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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
andis78
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Beitragvon andis78 » 05.04.2014 08:11 Uhr

Hallo,

wir planen gerade den Bau eines Einfamilienhauses.
Ist es möglich nur mit einer Gasheizung OHNE Solar und einem Kachelofen OHNE Wassertasche KFW 70 zu erreichen? Oder ist das unmöglich?

Weitere Daten zum Haus:
- Wohnfläche: 150 m²
- Ausrichtung: Süd/West
- Aufdachdämmung mit 160mm PU-Schaum
- Ziegel 36,5 cm, Lambda 0,9
- 3-fach Verglasung
- dezentrale Lüftungsanlage

Vielen Dank für euere Antworten!

Gruß
Andi

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Beitragvon bernhard geyer » 05.04.2014 09:09 Uhr

Bei der geringen Dämmung wird das vermutlich nicht klappen.
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Beitragvon Thomas Heufers » 05.04.2014 09:31 Uhr

Ein KfW Effizienzhaus 70 mit Gastherme und ohne thermische Solaranlage wird nicht möglich sein. Bei dieser Variante ist der Anteil am Primärenergiebedarf (http://de.wikipedia.org/wiki/Prim%C3%A4renergie) zu hoch.
Der von dir angesprochene wassergeführte Kachelofen zur Heizungs- und Warmwasserunterstützung ist für die KfW-Bewertung nicht relevant.
Sofern die anderen Voraussetzungen (Transmissionswerte etc.) nach den Kriterien gegeben sind, ist mit Warmwasser-Solarthermie ein Effizienzhaus 70 möglich.

Wenn das Gebäude in energiesparender Bauweise geplant ist, dann würde es nahe liegen, eine elektrische Wärmepumpe einzusetzen. Die Kosten für diese Technik (beispielsweise Luft-/Wasser-Wärmepumpe) liegen etwa auf gleichem Niveau wie eine Gastherme mit Solaranlage und Gas-Hausanschluss etc..

Kritisch würde ich die Dämmung der Dachhaut mit Polyurethan (http://www.waermedaemmstoffe.com/htm/pur.htm) sehen, diese sollte in jedem Fall als Aufdachdämmung ausgeführt werden. Der sommerliche Hitzeschutz ist bei PU-Dämmung eher schlecht. Die Dachkonstruktion sollte unbedingt mit KVH-Elementen (http://de.wikipedia.org/wiki/Konstruktionsvollholz) ausgeführt werden, damit keine Feuchtigkeit in der Dachkonstruktion eintreten kann. Die Dachhaut mit Polyurethan ist eine dampfsperrende Schicht und lässt Feuchtigkeit in der Dachkonstruktion nicht mehr ableiten. Unbedingt ist eine 100% sauber ausgeführte Dampfsperre von Innen einzubringen, damit in keinem Fall substanzschädigender Wasserdampf in die Dachkonstruktion kommen kann.

Deine Angaben zum Ziegel sind nicht aussagekräftig. Bitte teile doch hier im Forum den U-Wert mit der Bezeichnung W/m²K von Dach, Wand und Bodenplatte mit.
Liegt eine Wärmeschutznachweis bzw. Energieausweis nach DIN und EnEV für das geplante Gebäude vor?

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon machtnix » 05.04.2014 21:02 Uhr

Wer baut denn im Neubau noch ne Gasheizung ein?
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Beitragvon bernhard geyer » 05.04.2014 23:21 Uhr

machtnix hat geschrieben:Wer baut denn im Neubau noch ne Gasheizung ein?

Genügend.
Und wenn das Haus gut genug gedämmt ist sind auch steigende Kosten für Gas auch kein Problem.
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Beitragvon machtnix » 06.04.2014 09:27 Uhr

bernhard geyer hat geschrieben:
machtnix hat geschrieben:Wer baut denn im Neubau noch ne Gasheizung ein?

Genügend.

Leider!

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Beitragvon energieprojekt » 13.05.2014 18:33 Uhr

Hallo Andis, die Frage ist ja schon beantwortet.
Wenn du also eine Solaranlage verbaust dann geh direkt her und nimm eine Heizungsunterstützende .
Das heißt
-statt 2 Kollektoren 4-6 (kaum Mehraufwand wenn man schon mal auf dem Dach ist)
anstelle des 300 ltr Warmwasser-Solarspeichers einen Schichtspeicher mit 750-1000 ltr.
Dann kannst du später immer noch deinen wassergeführten Kachelofen nachrüsten.

Der Vorteil liegt einfach darin das du in der Übergangszeit heizen kannst. Mit einer reinen Brauchwasser-Solaranlage kannst du dieses zu ca 60-70% abdecken . Der Anteil der WWB an den gesamten Heizkosten beträgt aber nur 5-15% also wird die Ersparnis nicht deutlich über 10 % liegen.
Las dir bitte nicht von deinem Heizungsbauer des Vertrauens sagen das die großen Anlagen unheimlich teuer sind.....
Er wird eine Brauchwasseranlage in der Größe von 1000-1400 € einkaufen eine Heizungsunterstützende in vergleichbarer Qualität dann so um die 3000-3500.
Solltest du dich also dafür entscheiden mach dir Gedanken über das Gesamtkonzept bzw frag jemanden der sich täglich damit beschäftigt.
Nun nochmal zu den immer wieder favorisierten WP's
Allein durch die Wahl des Wärmeerzeugers ändert sich nichts am Wärmebedarf des Hauses.
Wenn du also in deinem Fall sagen wir 10000 KWh brauchst wirst du sie mit jedem WZ brauchen die Frage ist nur wie und wie teuer.
Bei Gas und Öl sind es ca 1000 ltr oder m³
Bei einer Luftpumpe mit einer Lz von sagen wir 3,5 ca 2800 KWh Strom
Bei einer Erdpumpe mit einer LZ von vielleicht 4,5 ca 2200 KWh
Bei Gas mit Therm Solaranlage (Heizung 30%) dann eben nur noch 700 m³
Wenn du nun die aktuellen Energiepreise zugrunde legst kannst du dir ausrechnen was auf dich zu kommt zb hier: http://www.heizungsvergleich.de/preise.htm
Gruß Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon machtnix » 13.05.2014 19:29 Uhr

Bitte mal ins Postfach schauen.
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Beitragvon energieprojekt » 13.05.2014 20:01 Uhr

machtnix hat geschrieben:Bitte mal ins Postfach schauen.

schon gemacht und beantwortet
Mit sonnigem Gruß
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Beitragvon energieprojekt » 13.05.2014 20:42 Uhr

Hallo Andi, da ich so nett darauf hingewiesen worden bin möchte ich hier noch einige Details hinzufügen.
In meiner Gegenüberstellung Gas/ WP habe ich vergessen zu erwähnen das du für ein Brennwertgerät selbstverständlich einen Gasanschluß im Haus haben musst bzw dir legen lassen solltest. Die Kosten hierfür kommen dann selbstverständlich zum Anlagenpreis hinzu. Ebenso gehört zum BW-Gerät eine Abgasleitung die vom Bezirksschornsteinfeger überprüft werden muß.
Zählergebühren fallen für beide Anlagen an (entweder Gas oder WP-Strom). Trotzdem bin ich nicht der Meinung das dies das KO-Kriterium für Gasbrennwert ist.
Auch beim heizen mit Holz kommt der Schornsteinfeger ins Spiel, ebenso wie ein Kamin (aber ich denke das weiß jeder der sich damit beschäftigt )
Ich hoffe das ich dich mit dieser Erweiterung meiner gut gemeinten Aufstellung nicht noch mehr verunsichert habe
Gruß Udo vom Energieprojekt

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