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Beitragvon EuRegEn » 26.07.2012 19:19 Uhr

Es wäre viel besser gewesen, den Aufbau von Photovoltaik (PV) begrenzt, aber langfristig nachhaltig zu gestalten.

Die PV-Lobby hat aber innerhalb weniger Jahre die PV auf über 33.000 MW bei einer noch immer hohen EEG-Vergütung hochgedrückt, was zur Folge hat, dass die Energiewende unbezahlbar wird, oder diese ganz scheitert.

Auch 2012 wurde schon wieder gewaltig die PV-Leistung erhöht. Die Kürzungen der Vergütungshöhen haben das Ziel eines langsameren, nachhaltigen Aufbaus der PV-Anlagen nicht erreicht, der chinesischen PV-Industrie genützt - und die heimische Industrie vernichtet. Superleistung der Politik, auch von Hans-Josef Fell, dem energiepolitischen Sprecher der Grünen, der sich vehement gegen einen vernünftigen Deckel gewährt hat.

Damit steigen die Umlagekosten bei PV erheblich - und dies bei schmäleren Schultern, da viele Betriebe von diesen Belastungen befreit wurden.

Es stellt sich die Frage, mit welchen Maßnahmen wir sowohl die PV-Betreiber am Leben lassen - und trotzdem die Kosten für die Allgemeinheit verringern.

Neben der Verringerung der Stromsteuer, welche zusätzlich durch die erneuerbaren Energien eingenommen werden und der Rückführung von Ausnahmen, die von der EEG-Umlage befreit wurden, müssen auch die PV-Betreiber ihren Beitrag leisten.

Der Bestandsschutz im wörtlich Sinne wird aufgegeben werden müssen, die PV-Betreiber sollen aber dennoch gleich- oder gar besser- gestellt werden.

Vorschlag:
Die PV-Vergütung wird halbiert. In bisheriger Höhe wird der PV-Strom nur dann vergütet, wenn diese Anlage noch keine 5 Betriebsjahre auf dem Buckel hat. Im Gegenzug wird die Vergütung ab dem Zeitpunkt der Absenkung auf das Dreifache der Restlaufzeit verlängert.

Folge:
Umlagekosten werden in einem überschaubaren Zeitraum nahezu halbiert - und was noch wichtiger ist, der PV-Strom wird auch nach 20 Jahren in das Netz fließen und (bis auf dem Winter) die Stromspitzen abdecken.
http://www.transparency.eex.com/de/

In Neunburg vorm Wald gab es das Solar-Wasserstoff-Projekt. Dort wurden PV-Anlagen mit über 20 Betriebsjahren vermessen, welche noch eine Leistung von über 90 % aufwiesen.

Unterm Strich (sofern die PV--Anlage am Ende noch ca. 75% Leistung haben) wird der PV-Betreiber mehr Geld einnehmen.
http://sunics.de/faq7.htm

Insofern wäre der Bestandsschutz "dem Geiste nach" gewährleistet und wird auch vor dem Verfassungsgericht bestehen können.
Die PV-Betreiber sollten diesen Weg positiv mitgehen, denn eigentlich "schicht die Sonne ja keine Rechnung".

Die PV-Branche sollte diesen Vorschlag aktiv aufgreifen, sonst kann das ganze EEG sehr schnell unter die Räder kommen.

Da die meisten PV-Anlagen mit KfW-Krediten finanziert wurden, ist sowohl eine stabile Zinslast als auch eine Streckung der Tilgungsleistung unproblematisch möglich. Für Freiflächenanlagen wird es aufgrund weiterer Kosten (wie Pacht, Überwachung usw.) zwar schwieriger sein, Lösungen zu finden, aber wenn es gelingt, das Kapital der Einlage zu sichern, wäre wohl das Mögliche erreicht. Die hier Betroffenen sind in aller Regel nicht die Ärmsten im Lande.

Zusätzlich bedarf es der Wiedereinführung der staatlichen Preisaufsicht, damit diese Kostensenkungen bei PV bei den Bürgern ankommen - und nicht in die Gewinnkasse der Konzerne fließen.

Nach diesen Maßnahmen wird es wieder finanziellen Spielraum geben, die für den weiteren, kosteneffizienten Ausbau der erneuerbaren Energien zwingend notwendig sind, ebenso für den Ausbau von Speichern und Netzen.

Trotz vieler schwerer Fehler: Die Energiewende muss nicht unbedingt scheitern, erfordert aber unangenehme und harte Änderungen, die einer falschen Politik geschuldet sind - und nicht den einzelnen Akteuren anzulasten sind.
Zuletzt geändert von EuRegEn am 30.03.2013 16:25, insgesamt 3-mal geändert.

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Beitragvon EuRegEn » 27.12.2012 22:22 Uhr

Beim Wasserstoff-Solarprojekt in Neunburg vorm Wald haben die PV-Zellen nach 20 Jahren noch 90 % der Leistung gebracht.
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Beitragvon EuRegEn » 20.03.2013 14:01 Uhr

Was passiert, wenn diejenigen, die bislang für die Versorgungssicherheit von Strom gesorgt haben, immer weniger die Kontrolle über die Einspeisung haben:

http://news.piratenpartei.de/showthread.php?tid=302302
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Beitragvon EuRegEn » 25.06.2013 20:02 Uhr

Dieses Jahr wird die EEG-Umlage hinsichtlich PV durch die niedrigen Sonnenstunden geprägt sein, und wohl deshalb nicht/oder wenig ansteigen. Auch ein schönes Restjahr kann diese Defizite nicht mehr ausgleichen.
Es wird aber wieder andere Jahre geben, die zeigen - eine Streckung der Vergütung ist bei PV unvermeidlich....
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Beitragvon EuRegEn » 25.11.2013 16:51 Uhr

Der PV-Ausbau ohne Maß und Ziel in den letzten Jahren ist hauptsächlich verantwortlich für die notwendige Reformierung des EEG. Manche sprechen sogar schon vom Scheitern der Enerigewende...
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Beitragvon achtzehneins » 25.11.2013 21:49 Uhr

Ich finde, dass viel zu viel in PV investiert worden ist, vor allem in Anbetracht dessen, dass wir hier in Deutschland leben! In Deutschland! Hier ist doch viel zu wenig Sonne... Besser hätte man die Offshore Windparks ordentlich geplant...

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Beitragvon EuRegEn » 22.04.2014 19:09 Uhr

Richtig!
Bei der EEG-Vergütung greifen PV und Biomasse 75 % des Kuchens ab!
Dabei hat PV im Winter 2012/2013 über 4 Monate lang keinen Input....
https://www.tagesschau.de/multimedia/bi ... eowebl.jpg
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Beitragvon energieprojekt » 23.04.2014 10:45 Uhr

Uih ein heißes Thema.
Sicherlich ist es Möglich wieder mal die Kosten auf den kleinen Mann (und dazu zähle ich auch 100kWp Anlagen) und nicht den 4 großen auf die Füße zu treten......
Das sieht man derzeit bei der geplanten EEG- Abgabe auf selbsterzeugten Strom.
Doch zurück zum Kern, momentan ist es doch schon so das ein Teil des erzeugten Stroms schon nichtmehr komplett vergütet wird (90% Regelung, 70%Abschaltung).
Es ist bei weitem nicht so das die Anlagen alle stabil über KFW-Kredite "abgesichert" sind.
Viele Anlagen welche ich früher verbaut und auch meine eigenen sind entweder über Hausbanken oder aber durch Eigenkapital finanziert worden...... Damals redete man von der zweiten Rente
Mit den vorgegaukelten Leistungsdaten nach 20 Jahren sehe ich es auch etwas anders eine meiner Anlagen (Dünnschicht aus 2001)hat in den ersten 5 Jahren regelmäßig Module ausgetauscht bekommen (Hotspots) der dadurch entgangene Ertrag ist kaum zu beziffern. Darüberhinaus kenne ich etliche Anlagen die die 20 Jahre nicht erleben weil Anschlußdosen abfackeln oder Module aussteigen. Wenn ich die Rep-Kosten hinzu ziehe wird auch eine Amortisation nach 20 Jahren schwierig....
Dies alles nur Gedankenansätze bevor man wie gesagt wieder beim kleinen anfängt.
Wie wäre es wenn man jetzt den AKW-betreibern die Kosten für Entsorgung (und allem was damit zu tun hat ) aufbürdet (auch für die vergangenen Jahre und die Fördergelder zurückverlangt ????
Wiehoch würden die vor Wut springen.
Mein Vorschlag dezentrale Energieversorgung, Eigeniitiative fördern und nicht nur den großen den Bauch pinseln.
So jetzt haut ruhig auf mich ein :wink: Udo der Neuling
Wir haben die Welt von unseren Kindern geliehen und nicht von unseren Eltern geerbt. So sollten wir auch damit umgehen !
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Beitragvon EuRegEn » 23.04.2014 19:46 Uhr

Auch wer es nicht verstanden hat, dass es niemals dauerhaft durchhaltbar ist, Dutzende von GW an PV mit einer Vergütung um die 40 Cent/kWh ans Netz zu lassen, darf immer noch hoffen, auch bei einer gestreckten Vergütung noch zu verdienen. Wer schlechte Ware gekauft hat - Pech gehabt!

Aber: Die Hauptschuldigen sind nicht die PV'ler sondern die Politik und Politiker, die dies zugelassen haben, auch solche Leute wie H-J. Fell...
http://sunics.de/faq7.htm
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Beitragvon energieprojekt » 24.04.2014 07:40 Uhr

Hallo EuRenEg, ich gebe dir ja teilweise recht das die Schuld bei den Politikern liegt aber ist es richtig das für deren Fehler immer der kleine Mann den Kopf hinhalten muß / soll ?
Vielleicht sollte man den Politikern mehr Beratung von Fachleuten angedeihen lassen statt ihnen Zeit zu geben sich von Lobbyisten Honig um den Bart schmieren zu lassen (bei schmieren fallen mir andere Sachen ein)
Sie sollten Verantwortung für Ihre Fehler übernehmen müßen (damit meine ich nicht sich auf ein anderes Pöstchen versetzen zu lassen oder in den Ruhestand bei vollen Bzügen)
Udo

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