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Forum Energiesparen & Energiespargeräte & Ökostrom

Thema: Einsparpotential - aber wo ist es am sinnigsten?

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dai-hi

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 02.11.2005,
Beiträge: 5
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Hallo Zusammen,

vielleicht gibt es ja jemanden dort draußen der mir einen Tipp geben kann:

Wir bewohnen einen altbau mit einem schlecht isoliertem dach , einfachverglasten fenstern einer Ölheizung der keller ist nicht gedämmt.

Um den charme des hauses nicht zu zerstören würden wir gerne die fenster erhalten. Austausch, aufdoppeln, ect ist nur im Notfall denkbar.

Welches Einsparpotential in liter öl pro jahr hat denn ein top fenster gegen ein altes ?

Das dach werden wir in den nächsten jahren sowieso machen müssen. Wie sieht es aus bei altbauten? Eine ordentliche dämmung soll heute 20cm betragen. Was spare ich denn, wenn ich statt einer 12cm dämmung eine von 20 cm verwende?

Die ölheizung ist aus dem jahr 97 und scheint völligst in takt . Pellets, erdwärme hackschnitelkommen nicht in frage.Wir überlegen an einer solaranlage 10m² mit heizwassertauscher und warmwassertauscher zusätzlich kombiniert mit einem festbrennstoffkessel Hat jemand erfahrungen mit solchen anlagen was man bei so nem mist wetter wie hier im oberbergischen wirklich spart in öl pro jahr und perfekter ausrichtung?


vielleicht kann ja jemand der erfahrungen mit seinem altbau gemacht hat aus dem nähkästchen plaudern!

liebe grüße

lutz

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Solarius

Erfahrung: Gast
,
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Hallo Lutz,

diese Probleme an einem Altbau sind immer die gleichen und trotzdem an jedem Gebäude spezifisch. Mit diesen Daten kann kein Fachmann eine Ferndiagnose erstellen. Auf jedem Fall empfiehlt sich die Einfachfenster gegen Verbundfenster auszutauschen, denn das ergibt schon eine Einsparung von ca. 30 %! Merke: Einfachfenster sind ein NOTFALL!

Bei Wärmedämmung würde ich sehr vorsichtig sein, denn entscheidend dafür ist primär die Wandstärke des Mauerwerkes. Bei Wärmedämmung sollte grundsätzlich das Maxime sein: Nur soviel dämmen wie nötig - nicht so viel wie möglich! Trotz der aggressiven Werbung der Wärmedämmungsmaterial-Hersteller - im Vordergrund steht immer das Problem: Nutzen zum Aufwand!!! Es gibt genügend Beispiele wie Gebäude "erdämmt" wurden und die Eigentümer nun Feuchtigkeits- und Schimmelprobleme haben!

Die Ölheizung aus dem Jahre ist vermutlich noch nicht verschlissen, diese gegen einen Holzkessel auszutauschen ist eine simple Kostenfrage!

Bei ALLEN Bau- und Energiesparmaßnahmen steht die Frage des Nutzens zum Aufwand für den Bauherren im Mittelpunkt!

Ich empfehle daher immer bei Reko-Baumaßnahmen einen Bausachverständigen seines Vertrauens heranzuziehen, der einem primär nicht Baufirmen "auf's Auge drücken will"!

Bauherren-Infos gibt es auch zur Genüge im Internet wie z. B.:

http://www.dimagb.de...http://www.dimagb.de

Alte Bauherrenweisheit: Wer billig baut, baut immer teuer! Daher immer auf das Preis-/Leistungsverhältnis achten - selbiges kann der Laie aber oft schlecht erkennen!

In diesem Sinne viel Spaß beim Instandsetzen!

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fuchsoffeuro

Erfahrung: Gast
,
Antworten mit Zitat
Eine Dämmung im Bereich Dach bringt den meissten Erfolg.Kann aus eigener Erfahrung berichten:Wir haben 1995 den Dachstuhl ausgebaut.Vorher war es da oben grausig kalt.Nach Einbringung der Dämmung (100mm zwischen den Sparren und 60 mm unter den Sparren)
hatten wir im Dachgeschoß eine Temperatur von 12 Grad.Als wir dann noch oben ausgebaut haben hat sich die Temperatur auf 15 Grad erhöht(allein durch Körperwärme von zwei Personen und zwei Handlampen).
Die Fenster müssen als nächstes mit modernisiert werden.Einfachfenster sind reine Energieschleudern.Wenn schon dann Isolierverglasung.Warum willst Du denn unbedingt einen Festbrennstoffkessel einbauen.Den größten Wirkungsgrad haben doch Holzvergaser und es gibt noch staatliche Förderung für den Einbau von Holzvergasern.In Zeiten immer teurer werdender Energiekosten ist es zwingend erforderlich sparsamste Technologien einzubauen.Kann Dir hierzu auch ein Angebot unterbreiten.
Maile mir Deine Telefonnummer ich rufe Dich zurück.
Gruß Siegmar
E-Mail:fbb-weichert@freenet.de

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TheK

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 29.04.2007,
Beiträge: 78
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Einfach gesagt: da anfangen, wo man am weitesten vom Stand der Technik weg ist. Einfachverglasung hat, wenn sie heute neu ist einen U-Wert von 3. Doppelverglasung fängt irgendwo bei 1,5 an mit 3-Fach und "Holzhammer-Methode" geht es bis unter 0,5 (dann is fast egal, ob Fenster oder Wand!). Wenn das Ding noch aus der Zeit is, als Einfachverglasung modern war, ist auch ein Dämmwert von 7 nix besonderes, abhängig vom Zustand kann das bis unendlich (vulgo: Loch vom Holzwurm) gehen. Die Fenster, wenn das Denkmalschutzamt nichts dagegen hat, KOMPLETT austauschen! Die Konstruktion der Fenster verursacht einen Großteil des Wärmeverlustes! Es kann aber durchaus sein, dass es auch hochwertige Fenster mit der passenden Optik gibt.

Das Dach hat eigentlich immer den größten Posten an den Heizkosten, gerne steckt weit über 50% des Sparpotentials alleine hier - Ausnahmen bestätigen aber die Regel. Naja, und wenn du schon da oben fummelst, kann man ja auch gleich eine thermische Solar-Anlage einbauen.

Die Heizungsanlage ist ja praktisch neu und vermutlich das mit Abstand beste am ganzen Haus.

Irgendwann wäre selbst die Fassade mal für eine Dämmung dran - aber imho erst nach Dach und Fenstern, wenn auch trotzdem recht bald. Die Kellerdecke sollte man sich auch noch vornehmen.

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