Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik
energieportal24 Startseite Aktuelle News Förderkonditionen 2013 energieffiziente Gebäudesanierung Grundlagenwissen nach Thema Veranstaltungen: Messen, Seminare, Kongresstermine Tools, Onlinerechner und Newsletter Marktplatz Diskussionsforum B2B Branchenmarktplatz forum
BHKW-Heizung, Blockheizkraftwerke, Mini-BHKW, Kraft-Wärme-Kopplung, Umbau, Selbstbau, Mikro-KWK, Generatoren, Gasmotoren
EuRegEn
EXPERTE
Aktivität: hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 295
Bilder: 6
Registriert: 14.02.2012 18:41
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 13 Mal

Beitragvon EuRegEn » 05.05.2013 10:21 Uhr

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist als Baustein einer EE-Versorgung unterbewertet:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kraft-W%C3%A4rme-Kopplung

Die Summe der BHKW-Leistung (mind. 10.000 MW) könnte sehr schnell eine Art Gleitschicht zwischen den unflexiblen Großkraftwerken - und den wetterabhängigen Stromerzeugern, also v.a. Windkraft und PV bilden.
Großkraftwerke als Schattenkraftwerke würden der Vergangenheit angehören.

Der grundsätzliche Vorteil liegt darin, dass hier dezentral Strom mittels einem Wärmekraftwerk erzeugt wird, wobei deren Abwärme bestmöglich vor Ort verwertet wird.
Gerade zu Beginn sollte auf größere Versorgungseinheiten (Kliniken, Altenheime, Kasernen, verdichtete Stadtteile) gesetzt werden, die idealerweise über 1 MW-Module erfordern. Neben den besseren wirtschaftlichen Ergebnisse ist auch die Energieeffizienz besser.

Unbestritten hat diese Technologie ein enormes Potential. Der Kern der Anlage besteht aus einem normalen, langlebigen Motor.

Wo liegen die Probleme:
Derzeit funktioniert KWK wie folgt: Wird Wärme benötigt, läuft der Motor (statt eines Brenners) an, dieser produziert Strom, welcher ins Netz eingespeist wird und erzeugt die erforderliche Wärme. Daneben speichert üblicherweise noch ein Pufferspeicher kurzfristig Überschusswärme.

Dabei fragt das Aggregat nicht, ob es momentan gut ist, wenn weiter Strom eingespeist wird, oder ob vielleicht gerade z.B. der Wind gut weht.

Dieses Problem ist bekannt und es gibt Lösungsansätze, welche teilweise mit dem Schlagwort „virtuelle Kraftwerke“ versehen werden.

Wie könnte es gehen:
Jede KWK-Einheit ermittelt den Wärmestatus (z.B. von 0 bis 100) und schickt diesen laufend an die Steuerzentrale. Je nach dem Wert wird angezeigt, ob noch Wärme gebraucht wird, oder nicht. Dabei kann zwischen Heizwärme, Warmwasserwärme und Speicherwärme unterschieden werden.

Eine Steuerstelle kann nun dafür sorgen, ob viele BHKWs laufen sollen, oder wenige, je nachdem, wie der Strom nachgefragt wird bzw. welchen Input andere Erzeuger, wie z.B. Windstrom haben.

Auch ein Brenner läuft ja in der Regel nicht immer, sondern nur zeitweise.

Somit könnte der Wärmebedarf mit dem Strombedarf abgestimmt werden, mit äußerst kurzen Reaktionszeiten. Selbst die kleinen BHKWs erreichen in wenigen Sekunden ihre volle Leistungsfähigkeit.

Dabei kann es aber auch mal vorkommen, dass einfach soviel und solange Strom von den BHKWs eingefordert wird, so dass die Aufnahmemöglichkeit bzgl. der Wärme überschritten wird. In diesen Ausnahmefällen wird dann die Wärme ungenutzt abgeleitet. Hier ist dies der absolute Ausnahmefall, bei der heutigen Stromproduktion in Großkraftwerken ist dies der Regelfall!

Was passiert, wenn kein Strom benötigt wird, aber langsam das Haus kälter wird, der Pufferspeicher auch schon aufgebraucht ist – und selbst das Warmwasser neue Wärmezufuhr brauchen könnte?

In vielen Fällen wird neben einem BHKW ein weiterer (Spitzen-) Kessel daneben gestellt. Dieser könnte dann eben jetzt für Wärme sorgen.

Eine noch elegantere Lösung wäre, wenn der Spitzenkessel durch eine Wärmepumpe ersetzt werden würde. Dann könnte in dieser Situation der reichliche (und billigere) Strom im Netz bestens verwertet werden, in dem bei einer Arbeitszahl von 3 bis 5 Wärme erzeugt wird.

Gerade in Kranken- und Altenheimen, wo die KWK am besten eingesetzt werden kann, fallen größere Mengen von warmen Abwässern an, welche über die Wärmepumpe ideal in Nutzwärme verwandelt werden könnte.

http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmepumpe

Ich bin sehr dafür, dass sofort beim Aufbau von KWK im größeren Umfang die Steuerbarkeit gegeben sein muss.

Strom wird dann nicht mehr ungefragt in das Netz eingespeist. Es erleichtert den Netzbetreibern die Einbindung von regenerativen Strom, erübrigt den Neubau von unsinnigen, unflexiblen Großkraftwerken und erhöht die Versorgungssicherheit bei hoher Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems.

Dies ist ein wesentlicher Teil einer neuen und flexiblen Infrastruktur zur Schaffung einer regenerativen Energieversorgung. Dieser Aufbau sollte mit Priorität verfolgt werden. Die Frage, mit welchen Aggregaten (Motor, Mirkoturbine oder Brennstoffzelle usw.) die KWK betrieben werden sollte, ist nachrangig und sollte von der besten Wirtschaftlichkeit beantwortet werden. Wenn die Brennstoffzelle tatsächlich mal kostengünstiger wird, dann kann das BHKW immer noch nach dessen Lebenszeit durch einen solche Zelle ersetzt werden. Wichtig ist allein, dass die passende Struktur vorhanden ist.

Selbst die Frage nach dem Brennstoff ist derzeit noch sekundär. Ob jetzt das BHKW mit Öl oder Gas betrieben wird, ist nicht entscheidend. Gibt es später Methanol aus Windkraft oder Ähnliches, ist auch hier die Umrüstung oder der spätere, passende Ersatzmotor kein Problem.

http://de.wikipedia.org/wiki/EE-Gas

Dazu bedarf ist EE-Einspeiser, welche große Mengen zu billigen Preisen liefern können - nicht nur, aber auch:

http://de.wikipedia.org/wiki/Offshore-Windpark
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwimmend ... raftanlage
Zuletzt geändert von EuRegEn am 13.03.2014 22:00, insgesamt 4-mal geändert.

EuRegEn
EXPERTE
Aktivität: hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 295
Bilder: 6
Registriert: 14.02.2012 18:41
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 13 Mal

Beitragvon EuRegEn » 07.11.2013 19:17 Uhr

http://www.presseportal.de/pm/6556/2470 ... ng-braucht

Der VKU-Hauptgeschäftsführer ist überzeugt: "Wenn wir die Versorgungssicherheit auf dem heutigen Niveau halten wollten, brauchen wir spätestens in drei Jahren Regeln für einen Marktplatz für gesicherte Leistung und nicht nur einen auf Energiemengen fokussierten Markt wie den Energy-Only-Markt. Nur so können Investitionsanreize in die dringend benötigten neuen effizienten konventionellen Erzeugungsanlagen gesetzt werden und die Wirtschaftlichkeit der weiterhin benötigten Kraftwerke sichergestellt werden. Gesicherte Leistung braucht einen Wert, da eine sichere und wirtschaftliche Energieversorgung die Grundlage für die industrielle Produktion und die Volkswirtschaft insgesamt ist!"
----------------------------------------------------------------------------
Etwas weniger Biogasstrom, und deutlich weniger PV, hätte locker den Raum schaffen können, um die Kraft-Wärme-Koppelung kostengünstig an den besten Standorten ausbauen zu können. 10.000 MW sollten auf die Schnelle installiert werden, um eine Gleichtschicht zu schaffen zwischen den EE und den unflexiblen anderen Kraftwerken.
EuRegEn
EXPERTE
Aktivität: hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 295
Bilder: 6
Registriert: 14.02.2012 18:41
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 13 Mal

Beitragvon EuRegEn » 19.11.2013 21:33 Uhr

Ein Kapazitätsmarkt? Mit Kraft-Wärme-Koppelung ist dies fast umsonst zu haben. Im Winter fehlt die Sonnenkraft - und der Wärmebedarf ist am höchsten. Wenn das Netz dann noch die Möglichkeit des Zugriffs auf die Steuerung hat, können auch in der restlichen Zeit des Jahres diese Kraftwerke aktiviert werden, selbst wenn dann im Ausnahmefall keine Bedarf für die Abwärme vorhanden ist.

http://www.iwr.de/news.php?id=25043

Stromgutachten: BMWi befürwortet Kapazitätsmarkt
Berlin – Aufgrund der Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien gibt es in Deutschland eher zu viel als zu wenige Kapazitäten zur Stromerzeugung. Dennoch steigt die Sorge vor Blackouts, insbesondere Stromversorger warnen regelmäßig vor dem Ernstfall.
EuRegEn
EXPERTE
Aktivität: hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 295
Bilder: 6
Registriert: 14.02.2012 18:41
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 13 Mal

Beitragvon EuRegEn » 27.12.2013 18:10 Uhr

Der nachfolgende Bericht zeigt ein weiteres Mal auf, wie wichtig eine Gleitschicht von extrem flexiblen BHKWs im Rahmen von virtuellen Kraftwerken ist:

http://www.linkeblogs.de/?cat=3652

RWE musste in der Nacht auf Heiligabend seine Braunkohlekraftwerke und zwei seiner drei Atomreaktoren dramatisch schnell drosseln. Bei auffrischendem Wind hatte man einen falschen Fahrplan für die Kraftwerke. Gut eine Stunde wurden Block C in Gundremmingen und das AKW Emsland um etwa 15 MW (15.000 kW) pro Minute gedrosselt. Solche Schnellbremsungen nutzen die Anlagen übermäßig ab und verkürzen die Haltbarkeit.


Am Montagabend (23.12.) ab 23:30 mußte RWE seine Großkraftwerke dramatisch bremsen. Die Leistung der Steinkohle- und Gaskraftwerke war schon auf nahe Null heruntergefahren. Die Braunkohlekraftwerke liefen auch nur noch mit 3900 der sonst üblichen 10.000 MW. Die drei der RWE verbliebenen Atomreaktoren Gundremmingen B + C sowie Emsland leisteten 3700 MW. Da wie vorausgesagt immer mehr Windstrom erzeugt wurde, mussten die Alt-AKW gedrosselt werden. So bremste man den Block C und das AKW Emsland mit minütlich fast 15 MW. Von rund 1300 MW um 23:30 wurde das AKW Emsland auf etwa 400 MW und Block C in Gundremmingen auf rund 600 MW um 1 Uhr am Heiligabend gedrosselt. Die Braunkohlekraftwerke auf 2900 MW. Offensichtlich hatten die Kraftwerksbetreiber falsch geplant. Gut, dass nichts Größeres an den Kraftwerken und Im Stromnetz passiert ist!
EuRegEn
EXPERTE
Aktivität: hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 295
Bilder: 6
Registriert: 14.02.2012 18:41
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 13 Mal

Beitragvon EuRegEn » 08.06.2014 17:28 Uhr

Für die Trassengegner gibt es Hoffnung:

http://www.eike-klima-energie.eu/climat ... her-sicht/

Neue Kern-Reaktorkonzepte in Entwicklung - Small Modular Reactor (SMR) aus energiewirtschaftlicher Sicht

von Klaus-Dieter Humpich
In letzter Zeit wird wieder verstärkt über "kleine, bausteinförmig aufgebaute Kernkraftwerke" diskutiert. Wie immer, wenn es ums Geld geht, war der Auslöser ein Förderungsprogramm des Department of Energy (DoE) in den USA. Hersteller konnten sich um einen hälftigen Zuschuss zu den Kosten für das notwendige Genehmigungsverfahren bewerben. Der Gewinner bekommt vom amerikanischen Staat fünf Jahre lang die Kosten des Genehmigungsverfahrens und die hierfür notwendigen Entwicklungs- und Markteinführungskosten anteilig ersetzt. Es gibt die Förderung nur, wenn das Kraftwerk bis 2022 fertig ist (es handelt sich also um kein Forschungs- und Entwicklungsprogramm) und man muß sich zusammen mit einem Bauherrn bewerben.

-------------------

Damit ließe sich sogar das 380-KV-Netz erübrigen -- toll?
energieprojekt
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 1214
Registriert: 23.04.2014 10:17
Wohnort: Westerwald
Lob gegeben: 5 Mal
Lob erhalten: 165 Mal
Kontotyp: Dienstleister
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon energieprojekt » 08.06.2014 18:29 Uhr

eine trügerische Hoffnung.............
haben wir aus den "paar" denn nichts gelernt ?
Es waren mehr wie Tschernobyl (Super-GAU) und Fukushima (Super-GAU)
hier zum nachschauen: http://www.atomunfall.de/

Nicht berücksichtigt die ganzen "nicht meldepflichtigen Problemchen"
sowie die Unfälle mobiler, eben der kleinen kompakten Reaktoren auf den Booten............

Dann doch lieber eine Stromtrasse wenn die Stromindustrie keine dezentrale Lösung mag
Udo vom Energieprojekt

Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !
EuRegEn
EXPERTE
Aktivität: hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 295
Bilder: 6
Registriert: 14.02.2012 18:41
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 13 Mal

Beitragvon EuRegEn » 22.06.2014 16:38 Uhr

Es geht um das sowohl als auch.
http://www.100prozentzukunft.de/intelli ... die-energi

Intelligente Stromnetze und neue Speichertechniken sind grundlegende Vorraussetzungen für die Energiezukunft. Welche Vorteile bieten die neuen Netze und wie funktionieren sie? Wie kann Energie effizient gespeichert werden?

Kleine Windkraftanlagen in der Nachbarschaft oder Biomassekraftwerke auf dem Land, Solarparks im Süden oder Offshore-Windkraftanlagen in der Nordsee - die Stromerzeugung der Zukunft ist eine Mischung aus großen und dezentralen kleinen Anlagen. Diese speisen Energie in unterschiedlichen Mengen ins Netz ein - oft in Regionen, in denen bislang keine Kraftwerke stehen. Zusätzlich schwankt die Strommenge aus Erneuerbaren Energien laufend, weil Wind und Sonne nicht gleichmäßig zur Verfügung stehen.

Die heutigen Stromnetze können diese Schwankungen nicht ausreichend ausgleichen, weshalb es neuer Netze bedarf, die die Lieferung von und den Bedarf an Strom besser aufeinander abstimmen. Immer öfter kann der erneuerbare Strom zudem auch nicht zu den Verbrauchern geleitet werden, da moderne Trassen fehlen, die zum Beispiel den Strom aus Windkraftanlagen in der Nordsee in die Ballungszentren Süddeutschlands transportieren. Um auf die Erfordernisse eines hohen Anteils von Erneuerbaren Energien zu reagieren, sind daher drei Dinge wichtig: Das Smart-Grid, das Super-Grid und der Ausbau von Stromspeichern. Kurz gesagt: Wir brauchen das Netz 2.0.




Das Smart-Grid ist das intelligente Stromnetz der Zukunft. Anders als bisherige Netze stimmt es Stromproduktion und Stromverbrauch sekundengenau aufeinander ab. So kann moderne Technik in sogenannten „virtuellen Kombikraftwerken“ Erneuerbaren Strom etwa von Windrädern oder aus Biomasseanlagen so aufeinander abgestimmt in das Stromnetz einspeisen, dass immer ausreichend Strom zur Verfügung steht.

Auch die Strompreise passen sich in Echtzeit an Angebot und Nachfrage an. Einfach ausgedrückt: Wenn der Wind weht und die Sonne scheint, ist der Strom besonders günstig. Moderne Endgeräte bei den Verbrauchern sorgen dann dafür, dass zum Beispiel Waschmaschinen und Warmwasserbereiter anspringen oder - in Zukunft - Elektroautos aufgeladen werden. Auf diese Weise wird der Verbrauch von Strom so geregelt, dass bei großem Angebot auch viel verbraucht wird. Das hat zwei Vorteile: Strom wird besonders effizient eingesetzt und der Verbraucher spart Geld, denn er kann genau dann viel Strom verbrauchen, wenn dieser günstig ist.

Super-Grid
Das Super-Grid sorgt für die optimale Verteilung von Strom über große Distanzen durch neue, verlustarme Fernleitungen. Erneuerbarerer Strom kann mit Hilfe des Super-Grid dort erzeugt werden, wo er besonders effektiv zu gewinnen ist und dorthin gelangen, wo er gerade gebraucht wird. Ein Beispiel: Herrscht in der Nordsee Windflaute, während in Südeuropa viel Solarstrom produziert wird, kann der Strom aus spanischen Solarkraftwerken nach Deutschland geleitet werden.

Eine Kombination aus Smart- und Super-Grid kann Schwankungen in der Stromproduktion optimal ausgleichen.
In der Zukunft werden also die europäischen Netze, die derzeit weitgehend autonom funktionieren, zu einem Netz zusammengeschlossen. Dadurch wird der Strom über den gesamten Kontinent optimal verteilt oder gespeichert. Auch Projekte, wie etwa die Gewinnung von Solarenergie aus Nordafrika („Dersertec“), können so prinzipiell sinnvoll ins Netz integriert werden. Eine Kombination aus Smart- und Super-Grid kann beide Ansätze verbinden und dadurch Schwankungen in der Stromproduktion optimal ausgleichen und den Ausbau von teuren Stromspeichern reduzieren.

Stromspeicher
Auch wenn das SuperSmart-Grid durch Verteilung der Energie die Produktion und den Verbrauch wesentlich besser miteinander verbindet als die heutigen Netze, braucht es dennoch zusätzlich Speichermöglichkeiten für den erneuerbaren Strom. Denn Energie muss zu jeder Zeit ausreichend zur Verfügung stehen können. Hierfür bieten sich verschiedene Techniken an: In bergigen Regionen sind Pumpspeicherkraftwerke sehr effektiv. Sie pumpen Wasser in die Höhe, das bei Bedarf Turbinen antreibt und so wieder zu Strom wird. Die Speicherung von Wärme oder Kälte oder die Produktion der Energieträger Methan oder Wasserstoff können ebenfalls einen guten Beitrag leisten. Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten der Stromspeicherung. Einige von ihnen, wie die großflächige Nutzung der Akkus von Elektroautos, sind auf den ersten Blick sehr vielversprechend, müssen technisch jedoch noch weiter entwickelt und auf ihre kritischen Seiten hin getestet werden.

Eine Energiezukunft, die wichtige Chancen bietet
Der Aus- und Umbau der Stromnetze, intelligente Netze, virtuelle Kombikraftwerke und neue Speichertechniken gehören zu den wesentlichen Weichenstellungen in Richtung Energiezukunft. Oft bedarf es deutlich mehr als zehn Jahre, um vom Beschluss des Netzausbaus bis zum fertigen Neubau zu kommen. Werden hier jetzt nicht die notwendigen Schritte eingeleitet, droht das Netz zum entscheidenden Flaschenhals für den Ausbau Erneuerbarer Energien zu werden.

Der Umbau der Stromnetze ist ein großes Infrastrukturprojekt, das viele Chancen bietet, wenn es richtig angepackt wird. Bei konsequenter Umsetzung würden davon unterschiedlichste Wirtschaftsbereiche profitieren: Strom- und IT-Märkte können eng miteinander vernetzt werden. Sollten Elektroautos als flexible Stromspeicher ins Netz 2.0 integriert werden können, wäre auch die Automobilbranche direkt beteiligt. Für ein Hochtechnologieland wie Deutschland bieten der Netzumbau und die Anwendung neuer Speichertechnik daher auch sehr große wirtschaftliche Chancen.
energieprojekt
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 1214
Registriert: 23.04.2014 10:17
Wohnort: Westerwald
Lob gegeben: 5 Mal
Lob erhalten: 165 Mal
Kontotyp: Dienstleister
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon energieprojekt » 23.06.2014 07:14 Uhr

EuRegEn hat geschrieben:Intelligente Stromnetze und neue Speichertechniken sind grundlegende Vorraussetzungen für die Energiezukunft. Welche Vorteile bieten die neuen Netze und wie funktionieren sie? Wie kann Energie effizient gespeichert werden?

Kleine Windkraftanlagen in der Nachbarschaft oder Biomassekraftwerke auf dem Land, Solarparks im Süden oder Offshore-Windkraftanlagen in der Nordsee - die Stromerzeugung der Zukunft ist eine Mischung aus großen und dezentralen kleinen Anlagen. Diese speisen Energie in unterschiedlichen Mengen ins Netz ein - oft in Regionen, in denen bislang keine Kraftwerke stehen. Zusätzlich schwankt die Strommenge aus Erneuerbaren Energien laufend, weil Wind und Sonne nicht gleichmäßig zur Verfügung stehen.
Ein Proplem das ich hier sehe ist wer verwaltet und steuert diese Netze in Zukunft ? die gleichen die es bisher machen und die Kraftwerksbetreiber(ach nein die sind ja jetzt unabhängige Unternehmen hahaha), die jetzt schon ihre Netze verkommen lassen und es wenn was passiert aufs Wetter schieben

Das Smart-Grid ist das intelligente Stromnetz der Zukunft. Anders als bisherige Netze stimmt es Stromproduktion und Stromverbrauch sekundengenau aufeinander ab. So kann moderne Technik in sogenannten „virtuellen Kombikraftwerken“ Erneuerbaren Strom etwa von Windrädern oder aus Biomasseanlagen so aufeinander abgestimmt in das Stromnetz einspeisen, dass immer ausreichend Strom zur Verfügung steht.
Dieses "Abstimmen wird auch dann von Profitgedanken gesteuert sein solange Gewinnorientierte Unternehmen an den "Schrauben" drehen können und dürfen, so wie momentan auch wenn Windräder vom Netz genommen werden

Auch die Strompreise passen sich in Echtzeit an Angebot und Nachfrage an. Einfach ausgedrückt: Wenn der Wind weht und die Sonne scheint, ist der Strom besonders günstig. Moderne Endgeräte bei den Verbrauchern sorgen dann dafür, dass zum Beispiel Waschmaschinen und Warmwasserbereiter anspringen oder - in Zukunft - Elektroautos aufgeladen werden. Auf diese Weise wird der Verbrauch von Strom so geregelt, dass bei großem Angebot auch viel verbraucht wird. Das hat zwei Vorteile: Strom wird besonders effizient eingesetzt und der Verbraucher spart Geld, denn er kann genau dann viel Strom verbrauchen, wenn dieser günstig ist.
Das glaube ich in 100 Jahren nicht das die Stromriesen auf nur einen Cent zusätzlichen Gewinn verzichten würden, evtl wird man den großen Abnehmern hier noch was nachlassen aber dem kleinen Mann in der Mietwohnung nie und nimmer. Dies zeigt sich ja heute schon in der Zählertechnik die nicht alle geprüft werden sondern nur sporadisch, dann wird dem Kunden gesagt wenn der geprüfte Zähler in Ordnung ist ist es deiner auch.... (interessanterweise gibt es dies bei privaten Zählern (zb Wasserzähler in MFH nicht die müßen getauscht und neu beglaubigt werden) Strom wird heute auch schon zu unterschiedlichen Zeiten zu unterschiedlichsten preisen produziert und der Kunde hat keinen Nutzen davon.


Stromspeicher
Auch wenn das SuperSmart-Grid durch Verteilung der Energie die Produktion und den Verbrauch wesentlich besser miteinander verbindet als die heutigen Netze, braucht es dennoch zusätzlich Speichermöglichkeiten für den erneuerbaren Strom. Denn Energie muss zu jeder Zeit ausreichend zur Verfügung stehen können. Hierfür bieten sich verschiedene Techniken an: In bergigen Regionen sind Pumpspeicherkraftwerke sehr effektiv. Sie pumpen Wasser in die Höhe, das bei Bedarf Turbinen antreibt und so wieder zu Strom wird. Die Speicherung von Wärme oder Kälte oder die Produktion der Energieträger Methan oder Wasserstoff können ebenfalls einen guten Beitrag leisten. Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten der Stromspeicherung. Einige von ihnen, wie die großflächige Nutzung der Akkus von Elektroautos, sind auf den ersten Blick sehr vielversprechend, müssen technisch jedoch noch weiter entwickelt und auf ihre kritischen Seiten hin getestet werden.
Hier ist das Problem das die Wiederständen zb gegen Pumpspeicherwerke sofort wieder da sind wenn jemand den Gedanken äußert in seiner Region über einen Bau nach zudenken. Die Nutzung von den Akkus der Elektroautos halte ich für sinnvoll allerdings gibt es davon zu wenig und keine vernünftige Möglichkeit des Ladens. Hinzu kommt das damit wieder der Grundgedanke, laden mit der eigenen PV-Anlage ad absurdum geführt wird. Die Maßnahme Eigenstromerzeugung zu besteuern ist in diesem Zusammenhang auch nicht förderlich für den Verkauf von E-Fahrzeugen

Eine Energiezukunft, die wichtige Chancen bietet
Der Aus- und Umbau der Stromnetze, intelligente Netze, virtuelle Kombikraftwerke und neue Speichertechniken gehören zu den wesentlichen Weichenstellungen in Richtung Energiezukunft. Oft bedarf es deutlich mehr als zehn Jahre, um vom Beschluss des Netzausbaus bis zum fertigen Neubau zu kommen. Werden hier jetzt nicht die notwendigen Schritte eingeleitet, droht das Netz zum entscheidenden Flaschenhals für den Ausbau Erneuerbarer Energien zu werden.
Wenn die Nutzung dieses Netzes mit all den geschilderten Vorteilen Realität werden soll muss die Netz- und Abrechnungshoheit den jetzigen Stromanbietern aus der Hand genommen werden sonst wird es nie einen fairen Strompreis geben.



Gruß Udo vom Energieprojekt
Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !
EuRegEn
EXPERTE
Aktivität: hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 295
Bilder: 6
Registriert: 14.02.2012 18:41
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 13 Mal

Beitragvon EuRegEn » 04.08.2014 17:41 Uhr

Früher waren die Stromversorgungsunternehmen in Staatsbesitz, dann ein staatlich kontrolliertes Monopol - jetzt ist es leider zu einem nicht kontrollierten Oligopol, also ein Quasi-Monopol, geworden.
Für das Overlay-Netz wäre ein staatlich kontrolliertes Monopol vermutlich die bessere Variante, weil der Staat als Unternehmer nicht immer eine so gute Figur gespielt hat.
energieprojekt
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 1214
Registriert: 23.04.2014 10:17
Wohnort: Westerwald
Lob gegeben: 5 Mal
Lob erhalten: 165 Mal
Kontotyp: Dienstleister
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon energieprojekt » 04.08.2014 21:10 Uhr

diesem Quasi Monopol könnte man prima entgegenwirken wenn dis sogenannte Kartellamt auch ihren Job machen würden und den 4 Stromriesen nicht nur mit Sonnenbrille auf die Finger schauen würde sondern auch mal drauf klopfen oder sie abhacken würde..........
Es zeigt sich doch immer wieder was passiert wenn eine Stadt oder eine Region sich unabhängig machen wollen. 1000 fach abgeschriebene und verkommene Netze müssen zum Neupreis abgekauft werden, oder andere Hindernisse bei Eigenversorgung werden eingebaut (siehe EEG-Umlage für selbst erzeugten und -genutzen Strom). Fraglich ist allerdings ob unsere Politiker nur im Ansatz in der Lage wären dieses Geschäft selbst zu managen.....
(würde nicht zu letzt an den vielen "Nebenjobs" scheitern die schon jetzt dafür sorgen das kaum einer bei einer Gesetzesverabschiedung anwesend ist, wozu auch wenn ich in gleicher Zeit für 20.000 € Stundenlohn bei den Lobbyisten einen "Vortrag" halten darf) Ich weiß das war etwas Offtopic.
Aber hier noch was das vielleicht zum Thema Energiewende und Ausbau passt: http://www.bhkw-infozentrum.de/statemen ... lagen.html
Die KWK- Fördermittel in NRW werden gestoppt, bereits erteilte Anträge noch ausbezahlt aber keine neuen genehmigt.
Auch so kann man eine Dezentralisierung der Stromversorgung und Energiewende ausbremsen. Das alles unter dem Deckmantel des fehlenden Geldes (Haushaltssperre)....
(Zur Erinnerung kurz vorher haben sich unsere Politiker mal eben 10% Gehaltserhöhung genehmigt, genauso wie die "Aufwandsentschädigung" für Ehrenamtliche.......)
manchmal kann ich gar nicht soviel essen wie ich ko...... möchte.
So genug für heute
Udo vom Energieprojekt

Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !
Nächste

Zurück zu BHKW, KWK



Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
a n z e i g e n
 

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag



Sie lesen gerade die Forendiskussion: Kraft-Wärme-Kopplung ist immer noch unterbewertet!