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Bohne
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Beitragvon Bohne » 20.06.2014 14:22 Uhr

Wir sind Mieter eines Einfamilienhauses (seit 2005) und haben eine Ölheizung mit Solarunterstützung des Warmwassers.
Im letzten August (2013) ist die Heizung bei 30 Grad Außentemperatur angesprungen. Der Vermieter stellte einen Druckabfall im System fest und die Solarfluessigkeit wurde aufgefüllt (sonst keine weiteren Maßnahmen)
Danach lief die Anlage wieder.

Am 8.6.14 gegen 11 Uhr ist unsere Heizung angesprungen und hat
Warmwasser bereitet. Nur zur Erinnerung : der heißeste Tag des Jahres und blauer Himmel!
Der Kollektor hatte eine Temperatur von 68 Grad und WarmWasser Solar zeigte 46 Grad. Dann haben wir an dem Tag Warmwasser entnommen (zum ersten mal /duschen). Danach wieder Heizung fuer Warmwasser.
Um 14 Uhr 30, aussen 31 Grad, ist die WWasser Solar Temperatur immerhin auf 53 Grad gestiegen (Kollektor 88 Grad) , gerade
ausreichend, dass die Heizung nicht noch mal anspringt.

Wir haben die Heizung weiter beobachtet: bis mittags wird Wwasser von der Heizung bereitgestellt , nachmittags ab 15 Uhr ist die Anzeige vom Wwasser endlich bei 54 Grad. Die Solarpumpe pumpt unermüdlich. Max Wert des Kollektors ist 91 Grad.
(Werte jetzt vom 8.6. - 20.6.14)
Laut Auskunft unseres Vermieters läuft die Anlage einwandfrei.

In den letzten Jahren haben wir die Heizung im Sommer eigentlich nie gehört (außer dieses eine Mal im August 13)
Erwarten wir zuviel von einer Solarthermie?
Ist das normal fuer einen Monat im Juni in Suedhessen?
Wann hat man denn dann mal einen Überschuss an Wärme?

Der pH Wert der Solarflss. liegt laut Notiz des Wartungsmonteurs
bei 7.

Es ist eine Buderus Anlage.

Koennen wir unseren Vermieter um eine weitere Überprüfung der Anlage bitten oder machen wir uns da lächerlich?

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Beitragvon energieprojekt » 20.06.2014 16:01 Uhr

Grüße dich Bohne.
Erstmal willkommen im Forum, ich versuche dir mal einwenig zu helfen, aber der Reihe nach.
der erste Punkt deine Heizung sollte bei 30 °C nicht anspringen, die Regelung sollte für den Heizbetrieb eine Grenze haben und dann nur noch für den Warmwasserbetrieb arbeiten.
Wenn im Kollektorkreis ein Druckabfall festgestellt wurde hat dies einen Grund, Solarfluid einfüllen behebt nicht die Ursache. Dies könnte eine Undichtigkeit sein, ein defektes Ausdehnungsgefäß, falscher Vordruck und dadurch bedingtes Abblasen über das Sicherheitsventil oder entweichen von Luft über einen automatischen Lüfter, oder oder oder.
Die Kollektortemperatur hat primär keinen Einfluss auf das Startverhalten des Ölbrenners, der Referenzwert hierfür ist die Temperatur des Warmwasserbereiters !
Dies erklärt dann auch deine Beobachtungen.......
Der Kollektor wird immer eine Übertemperatur im Verhältnis zum WWB haben, wie gut die Wärme abgegeben und aufgenommen werden kann liegt unter anderem an der Fliessgeschwindigkeit im Kollektorkreis.
Im Regelfalle sollte die Solaranlage so ausgelegt sein das sie die Erwärmung des Brauchwassers gewährleisten kann soviel solltest du von deiner Anlage schon erwarten dürfen.
Der PH-Wert sagt erstmal wenig auf die Funktionsfähigkeit aus.
Der Hersteller Buderus auch nicht.
Was interessant wäre ist die Größe der Anlage (Puffer/ Boiler) Art, Ausrichtung, Neigung und Größe der Kollektorfläche Nutzerverhalten.
Ich würde den Vermieter bitten die Anlage nochmals überprüfen zu lassen, ggf das System zu spülen und die Regelparameter nach zustellen.
Mit sonnigem Gruß Udo Christ vom Energieprojekt
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Beitragvon Werner Zimmermann » 05.10.2014 19:29 Uhr

In meinem Einfamilien-Reihenhaus, Baujahr 1987, war eine Gasheizung mit einem davon getrenntem Warmwasserboiler, mit athmosphärischen, ungeregelten Brennern installiert. Der letzte Jahresverbrauch an Gas betrug 2500 qm. Im ersten Schritt wurde ein Sieger Gas-Brennwertgerät und eine Solaranlage, ca. 12m2, mit einem 800 l (besser wären 1000l) Puffer-/Schichtenspeicher von Donauer Solar installiert. Die Solaranlage mit Heizungsunterstützung zeichnet sich aus durch drei Regler für Solar, Hzg und WW. Der Solarregler ist seriell mit den beiden Reglern für Hzg und Solar verbunden und schaltet das Gas-Brennwertsystem bei Wärmebedarf. Der Solar Wärmeeintrag geschieht über Wärmetauscher, ebenso die WW-Entnahme. Eine Einsparung von ca. 25-30% wurde erwartet. Tatsächlich reduzierte sich der Gasverbrauch im ersten Jahr von 2500 qm auf 850 qm, also ca. 1/3!! Die Installationskosten reduzierten sich durch die Förderung des Bundes und der Gemeinde. Allerdings wurde die Förderung des Bundes wegen der Förderung durch die Gemeinde entsprechend reduziert. Aus wissenschaftlicher Neugierde wurde mittlerweile auch eine WW-Wärmepumpe in Eigenleistung installiert, mit erheblichen Kosten für Förderbrunnen (20m) und Sickerschacht (6m) (auf Kies), durch die Vorgaben des Amtes für Wasserwirtschaft (Rohr-Durchmesser). Mitte diesen Jahres wurde die WP aufgrund des hohen Stromverbrauches, die Zusatzheizung war nie in Betrieb, abgeschaltet und die Gasheizung wieder in Betrieb genommen.
Zur Zeit kann ich nur die Kombination Gas-Brennwert-Heizung und Solar mit Pufferspeicher empfehlen. Eine Wärmepumpe sollte nur in Kombination mit Fußbodenheizung oder Gebläse-Konvektoren betrieben werden, mit einer Vorlauftemperatur für die Hzg von < 40°C. Eine Solaranlage erscheint mir in jeder Kombination ratsam, wenn eine ausreichende Dachfläche nach Süden ausgerichtet ist. Die Kombination einer Photovoltaik-Anlage mit einer Wärmepumpe, nur zur Reduktion des Stromverbrauches der Wärmepumpe (eigener Stromzähler) erscheint mir wenig sinnvoll, da der Stromertrag dann, wenn die WP voll arbeitet, im Winter, gering ist. Also nur zu Einspeisung und zur Reduktion es Haushaltstromes .
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Beitragvon energieprojekt » 05.10.2014 20:22 Uhr

Hallo Werner, schön das du mit deiner Solaranlage so zufrieden bist.
Die von dir geschilderten Werte und Einsparungen entsprechen dem was ich auch über Jahrzehnte bei meinen Kunden realisieren konnte.
Allerdings meinst du wohl 2500 und 850 m³ und nicht qm aber das nur zum Verständnis für die anderen User.
Grundsätzlich plane ich auch immer einen möglichst großen Puffer und Wärmepumpen nur wenn Fußbodenheizung vorhanden ist. Im Normalfalle sollte ein Regler ausreichen der dann das gesamte System steuert. Bei den Fördermitteln muss man sich in der Tat im Vorfeld erkundigen es gibt auch Fördertöpfe aus denen man sich gleichzeitig bedienen kann.
Ansonsten wünsche ich dir weiterhin viel Spaß und sparen mit deiner Anlage, lasse sie regelmäßig warten dann hast du auch viel Freude daran.
Gruß Udo vom energieprojekt

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