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hanjusb
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Beitragvon hanjusb » 04.05.2014 14:20 Uhr

Hallo Udo,

danke für Deine Meinung. In Foren wie diesem ist oft viel Weltanschauung unterwegs, die sich als technisches Know-How verkaufen will, das ist bei Dir nicht so. Ich habe im vergangenen Juli hier eine kleine PV Anlage 5kW(p) und eine relativ große ST-Anlage (20VRK Wuxi, 98m² Kollektorfläche, gesamt ~43 kW(p)) jeweils als Freilandanlage in Betrieb genommen. In der fast einjährigen Konzeptionsphase habe ich auch die Themen BHKW und WP sehr konkret durchgerechnet (basierend auf konkreten Angeboten, z. B. Ochsner, Buderus..)
Meine Erkenntnisse sind wie folgt:
WP:
Wer kein Fließgewässer oder Brunnen / Schluckbrunnen sowieso hat, kann die WP getrost vergessen, Luft/Wasser oder Flächenkollektor sind für Heizungsbelange kaum brauchbar oder unwirtschaftlich.
PV:
Durch die extrem niedrigen Komponentenpreise ist eine kleine PV ab 60% Eigenverbrauch (ich habe hier 4 Haushalte und immer 1,2 kW Grundlast) auch ohne EEG wirtschaftlich, erst recht für „Selbermacher“. Wer über die geplante Bagatellgrenze bei der Belastung des Eigenverbrauchs (Gabriel) kommt, muss allerdings aufpassen.
ST:
wirtschaftlich ist die Stagnationsproblematik (bei Freilandaufstellung) m. E. nur dadurch lösbar, dass man sie zulässt. Das ist auch gar kein Problem mit Vorschaltgefäßen vor entsprechenden Solar-MAG, nicht krackenden Fluids usw., dass siehst Du ja glaube ich ähnlich. Bai Dachanlagen ist ein „Drain-Back“ vielleicht auch machbar, erfordert aber zusätzliche Automatisierung (Zurückpumpen, Entlüftung usw.).
Die Stagnationsproblematik über Puffermanagement wirtschaftlich zu lösen, halte ich für kaum machbar. Die Speicher brauchen Platz und kosten Geld, die notwendigen MAG auch.
Zuletzt das Puffervolumen:
Bei IBS meiner Anlage (Juli 2013) war über Wochen nur Sonne, meine 5000l Puffer über diese ca. 5 Wochen immer bei max. (87°), die Anlage morgens um 10:00 Uhr in Stagnation (240 °C im Kollektor). Den zusätzlichen Eintrag zu puffern (ohne ihn mit Aufwand zu vernichten (Rückkühlung usw.)) hätte auch ein 100m³ Puffer (mit 12000 l MAG!) nicht gereicht. In den Übergangszeiten und im Winter bekomme ich aber die 5000l Puffer niemals ganz voll, es gibt vielleicht 4-5 Tage im Jahr, in denen sich ein höheres Volumen bezahlt machen würde.
Fazit: mein Solarertrag vom 26.07.2013 bis heute beläuft sich auf 27mWh, aufs Jahr gesehen komme ich auf eine Heizölersparnis > 3000l. Meine ST-Anlage ist (durch die Innovationsförderung des BAFA) höchst wirtschaftlich.

Beste Grüße
Hans

Viele Grüße

Hans

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