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der_alte_Fritz
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Beitragvon der_alte_Fritz » 24.08.2014 11:28 Uhr

Hallo allerseits, derzeit haben wir eine Solaranlage zur Brauchwassererwärmung von Wolf nebst Gastank und wassergeführtem Kamin. Eigentlich in dem Glauben günstig heizen zu können, mit einer 500€ Nachzahlung auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Interesse an eigener Stromgewinnung war schon immer da.
Einspeisung nicht geplant.
Stromverbrauch derzeit 4500kw/h
Platz wäre auf dem Dach ca. 180qm oder auf dem unbenutzen Feld hinterm Haus 4000qm.
Wenn ich schon umsteige, dann auch bitte komplett, sodass ich jede Jahreszeit genügend Leistung zur Verfügung habe.
Neues Auto steht eh an, was liegt näher sich für das Einkaufen und Hol-und Bringservice der Kinder innerhalb des Wohnortes einen Stromer zuzulegen. Mein Wunsch wäre ein völlig autarkes Leben ohne Stromlieferanten. Hat hier jemand Erfahrung zum gleichen Thema?
Evtl doch Windenergie? Einspeisung sinvoll?
Kosten erstmal nebensächlich hauptsache Amortisierung innerhalb 15 Jahre.
Danke für eure Erfahrungen und Tipps im Voraus
Gruß daF

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Beitragvon energieprojekt » 24.08.2014 18:53 Uhr

grüße dich Fritz (der Alte)
dein Wunsch ist nicht neu, verständlich aber nicht so einfach........
Zum ersten, mit einer Solaranlage zur Brauchwasserbereitung wirst du nicht soweit kommen. hiermit sparst du ca 60-70% der Energie die zur Warmwasserbereitung nötig ist. (Dies macht aber nur 5-10 % der benötigten Energiemenge im Haus aus).
Mein erster Vorschlag wäre hier eine ausreichend große thermische Solaranlage zur Heizungsunterstützung damit kannst du dann zwischen 30 und 50% der gesamten Heizkosten erschlagen, oder mehr wenn es das richtige System ist.
Da du ja einen Kachelofen hast wird auch der Puffer schon vorhanden sein.
Zum Thema Gastank hier solltest du darauf achten das er dein Eigentum ist sonst wirst du abgezockt. (ich weiß wovon ich rede war mal bei solch einem Unternehmen)
Durch die Stromproduktion wirst du die Heizkosten nicht senken !
Bei einem Jahresverbrauch von 4500 KWh wären es ca 12,5 KWh am Tag (wohl im Winter mehr) also kannst du schauen wie groß dein Speicher sein muss (besser ist hier einen Lastverlauf über mehrere Monate zu ermitteln).
Den Überschuss kannst du nicht mehr einspeisen wenn du keinen Stromanschluss mehr hast (Stichwort Autark)
Ein Mix aus Wind und Strom ist denkbar und auch realisierbar, solange wie du sagst das die Kosten keine Rolle spielen.
Die von dir angedachte Lösung ist durchaus umsetzbar allerdings bedarf es einer genauen Planung.
Eventuell wird es einfacher wenn du ein paar Nachbarn mit ins Boot holst.
Gerne stehe ich dir hier beratend zur Seite, melde dich einfach.
Leichter und verständlicher wird es hier für alle wenn du uns mehr Daten über dein Objekt und den Verbrauch mitteilst.
Zb Hausgröße, Baujahr
Bewohner Nutzungsverhalten
Standort usw
Einen schönen Abend noch Udo vom Energieprojekt
Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !
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Beitragvon der_alte_Fritz » 25.08.2014 15:05 Uhr

Mensch, mit so einer schnellen Antwort hatte ich nicht gerechnet.
Ersteinmal vielen Dank für die Infos!

Zuerst werde ich mich mal um die Aufkündigung des Gastankvertrages kümmern, wir haben uns hier wohl aus Gutglaubigkeit über den Tisch ziehen lassen. Für den Anschluss 700€ bezahlt, leider erst jetzt gesehen, dass alles selbst die verlegte Leitung weiterhin im Besitz des Unternehmens verbleibt. Ich ahne bereits, dass das Verbleiben im Boden ein Extrasümmchen kosten wird. Selbst den Gastank müssen wir selbst, bzw durch einen Dienstleister freiheben lassen. Ok ist halt so! Aus Fehlern lernt man bekanntlich.

Zu den Fakten:
4 Personenhaushalt
Neubau in 2013
135qm WF
Pufferspeicher Warmwasser vorhanden
Haus steht im nördlichen Brandenburg

Nachbarn sind leider alle bereits Solarstromer in wieweit erschließt sich mir nicht. Fragen werde ich auch nicht nochmal, da auch der Miettank ein Supertip eines dieser Nachbarn war.

Schaffe ich über die Dachflächen eine komplette Versorgung, auch über die Wintermonate hinaus? Ich hatte angenommen, dies würde viel Platz kosten. Daher meine Anregung mit Windenergie. Ich möchte halt den Haushalt inkl. Mehrverbrauch durch Verschwendung(wird unweigerlich geschehen) sagen wir pauschal 6000kw/h ohne E-Stromer.
Hat bereits jemand eine E-Tankstelle oder Erfahrungen damit? Mich interessiert hier auch der Wartungsaufwand solch einer.
Was ist den am effektivsten zum Stromgewinnen?

Danke nochmal
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Beitragvon energieprojekt » 26.08.2014 20:42 Uhr

der_alte_Fritz hat geschrieben:Mensch, mit so einer schnellen Antwort hatte ich nicht gerechnet.
Ersteinmal vielen Dank für die Infos!

Hallo Fritz dafür sind wir doch hier, Fragen beantworten und einander vielleicht damit einwenig helfen

Zuerst werde ich mich mal um die Aufkündigung des Gastankvertrages kümmern, wir haben uns hier wohl aus Gutglaubigkeit über den Tisch ziehen lassen. Für den Anschluss 700€ bezahlt, leider erst jetzt gesehen, dass alles selbst die verlegte Leitung weiterhin im Besitz des Unternehmens verbleibt. Ich ahne bereits, dass das Verbleiben im Boden ein Extrasümmchen kosten wird. Selbst den Gastank müssen wir selbst, bzw durch einen Dienstleister freiheben lassen. Ok ist halt so! Aus Fehlern lernt man bekanntlich.

Welchen Anbieter hast du denn der dich so nett "bedient" hat ? Manche Lieferanten bieten eine Art Mietkauf an dann zahlst du eine einmalige Gebühr, der Tank bleibt trotzdem Eigentum des Lieferanten und in seiner Verantwortung allerdings hast du nicht mehr die jährlich steigenden Mietkosten. Nachteil ist das du bei der Befüllung trotzdem an ihm gebunden bist.

Zu den Fakten:
4 Personenhaushalt
Neubau in 2013
135qm WF
Pufferspeicher Warmwasser vorhanden
Haus steht im nördlichen Brandenburg
Wieviel Gas verbrauchst du denn pro Jahr ?
bei einem Neubau gehe ich mal von FB-Heizung aus, hier sollte mit der Kombi große Solaranlage und wassergeführtem Kachelofen der Gasverbrauch deutlichst zu reduzieren sein !
Wie groß ist der Pufferspeicher ?


Nachbarn sind leider alle bereits Solarstromer in wieweit erschließt sich mir nicht. Fragen werde ich auch nicht nochmal, da auch der Miettank ein Supertip eines dieser Nachbarn war.

Der Tip mit dem Gastank war auch bestimmt nicht ganz uneigennützig hier werden schnell mal 500€ Provision über den Tisch gereicht. Ok wenn hier schon alle Strom haben bietet sich ggf ein Nahwärmenetz an. Das heißt dü würdest mit einem BHKW Strom und Wärme produzieren, die Wärme deinen Nachbarn verkaufen und den Strom selber nutzen. Ist unter Umständen effizienter als eine Riesen-PV mit Batteriebank

Schaffe ich über die Dachflächen eine komplette Versorgung, auch über die Wintermonate hinaus? Ich hatte angenommen, dies würde viel Platz kosten. Daher meine Anregung mit Windenergie. Ich möchte halt den Haushalt inkl. Mehrverbrauch durch Verschwendung(wird unweigerlich geschehen) sagen wir pauschal 6000kw/h ohne E-Stromer.
Hat bereits jemand eine E-Tankstelle oder Erfahrungen damit? Mich interessiert hier auch der Wartungsaufwand solch einer.
Was ist den am effektivsten zum Stromgewinnen?
6000 KWh/a sollte kein Problem darstellen ein größeres eben die Versorgungssicherheit in Zeiten wo kaum Sonne scheint, Es gibt Anlagen /Häuser wo dies umgesetzt wurde und auch klappt, dort sind in der Regel Akku-Speicher mit einer Kapazität >50 KWh verbaut das geht schon ins Geld!
Deswegen hier meine Idee mit Kraftwärmekopplung.
Dies geht auch mit deinem Flüssiggas du bekommst dann direkt einen deutlich besseren Tarif und die Energiesteuer erstattet.


Danke nochmal


Gruß Udo vom Energieprojekt

Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !

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