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Markus31
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Beitragvon Markus31 » 05.10.2012 17:08 Uhr

Huhu,

wir haben in unserem Haus (schon vorhanden, nicht selbst angeschafft, bitte keine Kommentare dazu, wir wissen, dass das nicht passt!) eine
Dimplex LA 16AS im Altbau mit Radiatoren-Heizkörpern.

1. Die Rücklaufsolltemperatur stelle ich per Heizkurve ein. Aber: Wie regelt die Luftwärmepumpe ihre Vorlauftemperatur? Ist diese konstant (an, immer 46°/aus) oder richtet sich diese nach der Rücklaufsolltemperatur?

2. Ein Heizungsmonteur hat eine zweite Umwälzpumpe eingebaut, um die Kreisläufe zu trennen: Eine versorgt unser Haus aus dem Speicher und eine andere den Speicher, sobald die Luftwärmepumpe heizt. Je Kraftvoller ich nun die zweite dieser Umwälzpumpen einstelle (Wilo Stratos Pico 1-6), deste mehr sinkt die Vorlauftemperatur der Luftwärmepumpe. Auf welchen Wert stelle ich optimalerweise diese Pumpe? Meinungen?

3. Aktuelle Werte: Umwälzpumpe zwischen Luftwärmepumpe und Speicher auf 4.0 und Vorlauftemperatur bei etwa 47° bei 32° Rücklaufsolltemperatur (Außentemperatur etwa 10°). Ist die Vorlauftemperatur nicht etwas hoch?

Danke!

Markus31
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Beitragvon Markus31 » 06.10.2012 19:04 Uhr

Ich erhöhe: Heute Abend ist es etwas frischer draußen (etwa 7°C aktuell) und die Vorlauftemperatur zeigt 52°C an. Hui. Ich vermute also, dass die Vorlauftemperatur gekoppelt ist an die Rücklaufsolltemperatur oder an die gemessene Außentemperatur. Gibt es da einen Wert, den so eine Luftwärmepumpe nicht überschreiten sollte (Hochdrucksicherung?)? Wobei ich eh nicht viel machen kann, um das zu verhindern, oder?

Danke für jeden kompetenten Ratschlag!
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Beitragvon bernhard geyer » 07.10.2012 09:11 Uhr

Fast alle heutzutage eingebauten Heizungen laufen über einen Außentemperaturfühler. Je niedriger die Außentemperatur desto höher wird der Vorlauf betrieben.
Dein Modell kann scheinbar bis 58 Grad vorlauf betrieben werden, aber wenn du schon jetzt bei diesen Temperaturen 52 Grad hast wird im Winter die WP wohl permanent den Puffer mit maximaltemperatur anfahren und fast nur noch rein elektrisch Heizen. Da wirst du wohl sehr hohe Heizkosten und es wäre anzuraten entweder die WP rauszuschmeißen oder technische Maßnahmen (Dämmung) zu ergreifen.
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Beitragvon Markus31 » 07.10.2012 09:19 Uhr

Danke!

Eine Teildämmung des Gebäudes ist angedacht.

Ich habe aber eine alte Gastherme an den Kreislauf anschließen lassen und plane, ab 5° Außentemperatur auf Bivalenten Betrieb zu wechseln: Entweder Bivalent Alternativ oder Bivalent Parallel. Aber das ist ein anderer Thread (siehe Forum, LWP mit hohen Kosten, ist auch meins).

Wenn aber die Vorlauftemperatur nur von der Außentemperatur abhängt, dann kann ich eh nichts unternehmen um diese zu drosseln, richtig?
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Beitragvon bernhard geyer » 08.10.2012 22:55 Uhr

Du kannst die eingestellte Heizkurve anpassen. Diese steuert welche Vorlauftemperatur bei welcher Außentemperatur gefahren werden soll.
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Beitragvon Markus31 » 09.10.2012 06:39 Uhr

Vielen Dank.

Die Heizkurve regelt, anders als bei Gas- oder Öl-, primär zunächst die Rücklaufsolltemperatur und nicht die Vorlauftemperatur. Aber der Aussage entnehme ich, dass bei LWP die Vorlauftemperatur an die Rücklaufsolltemperatur gekoppelt ist?

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Beitragvon Markus31 » 10.10.2012 20:00 Uhr

Leider bin ich noch immer nicht schlauer...

Sobald ich den Volumenstrom ändere, also die Umwälzpumpe, welche LWP mit Speicher verbindet, ändert sich auch die Vorlauftemperatur. Wie hängt das miteinander zusammen? Die Anleitung von Dimplex ist da ehrlich gesagt etwas... naja. Wenn da ein belesener Laie versucht, die Zusammenhänge zu verstehen, kommt man zumindest mit dieser Anleitung nicht weiter. Und ich habe das Gefühl, fragt man vier Heizungsfachleute, bekommt man fünf verschiedene Antworten.

Ich bin über jeden Tipp dankbar!
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Beitragvon Markus31 » 11.10.2012 11:14 Uhr

Anleitung laut Dimplex:
Der Heikurvenendpunkt (bei -20°C Außentemperatur) ist so einzustellen:
Heizkurvenendpunkt = Maximale Vorlauftemperatur - Spreizung

Ich habe grne mal bei Rücklaufsolltemperaturen von 32° Vorlauftemperaturen von über 50° (wenn die LWP länger läuft, anfangs ist der Wert geringer). Also habe ich eine Temperaturspreizung von über 18°C. Ist dies normal? Wie kann ich die Temperaturspreizung beeinflussen?
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Beitragvon willy » 26.01.2013 18:24 Uhr

hallo Markus,

habe soeben die Antworten auf Deine klare Frage gelesen-beschämend.
Igg nix verstann vo de Heisszungen.
Bini 47 Jahre Verhüratet und verstah öppis vom Eleggtrische-Schwizerdütsch

Klar ist die Rücklauftemperatur am Fühler im Rücklauf in der WP +/- Hysterese im Verhältnis zum Temp.-Aussenfühler direkt abhängig und bestimmt das Ein- und Ausschalten des Verdichters.

Die Vorlauftemperatur hingegen sind nur rudimentär daran gebunden. Und zwar mehr oder weniger abgebremst durch den gesamten Durchflusswiderstand der Wärmeabgebenden Rohre und wiederum durch die Durchflussgeschwindigkeit der verwendeten Pumpe und zuletzt von der Heizleistung der WP.
Dass elektro- und thermische Ventile in den einzelnen Heizkreisen diesen Durchfluss-Widerstand ebenso stark beinflussen und somit dto. die Temperaturdifferenz Rücklauf zu Vorlauf ist das Ergebnis von einer schwankenden Temperatur im Heizbetrieb von Rücklauf zu Vorlauf im Bereich von 5-12°C am Fühler innerhalb der WP. Die ext. Instrumente zeigen immer eine kleinere Differenz infolge des Leitungswiderstandes zur WP.

Normalerweise sind bei der UWP noch 2 Zeigerinstrumente im Vor- und Rücklauf eingebaut. Hier ist diese Differenz naturgemäss kleiner, weil kurz danach die Verteiler zu den Heizkreisen das Volumen vergrösseren.

Kurzum diese Instrumente (bitte vorgängig Heizbetrieb aus abgleichen)sollten bei Aussentemperaturen unter dem Gefrierpunkt keine grössere Differenz als max. 5°C VL zu RL îm Heizbetrieb anzeigen. Bei Temp. > +6°C max. um 8°C.

Diese Differenzen erreicht man grob mit der Einstellung der UWP.

Wenn die WP nach erreichen der Solltemperatur + Hysterese abgeschaltet hat, dann sollte nach ca. 10 Min die Anzeige auf der WP VL zu RL normalerweise nur noch ca. 0,3°C Differenz aufweisen, weil der Vorlauf+Sensor direkt vom Rücklauf gespiesen wird.

Gruss Willy
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Beitragvon willy » 26.01.2013 18:31 Uhr

Markus noch etwas vergessen,

Ist Dein Ueberströmventil bei der UWP evt. zu empfindlich eingestellt?
Dann zirkuliert der grösste Teil der Heizleistung nur innerhalb der Leitungslänge vom Ventil zur WP und dies kann die 18°C Temperaturdifferenz ergeben und somit bleibt der Rest des Hauses kalt. Die WP wird somit auch in wenigen Minuten wieder abschalten, weil RL-Soll + Hyst. sofort erreicht werden.

Sorry für den neuen Eintrag und Gruss Willy

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