Hallo Prinzessin,
ich gratuliere Ihnen erst mal zum möglichen Erwerb eines hoffentlich auch hübschen „Klassikers“ aus den 60iger Jahren und würde Ihnen hierzu mit bestem Gewissen und aller "wärmstens" eine Infrarot-Wärmewellen-Heizung empfehlen.
Entweder als „Marmorheizung“ oder als „Magnesium-Aluminium-Silikat-Platten mit Emailstahloberfläche“ (Verschmelzung von Stahl und Hartglas = hoch kratz- und säurefest)
Infos z.B: unter
www.redwellstudio.de... oder unter
www.viktor-hammerschmidt.de...
Für ein Gebäude dieser Bauart mit wohl noch massivem Mauerwerk würde ich für eine Infrarot-Wärmewellenheizung (je nach Bauart) i.M. etwa ansetzen:
100qm x i.M. 2,30m = 230cbm zu beheizendes Volumen
230cbm x 29,5W/cbm = 6.785W x 6Std (durchschn.Betriebzeit) x 180 Tage
= 7.327.800Wh/1000 = 7.327kWh Bei einer Infrarot- Wärmewellenheizung
sind 18Grad Oberflächen-/max.Lufttemperatur i.d.R ausreichend , jedes
weitere Grad (Kelvin) benötigt 5-7% mehr Energie deshalb können im Verhältnis
zu den sonst üblichen mind. 20-22Grad Lufttemperatur ruhigen Gewissens 10% Minderung angesetzt werden. (tendenziell 20%)
- 733kWh
= 6.594kWh x 0,14€ = 923,16 zzgl. Mwst.
= Jahresheizkosten ca. 1.070,-€
Für die Warmwasserbereitung würde ich Ihnen auch aus Energieeffizienz-gründen den Einsatz kleinerer dezentraler El-Durchlauferhitzer empfehlen.
ca.25% aus Jahresheizkosten = Warmwasserbereitung ca. 268,-€
Summe: 1.338,-€ (111,50€/Monat)
Vergleichs- und rein schätzungsweise mit Öl :
250cbm x 100kWh/cbm a (10l/cbm a) = 2.500l
2.500l x 0,65€ (incl. Mwst.) = ca. 1.690,-€
zzgl. Warmwasser ca. 25% = ca. 422,-€
zzgl. Pumpenstrom = ca. 75,-€
zzgl. Kaminfeger = ca. 75,-€
Wartung und Ersatzinvestition = ca. 300,-€
(gem. VDI nach 12 Jahren)
Summe: ca. 2.562,-€
(213,-€/Monat)
Kosten für den Betrieb einer Ölheizung tendenziell stark steigend!
Kosten für Strom tendenziell moderat steigend – langfristig stabil bis sinkend!
Weitere Vorteile für einen Bestandsbau:
Fenster ,"sofern sie nicht schon in Auflösung begriffen sind und aus den Wänden fallen" könnten verbleiben.
Sie haben i.d.R nicht nur einen besseren g-Wert (Energiedurchlassgrad) für die ganzjährigen (besonders im Winter) solaren Wärmegewinne von außen sie sorgen zudem kostenlos, zugfrei (mit einem IHS), regelmäßig, für ausreichend hygienisch wertvollen Luftwechsel. (Das Lichtspektrum im Innenraum bleibt zudem ebenfalls besser erhalten; Wachhormone usw.)
Mit einem Infrarot-Heiz-System bräuchten Sie dabei aus meiner persönlichen Erfahrung absolut kein schlechtes Gewissen haben, weil mind. 80% der eingesetzten Energie zur Erwärmung der Bauteile und Gegenstände eingesetzt werden und nicht zur Erwärmung der Luft. Dadurch werden die verbleibenden Lüftungswärmeverluste über den hygenisch notwendigen Luftwechsel hinaus nahezu bedeutungslos.
Eine Kondensatbildung an den Bauteiloberflächen ist zudem systembedingt und nahezu (man soll ja nie, nie sagen) unmöglich, weil die Oberflächentemperaturen nicht ausreichend tief unter die Raumlufttemperaturen absinken können.
Im Falle einer kontrollierten Lüftung würden Sie hierfür abgesehen von den Gestehungskosten beispielsweise für 8 Geräte a´ca.400W/d x 350d/a = 1.120.000Wh/a : 1000 = 1.120kWh/a x 0,20€(incl. Mwst) = 224,-€/a (entspricht ca. 345l Öl) zusätzlich benötigen.
Massives Mauerwerk (davon gehe ich in diesem Fall aus) ist zudem sehr empfänglich und ideal zur Aufnahme und Speicherung der ganzjährig anliegenden Global- bzw. Wärmestrahlung von außen.( auch bei sehr kalten Außenlufttemperaturen)
Heute weis man u.a., dass hier die solaren ganzjährigen Wärmegewinne 9-20% der Jahresheizbedarfes betragen. Auf diese verzichten Sie von vornherein wenn Sie u.a., Ihr Gebäude z.B. mit einer äußeren Wärme-dämmung davor abschirmen.
Es gibt u.a. noch mehr Gründe weshalb der Einhaltung von derzeit im Raum schwebenden Vorgaben (u.a. bei Altbauten) div. Verordnungen ggf. auch gegenüber Baurechtsämtern offiziell widersprochen werden kann. Einen entsprechenden Antrag hierfür gibt es schon seit länger Zeit.
Ein Infrarot-Heizsystem besitzt zudem ein enorm hohes Austrocknungs-potenzial, so dass der max. u-Wert (Wärmedämmfähigkeit) Ihrer Wände dadurch sichergestellt und erhalten bleibt. (trockene Bauteile dämmen besser)
Außer den bereits genannten Vorteilen:
- Sie sparen sich ggf. Kosten für eine Kaminsanierung bzw. Quer
schnittsverengung
- Sie gewinnen im Falle eines Kaminabbruchs zusätzlichen Wohnraum (die "Kachelöfen" würden dann ja ggf. an den Wänden hängen)
- Sie haben insgesamt ein geringeres Schadensrisiko im Bereich „Leitungswasser-Versicherung o.ä. (Holzbalkendecke?)
- Sie könnten die bestehende Verteilung ggf. samt Heizkörpern auch belassen, denn die Anordnung eines IHS kann auf den Innenwänden erfolgen. (Wärmewellen durchdringen hierbei kein übliches Fensterglas)
- Sie bleiben mit der Anordnung der Heizelemente flexibel auch im Falle einer späteren Änderung z.B. Ihrer Möblierungswünsche sowie bei Um- und Anbauvorhaben.
- Diese Anlagen können ohne aufwändige Stemm- und Schlitzarbeiten installiert werden. (Schlitzfräse für Kabel)
- Diese Technik arbeitet geräuschlos
- Stromzuleitungen könnten im Bedarfsfall und bei Nichtbenutzung auch stromlos geschaltet werden. (El.-Smog?)
Die Investitionskosten für eine Komplettlösung mit IHS, dezentraler Warmwassererzeugung schätze ich incl. Montage auf ca. 11.000,-€ (incl. Mwst.) wobei ich mir generell auch abschnittsweise oder teilweise Lösungen bis hin zu mobilen Einzelraumlösungen vorstellen kann.
Sofern der Finanzierungsrahmen es zulässt und eine Dachumdeckung evtl. ohnehin ansteht wäre die Ergänzung dieses Hauses mit einer PV(Photovoltaik) Anlage noch anzudenken mit ca. 6,7kWp (ca. 70qm Dachfläche/Primärenergiefaktor max. 1,0) oder auch etwas mehr kWp. (ggf. auch als Indachlösung z.B. von Solar-World gleichzeitig als Dachdeckung)
Bedenken Sie bei dieser Kombination, daß Sie Mehrwertsteuer aus den einteiligen Dachsanierungsarbeiten auch wieder zurückerstattet bekommen können im Rahmen sog. vorbereitender Maßnahmen zum Betreiben eines Gewerbes. (Sie werden dann ggf. ja zur „Stromprinzessin“/ -produzentin)
Mit sinnvollen Einsparungen oder auch Vermeidung weniger wirksamer Ausgaben bei heute üblichen Sanierungsmaßnahmen sowie mit einer entsprechenden Finanzierung und ca. 5000,-€ als einmalige Eigenkapitaleinlage für eine PV-Anlage (in Verbindung mit ggf. noch freien Anteilen an einer Grundschuld zur Kreditsicherung o.ä.) rechnet sich diese mit der derzeit noch gültigen Einspeisevergütung ganz interessant, und könnte für Sie der Einstieg in einen teilweisen oder auch kompletten Ausstieg aus fossiler Verbrennungstechnik bis hin zum Null-Emissions-/ Null-Heizkostenhaus werden. (trotz Altbau)
Zum Betrieb Ihrer Heizung und für Ihren Haushaltsstrom sollten Sie dann idealer Weise „grünen“ Strom (aus Wasserkraft oder regenerativer Erzeugung) als Heiz-/ Doppeltarif oder ggf. sogar (über 10.000kWh/a Gesamtabnahme) als Industriestrom ggf. Sonder-Einzel-Tarif beziehen.
Grüner Strom kostet i.d.R. 1-2Ct/kWh mehr könnte dann aber mit dem ganzjährig eingespeisten Strom aus einer bezahlten PV-Anlage wieder aufgerechnet werden.
Wenn Sie also der verbrauchte Strom unterm Strich ohnehin nichts kosten würde wäre es Ihnen wohl auch egal was er kostet ohne dass ich Sie damit zur künftigen Energieverschwendung auffordern möchte.
Mit einer solchen Konstellation hätten ich jedenfalls das gute Gefühl, auch einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz geleistet zu haben.
Abgesehen davon würde ich mich heute natürlich immer auch für ein „gesünderes“ (für mich und meine Familie), wartungsfreies IHS (Infrarot-Heiz-System) entscheiden das nachweislich auch noch einen massiven Beitrag zur Substanzerhaltung meines Hauses leisten kann.
Ich wünsche ihnen nun noch recht viel Erfolg, eine glückliche Hand beim evtl. Erwerb, eine gute Entscheidung und hoffe, dass ich Ihnen und auch noch dem/der einen oder anderen Leser/In eine weitere Strategie auf dem Weg zur künftigen, emissions- und möglicherweise sogar kostenfreien Nutzung von sauberer Energie (auch zur Wärmeerzeugung) aufzeigen konnte. Gemäß dem Buchitel von Franz Alt: „Die Sonne schickt uns keine Rechnung“