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Biogas, Biogasanlagen, Fermenter
ralf29
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Beitragvon ralf29 » 09.02.2013 18:15 Uhr

Ich kenne viele Bauern, die als 2. Standbein eine Biogasanlage betreiben.

Sie kippen dann Mais und anderes Grünzeug in die Anlage und erzeugen damit umweltfreundliche Energie.

In vielen Vororten gibt es Rasen und Hecken, wo genug gemähtes Gras oder abgefallene Blätter als Biomasse anfallen.

Könnte man dieses Grünzeug nicht auch in einer Biogasanlage verwerten, vielleicht im Sinne einer gemeinschaftlichen Bürger-Biogasanlage?

Zuletzt geändert von ralf29 am 12.02.2013 13:12, insgesamt 1-mal geändert.

holz-metall-artinger
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Beitragvon holz-metall-artinger » 10.02.2013 13:59 Uhr

Biogas,ja, wenn es sich um Abfälle handelt, z.B. Gülle
Elektrischer Wirkungsgrad 30 %
Prozesswärme 70 %
Wärmesenke notwendig !
Wir sollten nicht Biomasse wie Mais,Holz, verstrommen, verspritten, sondern
Öl ersetzen. Soll heissen, solange ich Öl verbrenne, brauche ich Holz nicht verstromen.
Biomasse verheizen kann man mit einem Wirkungsgrad von 90 %
das Problem ist, daß es vor allem privaten Bereich keine entsprechenden
Holzheizsysteme gibt.
ist ja von der Industrie auch nicht erwünscht, sonst könnte sich der Holzheizer und der Waldbesitzer kurzschließen
Warum verstromt die Holzindustrie nicht ?
Die haben Pellets entwickelt und die entsprechenden Öfen.
Genau das fehlt im Bereich Biomasse. Gruß Josef
Josef
mikee
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Beitragvon mikee » 11.02.2013 08:52 Uhr

Die Idee an sich finde ich sehr gut. Das Problem wird wohl eher im organisatorischen Bereich zu finden sein. da müßte ein Verein gegründet werden oder eine Genossenschaft, die sich um das Organisatorische und um die notwendigen Finanzen kümmert. Gut wäre, wenn solche gemeinschaftlichen Projekte staatlich gefördert würden.
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Beitragvon Ernstabbe64 » 10.07.2013 09:32 Uhr

Das könnte schon funktionieren. Denn Biogasbauern organisieren sich ja selbst teilweise in Verbünden. Angewendet auf eine „Bürger-Biogasanlage“ stellen dann die Hauptkosten die Energieträger (bspw. Gülle, Mais, Gerste, Hafer, usw.) dar. Denn der gesammelte Biomüll der Bürger wird wohl hier nicht reichen :mrgreen:
Trotzdem könnte so eine Anlage ökonomisch attraktiv sein. Durch die EEG 2012 Novellierung wurden ja einige Instrumente für Zusatzerlöse abseits der fixen Einspeisevergütung eingeführt. Stichwort: Direktvermarktung (Managementprämie, Marktprämie und zusätzliche Börsenerlöse, wenn richtig gehandelt wird). Auch würde die Möglichkeit bestehen eine solche „Bürger-Biogasanlage“ einem virtuellen Kraftwerk anzuschließen. Hab mal gehört, dass bei Anschluss an ein solches „Kraftwerk“ auch die Möglichkeit besteht, auf dem Regelenergiemarkt mitzumachen. Beim googlen kam der „Next Pool“ von einem virtuellen Kraftwerk in Köln (Next Kraftwerke) raus. Die weisen auch auf den Regelenergiemarkt hin: http://www.next-kraftwerke.de/virtuelle ... -next-pool
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Beitragvon woid » 29.01.2014 19:04 Uhr

Also ich glaube kaum das man das alles verwerten kann.Hängt auch glaube ich alles von dem Öl Gehalt ab.Je mehr Öl desto besser...
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Beitragvon solar88 » 05.08.2016 11:38 Uhr

Bei der Suche nach Biogasmaterial sollte man sich viel mehr Gedanken machen. Hat jemand schon mal Erfahrung mit Bambus gemacht, der soll doch so schnell wachsen.

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Beitragvon energieprojekt » 05.08.2016 13:42 Uhr

Hallo Solar88,
Es gibt sicherlich noch andere " Munition " für Biogasanlgen. ob hier in unserer Region Bambus das richtige ist wage ich zu bezweifeln.
Was ggf gehen würde wäre zB Miskantus eine schnellwachsende Energiepflanze. Diese wäre aber dann auch anders einsetzbar.
Es gibt Kleinbiogasanlagen welche ab Ca 12-20 Stück Vieh einsetzbar sind.
Gruß Udo von http://www.energieprojekt.biz
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Beitragvon GESBB » 07.08.2016 06:36 Uhr

solar88 hat geschrieben:Bei der Suche nach Biogasmaterial sollte man sich viel mehr Gedanken machen.

Korrekt. Vorzugsweise sollte man sich dabei Abprodukten (Pflanzenreste) aus dem Anbau von Nahrungsmitteln widmen, da die zur Verfügung stehenden landwirtschaftlich nutzbaren Flächen begrenzt sind und vorrangig der Erzeugung von Nahrungsmitteln dienen sollten.
Wenn Bauern aus wirtschaftlichen Gründen, plötzlich zu Energieerzeugern werden, deutet das auf politische Fehlentwicklung hin.

v.g.
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Beitragvon fabian80 » 13.12.2016 21:49 Uhr

Nun 15 Familien die ihre Sickergruben zusammenlegen haben oder vielleicht besser produzieren reichlich Biomasse.

Zumindest im Kleinstädten und Dörfern wird das gut funktionieren nur da wir in einer Zentralisierten Gesellschaft leben werden unsere Politiker solche Grasroot Szenarien gar nicht erst dulden.
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Beitragvon Sparflamme » 14.12.2016 13:27 Uhr

fabian80 hat geschrieben:Nun 15 Familien die ihre Sickergruben zusammenlegen haben oder vielleicht besser produzieren reichlich Biomasse.

Zumindest im Kleinstädten und Dörfern wird das gut funktionieren nur da wir in einer Zentralisierten Gesellschaft leben werden unsere Politiker solche Grasroot Szenarien gar nicht erst dulden.


Ganz genau. Was auch denkbar wäre, hydrothermale Karbonisierung dieser Sickergrubeninhalte. Speicherproblem gelöst durch Pelletierung der Kohle, Abwasserkanal kann entfallen weil nur noch eine dünne Leitung benötigt würde, um das restliche wirkliche Abwasser abzutransportieren. Sicher gibts noch weitere Vorteile.

Grüße von der Sparflamme

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