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EuRegEn
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Beitragvon EuRegEn » 12.02.2013 17:56 Uhr

Auch 2012 hat die Binnenlandwindkraft in Deutschland lediglich ein Ergebnis von ca. 1.500 Volllastttunden (VLS) gebracht.

http://www.iwr.de/news.php?id=22722
Windertrag 2012 bei einer installierten Leistung von ca. 30.000 MW: 45,8 Mrd. KWh

Der Offshorewindpark Alpha Ventus erreichte dagegen eine VLS von über 4400.

http://www.iwr.de/re/iwr/12/03/0605.html

Während in Dänemark
http://www.heise.de/tp/blogs/2/117134
Windstrom aus dem Meer mit ca. 8 Cent/KWh vergütet wird, liegt die Vergütung von deutschen Windstrom aus dem Meer etwa doppelt so hoch.
http://www.offshore-windenergie.net/pol ... verguetung

Um Windstrom aus deutschen Hochseegebieten sehr viel billiger erzeugen zu können, bedarf es innovativer Konzepte:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwimmend ... n_.5B29.5D

Insgesamt müssen aber auch die Backup-Kosten in Betracht gezogen werden, die bei den häufigen Flauten im Binnenland extrem hoch sein werden.

Bei Offshorewindkraft sind die Kosten dramatisch geringer.
http://de.wikipedia.org/wiki/Offshore-W ... -Windparks

Die Unterschiede lassen sich -am Beispiel Tennet-Netz auch laufend beobachten:

http://www.tennettso.de/site/Transparen ... s=06:00:00

Ausbau Onshore: ca. 12.000 MW
Ausbau Offshore: ca. 200 MW

Hier lässt sich die Gesamteinspeisung aller WKAs in D. mit einer Gesamt-Nennleistung von über 30.000 MW ablesen:
http://www.transparency.eex.com/de/

Aus diesen Zahlen kann man dann die Windlage -somit die fiktive Ertragslagae- in Gesamteuropa ableiten:
http://www.windfinder.com/weather-maps/ ... 9.38/15.07

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Beitragvon EuRegEn » 27.01.2014 23:40 Uhr

Selbst Indien hat dies nun erkannt:

http://www.iwr.de/news.php?id=25382


Indien steigt in Offshore-Windenergie ein
Neu Delhi, Indien - Die indische Regierung plant den Einstieg in den Offshore-Windenergiesektor. Dazu will das zuständige Ministerium eine nationale Offshore-Agentur aufbauen. Politik und Industrie stehen zwar noch ganz am Anfang des Prozesses, aber das soll sich ändern.

Nachdem viele Industrieländer wie Großbritannien, Dänemark oder Deutschland bereits seit längerem auf die Offshore-Windenergie setzen, betritt mit Indien nun ein weiteres Schwellenland die Bühne. Im Gegensatz zum asiatischen Nachbarn China, der bereits erste Projekte erfolgreich an den Start gebracht hat, steht der Prozess zum Aufbau der Offshore-Windenergienutzung in Indien noch am Anfang.
Der zuständige Minister Farooq Abdullah zeigte sich überzeugt, dass das Potenzial für die Windstromerzeugung aus Offshore-Anlagen gewaltig sei.

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Beitragvon EuRegEn » 28.01.2014 18:25 Uhr

In der Nordsee gibt es eine gute Datenbasis, was für die Ostsee nicht gilt. Kann hierzu jemand einen guten Beitrag leisten?
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Beitragvon EuRegEn » 29.01.2014 22:59 Uhr

Die Prognose von Baltic 1 lag bei 185 GWh.
Erreicht wurden doch deutlich mehr, nämlich 193 GWh:

http://www.enbw.com/media/konzern/image ... _lay1a.pdf
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Beitragvon EuRegEn » 31.01.2014 16:00 Uhr

http://www.focus.de/regional/oldenburg/ ... 80776.html

Riffgat geht nun endlich ans Netz.

Wenn wir Verzögerungen bei anderen Infrastrukturprojekten (Berliner Flughafen ..) vergleichen, dann war diese Verzögerung zwar ärgerlich - aber extrem kurz.

Die Erträge lagen in der letzten Zeit fast durchgehend bei der Nennleistung!
http://www.tennettso.de/site/Transparen ... inspeisung

Binnenlandstrom lag dagegen im Mittel bei 15 % der Nennleistung...
http://www.transparency.eex.com/de/
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Beitragvon EuRegEn » 11.02.2014 18:10 Uhr

Nun hat es doch noch eine Verzögerung von einer Woche gegeben, aber nun endlich am Netz:

http://www.donaukurier.de/nachrichten/w ... 64,2877687

11.02.2014 14:41 Uhr

Tennet schließt Windpark "Riffgat" ans Netz an

Nach der Beseitigung von fast 30 Tonnen Munition ist der Windpark "Riffgat" in der Nordsee ans Festland-Stromnetz angeschlossen worden.

Während bei früheren Offshorewindparks nur von 3.800 Volllaststunden ausgegangen wurde, sind bei Riffgat (Nennleistung: 108 MW) von Beginn an knapp 4.500 VLS angegeben:

http://de.wikipedia.org/wiki/Riffgat

Das prognostizierte Regelarbeitsvermögen des Windparks liegt bei circa 474 GWh pro Jahr

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Beitragvon EuRegEn » 17.04.2014 17:53 Uhr

Es ist keine Überraschung, dass dies auch Südkorea so sieht. Sie bauen immerhin die größten WKAs der Welt - eine der wichtigsten Voraussetzungen für kosteneffiziente Offshorewindparks:
http://renews.biz/19461/south-korea-pla ... by-2020-2/

South Korea has unveiled a route map for its
long-standing plan to build up to 2.5GW of offshore wind by 2020.
The Ministry of Knowledge Economy in Seoul said today
that state-owned Korea Electric Power Corporation would lead a three-phase,
10.2 trillion won programme to build the farm using domestic suppliers.
The first four-year "demonstration" project
would look to install 100MW of turbines by 2014 at a cost of about 400bn won.
It would be followed by a two-year, 1.6 trillion won scheme to build a
further 400MW by 2016 and then a final 8.2 trillion won, three-year phase would
see 2000MW of offshore turbines commissioned through to the end of 2019.
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Beitragvon EuRegEn » 22.07.2014 19:42 Uhr

Natur und Energie:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/jagd- ... -1.2056969

Wagemutige Robben nutzen Windparks als Lebensraum und orientieren sich an Unterwasser-Pipelines. Anscheinend sind die Tiere anpassungsfähiger als gedacht - doch was lockt sie überhaupt in die Anlagen?

Von Robert Gast
Plötzlich stehen Metallpfeiler im Wasser: Schon länger fürchten Umweltschützer, Offshore-Windparks könnten Schweinswale und Seehunde stören. Nun weckt eine Studie die Hoffnung, dass sich zumindest einige Meeresbewohner an das Eindringen des Menschen in den maritimen Lebensraum gewöhnen könnten. Ein kleiner Teil der Meeressäuger sucht bewusst die Nähe zu den Pfeilern der Windparks und orientiert sich an Unterwasserpipelines, berichtet ein internationales Forscherteam im Fachmagazin Current Biology. Windparks seien möglicherweise ein attraktives Jagdgebiet für manche Seehunde. Und in Zukunft könnten immer mehr Tiere ihrem Beispiel folgen, mutmaßen die Forscher.
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Beitragvon EuRegEn » 12.08.2014 17:37 Uhr

Auch hier: Bessere Ergebnisse als erwartet!
http://www.offshore-windenergie.net/akt ... hricht=402


Stromproduktion über den Prognosen
Trotz dieser Startschwierigkeiten fällt die Jahresbilanz bei dem für das Projekt verantwortlichen regionalen Energieunternehmen EWE (Oldenburg) positiv aus. Obwohl Riffgat erst seit dem Frühjahr ins Stromnetz einspeise, deckten allein die bis Ende Juni gelieferten 140 Mio. Kilowattstunden den Jahresstrombedarf von 40.000 Haushalten – das liege deutlich über den Erwartungen, so Irina Lucke, Geschäftsführerin der EWE Offshore Service & Solutions GmbH und Projektleiterin bei Riffgat.
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Beitragvon EuRegEn » 08.10.2014 19:32 Uhr

Ein Konzept nach meinem Geschmack:

http://www.erneuerbareenergien.de/neuar ... 434/82231/

SCD Nezzy von Aerodyn
Neuartiges schwimmendes Fundament

In der aktuellen Print-Ausgabe von ERNEUERBARE ENERGIEN ist gerade ein ausführlicher Artikel über Zweiflügler erschienen. Darin geht es auch um die Zweiblattturbinen, die das Entwicklungsbüro Aerodyn für die chinesische Turbinenschmiede Ming Yang entwickelt hat. Jüngstes Design aus der Feders des Erfinders Sönke Siegfriedsen ist SCD Nezzy, eine Turbine, die acht Megawatt Leistung haben, zwei Flügel und auf dem Meer schwimmen soll.

Schwimmende Fundamente in der Windkraft sind bisher selten. Und sie sehe alle ein wenig seltsam aus. Doch das, was Sönke Siegfriedsen jetzt vorgestellt hat, ist sogar noch ein bißchen ungewöhnlicher. Wie ist die Idee für das ungewöhnliche, schwimmende Fundament mit der Stahlseilkonstruktion entstanden? "Wir waren im vergangenen Jahr auf der EWEA-Offshore-Messe in Frankfurt, wo uns vielen Experten für schwimmende Offshore-Anlagen ansprachen." Denn die hatten gesehen, dass Siegfriedsen einen Leeläufer plant, während die meisten Turbinenentwickler auf Luvläufer setzen, bei denen sich die Turbine vor dem Turm in den Wind dreht. Die Entwickler von Schwimmfundamenten sagten dem Aerodyngründer, Leeläufer seien viel besser für eine Floating-Anlage geeignet. "Deshalb haben wir selbst angefangen zu überlegen, wie ein schwimmendes System aussehen könnte. Daraus hat sich SCD Nezzy entwickelt", so Siegfriedsen.

Schiefer Turm und Seile
Doch wie funktioniert das Konzept? "Wir haben systematische Untersuchungen angestellt: Welche Offshore-Floating-Systeme gibt es?" Diese habe man dann analysiert und gefragt, wo die Vor- und Nachteile seien. "Am Ende kam dabei heraus, dass keines gut geeignet ist." Auch wirtschaftlich vertretbare Lösungen seien nicht dabei gewesen. "Wir haben uns dann gefragt, was man anders machen müsste. Irgendwann entstand dann die Idee für dieses Ypsilon-Fundament." Unterwasser habe es ein Gewicht von ungefähr 2.300 Tonnen. Das Schwimmfundament ist ein asymmetrisches Dreibein aus hohlen Betonröhren, die vorgespannt und mit einander an dem Zentralteil verschraubt sind. Ungewöhnlich: Der Turm ist geneigt und nicht rund, sondern linsenförmig. Dieses Turmkonzept aus zwei Halbschalten, die mit einander verschweißt sind, hat den Vorteil, dass man die Anlage von den Widerstandsmomenten her in die Hauptlastrichtung ausrichten können und dadurch Turmgewicht sparen kann.

Welche Rolle spielen die Seile? Der Turm ist abgespannt über sechs Seile. Zwei Seile nach Luv und vier Seile nach Lee gerichtet. "Da wir sicherstellen wollten, dass wir unter allen Lastkonfigurationen die Seile tragen, war es nötig, die Seile auch hinter den Turm zu bringen, sonst hätte man mit den Seilen keine Wirkung in diese Richtung." Sie können auch einen Gegenschub aufnehmen. Diese Anforderung sei es, die verlangt, dass der Turm geneigt ist. Die Seile sind hochvorgespannt. Die hinteren Seile jeweils mit 300 Tonnen, sodass das ganze System eine große statische Vorspannung erhält und ein geschlossenes System bildet. Das soll laut dem Designer dazu führen, dass die Schubkräfte auf den Rotor nicht in den Turm hinein gelenkt werden, sondern über die beiden Seile hinten direkt in die Ketten und dann in den Grund eingeleitet werden.

Wie sieht das bei anderen Systemen aus? "Bei herkömmlichen Floating-Systemen haben Sie einfach einen starren Turm, der die Lasten überträgt, über die Struktur verteilt und in irgendwelche Kettensysteme hineinleitet. Das vermeiden wir hierbei." Normal sei das Nezzy-System über die Floater horizontal ausgerichtet. Die seien von den Auftriebskräften her so ausgelegt, dass wenn die Röhren mit Wasser gefüllt sind, sie genau horizontal lagern. "Wenn die Windgeschwindigkeit zunimmt und der Schub oben wirkt, werden aus dem zentralen Teil 200 Kubikmeter Wasser herausgepumpt. Über ein Drucksystem wird das Wasser mit der Luft rausgeblasen, sodass dort ein Gegenmoment entsteht, der das Ganze wieder horizontal ausrichtet." Wann wir den ersten Prototypen sehen werden, da wollte sich Siegfriedsen nicht festlegen. Die von ihm entwickelte SCD mit sechs Megawatt wird gerade erstmals von Ming Yang errichtet. Der Acht-Megawatt-Prototyp dürfte also noch ein Weilchen auf sich warten lassen.

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