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engineering
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Beitragvon engineering » 14.03.2013 21:29 Uhr

Hallo bernhard geyer,

der Unterschied zwischen einem Wasserstoffkessel und einem Brennstoffzellenheizgerät besteht darin, dass im Wasserstoffkessel der Wasserstoff (Knallgas) direkt zu 100% Wasser verbrannt wird. Dabei wird der Brennwert des Wasserstoffs voll ausgenutzt. Deshalb heißt der Kessel auch Wasserstoffbrennwertgaskessel. Dabei dient die Verbrennung des Wasserstoffs einzig und allein der Wärmeerzeugung.

Bei dem Brennstoffheizgerät wird Wasserstoff in der Brennstoffzelle verbrannt um in erster Linie Strom zu erzeugen, Die bei der Verbrennung entstehende Wärme wird zusammen mit dem Strom in den Vaillant Brennstoffheizgeräten für die Hausenergieversorgung genutzt. Für die reine Nutzung zu Heizzwecken wäre die Brennstoffzelle zu unwirtschaftlich.

Gruß
Engineering


Quelle: www.solarer-wasserstoff.de

axel_jeromin
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Beitragvon axel_jeromin » 17.03.2013 17:34 Uhr

Hallo engineering,
Du schreibst selber:
Das „Problem“ der „Wasserstoffinfrastruktur“ ist die elektrolytische Herstellung von Wasserstoff mit ausreichenden regenerativen Primärenergieträgern wie Strom aus Sonne, Wind, Bioenergie, Wellenenergie, Wasserkraft und Erdwärme.

Also, was soll man mit dem schönsten Kessel, wenn man zu Hause keine Wasserstoffleitung hat.

PS: Die Seite mit der Kernfusion muss dringend mal überarbeitet werden. Das ist Stand 1997! Alle Preise sind in DM angegeben.

Axel
engineering
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Beitragvon engineering » 18.03.2013 18:40 Uhr

Ich habe geschrieben unter Antriebstechnik der Zukunft in meiner Homepage:

Das Problem bei diesen beiden Antriebsvarianten*** ist nicht die technische Funktion, sondern die globale, ausreichende Versorgung mit Wasserstoff als Brennstoff.

***Wasserstoffverbrennungsmotor und Brennstoffzellen Antrieb.

Bei einer autarken Energieversorgung mit Hilfe von Solarstrom und Wasserstoff führt die Wasserstoffleitung in Ihrem Heizungskeller zu dem Wasserstoffspeicher in Ihrem + Energie Haus.

Zum Thema Kernfusion kann ich nur sagen, dass der Artikel mit Genehmigung des Verfassers nur unverändert in meine Homepage übernommen werden durfte mit dem Stand von 1997. Deshalb dürfen die DM Angaben nicht einfach in € umgeändert werden.


Gruß
Engineering
Zuletzt geändert von engineering am 18.03.2013 21:35, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon okastein » 18.03.2013 21:27 Uhr

@engineering

also ich find die Seiten solarer-wasserstoff.de recht interessant, danke dass du dein Wissen mit uns teilst :-)
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Beitragvon engineering » 18.03.2013 21:53 Uhr

Vielen Dank "okastein" für Dein Lob --- Asche auf mein Haupt ---

Solarer Wasserstoff hat immer etwas mit Solarstrom zu tun. Unserem ABSOLUTEN PRIMÄRENERGIETRÄGER DER ZUKUNKT (und auch der Vergangenheit).

Wenn ich in den heutigen Nachrichten den Hinweis aus DUBAI höre, das dort ein Sonnenkraftwerk in Betrieb gegangen ist, welches 120.000 Haushalte mit Strom versorgt muß ich immer an die Sonnenmoschee denken, ein "Relikt aus meiner Pionierzeit".

Du brauchst nur das Wort Sonnenmoschee im Internet eingeben . . .

Viel Spaß dabei


Gruß
Engineering


p.s. Du findest die Sonnenmoschee auch unter HAR.1 in meiner Homepage.
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Beitragvon engineering » 19.03.2013 17:45 Uhr

Hallo "bernhard geyer",


du hast geschrieben das Wasserstoff erst einmal recht umständlich aus Wasser hergestellt werden muß.

Fakt ist, dass bei der elektrolytischen Herstellung von solarem Wasserstoff
40% des Solarstroms verloren geht.

Fakt ist auch, dass dieser Solarstrom nach menschlichem Ermessen unbegrenzt und als Primärenergieträger (= Sonne) kostenlos zur Verfügung steht.

Wenn nun einige Wasserstoffkritiker behaupten, dass Wasserstoff elektrolytisch nur mit einem "Wirkungsgrad" von 60% erzeugt werden kann, halte ich diese Behauptung für nicht realitätskonform.

Quelle: www.solarer-wasserstoff.de


Gruß
engineering

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Beitragvon axel_jeromin » 31.03.2013 19:50 Uhr

engineering hat geschrieben:Hallo "bernhard geyer",


du hast geschrieben das Wasserstoff erst einmal recht umständlich aus Wasser hergestellt werden muß.

Fakt ist, dass bei der elektrolytischen Herstellung von solarem Wasserstoff
40% des Solarstroms verloren geht.

Fakt ist auch, dass dieser Solarstrom nach menschlichem Ermessen unbegrenzt und als Primärenergieträger (= Sonne) kostenlos zur Verfügung steht.

Wenn nun einige Wasserstoffkritiker behaupten, dass Wasserstoff elektrolytisch nur mit einem "Wirkungsgrad" von 60% erzeugt werden kann, halte ich diese Behauptung für nicht realitätskonform.

Quelle: www.solarer-wasserstoff.de


Gruß
engineering
"Fakt ist auch, dass dieser Solarstrom nach menschlichem Ermessen unbegrenzt und als Primärenergieträger (= Sonne) kostenlos zur Verfügung steht. "

Also ich habe noch keine kostenlose PV-anlage gefunden.

Verbraucht man den Solarstrom selber hat man 26ct pro KWh verdient. Wandelt am den Solarstrom mit dem von Dir angenommenen Wirkungsgrad von 60% in Wasserstoff und verbrennt diesen dann Tritt man in Konkurenz zu Gas für 8ct die KWh.Bei Betrachtung des Wirkungsgrad 8ch.0,6 =4,8ct.

Das ist nun wirklich nicht kukerativ sondern eine Schande den Strom für so einen Blödsinn zu verschwenden.
Etwas Anderes ist es wenn große Windkraftanlagen in der Nacht Überkapazitäten haben. Aber die Sonne scheint nun mal Mittags am besten.

Axel
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Beitragvon engineering » 31.03.2013 22:15 Uhr

Hallo Axel

Wenn man z.B. fossile Primärenergieträger (Erdöl + Erdgas) nutzen will müssen diese erst gefördert, gereinigt bzw. aufgearbeitet werden. Dann erfölgt der Transport zum Endverbraucher. Erdgas muss aus Sicherheitsgründen noch aufwendig odoriert werden.

Alle diese Schritte sind mit finanziellen und technischen Verlusten verbunden die wiederum den Gesamtwirkungsgrad (from well to weel) stark beeinflussen.

Wenn man diese, nicht unbegrenzt zur Verfügung stehenden fossielen Energieträger zu Heizzwecken in seinem Hause nutzt ist man voll abhängig von den Energieversorgern und muss jeden Preis akzeptieren.

Nutzt man hingegen die Sonne als Primärenergieträger, so kann die Solarenergie zeitlich unbegrenzt und kostenlos genutzt werden. (auch bei Nacht und Windflaute).

Das man das dafür notwendige Windrad und die Fotovoltaikanlage kaufen muss, muß hier nicht diskutiert werden!

Wenn Sie den Solarstrom selber nutzen, haben Sie nur dann und z.Z. 26 Cent /KWh verdient wenn Sie den Solarstrom speichern können. Das wäre mit Lithium/Ionen Akkus die schlechteste Lösung gegenüber einem Wasserstoffspeicher. (siehe Beispiel Überstromkapazitätenspeicherung).

Zur Zeit ist die Nutzung der fossielen Primärenergieträger noch billiger als die Nutzung der Sonnenenergie, aber das Blatt wird sich schon bald wenden und der Sinn meiner Aktivitäten ist es auf Alternativen hinzuweisen.

Mit freundlichen Grüßen
engineering
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Beitragvon bernhard geyer » 01.04.2013 09:40 Uhr

engineering hat geschrieben:Wenn man diese, nicht unbegrenzt zur Verfügung stehenden fossielen Energieträger zu Heizzwecken in seinem Hause nutzt ist man voll abhängig von den Energieversorgern und muss jeden Preis akzeptieren.

Wenn man aber sehr gut gedämmtes Haus hat sind diese Kosten selbst bei noch steigenden Kosten ein fast irrelevanter Faktor.

engineering hat geschrieben:Nutzt man hingegen die Sonne als Primärenergieträger, so kann die Solarenergie zeitlich unbegrenzt und kostenlos genutzt werden. (auch bei Nacht und Windflaute).
Kann man auch heute auch schon ohne Wasserstoff. Einfach mal nach "Sonnenhaus" googeln. Haus wird um einen sehr großen Wassertank herum gebaut der im Sommer so viel Wärme aufnimmt das man den ganzen Winter damit heizen kann. Kombiniert mit einem Notfall-Holzscheitofen ist damit 100% Regenerative Heizen möglich.

engineering hat geschrieben:Das man das dafür notwendige Windrad und die Fotovoltaikanlage kaufen muss, muß hier nicht diskutiert werden!

Wieso nicht? Diese beiden Stromerzeugen sind ein wichtiger Kosten und Platzfaktor welche die Wasserstoffflösung auf Einfamilienhäuser mit ausreichend großen Garten reduziert. Was machen die restlichen 40 Mio Deutschen?

engineering hat geschrieben:Wenn Sie den Solarstrom selber nutzen, haben Sie nur dann und z.Z. 26 Cent /KWh verdient wenn Sie den Solarstrom speichern können. Das wäre mit Lithium/Ionen Akkus die schlechteste Lösung gegenüber einem Wasserstoffspeicher. (siehe Beispiel Überstromkapazitätenspeicherung).

Wieso? Akkus haben Wirkungsgrad von 90% und man kann relativ günstig z. B. 50% Eigenverbrauch realisieren. Bei Wasserstoff wird der Grundinvest sehr viel höhere sein (Anlage/Eigene Gebäute/...). Ich sehe Kosten/Nutzentechnisch den Vorteil bei den Akkkus

engineering hat geschrieben:Zur Zeit ist die Nutzung der fossielen Primärenergieträger noch billiger als die Nutzung der Sonnenenergie, aber das Blatt wird sich schon bald wenden und der Sinn meiner Aktivitäten ist es auf Alternativen hinzuweisen.
Auch heutzutage ist die Nutzung der Sonnenenergie schon Konkurenzfähig (Sonnenhaus, Wärmepumpe, ...) Jedoch sehe ich die Wasserstoffnutzung im Privathaushalt noch sehr weit von der Konkurenzfähigkeit entfernt.
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Beitragvon bernhard geyer » 01.04.2013 09:48 Uhr

Ich hätte noch ein paar Daten:

H2-/Brennstoffzellen-Systeme sind hingegen äußerst kostenintensiv. Selbst mittelfristig
muss die Kostenspanne für Lade/Entladeeinheiten auf 2000 bis 6000 €/kW angesetzt werden, und das bei Lebensdauern von rund 10 Jahren im Vergleich zu 40 Jahren bei den anderen Großspeichertechnologien. (http://www.bmu.de/fileadmin/bmu-import/ ... rstoff.pdf)

D.h. für eine 10 kW-Anlagen hätten wir hier 20-60000 €. Bei 10 Jahre Lebensdauer pro Jahr für das EFH 2-6.000 € !
Damit wäre allein der Teil H2-/Brennstoffzellen-Systeme im Schnitt teurer als die jetzigen Strom/Heiz/Sprittkosten zusammen.

Da muss sich noch viel tun damit auch Ansatzweise Wasserstoff für den Privathaushalt interessant würde.

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