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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Frost2014
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Beitragvon Frost2014 » 05.05.2014 15:01 Uhr

Hallo Gemeinde,

ich habe ein Reihen-Eck-Haus über 3 Etagen mit 190 qm Wohnfläche. In der 2 Etage habe ich 1 Arztpraxis mit einem Wärmebedarf von ca. 23 Grat damit die Patienten nicht frieren.
Das Haus ist massiv BJ 1977 aber vor 10 Jahren saniert worden. Die Dämmung ist eigentlich gut.
Bisher heize ich mit Öl-Zentral-Heizung. Verbrauch ca. 3.000 L. Stromverbrauch ca. 4.500 Kw Die Heizkörper sind noch alte Modelle.
Da die Energiepreise ständig steigen möchte ich jetzt gerne umstellen und langfristig Geld einsparen.

Meine Idee wäre auf das Dach eine Photovoltaik- Anlage zur Stromerzeugung und als Heizung 1 Wärmepumpe mit Luft-Wasser.

Könnt Ihr mir mit diesen Eckdaten etwas empfehlen?

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Beitragvon energieprojekt » 05.05.2014 15:40 Uhr

Hallo Frost ich versuche dir mal von hieraus ein paar Zahlen zu liefern bzw mit deinen Zahlen zu arbeiten.
3000 ltr Öl ~2500 € Energiekosten
Also Bj 77 was ist vor 10 Jahren denn saniert worden ?
Der Verbrauch sprich nicht für eine umfassende Geschichte, aber ins Detail.
Momentan hast du einen Wärmebedarf von ca 157 Watt/ m2 (WW-Anteil einfachhalber mit eingerechnet.
Wenn du am Heizungssystem nichts änderst (außer den hydrl Abgleich(ca 6% Ersparnis)) wird sich auch am Verbrauch nur wenig ändern egal was du für eine WP (Luft, Erdbohrung, Wasser ? )einbaust.
Rechnen wir einfach mal:
30000 KWh/ Verbrauch abzgl 6% Hydrl Abgleich/5% durch effizienter Technik ~ 26700 KWh mit neuer Heiztechnik
WP (Luft)mit einer Leistungszahl von 3,5= 7600 KWh Strom
Strompreis ca 21ct/Kwh ~ Energiekosten von 1600 €

Das bekommst du auch hin wenn du nur auf Ölbrennwert wechseln würdest allerdings mit geringeren Kosten
Besteht die Möglichkeit/ Bereitschaft auf Gas oder Pellets zu wechseln ?
Hier sind die Energiekosten günstiger.
Man müßte wissen wie hoch der Warmwasseranteil ist wie die Nutzung (zeitlich)der Gebäudeteile. (lastverlauf)
Eine Alternative beim Gas wäre ggf noch der Einsatz eines Mikrobhkw's das würde sich zwar nicht kurzfristig rechnen bei vernünftiger Auslegung könnte man hier aber noch einen großen Teil des Stromes selbst produzieren.
Nur ein Wort (na ein paar mehr werden es schon) zur Kombination mit PV.
Du nutzt den produzierten Strom nur zu einem sehr geringen Teil für deine WP denn wenn du welchen benötigst wird meistens keiner produziert (Abends nachts Winter....)
Also einspeisen in den Stromsee und abzapfen wenn er benötigt wird (und mit der Einspeisevergütung schönrechnen)
Außerdem wird diese Anlagenkombi richtig ins Geld gehen.....

Wenn ich mehr Input bekomme kann man besser rechnen
Gruß Udo
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Beitragvon Frost2014 » 05.05.2014 16:19 Uhr

Hallo Udo,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Lob ist geklickt. :wink:

Vor 10 Jahren wurden neue Fenster eingebaut und die Außenwände isoliert. Die Heizkörper sind noch die Rippenvariante aber mit Thermostaten versehen.
Erdgeschoss besteht aus Wohnzimmer / Esszimmer / Küche / Flur / WC
Erste Etage Praxis mit 3 Praxisräumen, Flur und Bad / WC
Obere Etage nur Schlafräume und wenig beheizt.
Der Warmwasserverbrauch ist sehr gering. Wir sind nur 2 Personen und der Verbrauch ist nur morgens und abends.
Das Haus steht in Bayern / Berge und deshalb auch längere Heizperiode. Die Gesamte Front aber volle Südlage.
Von Öl und Gas wollte ich eigentlich wegkommen da hier die Preise stetig steigen.
Im Wohnbereich habe ich seit 5 Jahren einen Wasserführenden-Pellets-Ofen. Aber auch da sind die Preise enorm gestiegen so dass ich diesen wieder stilllegen wollte.

Die Idee mit der PV-Anlage kam weil ja durch eine WP auch der Stromverbrauch steigt.
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Beitragvon energieprojekt » 05.05.2014 16:37 Uhr

Heizkörper mit Rippen müßen nicht schlecht sein wenn dies groß sind kann man hier niedrige Vorlauftemperaturen fahren, wichtig wäre de Hydraul.Abgleich.
Ein wassergeführter Wohnraum-Pelletskessel ist doch gut, auch wenn die Pelletspreise steigen ist hier immer noch ein Preisvorteil
(1000 ltr Öl ca 850€ 2 To Pellets ca 540€ dazu kommt das der Wirkungsgrad eines neueren Pelletkessels sicherlich besser ist als der deiner Ölgurke)
Mein Tipp weite deine Pelletsanlage aus und kombiniere sie ggf mit Solarthermie.
Ich bin ende des Monats in Bayern sollte Bedarf bestehen kann ich mir das ansehen und dir mehr sagen
Gruß Udo
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Beitragvon Frost2014 » 05.05.2014 17:24 Uhr

Hallo Udo,

nun, die Ölgurke ist auch erst 10 Jahre alt ….. :shock:
Ja, stimmt der Pelletofen heizt gut und gib auch einen Teil der Wärme direkt in den Wohnbereich ab. Der Rest geht in einen Pufferspeicher.
Vor 5 Jahren lag der Preis bei 210,-- € und jetzt schon bei 370,-- € / T / Sackware.
Das ständige Reinigen ist auch aufwendig und erzeugt Schmutz. :roll:
Eine persönliche Besichtigung von Dir wäre sicher von Vorteil. Leider bin ich vom 26.05. bis 06.06. bei einem Seminar. Ansonsten meist anwesend. Ich muss ja auch nicht dringend handeln.
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Beitragvon energieprojekt » 05.05.2014 17:35 Uhr

370 €/t Sackware ? wo kaufst du die denn ? hier liegen die Preise bei 260-280 und Bayern hat doch auch viel Holzindustrie.......
Sicher hat ein Pelletskessel mehr Wartungsaufwand aber das ist dann der Preis fürs sparen.
Mach dir keinen Stress ich bin häufiger unterhalb des Weißwurstäquators unterwegs
Gruß Udo

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Beitragvon Frost2014 » 05.05.2014 17:59 Uhr

Ich suche immer verschiedene Anbieter im Internet.
Der Bruttopreis ist mit Transport und Entladung.

Habe Dir 1 PM geschickt. :!:
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Beitragvon Frost2014 » 09.05.2014 15:43 Uhr

Heute habe ich von unserer Gemeinde erfahren das es bei uns keinen Sondertarif / Strom für Wärmepumpen gibt.
Damit wäre ja eine PV-Anage fast ein Muss. :roll:
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Beitragvon energieprojekt » 09.05.2014 16:29 Uhr

Hy Frost und was würde die die PV Anlage bringen ???

Wenn du den Strom benötigst kaufst du ihn für 28ct (oder wieviel auch immer) aus dem Netz
Wenn du Strom produzierst verkaufst du ihn für 15ct an den selben...
Bestimmt ein gutes Geschäft.
Wenn du eine herkömmliche WP hast sagen wir mit einer LZ von 3,5
kostet dich die KWh Wärme ca 8 ct
Bei Pellets (irgendwo um die 285€/to) ca 5,7ct
Der Invest einer WP mit PV wird sicher nicht günstiger als ein Pelletkessel
Gruß Udo
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Beitragvon Frost2014 » 09.05.2014 16:56 Uhr

Hi Udo,

und wie wäre es da ich ja bereits einen Pufferspeicher habe und doch diesen beheizen könnte wenn auch die PV läuft?
Bisher habe ich mit meinem Wasserführenden-Pelletofen den Speicher betrieben und dann an die Heizkörper abgegeben.
Müsste doch alles per Einstellung machbar sein. Oder lässt sich so etwas technisch nicht lösen?

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