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Beitragvon industriemensch » 28.10.2013 16:21 Uhr

Hallo liebe Leute,

ich habe gelesen, dass momentan BHKW's ja gut gefördert werden. Unter welchen Voraussetzungen genau kommt denn für mich

a) als Privatmann
b) als Gewerbetreibender

jeweils ein Blockheizkraftwerk (KWK-Anlage) wirklich infrage?

Danke euch :-)

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 28.10.2013 16:31 Uhr

Für ein BHKW ist es unbedingt erforderlich, dass man eine konstante Wärmeanforderung bzw. -abnahme hat. Gutes Praxisbeispiel ist eine Wäscherei in einem Krankenhaus oder einem Hotel. Für Privathaushalte ohne zusätzliche konstante Wärme und Stromabnahmen ist es vollkommen ungeeignet.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon industriemensch » 29.10.2013 15:03 Uhr

Hallo Herr Heufers,

danke für die Info. Haben Sie evtl. ein paar konkrete Zahlen, welcher Mindestverbrauch gegeben sein muss? Oder ob z.B. Kellerräume o.ä. für die Installations eines BHKW vorhande sein müssten?
Danke.

Gruss, industriemensch...
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Beitragvon moderne.heizung » 04.11.2013 18:24 Uhr

Hallo,

der Einsatz einer Kraft-Wärme-Kopplung, kurz KWK ist eine Technik, die schon länger für Mehrfamilienhäuser und nun aber auch für Einfamilienhäuser marktreif ist.
Wie von Hr. Heufers erwähnt sollte dabei eine konstante Wärme und Stromabnahme erfolgen.

Dadurch ergaben sich die Einsatzbereiche im mittleren und größeren Leistungsbereich von 50 kW elektrisch bis hin zum Megawattbereich vorallem im Gewerbe- und Industriebetriebe.
Der nächste Schritt war die Erweiterung um noch kleinere Leistungsbereiche, die Leistungsklassen von 5 bis 50 kW elektrisch (Mini-BHKW) abdecken und vorwiegend für Anlagen in Mehrfamilienhäusern, kleineren Gewerbebetrieben etc. wirtschaftlich betrieben.
Mit der nun neuesten Entwicklung der Mikro-KWK-Heizgeräten (ca. 1 kW elektrisch) stehen jetzt auch Systeme für Ein- und kleinere Mehrfamilienhäuser zur Verfügung. Daher steht Ihnen als Privatmann wie Gewerbetreibender der Einsatz dieser Technik offen.

Beste Grüße
Erik von moderne heizung
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Beitragvon admin » 15.11.2013 14:39 Uhr

Hallo,

interessant wäre an dieser Stelle eine Art vereinfachte Wirtschaftlichkeitsrechnung von BHKWs, kennt jemand interessante Onlinerechner? Bisher bietet energieportal24.de so etwas noch nicht an, aber ich könnte mir vorstellen, dass das interessant wäre.

Danke.
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Beitragvon energieprojekt » 28.04.2014 07:42 Uhr

Dieser Beitrag ist zwar schon etwas älter aber deswegen nicht unbedingt uninteressanter geworden.
Der Reihe nach :
@ Industriemensch
die Anschaffung eines BHKW's( wie jeder anderen Anlage auch) sollte nicht von den Fördermitteln abhängig gemacht werden, wenn sich eine Anlage nur dann rechnet sollte man es lassen.
Zum Punkt wann komme ich später nochmal.
@ Hr Heufers
Dieser Aussage kann ich nur zustimmen also wenn so etwas auf dem Plan steht am besten im Vorfeld eine Tabelle mit den Lastverläufen erstellen den der Jahresverbrauch sagt nur bedingt etwas aus.
@ Admin
Eben wegen der Komplexität des Themas sind "einfache" Berechnungen sehr schwierig. Man sieht es an den Rechenprogrammen einiger Anbieter bei denen sich ein BHKW im Gartenhaus "rechnet"(für den Hersteller) verkauft und installiert wird und anschließend sich rostig steht, oder die Wartungskosten die Einsparungen auffressen.
Hier ist eine vernünftigen Betrachtung im Vorfeld unumgänglich.
(Seriöse Planer/Anbieter machen dies gegen eine Gebühr die im Auftragsfalle angerechnet wird)
@moderne.Heizung
es stimmt Mini-Bhkk's sind schon länger erfolgreich am Markt mit den Mikro's sieht es etwas anders aus.
Anbieter die hier auf neue Technik gesetzt haben sind wieder vom Markt (zb Sunmachine, Lion,Whispergen u.a.) weil die Technik probleme machte (gerne berichte ich hierzu ausführlicher..) und Vertriebsparter in den Ruin getrieben hat.
Etablierte Hersteller (zb.Vaillant, Viessmann, Remeha) machen gerade ihre Erfahrungen.....
Allerdings stellt sich hier ein grundsätzliches Problem im EFH-Haus mit seinen vielleicht 15-25000 Kwh/a Energieverbrauch wird nach einem Kesseltausch und damit verbundener Sanierung (zb A-Klasse Pumpe hydrl Abgleich, Brennwert nutzen) der Verbrauch um 30-50% sinken und dann steht die Wirtschaftlichkeit in einem ganz anderen Licht.
@ 123energie
da kann ich dir nur beipflichten.

Wenn Interesse besteht mache ich hier gerne eine Wirtschaftslichkeitbetrachtung für einzelne Objekte
Mit sonnigem Gruß Udo vom Energieprojekt

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Beitragvon doerpn » 02.05.2014 12:27 Uhr

energieprojekt hat geschrieben:Eben wegen der Komplexität des Themas sind "einfache" Berechnungen sehr schwierig. Man sieht es an den Rechenprogrammen einiger Anbieter bei denen sich ein BHKW im Gartenhaus "rechnet"(für den Hersteller) verkauft und installiert wird und anschließend sich rostig steht, oder die Wartungskosten die Einsparungen auffressen.



Wenn Interesse besteht mache ich hier gerne eine Wirtschaftslichkeitbetrachtung für einzelne Objekte
Mit sonnigem Gruß Udo vom Energieprojekt


Hallo,
ich interessiere mich zusammen mit meinem Nachbarn für dieses Thema, bei dem natürlich einige Fragen auftauchen. Bevor wir uns von Fachfirmen beraten lassen, wäre die Beantwortung folgender Fragen von neutraler Seite sicherlich sinnvoll.
Vorab schon mal vielen Dank dafür. Zum Projekt:
Es handelt sich um 2 Doppelhaushälften (Bj. 1981) mit jeweils Einliegerwhg. Alle Wohnungen (2x120qm, 2x 30qm) sind mit elektrischer Fußbodenheizung ausgestattet. Jahresverbrauch zusammen geschätzt 35.000-40.000 KW/Std.
Hier in Dortmund kostet der Tagstrom 28 cent, Nachtstrom 20 cent. Prozentual liegt der Tagstromanteil bei ca. 25%, Nachtstrom demnach bei 75% des Jahresverbrauches. Die EEG-Umlage wurde bekanntlich im Januar auf 6,3 (?) cent pro KW/STD erhöht (ich warte noch auf die Abrechnung).
Gerne nehme ich das Angebot einer Wirtschaftlichkeitsberechnung an. Welche Speicherkapazitäten haben heutige Anlagen? Ich vermute mal, dass die Sommermonate mit geringerem Stromverbrauch (Berufstätigkeit tagsüber) die Effizienz des Kraftwerks stärker beeinträchtigen- oder würde dieser Effekt durch die Anbindung von 4 Haushalten wettgemacht?
Bin auf die Antwort(en) sehr gespannt.
Wünsche ein entspanntes, schönes Wochenende. 8)

Gruß aus Dortmund

doerpn
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Beitragvon energieprojekt » 02.05.2014 13:04 Uhr

Hallo Doerpn, momentan zeigt sich ein Problem bei deiner Betrachtung.
30-40.000 Kwh/a Strom würde bei einer KWK ca 80-120.000 Kwh Wärme bedeuten. wo möchtest du die unterbringen. Ein praktikabler wenn auch momentan sehr kostenintensiver Weg ist der Einbau einer Wasser-FB das bedeutet dann Energiekosten von ca 5ct Kwh statt jetzt 20/28 ct

Gruß Udo
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Beitragvon doerpn » 04.05.2014 11:08 Uhr

Hallo Udo,
danke für die fixe Antwort, wenngleich ich sie nicht verstehe. Deshalb noch mal die Nachfrage:
Da wir gelesen haben, dass eine KWK sich nur rechnet, wenn sie eine hohe Auslastung hat, haben wir die Idee, 2 Häuser mit 3-4 Wohnungen (1 Whg. zur Zeit nicht vermietet) an eine Anlage anzuschließen. Man könnte doch sicher auch einen gemeinsamen Warmwasser-Speicher integrieren? Die Wärme würde doch im Winter von 3-4 Wohnungen gleichzeitig angefordert....insofern verstehe ich den Einwand mit der Unterbringung nicht. Außerdem kann doch der Energie- bzw. Strombedarf über die Größe/Leistungsfähigkeit der KWK reguliert werden? Was verstehe ich da falsch? :?
Gruß

Olaf
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Beitragvon energieprojekt » 04.05.2014 11:30 Uhr

doerpn hat geschrieben:Hallo Udo,
danke für die fixe Antwort, wenngleich ich sie nicht verstehe. Deshalb noch mal die Nachfrage:
Da wir gelesen haben, dass eine KWK sich nur rechnet, wenn sie eine hohe Auslastung hat, haben wir die Idee, 2 Häuser mit 3-4 Wohnungen (1 Whg. zur Zeit nicht vermietet) an eine Anlage anzuschließen. Man könnte doch sicher auch einen gemeinsamen Warmwasser-Speicher integrieren? Die Wärme würde doch im Winter von 3-4 Wohnungen gleichzeitig angefordert....insofern verstehe ich den Einwand mit der Unterbringung nicht. Außerdem kann doch der Energie- bzw. Strombedarf über die Größe/Leistungsfähigkeit der KWK reguliert werden? Was verstehe ich da falsch? :?
Gruß

Olaf


Hallo Olaf,
nochmal im Detail,
KWK benötigt eine hohe Auslastung allerdings in mehrfacher Hinsicht
Punkt 1 :Am besten über das Jahr gesehen eine gleichmäßige Auslastung (Lastverlauf)
Punkt 2 : ein Wärmebedarf der dem des BHKWs zur Verfügung gestellten entspricht (grob kann man sagen auf jede KW Strom kommen 2-3 KW Wärme).
Punkt 3 : Der Bedarf an Warmwasser macht "nur" ungefähr 10-15% des Heizbedarfes aus.

In deinem Fall (wie in den meisten) wird das BHKW die Warmwasserversorgung übernehmen und ggf einen geringen Teil der Heizlast.
Ist ein BHKW zu groß dimensioniert bekommst du keine Laufzeiten hin (die sollten mindestens zw 4 und 6tsd Stunden liegen, lieber mehr)
Als nächstes musst du schauen das der Strom selbst genutzt und möglichst wenig eingespeist wird.

Dies sind Betrachtungen von der Ferne aus für genauere Aussagen müßte ich das Objekt besser kennen
Einen schönen Sonntag, Udo

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