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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Kantinka
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Beitragvon Kantinka » 23.07.2014 21:01 Uhr

Hallo,

ich bin ganz neu hier und habe nicht viel Ahnung. Wir beginnen demnächst mit unserem Neubau und haben ein KFW 70 Haus. Um dies zu erreichen haben wir eine Abluftwärmepumpe (Nibe F750) und Fußbodenheizung. Nun möchten wir einen Kamin einbauen und ab da fangen anscheinend die Probleme / Kosten an. Wir hatten uns eigentlich für das Modell ****** 116 ECOplus entschieden, da dieser uns optisch gefällt und eine große Scheibe hat. Ansonsten käme wohl nur etwas "drehbares" in Frage. Jetzt müssen wir aufgrund des Modells (so habe ich das verstanden) eine Unterdrucksicherheitsabschaltung einbauen lassen und zusätzlich einen Schornstein (14 x 14 cm) mit integrierter Zuluft anschließen lassen.

Gibt es günstigere Kamin Alternativen? War die Pumpenwahl sinnvoll? Wir werden nun leider immer unsicherer, da uns auch gesagt wurde, dass wir dann nur noch einen Kondenstrockner benutzen können und die Dunstabzugshaube auch nicht mehr rausführen darf.

Weiß jemand zufällig auch noch, ob man theoretisch an die Nibe F750 eine Klimaanlage anschließen kann?

Vielen Dank für Eure Rückmeldungen!!!

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Beitragvon energieprojekt » 23.07.2014 21:17 Uhr

Guten Abend Kantinka, ob deine Wahl richtig war wirst du dir in ein paar Jahren beantworten wenn du die Energiekosten hoch rechnest und anfallend Reparaturen/ Wartung überblicken kannst.
Das Problem mit dem Kachelofen hat nichts mit Nibe zu tun das wäre dir bei anderen auch passiert. Es gibt wenige Öfen am Markt die wirklich Raumluftunabhängig betrieben werden können.
Hier muss zwingend der Bezirksschornsteinfeger mit ins Boot geholt werden sonst wird es unter Umständen teuer und ärgerlich.
Mit Trockner und Dunsthaube verhält es sich ähnlich die können der Lüftungsanlage Ärger bereiten bzw den Betrieb stören.
Beim nächsten Haus vorher fragen hat das den der Planer nicht gesagt ?
Mit sonnigem Gruß Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon Kantinka » 24.07.2014 13:38 Uhr

Hallo Udo,

danke für Deine Antwort. Nein, der Planer hat uns nichts gesagt.

Die Öfen, die man raumluftunabhängig benutzen kann, sind wahrscheinlich wesentlich teurer, oder?

Kannst DU mir evtl. auch noch etwas zum Nachrüsten einer Klimaanlage an die Nibe-Pumpe sagen?

Danke!
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Beitragvon bernhard geyer » 24.07.2014 17:30 Uhr

Abluft-WP und Kfw70 - Das wird vermutlich schief gehen.
Einige Mitforisten mussten schon (oft mit Stiebel-Eltron-Modellen) erleben das die WP zu schwach ist und sie sehr teuer mit der Heizpatrone nachheizen müssen.

Eine normale Luft-WP wäre für diese Mitforisten besser gewesen.

Beim Kamin der Raumluftunabhängig arbeitet ist eigentlich nicht viel teurer. Es muss "nur" eine Zuluftleitung zum Kamin vorhanden sein.

Dunstabzugshaube die nicht rausgeht ist kein Problem. Die zentrale Wohnraumbelüftung sorgt schon dafür das die schlechte Luft raus kommt.
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Beitragvon Kantinka » 24.07.2014 18:50 Uhr

Hallo Bernhard,

die KFW-Finanzierung ist durch, oder was meinst du mit schiefgehen?

"Einige Mitforisten mussten schon (oft mit Stiebel-Eltron-Modellen) erleben das die WP zu schwach ist und sie sehr teuer mit der Heizpatrone nachheizen müssen."

Kannst du mir das erklären? Ich verstehe das nicht.

Wenn der Kamin raumluftunabhägig ist, brauche ich keine Unterdrucksicherheitsabschaltung, oder? Das wären 1000 € weniger...
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Beitragvon bernhard geyer » 24.07.2014 22:54 Uhr

Kantinka hat geschrieben:die KFW-Finanzierung ist durch, oder was meinst du mit schiefgehen?

"Einige Mitforisten mussten schon (oft mit Stiebel-Eltron-Modellen) erleben das die WP zu schwach ist und sie sehr teuer mit der Heizpatrone nachheizen müssen."

Kannst du mir das erklären? Ich verstehe das nicht.

Ganz einfach. Die verwendeten WPs sind so klein das ab sagen wir mal -5 Grad Außentemperatur die Heistäbe mitlaufen müssen um das Haus halbwegs warm zu bekommen. Statt den "Berechneten" 3000 kWh Verbrauch und 700 € Stromkosten stehen am Ende 10.000 kWh Verbrauch und 2200 € Stromkosten zu buche.

Was sagt den die Heizlastberechnung aus? Die Nibe-WP kann 6 kW Heizleistung liefern und wird für Gebäudeheizlasten von bis zu 9 kW vom Hersteller empfohlen. Wenn du hier mehr hast oder in einem kalten teil Deutschlands wohnst würde ich hier vorsichtig sein.

Kantinka hat geschrieben:Wenn der Kamin raumluftunabhägig ist, brauche ich keine Unterdrucksicherheitsabschaltung, oder? Das wären 1000 € weniger...
Das wird der Heizungsbauer (und als Abschließender entscheider) der zuständige Kaminkehrer entscheiden.

Ich würde aber grundsätzlich Kamin hinterfragen. Dieser ist (mit allen drum und dran) ein sehr teurer Luxusartikel im Haus. Für die Gesamtmehrkosten wirst du (wenn die Heizungauslegung passt) 10 oder mehr Jahr heizen können. Und das nur um ein bisschen Flammen aus einem 20*20cm Fenster zusehen zu können?

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Beitragvon Kantinka » 25.07.2014 10:40 Uhr

Hallo Bernhard,

danke für die Antwort.

Ich habe gerade die Unterlagen rausgekramt, weiß aber nicht, wo ich die Zahlen zur Heizlastberechnung finden soll... Wir wohnen in der Nähe von Hannover, daher geht es mit den Temperaturen im Winter.

Zum Kamin hast du wahrscheinlich recht, trotzdem möchten wir einen haben. Ich werde mal den Schornsteinfeger kontaktieren...
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Beitragvon energieprojekt » 25.07.2014 15:50 Uhr

Hallo Kantinka, wenn du die Wärmepumpe noch nicht geordert hast schau ob du vielleicht eine der Heizlast entsprechende bekommst, so wie Bernhard dir schon geschildert hat. Es macht wenig Sinn wenn du zuviel (bzw überhaupt) mit dem Elektroheizstab heizen musst.
Dies ist wahrscheinlich nach dem heizen mit dem Backofen die teuerste Variante und vom Umweltaspekt eine Supergau
Gruß Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon Kantinka » 25.07.2014 19:10 Uhr

Hallo Udo,

wir haben die Pumpe prinzipiell schon geordert, denn sie steht in unserem Hausvertrag drin. Wo kann ich denn die Heizlast in Erfahrung bringen? Ich habe relativ viele Unterlagen, in der die Pumpe auf unser Haus zugeschnitten berechnet worden ist, aber ich habe trotzdem keine Zahl zur Heizlast gefunden...
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Beitragvon energieprojekt » 25.07.2014 19:23 Uhr

die muß in deinen Hausunterlagen stehen Wärmebedarf, die Heizflächenauslegung und auch so eine Art Energiepass........
Du solltest ggf von dem Bauträger schriftlich geben lassen das die Heizlast ausreichend ist und der Heizstab nicht in Betrieb gehen wird. (zb abklemmen lassen oder mit einem eigenen Stromzähler versehen lassen damit du später etwas in der Hand hast.
Ich habe dies Problem gerade bei einem Kunden der statt 400 €
2400 € Stromkosten im Jahr hat (Neubau 220 m²) und nur weil permanent mit dem Elektroheizstab geheizt wird (Automatik).
Hier muß ich nun umfassend schreiben, rechnen und prüfen was alles quer gelaufen ist.............. Am ende geht das ganze vor's Gericht und die Anwälte und Gutachter lachen sich tot
Gruß Udo vom Energieprojekt

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