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EuRegEn
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Beitragvon EuRegEn » 27.10.2012 15:38 Uhr

Es ist bei der Photovoltaik nicht eine Frage des OB, sondern eine Frage des WIE, welche Folgen die PV für die Menschen in Deutschland bringt:
Schon 2012 lag der Anteil der EEG-Umlage bei der PV bei über 56 %.
http://www.fr-online.de/image/view/2012 ... n1.jpg.jpg

2013 liegt dieser Anteil bereits bei über 60%:
http://www.robertmelchner.de/Anteil-EEG ... Basis3.gif

Hohe Kosten - für wenig Einspeisung!

Die Kosten wären evtl. noch vertretbar gewesen, wenn sich eine großartige, arbeitsplätzeschaffende, innovative Industrie hätte halten können.
Dies war aber nicht der Fall, eine PV-Firma nach der anderen ging zum Insolvenzgericht. Nach dem solaren Strohfeuer nun die solare Asche.
Es zeichnete sich bereits vor mehreren Jahren ab, dass dies so kommen wird - und die Asiaten die Rosinen abbekommen, vorwiegend bezahlt von deutschen Stromverbrauchern.
Diese Erkenntnis hätte unweigerlich zur Folge haben müssen, dass der Zubau an PV gedeckelt wird, je nach verlangter Vergütungshöhe wäre dieser Deckel höher oder niedriger gesetzt worden.
Bei der jetzigen Vergütungshöhe wären wohl 1.000 MW angemessen, da ja Windkraft bei einem Ausbau von unter 2.000 MW immer noch nur halb soviel kostet.
Nach diesem Modell wäre ein nachhaltiger Aufbau von PV auch noch in den nächsten Jahren problemlos möglich gewesen - und hätte zu keinen Kostenproblemen geführt.
Jetzt ist die Lage ganz anders. Und es droht auch eine rückwirkende Veränderung, vor allem dann wenn nicht sofort gegengesteuert wird.
Diese Maßnahme könnte für die Zukunft die EEG-Umlage bei PV auf nahezu NULL setzen:
topic,9685,-das -zaehlerruecklaufkonzept-bei-photovoltaik.html
Damit könnten die heutigen Betreiber möglicherweise von rückwirkenden Regelungen verschont bleiben. Passiert dies nicht, könnte die Öffentlichkeit eine rückwirkende Regelung erzwingen. Diese kann auch so gestaltet werden, dass sie verfassungsgemäß ist, wenn also unterm Strich für die Betreiber kein oder kein unvertretbarer Nachteil entsteht:
topic,10023,-pv%3A-nachtraegliche-verguetungskuerzung-trotz-bestandsschutz%21.html

Die PV-Lobbyisten haben von der Politik freie Hand bekommen, zum Schaden der dt. PV-Industrie und zum Schaden aller Stromverbracher - und evtl. sogar zum Schaden von PV-Betreibern.
Auch die Grünen -zwar in der Opposition- haben hier keine gute Figur abgegeben.
Zuletzt geändert von EuRegEn am 31.01.2013 20:09, insgesamt 1-mal geändert.

machtnix
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Beitragvon machtnix » 27.10.2012 18:55 Uhr

Dieses ganze Subventionsgebahren geht mir sowas von auf den Keks.
Diejenigen die eh schon genug Kohle haben können sich mal eben so eine PV Anlage auf's Dach klatschen.Dann gibt's noch fette Vergütung dafür.
Teuer Strom verkaufen und billig Strom einkaufen.
Die Energiekonzerne sagen sich natürlich,uups so wenig Gewinn,dann müssen wir mal wieder die Preise erhöhen.
Wer zahlt die Zeche?Diejenigen die sich eben keine PV Anlage leisten können oder zur Miete wohnen.Rentner denen es eh schon schlecht geht.
Zuletzt geändert von admin am 08.05.2013 15:38, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: ["Entschärfung"]
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Beitragvon EuRegEn » 27.12.2012 22:20 Uhr

Was hältst du dann vom Stromzählerrücklaufkonzept?

Wenn es richtig ist, dass eine PV-Anlage in 100 Jahren Betriebszeit noch ca. 25 % der ursprünglichen Leistung bringt, dann könnte doch eine Halbierung der Vergütungshöhe mit einer Verdreifachung der Einspeisungszeit kompensiert werden.

Dann ergäbe PV wieder Sinn und wäre bezahlbar ...
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Beitragvon bernhard geyer » 28.12.2012 09:51 Uhr

Stromzählerrücklaufkonzept wäre was für 2011 gewesen.
Heutzutage würde damit eine viel zu hohe Vergütung erfolgen.
Und damit wird das Problem nicht gelöst das wir bald so viel PV installiert haben das zu Spitzenzeiten alle sonstigen Kraftwerk abgeschaltet werden müssten damit kein Überangebot herrscht. Dies ist aber nicht möglich da ein Teil der Kraftwerke Stunden zum hoch und runterfahren benötigen (Braunkohle, AKW).
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Beitragvon EuRegEn » 28.01.2013 21:42 Uhr

Für den Bestand an PV könnte dieses Konzept greifen:

http://www.energieportal24.de/forum/top ... tz%21.html

Ein Zählerrücklaufkonzept ist jedenfalls besser als die Beibehaltung des bisherigen Systems der Einspeisevergütung!

Ich glaube, dass eine Lösung aus der PV-Branche besser ist, als wenn der PV-Branche Lösungen übergestülpt wird. Ob dies die Branchenvertreter und Lobbyisten doch noch begreifen werden?
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Beitragvon bernhard geyer » 28.01.2013 23:28 Uhr

Wieso sollte das Zählerrücklaufkonzept irgendein Problem des zu starken PV-Ausbaus lösen?
Vor allem würde das dafür sorgen das astronomische Renditen möglich wären. Statt 17 Cent/kWh würde der Anlagenbetreiber 25 Cent/kWh indirekt vergütet bekommen (Also Stadt 25 Cent/kWh zu bezahlen bzw sich Gedanken über Akkus und AC/DC-Wandler gedanken zu machen.. Da würde selbst verschattete Nordausrichtungen von Dachflächen lukrativ werden.

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Beitragvon EuRegEn » 07.05.2013 18:54 Uhr

Es ist richtig für Deutschland. Die Stromspitze wird durch PV geglättet.

Deshalb kann nur noch eine Streckung der Vergütung in Frage kommen, wobei natürlich eine nachträgliche Änderung nicht gut, aber unvermeidlich ist.

Für viele Länder in Europa kann das Stromzählerrücklaufkonzept wertvoll sein, um damit einen PV-Ausbau bis 10 % des Gesamtverbrauches kostengünstig zu ermöglichen.
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Beitragvon bernhard geyer » 07.05.2013 19:40 Uhr

EuRegEn hat geschrieben:Es ist richtig für Deutschland. Die Stromspitze wird durch PV geglättet.

Aber nicht mit über 30 GW-Peakleistung. Und auch nicht in den Wintermonaten.

EuRegEn hat geschrieben:Deshalb kann nur noch eine Streckung der Vergütung in Frage kommen, wobei natürlich eine nachträgliche Änderung nicht gut, aber unvermeidlich ist.

Hier was zu ändern hat zu viele negative Auswirkungen (Verlust des guten Rufes Deutschlands als Investitionsland, Klagewelle, ...). Eine Deckelung des Zuwachses von PV wäre die Lösung gewesen. Aber bei unserer Regierung wo es bei 3 Parteien 4 Meinungen gibt.

EuRegEn hat geschrieben:Für viele Länder in Europa kann das Stromzählerrücklaufkonzept wertvoll sein, um damit einen PV-Ausbau bis 10 % des Gesamtverbrauches kostengünstig zu ermöglichen.

Sehe ich nicht so. Die eigentlichen Problem von sehr (zu) starken Zuwachs der PV wird nicht gemindert.
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Beitragvon EuRegEn » 08.05.2013 17:02 Uhr

Ja, im Winter bringt PV eben überhaupt nichts, jedenfalls in diesem Winter hatten wird 3 Monate weniger als 1 % der Nennleistung.

Ansonsten: PV in Deutschland aus dem EEG sofort und komplett rausnehmen. In vielen Ländern Europas kann mit dem Stromrücklaufkonzept die PV überleben. Und wenn nur solare Asche übrig bleibt, wäre dies auch das reine Selbstverschulden der überdoofen PV-Lobbyisten.
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Beitragvon EuRegEn » 15.07.2013 22:06 Uhr

Wenn die Photoner glauben, sie können jenseits der Anforderungen des Netzes in selbstsüchtiger Weise agieren, dann kann dies tatsächlich drohen. Ich hoffe nicht, dass es soweit kommt:

http://www.welt.de/wirtschaft/energie/a ... ig-an.html

"Haushalte, die Strom einspeisten, zahlten keine Netzentgelte, obwohl die Energieversorger für sie Technik und Anlagen vorhielten, kritisierte VBEW-Geschäftsführer Detlef Fischer. Die Kosten des Atomausstiegs müssten deshalb auf immer weniger Stromkunden umgelegt werden.

Der Landesvorsitzende des Verbands des Deutschen Gas- und Wasserfaches (DVGW), Klaus Rubach, schlug eine Grundpauschale für alle Nutzer des Stromnetzes vor. Im Gegenzug könne der Preis pro Kilowattstunde gesenkt werden."

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