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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
elhubo
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Beitragvon elhubo » 25.09.2014 12:58 Uhr

Hallo zusammen.

Ich bin ganz neu hier und die Verzweiflung treibt mich an.
Um das ganze ein wenig zu erklären muss ich allerdings ein wenig ausholen und hoffe hier niemanden zu langweilen, aber ich benötige wirklich Hilfe!

Wir haben ein Haus aus den 70er Jahren gekauft. Nach ca. einem Jahr haben wir die Heizung erneuern müssen und unseren Installateur (Wartungsvertrag) um ein Angebot gebeten.

Dieser hat uns auch eines geliefert - es sollte auch eine Solaranlage dabei sein, für warmes Wasser und ohne Heizungsunterstützung.
Lt. Aussage des Installateurs wäre da auch ein Zuschuss möglich, denn es würde eine hocheffiziente Umwälzpumpe installiert.
Das die Solaranlage nicht die Heizung unterstützt wäre somit egal ... und durch die Förderung würde sich ja auch wieder der Rechnungsbetrag mindern.

Klang gut und wir haben ihn machen lassen.
Als zusätzlichen Warmwasserspeicher haben wir den alten, vorhandenen behalten - lt. Installateur (war sein Vorschlag) sei das auch kein Problem.

In einem anderen Beitrag werde ich mal von den vielen Problemen mit dem Brenner berichten, aber hier geht es mir um die Thermie.
Nebenbei: die Förderung wurde natürlich wgn der fehlenden Heizungsunterstützung abgelehnt. Das hat den Installateur sehr erstaunt !!

Die Einweisung haben wir quasi zwischen "Tür und Angel" erhalten.
Es gäbe ein Display und einen Knopf, da würden die Temperaturen der Kollektoren usw. angegeben. Keine Info über eventuelle Warnungen oder soetwas.

Zeitlich kann ich das alles gerade nicht so genau einordnen, da ich nicht zu Hause bin, aber ich versuche es mal.

Uns viel auf, das auch im Sommer (vor ca 1 Jahr) oft die Heizung ansprang wenn warmes Wasser benötigt wurde, haben uns aber nichts dabei gedacht.

Bei der Wartung Anfang des Jahres wurde festgestellt das "Flüssigkeit im Kreislauf" fehlen würde und es wurde aufgefüllt.

Vor so 3-3 Monaten viel dem Schornsteinfeger (!!) auf das wohl das ganze System nicht richtig funktioniere (Warnhinweis auf Display) und wir haben den Installateur angerufen.

Der stellte nun fest, das die Kollektoren und die Rohre verstopft seien, pustete alles mit Druckluft aus einem Kompressor auf dem Hof durch, baute aber im Endeffekt die Kollektoren ab um sie in eine Reinigungsflüssigkeit zu legen.

Lt. Installateur hat er sowas noch nie erlebt ...
Die Kollektoren wurden nicht wieder sauber, das ist mein letzter Stand der Dinge und ich wundere mich doch schon sehr über das alles.

An den Kollektoren auf dem Dach sind auch Ventile geplatzt und Flüssigkeit ausgetreten. Es war eine schwarz-braune Suppe ...

Der Installateur meint die Ursache sei eine "Dichtungsmasse", die eventl. der Vorbesitzer im weiter benutzten Speicher genutzt habe ...

Nun meine Frage: Was ist wohl passiert? Hat der Installateur recht? Was soll ich nun machen??

Ich bin ratlos und hoffe auf Hilfe!!
Jetzt schon vielen Dank!!

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Beitragvon machtnix » 30.09.2014 20:49 Uhr

Dein Installateur ist kein Installateur sondern die größte Flachzange die in deiner Gegend rumläuft.
So wie ich das sehe hast du noch garantie und Gewährleistung.
Unbedingt Gutachter/Sachverständigen einschalten.
Innung oder Handwerkskammer kann dir hier behilflich sein.

Bei der Bafa mal selbst nachlesen wleche Förderungen in Frage kommen:
http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erne ... index.html
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Beitragvon energieprojekt » 30.09.2014 20:59 Uhr

Grüße dich Elhubo, das klingt ja wirklich spannend und ärgerlich. Ich würde dem "Installateur" (falls er einer ist) mal auf die Sprünge helfen und ihm zeigen was er sonst so noch alles nicht erlebt hat !
"braune Brühe" ist sogenannte "gekrackte" Solarflüssigkeit (durch Überhitzung zerstört). Diese aus Kollektoren und Leitungen heraus zubekommen ist möglich aber nicht ganz einfach dafür teuer.... (sollte es nötig werden kann ich dir hierzu Tipps geben)
Gewährleistung, Gutachter und Handwerkskammer sind gute Stichworte.....
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Beitragvon elhubo » 02.10.2014 06:15 Uhr

Vielen Dank für die bisherigen Antworten.

Mich macht die Sache wirklich Sprachlos.
Wie kann ich denn an einen Gutachter kommen und wer muss den dann bezahlen?

Ich habe gestern mit der Kreishandwerkerschaft gesprochen und diese wollen nun auch noch mal mit dem Installateur Kontakt aufnehmen.

Zusätzlich werde ich nun mit einem Anschreiben eine schriftliche Stellungnahme des Installateurs anfordern und zugleich auch alle ihm vorliegenden Dokumente.

Bisher habe ich noch keine Information über den aktuellen Stand erhalten ...

Sollte ich ggf. auch einen Anwalt einschalten?
Ich möchte das eigentlich nicht so aufbauschen, aber ich fühle mich wirklich ein wenig verarscht und möchte auch endlich eine Lösung!

Ich habe schon das Gefühl, der Installateur möchte die ganze Sache einfach nur aussitzen und eventuell somit alle meine Ansprüche "ablaufen" lassen ...

@energieprojekt: gibt es ggf. mehr Informationen über dieses "auscracken"? Im Netz habe ich nicht so viel gefunden ... auch über die Reinigung würde ich gerne mehr erfahren!
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Beitragvon energieprojekt » 02.10.2014 08:00 Uhr

guten Morgen elhubo
den ersten richtigen Schritt bist du gegangen, den an die Kreishandwerkerschaft. Die werden nun den Installateur einschalten und anschließend ggf mit einem Gutachter zusammen versuchen eine gütliche Einigung zu erreichen.
Der Weg zum Gericht über einen Anwalt bleibt dir freigestellt allerdings ist dies ein sehr langwieriges Verfahren.
Aussitzen wird dem Installateur nichts nutzen da durch die Mängelrüge die Verjährung nicht greift und er reagieren muss.
Zum Thema reinigen des Solarsystems werde ich dich gerne direkt antworten.Sende mir dazu deine Mailadresse oder Tel im privaten Bereich.
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Beitragvon elhubo » 02.10.2014 08:10 Uhr

So. Es gibt Neuigkeiten!

Der Installateur hat sich eben bei mir auf der Arbeit gemeldet.
Er war freundlich und höflich - habe ich auch schon anders erlebt ...

Anscheinend hat der Anruf bei der Kreishandwerkerschaft doch geholfen!

Jedenfalls hat der Hersteller der Module (Viessmann) wohl jegliche Gewährleistung abgelehnt - was mein Installateur nicht so toll fand.
Er behauptet noch immer das es sich bei dem "Verstopfungsproblem" um eine "flüssige Dichtungsmasse" oder eine Verschlammung aus dem behaltenen, alten Speicher handelt.

Sein Vorschlag: Er stellt neue Kollektoren von einem anderen Hersteller quasi umsonst, aber es müsste ein neuer Speicher her ... und die Arbeit und restliches Material natürlich auf Rechnung ...

Ich habe noch was von der Flüssigkeit die in den Rohen noch übrig war ... sollte ich diese mal analysieren lassen ... wer trägt denn dann die Kosten?

Er möchte sich in der kommenden Woche mal mit mir treffen und das weitere Vorgehen besprechen .. ich will eigentlich nicht auf seinen Vorschlag eingehen ... !

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Beitragvon machtnix » 02.10.2014 14:09 Uhr

Du solltest dich mal diesen Paragraphen etwas näher befassen:
http://dejure.org/gesetze/BGB/634.html

Der Kasperl soll das Werk Mangelfrei erstellen und gut is,aber auf seine Kosten.


Wenn ich sowas schon lesen muß: An den Kollektoren auf dem Dach sind auch Ventile geplatzt und Flüssigkeit ausgetreten. Es war eine schwarz-braune Suppe ...
Dann stellen sich mir die Haare auf.Was haben Ventile auf dem Dach zu suchen?Nichts,aber auch rein gar nichts.
Wahrscheinlich ist da wohl ein Entlüfter ohne Absperrung installiert.
Die Anlage geht in Hochdruck und schon bläst der Entlüfter ab.
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Beitragvon energieprojekt » 02.10.2014 18:55 Uhr

elhubo hat geschrieben:So. Es gibt Neuigkeiten!

Er behauptet noch immer das es sich bei dem "Verstopfungsproblem" um eine "flüssige Dichtungsmasse" oder eine Verschlammung aus dem behaltenen, alten Speicher handelt.

Sein Vorschlag: Er stellt neue Kollektoren von einem anderen Hersteller quasi umsonst, aber es müsste ein neuer Speicher her ... und die Arbeit und restliches Material natürlich auf Rechnung
Dein Heizungsschlumpf möchte nochmal abkassieren das soll er bei anderen machen aber nicht bei dir !

Ich habe noch was von der Flüssigkeit die in den Rohen noch übrig war ... sollte ich diese mal analysieren lassen ... wer trägt denn dann die Kosten?
Eine Analyse nach zugelassenem Meßverfahren kann ich dir machen lassen, das ist keine große Nummer und auch von den Kosten her überschaubar. Am ende zahlt dies eh dein HZB

Er möchte sich in der kommenden Woche mal mit mir treffen und das weitere Vorgehen besprechen .. ich will eigentlich nicht auf seinen Vorschlag eingehen ... !

Würde ich auch nicht er will wie gesagt nur nochmal melken, Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon elhubo » 04.10.2014 08:40 Uhr

Wieder DANKE für die Antworten!

Habt ihr vielleicht noch Links oder Fotos wie eine geckrackte Anlage aussehen kann?
Die würde ich bei meinem Termin mit dem Installateur gerne auf den Tisch legen ...

Anscheinend muss man dem ja alles vor beten und beweisen.

@Udo: wie läuft das mit der Analyse?
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Beitragvon energieprojekt » 04.10.2014 17:21 Uhr

Hy ich schaue mal nach ob ich noch Fotos habe ansonsten lösche ich die immer wenn solche Projekte abgeschlossen sind.
Ich melde mich wegen der Analyse PN, brauch dann eine Wasserprobe
dir ein schönes WE Udo vom energieprojekt

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