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Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 14.04.2013 19:45 Uhr

Dieser schlichte Altbau aus den 1960er Jahren hat nach der energetischen Sanierung eine schöne Fassade mit Lärchenholz-Rombusleisten bekommen. Die Optik gefällt mir sehr gut! :wink:

Altbaufassade-mit-Fachwerkdämmung-und-Lärchenholz-Rombusschalung-Sockelbereich-300x400.jpg
Altbaufassade-mit-Fachwerkdämmung-und-Lärchenholz-Rombusschalung-Sockelbereich-300x400.jpg (27.07 KiB) 13645-mal betrachtet


Altbaufassade-mit-Fachwerkdämmung-und-Lärchenholz-Rombusschalung-Giebelansicht-400x300.jpg
Altbaufassade-mit-Fachwerkdämmung-und-Lärchenholz-Rombusschalung-Giebelansicht-400x300.jpg (27.1 KiB) 13645-mal betrachtet

Aufgrund der geradlinigen Fassadenführung konnte man eine Holzfachwerk vor der alten Putzfassade anbringen und die Zwischenräume mit Wärmedämmung ausfüllen; beispielsweise gedämmt mit Zellulose, Holzweichfaserplatten oder Mineralwolle.
In diesem Zuge ist auch die Dachkonstruktion mit KVH-Konstruktionen erneuert und wämegedämmt worden.

Da keine Perimeterdämmung zum Einsatz gekommen ist, ist der Vorteil dieses System, dass es diffusionsoffen ist. Also bauphysikalisch vollkommen unproblematisch. Kein Tauwassergefahr! Aus ökologischer Sicht ist dieser Dämmungsaufbau mit Zellulose bzw. Holzweichfaserdämmung vollkommen unbedenklich.

Bei diesem Dämmsystem können für eine schnelle Ausführung am Montageort die Wand- und Dachscheiben mit der Dämmung im Werk bereits komplett vorgefertigt werden.
Dank moderner Lasertechnik kann das Aufmass für die Gebäudehülle millimetergenau aufgenommen und dem entsprechend gefertigt werden.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon admin » 15.04.2013 15:58 Uhr

Darf ich fragen, wielange die Holzverkleidung hält bzw. wie diese gepflegt werdem muss?
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Beitragvon machtnix » 15.04.2013 20:51 Uhr

Solange wie die Fassade noch neu ist,schaut das ganze ja noch ansehnlich aus.
Bei uns in Bayern werden häufig solche Häuser gebaut,Neu und Altbau werden so verkleidet.
Nach zwei Jahren kann man sich nur noch Augenkrebs holen,denn dann schauen die Häuser aus als wären sie uralte Bauernscheunen auf offenem Feld.
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Beitragvon Thomas Heufers » 16.04.2013 07:04 Uhr

Richtig, die Fassade wird im Laufe der Jahre vergrauen. Das ist aber eine Frage des Geschmacks. Was mir gefällt, muss anderen nicht zusagen. :wink:

Zu Haltbarkeit der Fassade - Es gibt nicht dauerhafteres als ein Lärchenschalung. Speziell, die dargestellte Lärchen-Rombusschalung ist schon fast unverwüstlich. Es gibt an historischen Gebäuden Lärchenschalungen, die schon über 500 Jahre und mehr alt sind. Lärchenholz wird sogar als Schindel für die Dacheeindeckung genutzt.
Wir selbst haben unsere Dachgaube auch mit Lärchenholz eingefasst, weil Wind und Niederschläge an einer Putzeinfassung hässliche Spuren hinterlassen. Wir hätten auch Schiefer nehmen können, was uns aber optisch nicht gefallen hat.

Wer in Zukunft keine Fassadenrenovierung ausführen will, ist mit Lärche auf der sicheren Seite. Ein Pflege der Lärchenschalung ist nicht erforderlich. Das Holz bildet eine schützende Patina durch holzeigene Absonderungen, weshalb sogar von einer farblichen Behandlung der Oberfläche abgeraten wird.

Info - Holz im Außenbereich
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/Da ... ereich.pdf

Gruß

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Beitragvon admin » 16.04.2013 08:06 Uhr

@machtnix
eben, das hatte ich auch befürchtet

@Thomas Heufers
danke für die Infos, Wie sieht es mit den Kosten im Vergleich zu anderen Fassaden aus (Klinker, Wärmedämmputz usw.)?
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Beitragvon admin » 16.04.2013 08:30 Uhr

@alle
trotzdem ist natürlich Holz ein sehr schöner Baustoff.


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Beitragvon Thomas Heufers » 16.04.2013 09:14 Uhr

Bezüglich der Kosten kann man so pauschal nichts sagen.

Es gibt ja verschiedene Varianten, wie man den Dämmungsaufbau durchführt, einerseits mit vorgesetztem, gedämmten Holzfachwerk oder aber auch mit Steinwollplatten (Fixrock).
Die Steinwollplatten sind in der Regel günstiger als das Fachwerk aus Konstruktionsvollholz. Auch bei der Lärchenschalung gibt es einfache und kostengünstige oder die teure und edlere Ausführung

Info zu Fixrock 033
http://download.rockwool.de/media/20429 ... ck_033.pdf

Die Steinwollplatte bietet weitere Vorteile:
- wärmebrückenarme Dämmung
- sehr guter Dämmwert
- auch diffusionsoffen bzw. wasserdampfdurchlässig

Auf jeden Fall kostet eine gedämmte Fassade mit Lärchenschalung mehr als eine Perimeterdämmung mit Putz.
Die Hinterlüftung mit Lärchenschalung ist die Königsklasse, was den Bauwerkschutz und die Langlebigkeit angeht. Fassadentechnisch hat man keine Pflege oder Wartungsarbeiten mehr zu erwarten.

Eine qualitativ gute Klinkerfassade dürfte preislich mit einer Fassade aus Lärchenholz gleichauf liegen.
Und so ist eben, der eine mag's und der andere eben nicht. :?

Gruß

Thomas Heufers


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