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freiwindsurfer
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Beitragvon freiwindsurfer » 09.12.2012 12:46 Uhr

Wir haben seit 2011 in unserem Neubau eine LWZ 303 mit Wärmerückgewinnung verbaut.
Eckdaten:

150 Wohnfläche, vollständig mit Fußbodenheizung beheizt, ohne Solar.
Jahresenergiebedarf 53 kWh.


Seitdem die Temperaturen niedriger sind, habe ich festgestellt, dass die Solltemperatur des HK1 nicht mehr erreicht wird. Die Solltemperatur liegt derzeit bei 29 Grad, die Heizung bringt jedoch nur Werte bis max. 27 Grad. Dementsprechend sank die Raumtemperatur auf 19 Grad.

Ich habe zur Abhilfe zunächst die Steigung der Heizkurve angepasst, erreicht habe ich dadurch jedenfalls nichts.

Wer kann mir weiterhelfen und erklären, wie ich unser Haus wieder warm bekomme?. Die Heizung läuft ununterbrochen und kann die Leistung einfach nicht bringen. Wie wird die Vorlauftemperatur erhöht?

Hier nochmal ein paar Eckdaten:

Fußpunkt 3,0
Steigung 0,25
Vorlauftemperatur 27,6 (derzeit)
HK1-Soll 29 Grad
HK1-IST 27 Grad
WW-Temperatur 41 Grad

bernhard geyer
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Beitragvon bernhard geyer » 09.12.2012 14:59 Uhr

Was ist dein Problem: Nach deinen Daten zu Urteilen (Jahresenergiebedarf 53 kWh/qm und Jahr sowie LWZ 303 sowie gleiches Problem im Winter 2011/2012 auch) hast du eine Heizung die viel zu klein für den Wärmebedarf deines Hauses ist.

Was kannst du sofort machen: AFAIK hat die LWZ 303 auch einen Heizstab. Schau das du diesen aktivierst.

Was solltest du kurzfristik machen: Geh zur Verbraucherzentrale und schildere dein Problem. Auf den ersten blick schaut es nach einem Fehler des Bauträgers/Heizungsbauers aus. Diese können dir im ersten Schritt die weiteren Vorgehensweise (Mängelanzeige, Einschalten eines Anwaltes zur Klage gegen Bauträger/Heizungsbauer, ...) vorschlagen.

Was löst das Problem: Eigentlich nur eine Wärmepumpe die groß genug für den Wärmebedarf deines Hauses ist. Wenn du diese nicht vom Bauträger/Heizungsbauer über Mängelanzeige/Klage bekommst wirst du selbst eine neue kaufen müssen.
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 09.12.2012 18:15 Uhr

@ Bernhard Geyer - Naja, bevor man die Geschütze in Stellung bringt, sollte man doch erstmal die möglichen Fehlerquellen eruieren.

@ freiwindsurfer - Unter folgendem Link habe ich eine Parameterliste für eine bauähnliche Anlage veröffentlicht.
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fileadmin/Daten/Parameterliste-Wohnhaus-KfW40-mit-T HZ-303-SOL.pdf
Vergleiche diese Einstellungen und versuche deine Einstellungen so weit möglich mit diesen abzugleichen.

Interessant dürfte für dich auch folgendes PDF-Dokument zum optimalen Einstellen der Heizungssteuerung sein.
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fileadmin/pdf/Optimales-Einstellen-der-Heizung.pdf< /a>

Viel Erfolg!

Gruß

Thomas Heufers

machtnix
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Beitragvon machtnix » 11.12.2012 21:19 Uhr

Na superklasse,Die größte Schrottanlage die man sich ins Haus holen kann.
Die 303Kiste hat ja nur eine Leistung von 4,2kW.
Dei Haus hat 150m² x 40W/m² = 6,0kW und bei angenommen 35Watt/m² wären es immerhin noch 5,25kW.
Das ganze bei A2/W35.
Wenn es jetzt noch kälter wird geht die Kiste in die Knie und es ist Ende Gelände.Der Heizstab muß ran.
Wer dir so einen Schrott verkauft hat,der gehört verhaftet.

Hättest vorher eine Heizlastberechnuung machen lassen,hättest du dir sicher keine Schrottanlage andrehen lassen.
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 11.12.2012 21:32 Uhr

@ machtnix - Bezüglich der Heizlastberechnung gebe ich dir Recht. Richtig, der Einsatz einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe sollte nur unter optimalen Bedingungen erfolgen, sonst wird es bei Minusgraden nur über den Heizstab richtig warm.

Die Anlage als Schrott zu bezeichnen, ist wohl ein bisschen daneben gegriffen.

Übrigens, nach der Heizungsanlagenverordnung hätte dein Handwerkskollege eine Heizlastberechnung machen müssen. Frag doch erstmal den Thread-Verfasser, ob diese vorliegt.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon machtnix » 11.12.2012 22:14 Uhr

Die Heizungsanlagenverordnung war vor der EnEV.Die ist schon lange tot.
Desweiteren möchte ich einmal darauf hinweisen das eine Heizlastberechnung kostenpflichtig ist,also nicht für lau zu haben wie hier so manche annehmen mögen.

Natürlich ist die Anlge Schrott.alles in einem.Na klasse..
Geht irgenwas auf Störung funktioniert der ganze Mist nicht mehr.
Keine Heizung,keine Warmwasser keine Lüftung,Feierabend.
Habe jedoch getrennete Systeme habe ich weniger Probleme mit eienm Ausfall.Läuft die Heizung nicht,habe ich immer noch WW und Lüftung,
Für mich jedenfalls ist das eine Krampfanlage die ich jedenfalls niemals einbauen werde.

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Beitragvon Kazi » 14.12.2016 22:58 Uhr

Hallo,
wir haben mit unserer LWZ 303 genau das gleiche Problem, und wären sehr interessiert daran, wie Sie die Sache gelöst haben.
Über eine Antwort würden wir uns freuen.
Freundliche Grüße
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Beitragvon GESBB » 15.12.2016 14:48 Uhr

Hallo,,
Kazi hat geschrieben:Hallo,
wir haben mit unserer LWZ 303 genau das gleiche Problem, und wären sehr interessiert daran, wie Sie die Sache gelöst haben.
...

Die Antworten von "machtnix" sind sicherlich robust ausgefallen, treffen aber z.T. den Kern der Wahrheit.
Die LWZ Serien sind bestenfalls für Gebäude besser KfW 55 mit Tendenz zum PH geeignet.
Andernfalls überhöhte Verbrauskosten!

v.G.
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Beitragvon kreuzundkwer » 15.01.2019 09:21 Uhr

Guten Morgen,

ich habe dieses Thema gefunden, weil es mir mit meiner LWZ 303 Integral genau so ergeht.
2014 neu gebaut. Einfamilienhaus mit Holzrahmenkonstruktion. 170m2, viele Fenster, wenige Türen.

Sobald die Temperaturen runter gehen, schaffe ich nich noch 20° im Haus. Bei Minusgraden weniger. Was ich beobachte ist, dass die Ist-Vorlauftemperaturen der Anlage nicht an die Soll-Temperaturen herankommen.
In jedem Winter aus Neue telefoniere ich mit dem Service von Stiebel Eltron. Keiner hat eine Idee. Dann kommt der Sommer und ich verliere das Thema wieder aus den Augen.

Um den hier geäußerten Verdacht nachzugehen, habe ich den Wärmebedarfsnachweis herausgesucht, der für den Bau erstellt wurde. Leider sagt mir dieser nicht so viel. Kann mir hier vielleicht jemand aufgrund des Dokuments sagen, ob die Anlage grundsätzlich richtig dimensioniert ist?
Wärmebedarfsnachweis: https://www.dropbox.com/s/r356f9z9vtzeu6j/W%C3%A4rmebedarf.pdf?dl=0

Laut Energieausweis besteht ein Primärenergiebedarf von 56,9kWh.

Weitere Frage. Auch zur Anlage, aber anderes Problem. Uns ist der Wassertank zu klein. Wir schaffen es nicht, die Wanne einmal voll zu machen. Lässt sich ein solcher Tank "vergrößern" oder "austauschen"?
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Beitragvon energieprojekt » 15.01.2019 09:55 Uhr

Guten Morgen kreuzundkwer,
wenn du den Tread gelesen hast wirst du vielleicht schon ein paar Ansätze bekommen haben.
Der Wärmebedarfsausweis sagt nunmal leider nichts über die Konfiguration und Bau der Anlage aus.
Den Warmwasserboiler zu vergrößern ist nur eine, wahrscheinlich nicht zielführende, Möglichkeit. Dazu müsste man die Anlage besser kennen.
Du wirst doch sicher noch eine Heizlastberechnung und ein Schema der Anlage haben, im Idealfall auch im Vorfeld eine vernünftige Systemplanung.
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz

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