Anscheinend ging die Titelgeschichte des SPIEGEL selbst einigen Redakteuren des Magazins zu weit (s. Meldung [link]http://www.energieportal24.de/artikel_919.htm[/link]), darüber berichtet jetzt zumindest Ecoreporter:
"Harald Schumann, einer der profiliertesten Journalisten des Spiegel, hat nach 18 Jahren Redaktionszugehörigkeit gekündigt. Schumann ist auch, zusammen mit dem EU-Abgeordneten Hans-Peter Martin, Autor des Bestsellers «Die Globalisierungsfalle». Laut der Netzzeitung hatte Schumann gemeinsam mit einem anderen Kollegen eine Geschichte über die Windenergie geschrieben, die der Chefredaktion nicht negativ genug gewesen sein soll. Statt dessen wurde eine andere Geschichte über die Windenergie als Titelgeschichte gedruckt, die Schumann in der Redaktionskonferenz als «Desinformation und Propaganda» abgekanzelt haben soll.
Für Schumann sei, so will die Netzzeitung aus der Redaktion gehört haben, die Windenergie-Geschichte nur der letzte Auslöser gewesen. Sein Entschluss zu kündigen sei durch die Entwicklung im Blatt gereift. Es sei eine Mischung aus autoritärem Führungsstil und Eingrenzung der Themenvielfalt festzustellen, die dem Magazin in seiner Substanz schade.
In der Titelgeschichte vom Montag schreiben zwei Spiegel-Redakteure sehr kritisch über die Windenergie. Sie zitieren dabei des öfteren Windkraftkritiker und Zahlen und Fakten, die von diesem stammen, ohne dem eine andere Stimmen oder Fakten entgegenzuhalten. Auch ein dazu geliefertes Dossier (im Spiegel-Online) ist widersprüchlich..."
Es stellt sich somit mehr und mehr die Frage, was hinter der Platzierung dieser Geschichte so kurz vor der Verabschiedung der Novelle des EEGs steckt. Können wir in diesem Zusammenhang bald eine neue Affäre erwarten?
Gruß, Sven Geitmann
[link]http://www.hydrogeit.de[/link]