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Biogas, Biogasanlagen, Fermenter
zenesen
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Beitragvon zenesen » 22.09.2014 10:50 Uhr

Hallo,
völlig neu hier, deswegen eine kurze Vorstellung.
Wir sind seit zwei Jahren hier in den spanischen Pyrenäen am Aufbau eines Permakulturprojekts, inselautark. Zwei Familien mit Kindern, Pferden und Hunden, grossem Gewächshaus, Stallungen, Haus und Werkstatt.
Wir haben Anfang dieses Jahres eine 6,8kW PV-Anlage in Betrieb genommen. Alles soweit einwandfrei.
Wir brauchen ein sinnvolles, antizyklisches zweites Energie-Standbein. In den Wintermonaten mit weniger Licht wird unsere PV kam ausreichen. Wind und Wasser ist uns verboten, wir sind direkt am Rand des Naturschutzparks Pyrenäen, ich hätte sonst gerne mit einer Turgo Turbine gearbeitet, denn im Winter hat der angrenzende Bach genug Wasser. Aber ist nicht...
Wir werden sowieso in weitere Zukunft einen Biomeiler errichten,
allein wegen der zu erwartenden fruchtbaren Erde, aber mir geht es jetzt in erster Linie um einen Energiegewinn in Stromform.
Kann mir jemand sagen was ich via einem Thermoelement in etwa für eine Energieausbeute in Watt erwarten kann, bei einem, sagen wir mal 6,5 - 7m Durchmesser Biomeiler mit zwei Wendeln, also etwa 2,5m Höhe.
Es wäre sehr hilfreich für uns dass zu wissen.
Ich weiss dass ich in etwa 55 Grad warmes Wasser erwarten kann, Durchflussmenge weiss ich nicht mehr genau aber was an Watt am Ende des Tages herauskommt dass wäre für uns wichtig zu wissen.
Merci, Michael

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Beitragvon energieprojekt » 22.09.2014 11:06 Uhr

Grüße dich Michael, willkommen im Forum energieportal24.de
Schön das Ihr euch auch im fernen Spanien Gedanken macht.
Ich kenne verschiedene Biomeilerprojekte, meistens wird hier aber nur die Wärme genutzt. ( du kannst mal hier schauen: www.biomeiler.at )Möchtest du ein umgekehrtes Pelletierelement zur Stromerzeugung einsetzen oder womit möchtest du aus Wärme Strom machen ?
Mit deinen 55-60°C liegst du richtig allerdings wird der permanente Entzug von großen Mengen Wärme eher schwierig.
Eine alternative für euch wäre vielleicht ein Eigenbau BHKW auf Pflanzelölbasis, in den Pyrenäen wird es wie ich aus eigener Erfahrung weiß auch recht kalt.
Gruß Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon zenesen » 22.09.2014 11:21 Uhr

Danke Udo für die schnelle Antwort,
Kälte ist nicht das Problem, wir haben tatsächlich insgesamt 7 Grundöfen, ein Freund ist Kachelofenmeister und wir haben die vergangenene Monate Grundöfen gebaut.
Die Temperatur ist auch nicht so tief wie z.B. in den Alpen.
Unter -10 Grad selbst in der Nacht praktisch nie und tagsüber hat es auch im Winter viel Sonne, sprich über Null Grad.

Umkehrung Pellet kenn ich nicht?
Ich hatte gedacht ein Thermoelement könnte mir aus dem warmen/heissen Wasser Strom liefern?
Das ist sicher kein guter Wirkungsgrad, aber wir haben hier einige Hektar Wald und Wiese zum säubern und auslichten, Biomasse also im Überfluss. Es bietet sich halt auch wegen der Kompostgewinnung ideal an.
Oder mach ich das besser über einen Hybridmeiler, gewinne Gas und daraus dann via Verbrennung Strom?
Was macht denn da mehr Sinn? warmes Wasser zu Strom, oder Gas zu Strom. Und was springt dabei wirklich in Watt raus, zumindest in etwa, damit ich eine Idee habe ob das überhaupt praktikabel ist.
Danke nochmal, Michael.
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Beitragvon energieprojekt » 22.09.2014 14:05 Uhr

Hallo Michael, Gas zu produzieren und den dann verstromen wäre sicherlich die bessere Variante allerdings bestimmt auch sehr aufwendig (Biomasse Kraftwerk) Strom aus Wärme wird bestimmt auch nicht so einfach in ausreichender Menge.........
Alles bestimmt interessant aber auch mit viel Pioniergeist.
Hier in Deutschland kämen da allerdings noch erschwerend die gesetzl. Bestimmungen hinzu.
Eine Variante wären vielleicht noch ein Holzkohle BHKW
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Beitragvon zenesen » 22.09.2014 21:41 Uhr

Also noch mal ein bisschen genauer mit der Stromerzeugung via Biogas.
Laut Jean Pain produziert ein 80 Kubikmeter Biomeiler/Hybridbauweise in 18 Monaten so viel Biogas das umgerechnet 5000 Liter Heizöl entspricht.
Das sind zurück gerechnet ca. 10 - 12 Kubikmeter Methangas pro Tag.
Falls diese Daten korrekt sind, es sind die einzigen die ich bisher habe, wäre dass selbst bei einem miserablenm Wirkungsgrad noch mehr als genug. (1 Kubikmeter Methan ca. 9kWh)

Wie ist denn dass mit den Gasmotoren/Generatoren, normalerweise laufen die doch mit Flaschengas, also gereinigtes Gas und mit einem gewissem Druck.
Wieviel Druck braucht denn eigentlich so ein Gasgenerator und gibt es da irgend welche Filtervorsätze zur Entschwefelung und Reinigung, etc.?

Tja, alles nicht so einfach, aber wenigstens redet uns hier keiner in die Sache mit Vorschriften etc. rein. Kennt sich eh keiner aus und dort wo wir leben sagt sich Fuchs und Hase Gute Nacht.
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Beitragvon tropenhuhn » 05.03.2015 21:05 Uhr

Hallo Michael!

Bin auf der verzweifelten Suche, aus Biogas Strom zu machen und bin dabei auch auf die den Seebeck-Effekt nutzenden, von Dir erwähnten umgekehrten Peltier-Elemente gestoßen.

Nach meiner Info gibt es kleine Peltier-Elemente (4x4cm), die aus 60 Watt Stromleistung ca. 100K Wärmeunterschied generieren und vorrangig im Camping-und Autobereich als Kühlschrank eingesetzt werden. Sowas hier: TEC1-12706

Mich interessiert der umgekehrte Weg. Der Seebeck-Effekt. Aus Temperaturunterschieden Spannung zu erzeugen. Gibt es da etwas in einer halbwegs wirtschaftlichen Form?

Ich schreibe von meiner Farm in Afrika und habe keine Stromversorgung, denke aber an, Strom aus Biogas zu generieren.

Solar ist sehr teuer(Zoll), Motoren sehr reparaturanfällig, also die „offensichtlichen“ Wege der Stromerzeugung sind nicht optimal.
Das umgekehrte Peltier-Element dagegen wäre wartungs-und verschleißfrei, geräuschlos und in kleinen Mengen transportierbar und addierbar um auf große Mengen zu kommen.

Gäbe es ansonsten noch andere Möglichkeiten (ausser Generator-Motoren) aus Biogas-> Strom zu erzeugen?

Gibt es Dampfturbinen die meine kleinen Mengen aus ca. 130m³ Geflügelmist/Jahr in Strom wandeln? Oder Gasturbinen? Oder Strirlingmotoren?

Leider ist mein Internet nicht allzu schnell, sonst könnte ich mehr im Netz suchen.

Über eine Rückmeldung, auch von anderen Foristen, wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße,
Martin

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Beitragvon BC2K » 09.10.2015 02:36 Uhr

Stirling motor ist ein sehr guter kandidad dafuer.

http://www.animatedengines.com/vstirling.html

Es gibt sogar ein art der keine kurbelwelle hat, der kolben bewegt nur ein magnet hin und her durch eine kupferspule wie die billige magneten "schuettel" taschenlampen funzen aus China.

Groessere dieses art werden im solarschuessel technik eingestezt.

Verzeihe die mangeln an deutsches Rechstschreiben - bin Ami ;-)

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