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rap
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Beitragvon rap » 30.11.2005 19:57 Uhr

Hallo,

ich bin neu hier und wollte mal eine Idee diskutieren.

Energie gibts es ja genug. ZB Solarenergie in heißen Gegenden die man mit zB Aufwindkraftwerken nutzen könnte.

Das Problem war immer, daß man Strom schlecht über große Distanz transportieren oder lagern kann.

Die Idee kam aus der Information, wieviel elektrische Energie bei der Herstellung von Aluminium verbraucht wird.
Das sind ca 18000kWh/Tonne.
Benzin enthält ca 12000kWh Wärme /Tonne!

Für die Stromerzeugung nutzbar ist etwa bei beiden Medien in etwa die gleiche Größenordnug von Energie. Ca 8000-9000 kWh/Tonne.

Wenn man jetzt an Orten mit Möglichkeiten für regenerative Stromerzeugung Aluminium aus Aluminiumoxid gewinnen würde und das Aluminium an Orten des Verbrauchs wieder verstromen würde hätte man eine einfache und ungefährliche Möglichkeit auf diese Weise die Energie zu transportieren und auch zu lagern.

Das bei "Verstromen" als "Abfallprodukt" anfallende Aluminiumoxid würde wieder zum Stromerzeuger transportiert und wieder zu Reinaluminium verwandelt.

Die Idee ist eine globale Aluminium-Energiewirtschaft die mit einem mehr oder weniger geschlossenen Materialkreislauf funktioniert.

Aluminium ist das häufigste Metall in der Erdkruste, also eher natürlich.

Die Technologie der industriellen Aluminiumgewinnung existiert ja schon und könnte mit ein paar Optimierungen übernommen werden.
Die Technik , den Strom wieder aus dem Aluminium zu gewinnen ist höchstens ansatzweise vorhanden.

Bei Militär sollen ja schon Aluminium-Luft-Batterien zum Einsatz kommen.

Mit sowas http://www.chemie.uni-ulm.de/experiment/edm0206.html und Aluminium statt Zink sollte es klappen.

Es gibt auch schon eine Menge Patente zur Aluminium-Lufttechnik.

Mit Zink wird ja schon experimentiert: http://www.heise.de/tr/artikel/64221/0
Aluminium enthält das 6-fache der Energie von Zink.

Eine solche Technik zu entwickeln dürfte jedenfalls wesentlich einfacher und billiger sein als zB die Kernenergie.

Es gibt dann auch keine Ölpest und kein Klimaproblem mehr.
Jeder der Energie (und der es sich leisten kann :? ) braucht kauft dann einfach Aluminium.

Die Aluminium-Strom-Zellen könnte man in allen Größen bauen, vom Groß"kraftwerk-" bis zur Zelle für den KFZ-Antrieb oder anderes.



MfG rap

SolarFuchs

Beitragvon SolarFuchs » 27.01.2006 21:23 Uhr

Hallo,
deine Idee ist nicht neu. Die Sache ist auch theoretisch möglich. Aber so einfach scheint es ja doch nicht zu sein. Immerhin gab es schon einmal eine Firma die das versucht hat, allerdings sind sie gescheitert. Die Firma hiess Aluminium Power Inc (aus Kanada), die gibt es aber nicht mehr. Ich weiss jetzt nicht genau, ob es an der Technik lag, oder an der Nachfrgae nach solchen Batterien.

Beste Grüße
SolarFuchs
http://www.solar-beteiligung.de[/url]
lmr

Beitragvon lmr » 16.04.2006 08:56 Uhr

Die Version der Energiespeicherung als Aluminium ist wahrscheinlich an den katastrophal niedrigen Wirkungsgraden gescheitert.
rap2

Beitragvon rap2 » 24.04.2006 11:29 Uhr

Ich will ja auch keine wiederaufladbare Batterie bauen! sondern die Energie in dem Elektrolyseprozess Aluminiumhydroxid -> Reinaluminium speichern wie er in jeder normalen Aluminiumhütte stattfindet.

Die Aluminium-Luft-Akkutechnik scheint einige Schwierigkeiten zu haben aber die Aluminiumherstellung existiert ja großtechnisch.
Der Speicherprozeß verschlingt (das ist ja der Vorteil, die Energiedichte, um ein vielfaches höher als bei allen heutigen Batterien) 14.000kWh/Tonne.
Wenn, wie mir der schweizer Wissenschaftler geschrieben hat, tatsächlich wieder 8,6kWh/Tonne wieder rauszuholen sind ist das doch ein super Wirkungsgrad. Die dazu erforderliche Technik wäre dann eine Art Aluminium-Brennstoffzelle, die man von Knopfzellengröße bis zum Kraftwerksformat bauen könnte. Ich hab im Patentamt Überlegungen gesehen das Aluminium in einem flüssigen Medium zuzuführen.
Autos könnte man also wieder damit betanken nachdem man die alte Flüssigkeit abgelassen hätte, die dann wieder beim Aluwerk landet.

Wir reden imho hier ja nicht von Optionen sonder von Zwängen neue Technologien zu entwickeln wenn die Erde freundlich bewohnbar bleiben soll und nicht Millionen Menschen bei "Natur"katastrophen oder Kriegen um die letzten Ressourcen umkommen sollen.

Außerdem ist die Grundenergie (Sonnenenergie) ja unbegrenzt vorhanden. Da spielen ein paar Prozentpunkte Wirkungsgrad keine Rolle.
Im Augenblick kann man Wirkungsgradgedanken noch nicht mal anwenden, da die Grundenergie noch nicht mal regenerierbar ist.

Abgesehen davon hat zum Beispiel eine Glühbirne auf die Primärenergie bezogen eine Wirkungsgrad von 1,5!! Prozent.
Bei den meisten technischen Einrichtungen des täglichen Lebens sieht es auch nicht so viel besser aus.
Allein das Einsparpotential durch Effizienzverbesserungen ist also riesig.

Ich will das nackte Aluminium transportieren und lagern und hätte so eine Energiedichte ähnlich wie bei den derzeitigen Energiequellen.

die Idee hat für mich folgende Vorteile die heute nicht zu realisieren sind:
Speicherung von großen elektrischen Energiemengen
Einfacher und ungefährlicher Transort derselben
Dadurch wird eine stark dezentrale Energiegewinnung möglich, zB Stromtransport von Afrika nach USA etc
Vergleichsweise! einfache Technik
die Möglichkeit den Verkehr umwelfreundlich mit Strom zu betreiben E-Antrieb ist imho deutlich besser als Verbrenner)

Echte Nachteile sind mir noch nicht eingefallen


Es nützt natürlich nichts Energie zu lagern und zu transportieren wenn man keine umweltfreundlichen Kraftwerke hat.
Das ist imho im Moment problematischer als die Umsetzung der Aluminiumspeicheridee.

Heir gibt es doch so viele Arbeitslose.
Man stelle sich vor man würde umweltfreunliche nachhaltige Energietechnik(zB statt Waffen oder anderer schädlicher Technologie) exportieren die allen nützt.
Die Aufwindkraftwerkstechnik ist ja auch in Deutschland entwickelt worden wird aber bisher aus mir nicht bekannten Gründen nicht umgesetzt worden.

Inzwischen hatte ich hier schon ein kleines Alukraftwerk in Betrieb.
Aufbau wie oben mit Alu statt Zink.
Ein Becherglas mit Natronlauge, ein Streifen Alu und ein Stück Holzkohle.
Das Ding hat stabil 1 Volt geliefert und das Alu ist langsam verschwunden.

MfG

PS bin als Gast-rap2 hier drin, mit dem LogIn (aktivieren) klappt was nicht, geht ja auch so, man kann nur nicht editieren und jeder kann meinen Namen verwenden
Spongebob

Beitragvon Spongebob » 12.06.2006 17:33 Uhr

Ich kann mir einige Nachteile der Alu-Verstromung vorstellen:
- damit die Verstromung zügig vonstatten geht, muß die Luft ins Wasser kommen => zusätzlicher Energieaufwand für Mixer etc.
- die mit Alu angereicherte Kali-Lauge muß mit Hilfe von Salzsäure entsorgt werden. Sowohl Kali-Lauge als auch Salzsäure müssen erzeugt werden. Da beim Zusammenbringen von Kalilauge und Salzsäure Energie frei wird, ist umgekehrt logisch, daß zur Erzeugung von Kalilauge und Salzsäure Energie benötigt wird.
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Beitragvon bluesunset » 15.10.2008 18:11 Uhr

Hallo,

anstatt Aluminium könnte man vielleicht auch Magnesium hernehmen. Ich habe letztens einen Anbieter von solchen Magnesium Luft Batterien gefunden.

www.ideas4motion.de

Das hört sich irgendwie gut an. Ich frage mich ob es 449 euro wert ist um ein wenig damit spielen zu dürfen.

mfg

franz

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Beitragvon oakgast » 07.08.2011 23:40 Uhr

Kommentar von "jimmy" erstellt am 07.08.2011,04:59
Thema: Sonstiges(Sonstiger Kommentar/ Tipp)

Guten Abend

Das Mühsamste an Alu-Luft Batterien ist das Aluminiumoxid (Keramik). Das Keramik (grau) stopt die Reaktion, bevor das Aluminium aufgebraucht ist. In der Praxis heisst das, dass man nach wenigen Minuten ein Kraftpaket hat, das aber genau so schnell wieder tot ist.

Viele Grüsse

jimmy
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