Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik
energieportal24 Startseite Aktuelle News Förderkonditionen 2013 energieffiziente Gebäudesanierung Grundlagenwissen nach Thema Veranstaltungen: Messen, Seminare, Kongresstermine Tools, Onlinerechner und Newsletter Marktplatz Diskussionsforum B2B Branchenmarktplatz forum
Solarwärme, Solarkollektoren, Schwimmbaderwärmung, Montagesystemen
Lizzel
Beiträge: 3
Registriert: 16.12.2013 15:59
Lob gegeben: 1 Mal
Lob erhalten: 0 Mal
Kontotyp: Lehrer/ Studenten / Schüler
Erfahrung: 0 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon Lizzel » 13.01.2014 11:10 Uhr

Servus zusammen,
ich habe eine Frage zur Größe des Speichers.
Und zwar bei der Immobilie handelt es sich um 160qm großes Haus mit Praxis. Geheizt wird mit einer Fußbodenheizung.
An Dachfläche stehen ca 70qm in südlicher Richtung mit einer Schräge von 39° zur Verfügung.
Geheizt wurde bisher mit Gas (ca 7000l) und der Speicher hatte eine Größe von 300l.
Welche Größe wäre jetzt denn ungefähr ratsam, wenn ich ca 30-40% Heinzungsunterstützung erreichen möchte?
Vielen Danke für jede hilfreiche Antwort.
mfg
Lizzel

Ogi13
Aktivität: neu
Beiträge: 6
Registriert: 11.01.2014 19:01
Lob gegeben: 1 Mal
Lob erhalten: 1 Mal
Kontotyp: Verbraucher
Erfahrung: 1-3 Jahre
Interessensgebiet: Wärmepumpen
Land: Österreich

Beitragvon Ogi13 » 13.01.2014 17:39 Uhr

Naja, 70 qm ist ein Wort und wenn Dir das nötige Kleingeld zur Verfügung steht :

1300 Liter Kombispeicher (oder 2x 650 Liter Speicher parallel)
mit integrierten Solartauscher Oberfläche sollte ca. 3,5 - 4 qm sein.
mit integrierten BW-Tauscher Oberfläche sollte ca. 8-9 qm sein.

LW-Wärmepumpe.
Solare Unterstützung ca. 16 qm (16 x pro qm 80 Liter Speicherinhalt)
Wenn Du sekundär sparen willst machst Du den Rest mit PV aufs Dach und speist ihn in den Haushalt bzw. in die Wärmepumpe. Zusätzlich eine E-Patrone in den Speicher für einen defekt in der WP. Dann solltest Du so fast Alleinversorger sein :-)

Grüße

Ogi
bernhard geyer
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Beiträge: 1483
Registriert: 22.06.2006 23:57
Lob gegeben: 1 Mal
Lob erhalten: 19 Mal

Beitragvon bernhard geyer » 13.01.2014 20:12 Uhr

Ogi13 hat geschrieben:LW-Wärmepumpe.
Solare Unterstützung ca. 16 qm (16 x pro qm 80 Liter Speicherinhalt)
Wenn Du sekundär sparen willst machst Du den Rest mit PV aufs Dach und speist ihn in den Haushalt bzw. in die Wärmepumpe. Zusätzlich eine E-Patrone in den Speicher für einen defekt in der WP. Dann solltest Du so fast Alleinversorger sein :-

Immer diese besch*** Rechnungen mit PV und Wärmepumpe. Die PV-Anlage wird fast nie direkt zum Betrieb einer WP verwendebar sein da im winter (u. Nachts) wenn die WP läuft einfach kein Sonnenschein vorhanden ist. Diese PV+WP-Rechnung hat nur zur persönlichen Beruhigung zu tun aber absolut nix mit einem ökologischen Gedanken.

Und solltest du diese Kombination zur Alleinversorgung (bei so einem Haus) verwenden wollen plan mal gleich die Reparaturkosten für die Frostschäden an der Wasserversorgung mit ein.
Ogi13
Aktivität: neu
Beiträge: 6
Registriert: 11.01.2014 19:01
Lob gegeben: 1 Mal
Lob erhalten: 1 Mal
Kontotyp: Verbraucher
Erfahrung: 1-3 Jahre
Interessensgebiet: Wärmepumpen
Land: Österreich

Beitragvon Ogi13 » 13.01.2014 20:49 Uhr

bernhard geyer hat geschrieben:
Ogi13 hat geschrieben:LW-Wärmepumpe.
Solare Unterstützung ca. 16 qm (16 x pro qm 80 Liter Speicherinhalt)
Wenn Du sekundär sparen willst machst Du den Rest mit PV aufs Dach und speist ihn in den Haushalt bzw. in die Wärmepumpe. Zusätzlich eine E-Patrone in den Speicher für einen defekt in der WP. Dann solltest Du so fast Alleinversorger sein :-

Immer diese besch*** Rechnungen mit PV und Wärmepumpe. Die PV-Anlage wird fast nie direkt zum Betrieb einer WP verwendebar sein da im winter (u. Nachts) wenn die WP läuft einfach kein Sonnenschein vorhanden ist. Diese PV+WP-Rechnung hat nur zur persönlichen Beruhigung zu tun aber absolut nix mit einem ökologischen Gedanken.

Und solltest du diese Kombination zur Alleinversorgung (bei so einem Haus) verwenden wollen plan mal gleich die Reparaturkosten für die Frostschäden an der Wasserversorgung mit ein.



Richtig ! Winter und Nachts. Deswegen speist man den Strom ins Netz ein und holt sich ihn bei Bedarf ! Zudem wenn Du dir das richtig durchliest steht da was von E-Patrone für den Fall das die WP ausfällt. Das man im Winter die WP nicht mit Strom versorgen kann ist mir klar. Wenn du die Einspeisung über das ganze Jahr rechnet geht die Rechnung in etwa auf.
Heizungszone eine Not E-Patrone 6kW und WW Bereich auch eine und man ist für den Notfall gerüstet.
Ich habe zu deiner Beruhigung auch "fast" Alleinversorger hingeschrieben !!!
machtnix
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Beiträge: 2110
Registriert: 29.06.2006 21:44
Lob gegeben: 3 Mal
Lob erhalten: 50 Mal
Kontotyp: Handwerk
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon machtnix » 13.01.2014 22:01 Uhr

Gas in Liter?Handelt es sich dabei um eine Flüssiggasanlage?
Dann sollte du schnellstmöglich den Energieträger wechseln.
Wärmepumpe oder Pellets.Dein Geldbeutel wird's dir danken.
Einfach mal schauen was möglich und sinnvoll ist.
Da es sich um ein Haus mit FBH handelt würde ich erstmal zur WP raten.Wenn eine WP tatsächlich möglich sein sollte dann auf gar keinen Fall eine Solaranlage,alles Schwachsinn.
Heizstab gehört sowieso verboten.
Wärmepumpe mit Erdkollektoren und fertig ist die Butze.
bernhard geyer
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Beiträge: 1483
Registriert: 22.06.2006 23:57
Lob gegeben: 1 Mal
Lob erhalten: 19 Mal

Beitragvon bernhard geyer » 13.01.2014 22:33 Uhr

Ogi13 hat geschrieben:Richtig ! Winter und Nachts. Deswegen speist man den Strom ins Netz ein und holt sich ihn bei Bedarf !

Klar doch. Hat aber dann 0,0% mit Allein/Selbstversorgung zu tun.
Im Sommer Speist man Fleißig ins Netz ("Stromsee") ein und im Winter laufen AKW/Kohlkraftwerke dann zu Höchstform auf wenn die WP den Strom benötigt.
Schön und gut wenn man PV installiert. Aber bei fast 40 GW installierter PV-Leistung ist der ökologische Faktor nahe bei 0. Alleinig der finanzielle Faktor (Kosten PV-Installation/Vergütung EEG) darf man nur noch rechnen.

Ogi13 hat geschrieben:Zudem wenn Du dir das richtig durchliest steht da was von E-Patrone für den Fall das die WP ausfällt.

Bringt aber auch nur was wenn der WP-Ausfall nicht die steuerung betrifft und damit den Betrieb der Patrone unmöglich macht. Für Notfälle hat jeder vernünftige Heizungsbauer einen Not-E-Heizung im Angebot die er bis zur reparatur bereitstellt.

Ogi13 hat geschrieben:Das man im Winter die WP nicht mit Strom versorgen kann ist mir klar. Wenn du die Einspeisung über das ganze Jahr rechnet geht die Rechnung in etwa auf.

Diese "Rechnung geht auf" ist aber eine Milchmädchenrechnung. Diese Rechnung geht auch auf wenn ich eine Ölheizung habe und die PV-Installation einzig und allein wegen der EEG-Vergütung anschaffe.

Ogi13 hat geschrieben:Ich habe zu deiner Beruhigung auch "fast" Alleinversorger hingeschrieben !!!

Diese "fast" Alleinversorger hört sich für mich nach "bischen Schwanger" an :mrgreen:

Lizzel
Beiträge: 3
Registriert: 16.12.2013 15:59
Lob gegeben: 1 Mal
Lob erhalten: 0 Mal
Kontotyp: Lehrer/ Studenten / Schüler
Erfahrung: 0 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon Lizzel » 05.02.2014 16:43 Uhr

Ogi13 hat geschrieben:Naja, 70 qm ist ein Wort und wenn Dir das nötige Kleingeld zur Verfügung steht :

1300 Liter Kombispeicher (oder 2x 650 Liter Speicher parallel)
mit integrierten Solartauscher Oberfläche sollte ca. 3,5 - 4 qm sein.
mit integrierten BW-Tauscher Oberfläche sollte ca. 8-9 qm sein.

Woher die Werte für die Speichergröße?
Habe für dafür bisher die Faustformel 20/50. Also 20% der Wohnfläche mit Kollektoren und 50L pro qm Kollektor.

Das ganze ist ein Teil einer Abschlussarbeit und soll die theoretische Möglichkeit zur autarken Versorgung aufzeigen.

machtnix hat geschrieben:Gas in Liter?Handelt es sich dabei um eine Flüssiggasanlage?


Das ist die Info die ich vom Hausbesitzer habe.

Danke für eure Antworten und Tipps
energieprojekt
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 1213
Registriert: 23.04.2014 10:17
Wohnort: Westerwald
Lob gegeben: 5 Mal
Lob erhalten: 165 Mal
Kontotyp: Dienstleister
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon energieprojekt » 23.04.2014 11:17 Uhr

Hallo Lizzel, wie groß eine Anlage sein soll/ muß hängt sicher von vielen Faktoren ab und läßt sich nicht einfach mal über ein Forum rechnen.
ich beschäftige mich seit fast 30 Jahren damit habe in den 90ern die ersten Therm. Anlagen gebaut.
Sicher gibt es auch in unseren Breitengraden die Möglichkeit "Fast" mit Solar auszukommen aber eben nur Fast
Dazu könntest du dir div Solarhäuser anschauen die in Schnitt mit 50m² Kollektorfläche und 15-25m³ Speicher arbeiten (rest über Kachelofen wassergeführt.
Meine Anlage zuhause 42 m² mit Zweispeichelösung (1300ltr und 6,5m³) dazu wassergeführter Kachelofen knapp 200m² WF FB Heizung Haus aus 1850
(Gerne stelle ich die Anlage genauer vor)
Also gehen tut es was bist du bereit dafür zu tun.....
Udo vom Energieprojekt
Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !
hanjusb
Aktivität: neu
Beiträge: 13
Bilder: 1
Registriert: 03.05.2014 15:47
Lob gegeben: 1 Mal
Lob erhalten: 4 Mal
Kontotyp: Verbraucher
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Energiesparendes Bauen
Land: Deutschland

Beitragvon hanjusb » 03.05.2014 17:09 Uhr

Hallo Lizzel,
komisch, dass sich alle außer Udo mit Wärmepumpe beschäftigen, obwohl Du danach gar nicht gefragt hattest. Zur Frage Puffervolumen:
Die Vorgabe des BAFA für die ST-Innovationsförderung (kommt ab 3 Wohneinheiten in Frage) lautet 50l je m² Kollektorfläche. Das ist +- praxisgerecht. Ob Du die gewünschten 30-40% Energieeinsparung erreichen kannst, hängt natürlich zuerst von der Kollektorfläche / Typ, der Dämmung des Hauses und vielen weiteren Faktoren ab. Wenn die vorhandene Gasheizung noch den Anforderungen entspricht, behalte sie einfach, benutze einen Hygiene-Kombispeicher für das Heißwasser, den Du beidseitig aufheizen kannst und eine Rücklaufanhebung für den Heizkreis (ggf. geschichteten Pufferspeicher), natürlich gibt es auch viele andere Möglichkeiten. Beachte, dass jede heizungsunterstützende ST-Anlage im Sommer zwangsläufig in Stagnation gehen wird! Hier steckt der Teufel im Detail.
Wenn Du weitere Infos brauchst, musst Du Deine Gegebenheiten viel genauer beschreiben.

viele Grüße
Hans
Viele Grüße

Hans
energieprojekt
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 1213
Registriert: 23.04.2014 10:17
Wohnort: Westerwald
Lob gegeben: 5 Mal
Lob erhalten: 165 Mal
Kontotyp: Dienstleister
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon energieprojekt » 04.05.2014 10:11 Uhr

Hallo Hans noch 2 Anmerkungen zu deiner Antwort.
Zum einen beschäftige ich mich auch mit Wärmepumpen (überwiegend sehe ich die Probleme derer die sie haben und zum anderen plane ich sie dort wo sie Sinn machen)
Ein Problem das ich momentan sehe ist der gewaltige Preisanstieg beim Strom in den letzten Jahren (sicherlich zum Teil der EEG-Zulage geschuldet) das bedeutet das selbst noch so gut geplante WP-Anlagen dadurch zunehmend einen Energiepreisnachteil bekommen.

Zum Thema Puffervolumen:
die 50Ltr/m² Kollektorfläche sind nur ein Wert zur Erlangung der Förderung haben aber rein gar nichts mit den tatsächlichen Werten zu tun.
Grundsätzlich ist es so das je besser der Kollektorertrag ist umso höher ist das nötige Puffervolumen.
In der Praxis haben sich meiner Ansicht nach mindestens 80-100 ltr/m² bewährt bei der von Lizzel gewünschten Konfiguration sogar deutlich mehr.
Mit einem intelligenten Puffermanagment kann man dann auch das Problem der Stagnation weitestgehend in den Griff bekommen.
Wichtig sind dann auf der Solarseite aber dann Dinge wie Druck, Ausdehnungsgefäßgröße, ggf Stagnationskühler und die Verwendung von geeigneten Solarfluids sowie bei Konzentraten das richtige Wasser !
Gruß und einen schönen Sonntag Udo

Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !
Nächste

Zurück zu Solarthermie, Solaranlagen, Kollektoren, solare Wassererwärmung



Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
a n z e i g e n



Sie lesen gerade die Forendiskussion: Speicherdimensionierung