geringem Stillstand, die Consolar könnte dich auch bei der Kühlung unterstützen, den Strom mit Verlust zu verkaufen halte ich für wenig sinnvoll. Dies macht Deutschland derzeit schon in dem sie zb den Österreichern Geld geben wenn die mit Strom die Pumpwerke laden und den Strom dann Abends teuer zurück kaufen :evil:

Sobald es keine Einspeisungsvergütung mehr gibt, würde ein Batteriespeicher ja auch rentable werden.

Im Winter hoffe ich das durch gute Dämmung, Energie optimiere Haushaltsgeräte, optimierten Alltag und der Vorliebe etwas kühlerer Wohnräume der zuzukaufende Strom sich in bezahlbaren grenzen hält.
Da kenne ich viele die dies glauben... aber wenige bei denen es auch klappt

Daher auch diese Wärmepumpe. Da sie gerade erst auf den Markt gekommen ist, verspreche ich mir etwas mehr Effizienz als bei älteren Geräten. Neu ist immer Besser und so.
Das stimmt bedingt leider gehen auch viele Neuerungen in die falsche Richtung und es wird auf Profioptimierung mehr Wert gelegt als auf funktionierende Technik

Kaminofen wollte ich keinen Wassergeführten nehmen, um das Heizungssystem nicht unnötig komplex zu machen. Allerdings auch nicht auf den Luxus Kamin verzichten. Zudem hab ich mal gehört, das ein Wassergeführter Kamin ohne Strom nicht funktioniert.
Das stimmt bedingt es gibt Kachelöfen wie diesen zb:http://www.walltherm.eu/walltherm.html den kannst du bei Stromausfall umschalten, ansonsten kannst du mit einer kl. UVS eine Notversorgung realisieren

Kamin ist daher auch so eine Art Notfall Heizung bei Stromausfall ;)

Die Consolar Lösung klingt für mich ehrlich gesagt zu exotisch, die Heizungsbauer meines Vertrauens haben mit solchen Systemen auch keine Erfahrung. Ich will ungern die Baustelle sein, wo sie das erste mal versuchen so etwas zu installieren ;)
Es sind ca 200 Anlagen im Betrieb und die "Consolarspezifischen" Komponenten können von Fachpartnern an die bestehende Anlage in Zusammenarbeit mit dem Heizungsbauer realisiert werden

Gruß,
Rob


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