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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Schmo
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Beitragvon Schmo » 07.07.2014 14:36 Uhr

Hallo zusammen,

da die Stromkosten ja immer teurer werden sind wir auf der Suche nach einer neuen Heizungsanlage.

Folgender Istzustand:
2 Familienhaus, Baujahr ca 1960
Dämmung rundrum mit ca 6 cm Styropor ca im Jahr 2000.
Nachtspeicheröfen der Firma Stibel Eltron.
Die Wohnungen haben den gleichen Grundriss, 122 m²
Aktuell sind pro Wohnung fünf 3 KW und zwei 5 KW Nachtspeicherheizungen vorhanden.
Warmwasser gibts per Druchlauferhitzer.

Nun stellt sich die Frage nach der neuen Heizungsart.

Öl? Platz für Oltank wenig/nicht vorhanden.
Pellets? Auch hier wegen der Lagerfläche etwas schwierig.
Gas? Wäre möglich, liegt vor dem Haus in der Straße. Abhängigkeit von fossilem Brennstoff.
Luft-Wärmepumpe? Schlechter Wirkungsgrad, nur Sinnvoll mit Fußbodenheizung
Erd-Wärmepumpe? Besserer Wirkungsgrad, evtl auch mit Wandheizhkörpern nutzbar? Zwei Gartenflächen (Rasen) vorhanden (12x11m und 4x7m)

Habe ich was vergessen? Was schlagt ihr vor? Momentan deutet für mich alles auf Erdwärme hin.

Viele Grüße

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Beitragvon bernhard geyer » 07.07.2014 18:50 Uhr

Wie sind den die Verbrauchswerte für ein Jahr?
Wie viel m2 beheizte Wohnfläche ist den vorhanden?

Ohne großen Umbau und weitere Verbesserung des Dämmerzustandes wird m. E. vermutlich die Gasheizung die Kosten/Nutzetechnisch beste Lösung sein
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Beitragvon KTT » 08.07.2014 21:27 Uhr

Hallo Schmo,

hast schon mal etwas von den Hyper Inverter Klimageräten gehört?
Mit denen kannst du den Heizstromverbrauch auf ca. ein Drittel senken u. benötigst kein wassergestütztes Wärmeverteilsystem.
Elendslange Diskussionen dazu samt begeisterter Community gibt's hier.

Grüße Josef
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Beitragvon energieprojekt » 09.07.2014 10:53 Uhr

Hallo Schmo, hast du eine Heizlastberechnung für dein Haus ?
Die brauchst du auf jedenfall wenn du ein zufriedenstellendes Ergebnis möchtest.
Ohne jetzt ins Detail zu gehen mit den Eckpunkten wie keine Lagerfläche Würde ich dir auch zu Gas raten oder aber WP mit Direktkondensation und ggf Solar. auf jedenfall würde ich wenn möglich Wand oder Fußbodenheizung einem Heizkörper vorziehen.
Wenn du mehr Details hast kann ich dir gerne weiter helfen,
Gruß Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon energieprojekt » 09.07.2014 10:53 Uhr

Hallo Schmo, hast du eine Heizlastberechnung für dein Haus ?
Die brauchst du auf jedenfall wenn du ein zufriedenstellendes Ergebnis möchtest.
Ohne jetzt ins Detail zu gehen mit den Eckpunkten wie keine Lagerfläche Würde ich dir auch zu Gas raten oder aber WP mit Direktkondensation und ggf Solar. auf jedenfall würde ich wenn möglich Wand oder Fußbodenheizung einem Heizkörper vorziehen.
Wenn du mehr Details hast kann ich dir gerne weiter helfen,
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Beitragvon moderne.heizung » 28.07.2014 10:09 Uhr

Hallo,

Auch wenn es seit letztem Jahr gesetzlich keine Verpflichtung mehr zum Rückbau von Nachspeicheröfen gibt, stellt das Heizsystem eines der teuersten und einen der größten CO2 Emittenten dar.
Die Installation einer Gas-Brennwertanlage wird nicht nur zu einer deutlichen Heizkosteneinsparung führen, sondern aufgrund der geringen Investitionskosten im Verhältnis zu anderen Techniken zu einer schnellen Amortisation. Durch die Modulierung der Anlagen, kann auf zukünftige energetische Sanierungen und Wärmebedarfsreduzierungen reagiert werden. Basis aller weiteren Anstrengungen sollte jedoch eine Heizlastberechnung sein sowie ein Termin mit einem Heizungsbauer und dem Bezirksschornsteinfeger. Themen hier sind Schornstein (wird wahrscheinlich nicht vorhanden sein und muss neu installiert werden) und Aufstellort der Heizungsanlage.

Beste Grüße
Erik von moderne.heizung

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Beitragvon KTT » 09.08.2014 17:01 Uhr

Ich frage mich wie sich eine neue Gas-Heizungsanlage schnell amortisieren kann, wenn dafür Wände u. Böden aufgeschremmt werden müssen um die Heizungsrohre zu verlegen, der Gasanschluss ins Haus geführt werden muss, Heizkörper installiert werden müssen, schließlich die Gastherme installiert u. das Heizsystem befüllt werden muss u. obendrein noch zusätzlich ein Kamin benötigt wird.
Vielleicht kann das mal jemand mit realistischen Zahlen vorrechnen.

Grüße Josef
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Beitragvon energieprojekt » 09.08.2014 18:04 Uhr

Guten Tag Herr Lurger,
willkommen auf EP24.de
Ich möchte mal versuchen Ihnen die Wirtschaftlichkeit etwas zu erklären obwohl Sie ja schon auf Ihrer Homepage ähnliche Vergleichsrechnungen aufmachen.
Der Strompreis liegt derzeit bei ca 24-28ct/KWh bei Nachtspeicher- (und allen anderen Stromheizungen)
Bei Gas sind wir derzeit bei einem KWh Preis von ca 6.5-7ct.
Selbst unter Berücksichtigung des Verlustes von ca 3% liegen wir unter 8ct.

Ohne die genauen Daten des Treaderöffners zu kennen denke ich mal das sein Verbrauch bei ca 30000 Kwh/a liegen dürfte was bei den derzeit . Stromkosten kaum noch tragbar sein dürfte.
Ohne Sanierung kämen bei Gas ca 2400 € auf ihn zu.
Allein dadurch macht sich der Invest bezahlt, ich denke mal eine Anlage wird so im Bereich 9-13tsd liegen.
Im Detail zu deinen Bedenken:
Warum sollte der Boden aufgestemmt werden ?
Die Rohrleitungen lassen sich prima hinter Fußleisten verstecken oder aber auch so ohne Heizkörper bauen, dann entfallen diese beiden Punkte völlig.

Gasanschluß ins Haus ist kein großes Ding
Gastherme an die Wand bedeutet 2 Schrauben, es gibt hier in Deutschland Menschen die sowas sogar gelernt haben
befüllen einer Heizung ist ein Kinderspiel.

Kamin ist in den meisten Häusern vorhanden ansonsten gibt es die in Leichtbauweise oder die Gastherme kommt auf den Dachboden
Die Zahlen auf deiner Seite sprechen verständlicherweise eine andere Sprache.
Aber immer gilt im Vorfeld vernünftig planen
Übrigens man kann hier auch Werbung schalten
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Beitragvon KTT » 02.09.2014 11:16 Uhr

Hallo Herr Udo,
vielleicht geht's nächstes Mal auch mit weniger Ironie, die verträgt sich nämlich meist nicht mit fachlicher Kompetenz.
Sehen wir uns mal deine Zahlen an:
30000 kWh Heizwärmebedarf ist realistisch, ich hätte den Heizwärmebedarf bei einem Isolationsstandard aus dem Jahr 2000 und 244 qm Wohnfläche auf 26000 kWh geschätzt. Hängt jedoch vom U-Wert der Fenster, der Deckenisolierung, der Lüftung, dem Standort u.v.a. ab. Die Heizlast des Gebäudes dürfte dabei so um 11 kW liegen.
Zu den Gasanschlusskosten werden immer wieder, je nach Verhältnissen, Werte von 2 - 5 tsd genannt. Hinzu kommen die Installationskosten für die Wasserrohre, Heizkörper (Fußbodenheizung?), 2 Gasthermen sowie die gesamten Materialkosten. Schließlich schlagen noch die zu errichtenden zwei Edelstahl-Kamine samt Montage mit einigen Teuros zu Buche, sodass dein oberer Wert von 13 tsd das absolute Minimum für die zwei Wohnungen sein dürfte.
Die Heizskosten liegen bei 2400,- p.a. + Schorni.

Bei zwei Mulit-Split-Klimanlagen mit je 3 Innengeräten u. je ca. 6 kW Heizleistung ist man schon mit 6,5 tsd + 2 tsd für die Montage dabei.
Die Heizkosten liegen dabei bei einem Strompreis von 24 ct/kWh bei 1800,- p.a.
Jetzt erkläre mir doch mal wie lange es dauert bis sich der Invest in die Gasheizung gegenüber dem Klimageräte-Heizsystem amortisiert?
Üblich ist bei Investitionsrechnungen nämlich vor allem der Vergleich mit der besten Alternative u. nicht nur mit dem Istzustand.

Grüße Josef
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Beitragvon energieprojekt » 02.09.2014 12:58 Uhr

Hallo Josef, es geht mir hier nicht um Ironie. Aber nun zu deinen Fragen/ bzw Anmerkungen. Nochmal es werden keine Edelstahlkamine benötigt sondern Abgasleitungen aus Kunststoff die liegen bei ca 45 € / m. Einen Gasanschluß denke ich wird man für unter 5000 € bekommen. zum Thema Rohrleitungen habe ich schon einiges geschrieben. Im Vorliegenden Fall würde ich nur eine Gastherme planen und den Verbrauch mittels zentraler Wärmemengenzähler( keine Heizkörperlösung) ermitteln. Selbst wenn es zwei Gasgeräte sein sollen kommt man mit einer Abgasleitung hin. Bei einen Gaspreis von ca 6,5ct/ KWh komme ich auch auf ca 1800 € ( incl Warmwasser). Der Strompreis ist derzeit schlechter kalkulierbar da zu den "normalen" Preissteigerungen immer noch die EEG Abgabe hinzukommt die noch steigen wird. Da sind deine 24ct nichtmehr lange zu halten. Kabel müssen bei dem von dir Favorisierten System auch noch verlegt werden, entweder Aufputz oder mit Stemmarbeiten, dazu arbeiten am Zählerschrank.
Unterm Strich werden sich die Kosten vielleicht annähernd gleichen allerdings gebe ich immer zu bedenken das wir bei Strom einen Umweg (Irrsinn) machen. Fossile Energiequellen mit großem Verlust verstromen, ihn mit wiederum großen Verlust über lange Strecken transportieren um ihn dann wieder zur Wärmeerzeugung ein zusetzen. Je älter oder profitorientierter diese Kraftwerke sind umso größer sind die Verluste die hier entstehen.
Gruß Udo vom energieprojekt

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