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Morgan

Beitragvon Morgan » 31.01.2006 17:26 Uhr

Hallo zusammen,

das Gönnerspielchen gefällt mir (auch wenn jetzt vielleicht manche das Gähnen anfangen).

Heinz hat geschrieben:Der erste macht sich nicht groß rum und legt das Geld auf das schon berühmte Sparbuch. Nach 20 Jahren hat er die 4500€ + 2874€ = 7374€

Der zweite kauft sich für die 4500 eine PVA. Er erwirtschaftet -ersubventioniert:-)- mit der PVA in den 20 Jahren die 8800€.


Der erste gibt also 7.374 zurück.
Der zweite 8.800 und er hat noch eine PV-Anlage auf dem Dach.
Nicht mehr und nicht weniger.

Eines habe ich hieraus gelernt: Ich traue Leuten, die von sich behaupten, täglich mit Zahlen zu tun zu haben noch weniger. :roll:

Oder wie Churchill: "Ich traue nur den Statistiken, die ich selber gefälscht habe."

Im Übrigen halte ich eine Vorsteuerrendite von um die 3 - 3,5 % für eine Investition dieser Größenordnung und dieser Laufzeit für indiskutabel.

Mit dem für die PV eingesetzten Kapital könnte man an anderen Stellen (auch in Mitteleuropa) wesentlich mehr zur CO2-Reduzierung beitragen (z.B. Effizienzsteigerungen beim Hausbrand, Gebäudeisolierung usw.).
Aber lieber eine subventionierte PV-Anlage als gar nichts.

Grüße
Markus

Heinz
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Beitragvon Heinz » 01.02.2006 11:52 Uhr

Hallo Gast Tom und Markus,

Sie schreiben:
Ihre Version mit Eigenkapital ist eine ganz andere Geschichte. Unter dieser Voraussetzung käme eine Investition in Solarenergie nur noch unter fiskalischen oder ökologischen Gesichtspunkten in Frage, nicht jedoch unter Rentabilität. Fazit: Die ganze Geschichte rechnet sich für Kleinkapitalisten nur, wenn sie zu 100 v.H. fremdfinanziert ist!

Da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Wie Sie sagen, handelt sich also um Kleinkapitalismus (der allerdings planwirtschaftlich betrieben wird) und nicht um Ökologie oder Energieeinsparung. Fiskalische oder ökologische Gesichtspunkte sind also für die, die so naiv sind Eigenkapital zu investieren.

Weiter:
Das Ganze ist eine staatliche Subventionsgeschichte, die neben anderen Effekten letztendlich eine Einkommensumverteilung von unten nach oben zur Folge hat.

Richtig. Die anderen Effekte sind per Saldo Arbeitsplatzvernichtung durch Kaufkraftverlust, Energienotstände, Verlust der Wirtschaftskraft usw.. Man sollte daher in der Werbung aufhören den Leuten Rendite und Ökologie zu versprechen, sondern richtigerweise, dass ausschließlich nur eine Solarlobby auf ihre Kosten gepäppelt wird.

Warum soll denn Deutschland für 250 Milliarden Euro sein CO2 reduzieren, wenn der Anteil am sog. Treibhauseffekt gerade mal 0,002% bzw. 1/3000 Grad ausmacht?

Mfg
Heinz
Walter01
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Beitragvon Walter01 » 02.02.2006 13:23 Uhr

Anonymous hat geschrieben:
Heinz hat geschrieben:
Dass Rohstoffe endlich sind, weiß man. Bereits in den 40er Jahren sagte man, dass das Erdöl in 40 Jahren ausgehe, ebenso in den 70er. Diese Aussagen dienen denke ich nur dazu den Preis hochzuhalten. Zum Uran: www.energiefakten.de/pdf/uranvorraete.pdf.

Gruß Heinz


was für ein blödsinn :evil: vieleicht denk ja der eine oder andere nicht nur an die kohle die man mit pv anlagen machen kann und da meine ich betreiber und verkäufer. sondern auch mal an unsere umwelt und das was wir unseren kindern und enkelkindern übrig lassen. dabei ist wurst wielange das öl oder uran noch reicht. bis heute ist nicht ein gramm atom müll entsorgt worden sonder nur von zwischenlager zu zwischenlager gebracht worden.



Ich will mich in eure komische Debatte eigentlich nicht einmischen, weil zuviele Leute eigentlich zuviel Mist erzählen.

z.B:

Was heißt staatliche Subventionen. Der Staat verdient am Umsatz und an den Arbeitsplätzen die geschaffen wurden und werden. Der Staat subventioniert hier gar nix. Das EEG regelt nur die Beziehung zwischen Stromerzeuger ( regenerativ ) und EVU.

USW; man könnte noch weitere Punkte aufzählen, aber ist ja eh egal. Die Meinungen sind auf allen Seiten festgefahren.

Ich finde man sollte Menschen die in regenerative Energie investieren, einfach lassen, und die die nicht wollen auch.
Letztendlich muß es jeder selber wissen und auch bezahlen. Mit dem Senken der Vergütung werden auch die Preise langfristig fallen. Und eine PV - Anlage hat eine Lebensdauer von ca. 30 Jahre. Es kann also kein Fehler sein
Gruss Walter ( Lothar Beer )
www.sonnenertrag.de

"Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig." ( Einstein )
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Beitragvon Stephan Ostermann » 02.02.2006 13:35 Uhr

Einen Dank an Walter ...

Ganz meine Meinung ...
Grüße vom

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Beitragvon Heinz » 02.02.2006 18:04 Uhr

Hallo Herr Beer und Herr Ostermann,

der Begriff Subvention leitet sich aus dem lateinischen „zu Hilfe kommen“ ab. Diesen Bergriff findet man sehr häufig in historischen Werken z. B. in Cäsars De bello gallico (Der gallische Krieg). Er meint dort in der Regel zu Hilfe zu kommen im militärischen Sinne.
Sie beziehen sich auf eine Aussage von EU-Bürokraten, die sagten, die Einspeisevergütungen seien nicht als Subvention zu betrachten. Schon verständlich, dass Leute, die ausschließlich von Subventionsgeldverteilung leben, sagen, das wäre ja gar keine. Das Wort ist schließlich negativ besetzt.
Es ist aber mit Verlaub sch… egal, ob der Bürger vom Finanzamt automatisch Gelder von seinem Einkommen für irgendwelche Förderungen abgeknöpft kriegt, oder ob er die EVU dazu zwingt, dies für seine Ziele zu tun.
Der Staat ist die Summe der in ihm lebenden Bürger. Für den Bürger ist es das gleiche, ob er mit der Steuer oder dem Stromverbrauch sein Geld loswird. Nennen Sie es wie sie wollen, ich nenne die Subvention-oder-nicht-Diskussion Haarspalterei:
Unter Subvention verstehe der Bürger zunächst einen Anschub, um z. B. eine neue Sache voran zu bringen, nicht aber 20 Jahre lang garantiert Gelder umzuverteilen, für einen 20-fach überhöhten Preis.
Wie bei allen Dingen kommt es wohl auf das rechte Maß an (was bei EEG verloren gegangen ist), wusste schon Paracelcus:
"Alle ding sind gift und nichts on gift; allein die dosis macht, daß ein ding ein gift ist",
De bello Euro würde der Lateiner wohl sagen.

Mfg
Heinz
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Beitragvon Stephan Ostermann » 02.02.2006 18:20 Uhr

Hallo Heinz,

hier sollten wir bitte zw. Subvention und Umlageverfahren unterscheiden!

Außerdem sind es nur rund 40ct pro Monat und je Bundesbürger.

Wer jetzt bei rund 4,80 € im Jahr sich über diese riesige Belastung beschwert, wird sicherlich schon selbst vom Staat subventioniert.

Jeder will Fortschritt aber das bitte gratis...

Grüße vom

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Beitragvon Heinz » 02.02.2006 18:49 Uhr

Hallo Herr Ostermann,

das Wort Haarspalterei gebrauchte ich bereits. Egal wie Sie es nennen, es ist zwangsstaatliche Planwirtschaft. In der DDR war z. B. das Brot so hoch subventioniert, dass die Bauern es aufkauften zum Verfüttern, während der Bürger Schlange stand vor leeren Regalen.

Wie Sie auf 4,80 €/Bürger im Jahr kommen, mögen Sie bitte vorrechnen, ich komme da auf andere Zahlen.

Mfg
Heinz
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Beitragvon Stephan Ostermann » 02.02.2006 21:36 Uhr

Die Rechnung werde ich nachreichen...

Aber noch mal zu deiner Aussage, diese bedeutet im Gegenzug, dass der Staat auch gleich sämtliche Ausgaben für Forschung und Entwicklung einstellen kann.

Wir haben übrigens auch eine staatlich vorgeschriebene Krankenversicherung, KfZ-Versicherung, usw.

Irgendwo auf den letzten fünf Seite habe ich ja schon einmal dazu aufgerufen, nicht immer gleich alles kaputt zu reden.

So und hier die Rechnung ... leider hatte ich mich getäuscht, es waren nicht rund 40ct pro Monat, sondern 44 ct pro Jahr und Kopf!!!

Bei 3,71 Mio / 85 Mio Bundesbürger = 0,436 € - Stand 2004

Schau die die anliegende Grafik an...
Dateianhänge
KostenEEG.JPG
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Beitragvon Heinz » 02.02.2006 23:15 Uhr

Hallo Herr Ostermann,

Ihre Grafik aus dem Bundesumweltministerium zeigt alleine die reGIERungs-geregelte Einspeisevergütung. Diese liegt (meine letzten Zahlen) bei etwa 0,4 ct/KWh, was man in den meisten Stromabrechnungen gerade noch erkennen kann. Nur diese Zahlen werden in dieser Grafik angegeben.
Die Grafik verschweigt die Strompreiserhöhungen seit Mitte der 90er der EVU wegen Regelenergie, Netzausbau und Netzbetrieb infolge des EEG für alle sog. Alternativen Energien,die aufgwendet werden müssen, auch die Extra-Abgabe KWK wird verschwiegen. PV hat einen lächerlich kleinen Anteil, so dass man es noch als Spielerei bezeichnen kann (und es auch bleiben wird). Bei einem Vergleich wie Sie ihn hier anführen, müssen alle Kosten auf den Tisch. Die EEG-Kosten summieren sich auf etwa 2,5 ct/KWh. Vergleichen Sie einmal eine Stromabrechnung aus den 80ern mit heute.
2,5 ct/KWh sind bei einem durchschnittlichen Familienverbrauch von 4000 Kwh/a 100 €, also etwa 25 € pro Kopf und nicht 4,80€. Schauen Sie in den Berichten des Bundestages nach, was EEG wirklich kostet.
In dieser überschlägigen Berechnung sind noch nicht die volkswirtschaftlichen Verluste enthalten, die über die Steuern dem Bürger abkassiert werden und nicht in der Grafik auftauchen:
- die direkten Zuschüsse pro Quadratmeter von Bund und z. T. Kommunen (=Steuersubvention)
- die verbilligten KfW-Kredite (=Steuersubvention)
- Verlustabschreibungen (=Steuermindereinnahmen)
Dies erhöht die Kosten! Für die Ökosteuer können Sie noch mal den selben Betrag in Rechnung bringen.
Für einen staatlich alimentierten Schulleerbeamten mögen 100 € im Jahr villeicht nicht viel sein, aber für mich als Ottonormalverbraucher, der auch seit Jahren seine bettlägerige Mutter zu Hause pflegt, tun 100 € weniger weh.
Glauben Sie mir ich kenne mich in der kammeralen und doppelten Buchführung aus und weiß, wie man Kosten verstecken kann (einer anderen Haushaltsstelle unterjubeln).
Grundsätzlich sollte man zwischen Wirtschaftlichkeit und Zweck unterscheiden, dazu werden ich demnächst hier noch was schreiben.
Auch ein paar Seiten zuvor habe ich gesagt, dass ich nichts dagegen habe, auch Fette und Raucher mit meinem Krankenkassenbeitrag (AOK) zu unterstützen, das ist Solidarprinzip, das ich befürworte. Ihre Aussage , der Staat müsse sich meiner Meinung nach aus allen Subventionen (Forschung etc. ) heraushalten Herr Ostermann ist daneben. Dies wird gebraucht, um die Gesellschaft voranzubringen. Aber Subventionen zu verteilen, um Reibach machen, und was anders ist EEG nicht (=Umverteilung) ist für jede Gesellschaft tödlich. Beispiel Landwirtschaft: Wir zahlen das Einkommen der französischen Bauern und lassen unsere eigenen Höfe kaputtgehen.

Mfg
Heinz
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Beitragvon Stephan Ostermann » 02.02.2006 23:22 Uhr

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