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Fachplaner Passivhaus
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Beitragvon Fachplaner Passivhaus » 30.12.2005 12:36 Uhr

zur wahl des energieträgers muss sich jeder selbst eine meinung machen, insofern gibt es keine ideale heizung für idividuelle ansprüche und örtliche gegebenheiten.
wer die hohe wahrscheinlichkeit der stark steigenden preise für fossile energien vernachlässigt und dem heizen mit holz nur risiken in den weg stellt, kann so rechnen wie du. wenn du dem öl/gas mindestens 5% differenz in der jählichen kostensteigerung zum holz gibst, kannst du damit die teurere ölheizung in kurzer zeit mit dieser einsparung tilgen.
im übrigen habe ich gestern ein von uns 2002 geplantes und 2003 gebautes holzhaus (energiesparhaus 40 ) mit holzstubenofen und großer solaranlage verkauft, weil die technik zukunftsfähig ist und der käufer, ein ingenieur, dies sehr wohl höher wertig angesehen hat.
der besitzer, ein freund von mir der aus familjähren gründen verkaufen musste, war froh darüber, dass wir ihn damals vom besseren haus- und heizungskonzept überzeugt haben.
dem käufer war wichtig, eine gesicherte finanzierung, incl unterhaltskosten zu bekommen. gekauft hat er ein südorientiertes haus mit hochwärmegedämmter hülle, wärmebrückenfrei, äußerst luftdicht(n50=1,0 1/h) und pelletskosten für warmwasser und heizung von <=450.- euro /jahr.
der stubenofen (calimax) macht raumwärme und warmwasser. gefüllt werden muss er bei diesigem wetter und -5 grad, alle 2-3 tage mit 2 sack pellets a 15 kg. in der garage stehen 2 paletten pellets mit ca. 600 kg, das reicht für den kalten teil des winters. wenn die sonne scheint und das tut sie im allgäu vor allem bei temp von < - 10 grad (heute sinds -21 grad !!) läuft der ofen tagüber nur zur brauchwassererwärmung.
mich begeistert diese erfahrung und dass das konzept bereits nach 3 jahren bei käufern als wertsteigernd bewertet wird. da können wir hier zahlen jonglieren ohne ende, das sind die fakten.
(weitere infos unter www.passivhaus-ingenieur.de , referenzen, energiesparhaus 40 weitnau)wer aus der vergangenheit lernt, und sich über die zukunft gedanken macht, kommt auf z.b. dieses ergebnis unseres handelns.
planen heisst nicht selbstverwirklichung auf kosten der bauherren, sondern verantwortung tragen, auch für die zukunft der kunden, dazu gehören investition, unterhalt und werthaltigkeit, bzw wertsteigerung der investition.
Zuletzt geändert von Fachplaner Passivhaus am 03.01.2006 08:50, insgesamt 1-mal geändert.
Bauen ist nicht eine Chance der Gegenwart, sondern im Besonderen eine für die Zukunft !
*Denen gehört die Zukunft, die sich bereits heute darauf vorbereiten* Zitat Martin Luther King

Fachplaner Passivhaus
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Beitragvon Fachplaner Passivhaus » 30.12.2005 13:59 Uhr

Zitat
Was ich aber zu bedenken geben möchte ist, das es meiner Meinung nach nicht richtig ist: "Einem Bauherren eine teuere Heizungsanlage zu verkaufen, der im Jahr nur 12000KWh benötigt.

ein energiebedarf von 12.000 kwh ist der baustandard von heute und insofern als zu hoch anzusehen, da ein haus über 20 jahre jahre abbezahlt und über 30 jahre ohne wesentliche investitionen genutzt wird.
ein vergleichbares energiesparhaus 40 braucht < 8.000 kwh und ein passivhaus <2.000 kwh/jahr. das sind die baustandards der zukunft, die man sich heute schon leisten kann, wenn man sich genügend gedanken macht über energie, wirtschaft und umwelt.

ein schönes neues und energiesparendes jahr 2006 wünsche ich allen
am thema interessierten.

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*Denen gehört die Zukunft, die sich bereits heute darauf vorbereiten* Zitat Martin Luther King
murdock

Beitragvon murdock » 19.01.2006 01:16 Uhr

bei der Pellettechnik scheint immer noch sehr viel Aberglaube im Spiel zu sein.
Wer kann wirklich einem Anlagenbetreiber dieses als kostengünstig oder Rentale innerhalb von 6-10 Jahren verkaufen. Zudem kann keiner die Preisentwicklung bei Holz voraussehen, denn auch hier haben die Energiekonzerne ihren Fuß in der Tür.

Nutze ich aber die Mehrkosten der Pelletanlage für eine Solarunterstüzende Heizungsanlage, die reduziert dauerhaft die Heizkosten um 35-50%. An dieser Schraube dreht kein Energiemulti.
Oder legen Sie Ihr Geld an, davon haben Sie mehr.

Gruß KWhans[/quote]

habe gerade selbst gebaut,

also bei uns in hessen ist auch eine abnahme eines bezirkschornsteinfegermeisters nötig, vor allem abe wird der Prüfstatiker noch teuer (in Hessen Pflicht) wenn ein Kamin gebaut wird.
(Mehrkosten fast 3000 Euro)

1. Gut dämmen
Ich habe auch den unbeheizten Keller selbst gedämmt, (auch unter der Bodenplatte, die Wände wurden mit Zellulose ausgeblasen (Fachfirma)

Blower Door Test erreichte fast Passiv Haus Werte obwohl noch keine Fußbodenbeläge (nur Estrich)Holzdecke, Wandbeläge (auch keine Spachtelarbeiten) getätigt wurden.

Kontrollierte Wohnraumlüftung ist Pflicht, dazu
Wärmepumpe mit Fußbodenheizung und eine Solaranlage zur Unterstützung derWarmwasserversorgung.

(Ich bekam sogar noch insg. 1000 Euro Förderung)


Anschaffungskosten 20.000 € abzüglich der kalkulatorischen Kosten die für Kamin 4000€ und Schornsteinfeger (Abnahme 300Euro + pro Jahr 200 Euro bei 15 Jahren Laufzeit 3000€)+ Brandschutznachweis 3000€ = 9700 Euro.
Konventionelle Heizung die im Sommer für warmes Wasser läuft, während im Dachboden die Klimaanlage läuft tut doppelt weh, besonders wenn dadurch noch wertvoller Wohnraum verplempert wird: 10 Quadratmeter Wohnfläche mal 5 Euro kalk. Mietkosten mal 12 Monate mal 15 Jahre=
9000 Euro Mietverlust nur für den Heizungskeller!

Meine Heizung ist so groß wie ein normaler Kühlschrank und steht neben unserem Wäschetrockner, das zu einem Endpreis von 700 Euro!

Viel Spaß mit Eurer Ölheizung!
m.roth@eae.aero

Beitragvon m.roth@eae.aero » 26.03.2006 15:42 Uhr

wer kann uns sagen - wie gut/schlecht Fußbodenheizung und Tierhaltung ist?

Wir haben einen kleinen Hund und sind nicht ganz überzeugt... sind auf Wohnung Suche und die meisten Angeboten sind mit Fußbodenheizung...

Wir bedaken und für die Antwort

Maria Luzia & Michael Roth

m.roth@eae.aero

2006-03-26
16:46h
Heinz
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Beitragvon Heinz » 27.03.2006 15:12 Uhr

Hallo Gast99,

Deutschland hat rd. 11 Millionen Hektar Wald (z B. www.wikipedia.org). Der Holzeinschlag p.a . beträgt rd. 4 m³/ha, der Zuwachs rd. 6 m³/ha (www.dfwr.de). Würde also dieser Holzzuwachs genutzt werden können, so könnten 66 Millionen m³ Holz „gerntet“ werden, bei einer mittleren Heizleistung des Holzes von 1.600 KWh/m³ also 105 Milliarden KWh erzeugt werden.
Das sind ganze 14% des Verbrauches der Heizenergie Deutschlands (753 Milliarden KWh)..

- nicht berücksichtigt ist, dass längst nicht aller Wald forstlich genutzt werden kann
- Energieverluste (Wirkungsgrad)
- Bauholz und Möbel müßten importiert werden (aus den tropischen Regenwäldern?)
- Restholz und Abfälle sind nur Peanuts, was ist mit der fehlenden Düngung?

Im Thread wurde genannt, dass z. B. in Bayern 10 Mio fm, bzw. 1,5 Mio l Öläqivalent nicht genutzt werden. Das entspricht gerade dem Heizbedarfes eines Dorfes.

Selbst wenn man alle Hühneraugen zudrückt und der Heizbedarf extrem gesenkt werden könnte, ist es schon sehr optimistisch, wenn 5% des Öls oder Gas mit Holz ersetzt werden könnten.

Fazit:
Holz taugt nicht zum Ersatz für Öl oder Gas! Holz und Pellets kann nur ein Nischenlösung sein. Die Preise für Pellets werden sich an die anderen Energieträger angleichen, das ist Marktgesetz von Angebot und Nachfrage. (Ein Händler müßte ja schön blöd sein und auf Gewinn verzichten). Holzheizung rentiert sich z. B. wenn Sie eigenen Wald besitzen.

Empfehlung:
Wenn Sie unbedingt mit Holz heizen wollen und Sie günstig an Holz kommen, gönnen Sie sich einen Kachelofen für die Gemütlichkeit oder für die Übergangszeiten. Verbuchen Sie den aber unter Luxus, einer betriebswirtschaftlichen „Energieeinsparrechnung“ hält der vermutlich nicht stand.

Mfg
Heinz
Jens der Heizer

Beitragvon Jens der Heizer » 21.06.2006 18:17 Uhr

Der Passivhausfachplaner hat geschrieben das Gas und Öl in den Kosten unkontrolliert explodieren wird und da hat er sicher recht!

Pellets aber werden mit erhöhter Nachfrage sicher auch sehr viel teuerer!

Pellets sind Sägespähneabfälle aus den Sägewerken, getrocknet und gepresst. Diese Sägespäne werden zwar dauernd produziert, weil dauernd Holz weiterverarbeitet wird, aber mehr gibt es nicht wenn mehr gebraucht wird.

Rentabel sind die Pellets momentan weil sie aus Abfall produziert werden, aber stellen die Sägewerke auch mehr Abfall her wenn mehr gebraucht wird? Sicher nicht!

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis!

Vielleicht werden wir auch verkrüppelte Bäume, die kein Sägewerk will nehmen und zu Holzspähnen verarbeiten, die wir dann verpressen, aber dann nutzen wir keine Abfälle mehr sondern müßen des Material selbst beschaffen und das ist arbeitsintensiv, denn man soll ja die minderwertigen Bäume aus dem Wald nehmen und nicht nur die paar am Waldrand. Somit steigen die Kosten. Das Zersägen speziell für die Holzspähneproduktion kostet ja auch wieder Energie, die erst durch Atomkraft, Kohle oder Gaskraftwerken oder vielleicht sogat mit teuerem Solarstrom erzeugt wird.

Ich glaube Pellets verteuern sich ebenfalls drastisch und sind nur rentabel als Abfallprodukt der Sägewerke, aber sie bleiben wahrscheinlich immer etwas günstiger als Gas und Öl!

Gruß Jens

Gast

Beitragvon Gast » 21.06.2006 22:04 Uhr

Hallo zusammen,

Was in der obigen Tabelle offensichtlich verwechselt wird ist der Nennwirkungsgrad und der Anlagenwirkungsgrad.
Da der Pelletkessel langflammig ist (Kessel braucht ein paar Minuten bis er 100% Nennleistung hat) schwingt der Kessel gerade in der Übergangszeit extrem. Dies geht natürlich zu Lasten des Anlagenwirkungsgrad. Abhilfe verschafft ein Pufferspeicher. Der sorgt dafür, daß der Kessel längere Zeit bei 100% Nenneleistung und damit bei einem besseren Wirkungsgrad fährt.

Das die Pellets auch teurer werden ist unstrittig. Jedoch fließt dieses Geld zu einen wesentlich höheren Prozentsatz (annähernd 100%) in den Binnenmarkt.

Richtig ist auch, daß die Pellets Öl und Gas nicht 100% ersetzen können.
Deswegen unterstütze ich auch nach wie vor die Öl und Gasverbraucher in ihrer Meinung 8) ;-)

Also die Gasheizungen haben den besten Wirkungsgrad.
Mit der Ölheizung ist man unabhängiger als mit der Gasheizungen.

Viele Grüße
Andreas
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Beitragvon Andreas » 24.06.2006 16:55 Uhr

Hallo Jens,

Vielleicht werden wir auch verkrüppelte Bäume, die kein Sägewerk will nehmen und zu Holzspähnen verarbeiten, die wir dann verpressen, aber dann nutzen wir keine Abfälle mehr sondern müßen des Material selbst beschaffen und das ist arbeitsintensiv, denn man soll ja die minderwertigen Bäume aus dem Wald nehmen und nicht nur die paar am Waldrand. Somit steigen die Kosten. Das Zersägen speziell für die Holzspähneproduktion kostet ja auch wieder Energie, die erst durch Atomkraft, Kohle oder Gaskraftwerken oder vielleicht sogat mit teuerem Solarstrom erzeugt wird.



Die Bereitstellungsverluste sind geringer als du glaubst.
Von der Förderung bis zum Verbraucher (also auch der Transport !) wird bei Pellets 2,7% des Heizwertes verwendet. Bei Öl 12 % ; Gas 10%
-> http://www.solarfuture.de/html/3a3.htm


Viele Grüße
Andreas
Jens der Heizer
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Beitragvon Jens der Heizer » 28.06.2006 18:28 Uhr

Danke für die Info Andreas,

Du hast jetzt sicher die Kosten für die Bereitstellung von Pellets genannt wenn sie aus Sägeabfällen hergestellt werden, oder beziehst Du Dich schon auf extra für die Pelletproduktion gefällten Bäume?

Gruß Jens

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