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Philiboy83
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Beitragvon Philiboy83 » 03.12.2012 13:41 Uhr

Hallo ihr,

ich plane derzeit einen EFH-Neubau in Holzrahmenbauweise, KFW70 und auf EG und OG verteilt 139 qm Wohnfläche, alles Fußbodenheizung und einen Kaminofen (der ist jedoch eher aus Gemütlichkeit und am Spaß daran im Wald Holz zu“schlachten“)

Wir sind mit den Planungen soweit ganz gut vor, nur bei dem Punkt Heizungssystem sind wir uns noch nicht einig, wir hatten eigentlich an Geothermie (Flächenkollektoren) gedacht, jedoch wird die Finanzierung recht knapp und nachdem wir am Haus schon einige Abstriche und Kompromisse gemacht haben wie z. B. Wegfall eines Kapitäns- oder Friesengiebels und das Haus an sich verkleinert haben, bleibt eigentlich als ein sehr großer Kostenpunkt nur noch sich das Heizungssystem genauer anzuschauen.
Das Haus an sich kann ich recht günstig bauen, da meine Freundin im Baustoffhandel arbeitet und somit die Baustoffmaterialien knapp über den Einkaufspreis einkauft und wir vom befreundeten Handwerker nur den Arbeitslohn berechnet bekommen.

Wenn Erdwärme dann haben wir überlegt, eine Regenwasserversickerrung der Hof- und Terrassenpflasterung und vom Carportdach im Garten in der Fläche zu machen um die Flächenkollektoren mit dem Wasser zu sättigen für eine bessere effektivität, das Wasser des Hausdaches kommt einer Regenwasserzisterne zu gute für Garten und Waschmaschine/Toilette. Oder würde das einen Nachteil haben wenn Außenluft im Winter die kalte Luft in die Sickerrohrleitung eindringt und dort regelrecht durchpusten, dass dann der Boden auskühlt und die Anlage nicht effektiv arbeiten kann? Es muss ja eine Entlüftung am Ende der Rohrstränge erfolgen z. B. mittels eines KG-Rohrs im 90 grad Bogen nach oben mit einem Klärgrubenenlüfter(Pilzkopf) drauf.


So die Frage ist jetzt, Erdwärme allein, Erdwärme mit Solar, oder ganz günstig auf Gasheizung mit Solarunterstützung.

Es gäbe auch noch Fernwärme: Dazu sei gesagt, dass ich 12000 Euro Anschaffungskosten habe (6000 Euro für die Verlegung der Leitung von der Straße bis zum Haus, was ca. 20-23 Meter sind und 6000 Euro für die Installation und Inbetriebnahme durch den Heizungsmonteur), Grundgebühr im Jahr 450 Euro !!! und einen Wärmepreis von 7 cent / kW/h. Preise werden aber steigen, was schon in anderen Orten zu ärger gesorgt hat, da die Kosten vorallem über das ansteigen der Grundgebühr reingeholt werden wenn mit zu wenig Wärme Geld gemacht wird (Flensburger Stadtwerke).

Nur was verbrauche ich im Jahr an Strom? Die Umwälzpumpe der Fernwärmeübergabestation dürfte nicht viel Strom verbrauchen schätze mal so 30-50 Euro im Jahr, aber was braucht so eine Gasheizung? Was verbraucht die Technik der Solarheizung? Was verbraucht so eine Wärmepumpe sowohl mit als auch ohne Solarunterstützung? Das hier auf den Euro genau keine Angabe gemacht werden kann und das von Hersteller und Pumpentyp unterschiedlich ist ist klar, auf den Euro genau wird man keine Berechnung machen können.

Wie die Strom- und Gaspreise in der Zukunft sind kann man nur vermuten, aber man kann, wenn man weiß wie viel Strom man z. B. für die Geräte im Jahr verbraucht sich das ausrechnen bei x% Preissteigerung im Jahr, wa suns sehr weiterhelfen würde.

Schönen Gruß

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 03.12.2012 21:22 Uhr

Philiboy83 hat geschrieben:Nur was verbrauche ich im Jahr an Strom? Die Umwälzpumpe der Fernwärmeübergabestation dürfte nicht viel Strom verbrauchen schätze mal so 30-50 Euro im Jahr, aber was braucht so eine Gasheizung? Was verbraucht die Technik der Solarheizung? Was verbraucht so eine Wärmepumpe sowohl mit als auch ohne Solarunterstützung? Das hier auf den Euro genau keine Angabe gemacht werden kann und das von Hersteller und Pumpentyp unterschiedlich ist ist klar, auf den Euro genau wird man keine Berechnung machen können.

Wie die Strom- und Gaspreise in der Zukunft sind kann man nur vermuten, aber man kann, wenn man weiß wie viel Strom man z. B. für die Geräte im Jahr verbraucht sich das ausrechnen bei x% Preissteigerung im Jahr, wa suns sehr weiterhelfen würde.
Der Verbrauch kann sehr stark variieren, auch unter gleichen baulichen Bedingungen sind anwenderabhängig Unterschiede von 100% und mehr möglich.

Ursache können falsches Heiz- und Lüftungsverhalten, ein schlecht eingestelltes Heizungssystem (Heizkurve und Fußpunkt etc.), mangelnder hydraulischer Abgleich, fehlerhafter Systemaufbau, individueller Warmwasserbedarf etc. sein.
Darüber hinaus kann man bei sehr pauschalen Angaben zu einem Wohnobjekt überhaupt keine annähernden Verbrauchswerte nennen.

Wenn du dir das Kopfzerbrechen bezüglich des Energieverbrauchs ersparen willst, solltest du einen sehr niedrigen Wärmebedarf anstreben.
Dämmen so gut wie möglich! Dann ist es nämlich vollkommen egal, welches Heizsystem zum Einsatz kommt, weil die Energiekosten dann in jedem Fall niedrig ausfallen. Im Gegensatz zum Altbau kann man beim Neubau dämmtechnisch ohne besonderen Aufwand und ohne Widrigkeiten alles richtig machen.

Gruß

Thomas Heufers


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